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Jüdische Wochenschau · 1964-05-08 · 2063 (8.5.1964) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2063 (8.5.1964)
Date
1964-05-08
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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JÜDISCHE Mül) PUEYRREDON 2190 — tea. JkJkmciM&JsA&elUa Año XXV. BUENOS AIMS, VLERNES 8 DE MAYO DE 1961 Zur Lage in Mittelost Nur im Mittleren Osten dürfte es ausserordentlich schwer sein, die Frage zu be antworten, wer wessen Ver bündeter und wer mit wen verfeindet ist. Dabei wird es sich bald heraussteilen, dass die Analyse, die heute mit al ler erforderlichen Sorgfal vorbereitet wird, am nächsten Tag bereits falsch sein kann, weil sich das Panorama ebenso wie die politische Konstellation ständig an dern. Eine besonders bedenk, liehe Rolle , spielt hierbei Sy rien, der stärkste Nach »r Israels, wenn man einmal von Aegypten absieht, zwischen dessen eigentlichem Ter rito rium und Israel die Wüsten des Sinai liegen. Nassers panarabische Träume schienen zeitweise in Er füllung zu gehen, als Syrien sich zur Aufgabe seiner Souveränität und zur Gründung der Vereinigten Arabischen Republik (VAR, in spanischer Sprache HAU abge kürzt: República Arabe Uni. da D. Red.) bereitfand. Die ses von allen ernsten Beob achtern und Sachkennern für künstlich gehaltene Gebilde war denn auch von kurzem Bestand. Die Syrer wollten sich - von der Vor. mundschaft Aegyptens befreien, wollten Partner und Verbündete sein und n.cht von den Befehlen Nassers abhängen. Es kam zum Bruch; nach wenigen Jahren wurden neue Verhandlungen aufge nommen und ein weiteres Abkommen geschlossen, das jedoch niemals zur Ausfüh. rung gelangte. Die ägyptischsyrischen Spannungen hielten unvermindert trotz aller Deklarationen der Kairoe. Gipfelkonferenz an. Inzwischen hatten sich die Syrer den Irakern genähert, deren Land seit der Ermordung des Königs und seines Kanzlers Nuri Pascha nicht zur Ruhe gekommen war. Eine blutige Revolution löst“ dort die andere ab, durch der Pakt mit den Syrern war jedenfalls die Grenze gesichert und keine weiteren Erschütterungen zu erwarten. Zwar ist es bis heute nicht vollends gelungen, die Kurden, die sich gegen die Zen. tralregierung in Bagdad erhoben hatten, zu beruhigen oder gar niederzuschlagen. Zwischen Syrien und Irak war ein Militärpakt geschios sen worden, der zu einer Ver. einigung der beiden Armeen geführt hat oder zumindest führen sollte. Jetzt soll auch dieser Militärpakt wieder aufgehoben werden, sodass jedes der beiden Länder wie der sein eigenes Heer haben wird. Trotz Nassers überlauter Propaganda wird es — wenigstens in Abständen — immer wieder klar, dass die führenden Staatsmänner der ande ren arabischen Staaten sieh aus der Umklammerung Ae gyptens zu befreien suchen und in vielen politischen Fragen einen von Nassers Thesen abweichenden Standpunkt einnehmen. Je stärker sich solche anti-ägyptischen Strömungen zeigen, desto lauter läuft die nassersche Propaganda walze gegen Israel. Dies ist und blieb das einzige Thema, in dem es bisher Nasser stets gelang, die anderen Araberstaaten zur Einstimmigkeit zu zwingen. Jede Bestrebung eines arabischen Politikers, einen Ausgleich in dieser Diskuss'., on mit und gegen Israel zu finden, gefährdete bis heute von B. B. SAMUEL nicht nur die politische Exi stenz einer in dieser Frage zögernden Regierung, sondern sogar die physische Exi stenz ihrer Mitglieder, .deswegen wagt kein Araber, etj ne abweichende Meinung zu! äussern. j Interessant war eine Er- ( klärung des israelischen Mi nisterpräsidenten Eshkol, Is rael werde jedem arabischen Land Hilfe leisten, das sich von Nasser bedroht fühlt und eine solche israelische Aktion wünscht. Ob es wirklich in absehbarer Zeit hierzu kommen wird, ist schwer zu sagen. Immerhin ist Veramas sung zu neuen Ueberlegun gen gegeben, da Eshkol nich ein derartig weitgehendes und unter manchen Aspekten sogar revolutionäres Hilfsangebot machen dürfte, wenn er nicht konkrete In formationen hätte und ¿ine politische Chance für Israel [ front erblicken würde. Gleichzeitig kam eine Met düng aus Kairo, dass die arabischen Länder einem Beschluss zur Bildung einer Einheitsfront für die Befieiung Palästinas zugestimmt hätten, durch den jeder Palästina-„Flüchtling“ gezwungen wird, für dieses Ziel zu arbeiten. Vorbild hierfür «st die algerische Befreiungsor ganisation, deren Terrorakt.-» noch in aller Erinnerung sein dürften. Mitglied de- Befreiungsbewegung ist jedei Sie spielen mit dem Feuer Dr. W.: — Die chauvinistischen Kreise, die ihre Gesinnungslosigkeit mit Radikalismus und einem extremen National.smus zu vertuschen versuchen, haben seit einigen Monaten ihre Aktivität zu steigern vermocht. Wie inzwischen allerdings festgestellt' wurde, haben -einige dieser Gruppen zunächst einmal sich darum bemüht, Milli .men durch Raub. Ueberfall und Diebstahl zu .organisieren* wobei niemals klar sein wird, was schliesslich mit den erbeuteten Geldern geschah, die zu einem erheblichen Teil zur Anschaffung von Mordwaffen und anderem Material dienten. In der letzten Zeit haben diese Extremisten, die für sich allein bereits eine Gefährdung der öffentlichen Sicher heit darstellten, durch die Arabische Liga und ihren ver. sier.en Vertreter, der dieses Land als seine Herrschaftsdomäne betrachtet, neuen Auftrieb erhalten. Die antijüdische Axtion konnte aus den Erfahrungen dieses bewährten Agenten lernen, der sich seine Sporen unter Hitler an aer Palästina-Araber, unabhän ¡ Seite des Mufti verdient hatte. Sofort kam ein System in gig davon, in welchem Lande - den wilden Kampf gegen die Juden. Man verstand, dass der Welt er lebt. Das bedeu j hierzulande nicht übermässig grosse Sympathien für den tet, dass der Terror über al- I üblichen rüden Antisemitismus vorhanden sind und ging le Länder ausgedehnt wer Í deshalb aut die Nassersche Linie über, zwischen Anti-Zior E. 8 3-2 6 1 3 No. J063 den soll. Ob diese Massnah me Erfolg haben wird, ist «b zuwarten. Die Befreiungswird jedoch Uber die araoischen Streitigkeiten nicht hinwegtäuschen, die sich täglich verschärfen. Die arabische Welt ist — wie alle die vielen Welten, die es heute in der interna, tionalen Politik gibt, — aufgewühlt. Die Aussichten für den Sieg des Nasserisr >us und eines von ihm beherrsch ten Panarabismus sinken, auch wenn die Hetzpropaganda noch so energisch ver. sucht, durch Ablenkungsmanöver die Weltöffentlichkeit zu täuschen. — WIE ICH ES SEHE’ Zeit der Widersprüche von JEHUDA GOTTHEIMER i. Diese Zeit Der Mensch neigt dazu. Vergleiche zwischen dem Gestern und dem Heute anzu stellen. Das, was einst gewe sen, erscheint dabei in einem helleren Licht, weniger ge trübt durch die Eindrücke des Augenblicks. So spricht man allgemein von der .guten, alten Zeit*, in der sich das lieben ruhiger, friemi. eher, harmonischer und einfacher abgewickelt haben soll, man spricht von der schwierigen Jugend heute, und wie doch alles so ganz anders da mals war, zu unserer Grossväter Tage. Bei näherer Be trachtung aber wird man feststellen können, dass allgemein der Mensch sich lie. ber und objektiv besser an gute Zeiten und Ereignisse erinnert, dass der Schmerz verblasst, und das Erlebnis der Gegenwart das bhiere Geschehen der Vergangenheit aus der Erinnerung verdrängt. Die Legende von der gu en, alten Zeit ist eben nur eine Legende, eine Phantasmagorie, eine Selbsttäuschung Die Jugend heute ist weder bes. ser noch schlechter als alle Jugenden vor ihr; sie mag anders sein, aber sie gehorch : denselben Gesetzen der Natur, sie hängt den gleichen Träumen und Illusionen nach und sie wird von denselben Hoffnungen getragen, bis der .Ernst des Lebens* den Schleier zerreisst, und bis wiederum eine Generation heranwächst, von den gleichen oder ähnlichen, den ewigen Idealen der Jugend bewegt. Vielleicht haben sogar diejenigen Recht die meinen, die Jugend heute sei besser als vordem, offener, aufgeschlossener, direkter, MASSNAHMEN BONNS GEFORDERT! Jerusalem. — In der Knesset wurde kürzlich ein einstimmiger Beschluss gefasst, wonach man die deutsche Bundesregierung auffordern will, dringende Massnahmen zur Unterbindung der „ver. breeherischen Tätigkeit“ der deutschen Wissenschaftler zu ergreifen, die in Aegypten an Zerstörungswaffen arbeiten, die die Sicherheit' und den Frieden Israels bedrohen. Man verwies in der Knesset auf die Resolution vom 23. März des vergangenen Jahres, in der man bereits auf diese Tätigkeit der deutschen Gelehrten hingewiesen hatte und gab der Missbilligung darüber, dass Deutschland nicht darauf reagierte, Ausdruck. Die Resolution wendet sich auch an die Oeffentliche Meinung der ganzen Welt, die ihrerseits ihren Einfluss geltend machen soll, damit den Arbeiten der deutschen Gelehrten in Aegypten ein Ende gesetzt wird. Golda Meir eröffnete die Debatte und erklärte, dass die Bundesregierung nicht indifferent der Tatsache gegenüber stehen könne, dass 19 Jahre nach dem Fall des Hitler-Regimes, dem Millio. Opfer fielen, nun Angehörige des gleichen Volkes neu. erdings Pläne unterstützen, die der Vernichtung der Ueberlebenden des Nazi-Massen, mordes dienen sollen. Den Ausführungen Golda Meirs folgten Vorschläge, die Cherut und Mapam präsentierten. Golda Meir verwies auf die Resolution vom 23. März 1963 und erklärte: „Wir können nicht die Ansicht teilen, dass die Deutsche Regierung die individuelle Freiheit respektieren muss und seinen Bürgern daher nicht verbieten könne, in Aegypten die Liquidierung Israels vorzubereiten. „In einer demokratischen Regierung“ — erklärte sie — „ist die Freiheit des Individuums nicht gleichbedeutend mit der Freiheit, Verbrechen zu begehen. „Wir erwarten, dass die deutsche Bundesregierung ohne Verzug die nötigen Massnahmen zur Unterbindung der Arbeit der Wissen, sehaftler in Aegypten ergreift“, und sie fügte hinzu: „Jede andere Reaktion würde vom Volk Israels und wohl auch von der ganzen Welt mit Missbilligung aufgenom. aufrichtiger. Da aber die Menschheit bisher noch niemals über ihren eigeren Schatten zu springen vermochte, kann es sich nur um Nuancierungen handeln. — Wir leben in einem Jahrhundert der Widersprüche. Gewiss ist diese Widerspruch, lichkeit und Unaufrichtigkeit im privaten wie im öffentlichen Leben auch kein typisches Symptom der modernen Gesellschaft. Der Gegen. satz zwischen Wollen und Können kann in allen Epochen beobachtet werden. Man könnte sogar sagen, dass in dieser Gegensäzlichkeit sich die menschliche Schwäche offenbart, das Unvermögen, eine Brücke von der Erkenntnis des Rechten und dem Tun 'der Verantwortlichen zu schlagen. Wenn es Mode. Krankheiten der gegenwärtigen Gesellschaft gibt, so ist dieses Leiden am Bruch zwischen dem Triumph des Gei. stes und dem Versagen der moralischen Kräfte eine zeitlose Krankheit, die seit Anbeginn unserer geschivhtli chen Epoche bis in unsere Tage Ursache und Wurzel den erbärmlichen Zunismus und Anti-Semitismus zu unterscheiden. Es gibt also nach dieser Doktrin zwei Klassen oder Gruppen von Juden cm alter Versuch, zunächst einen Keil ins jüdische Lagerunter oiesem oder einem anderen Motto zu treiben, um dann umso sicherer beide Teile schwächen und schliesslich vernichten zu können. — Auf einer grossen Kundgebung der rechtsradikalen Antisemiten, wenn man einmal unter diesem Sammelbegriff all jene unerfreulichen radikalisierten und randalisie-enden Jugendlichen zusammenfassen kann, sprach dann auch der oberste Führer Hussein Triki, im Stile der von Goebbels eiist organisierten Sportpalastversammlungen. Paro, len wurden ausposaunt, Nasser und Perón gleicherweise gefeiert obwohl offensichtlich hierzu kein Mandat vorlag. Im übrigen wurde schon durch diese Rufe bewiesen, lass es keineswegs nur darum gehen würde, gegen die Junen vorzugehen, dass vielmehr all das antijüdische Geschrei nur eii- Vorwand ist, antidemokratische Kräfte im Schutz einer antisemitischen Kampagne zu sammeln und für die nächst; Phase eines Bruderkrieges vorzubereiten. Wern wir auch dahingestellt lassen wollen, ob dies der Anfang für eine Aera im nazistischen Stil bedeuten könnte, wenn wir auch nicht darüber debattieren wollen, ob d.ese Radikalisierung der argentinischen Jugend eine echte oder grosse Gefahr für die hiesige Judenheit bedeutet wenn wir uns auch davor bewahren müssen, diese Erscheinungen mit pessimistischer Depression zu betrachten, so sollten wir docr mindestens erkennen, dass es gut ist, auf der Wacht zu sein, um ernstere Vorstösse der Antisemiten — welcher Färbung und weloher Schattierung auch immer — erfolgreich abzuwehren. Die DALA ist mit allen ihren Möglichkeiten darum bemüht, diese Bewegung schon in ihren Anfängen zu. bekämpfen und nicht erst darauf zu warten, bis sie noch stärker geworden ist. Eine der Vizepräsidenten der DAIA, der bekannte Professor für Psychiatrie. Dr. Leon Perez, -vies auf einer Versammlung des Argentinischen Se. fardischen Comités auf diese Bestrebungen hin, den Antisemitismus unter der Maske des Antizionismus zu prä -entière— . Dr. Perez unterstrich, dass die Juden immer die ersten, aber niémals die letzten und auch nicht einzigen sind, die durch die antisemitischen Kampagnen oder Ak tionen getroffen werden. Dass dies die verantwortlichen Politiker hierzulande offensichtlich verstanden haben, wurde von Mark Turtcow der auf der gleichen Versammlung sprach, hervorgehoben. Denn Präsident Dr. Ulla habe zu den Delegierten der DAIA gesprochen, die ihn jüngst aufsuchten, und nicht die Delegierten zum Präsidenten, da er sich bis in die Einzelhei ten mit de- Problemen vertraut zeigte. _ Da Argentinien ein freies Land ist, haben selbst, diese antidemokratischen Kreise noch die Möglichkeit, ihre faschistischen Embleme zu zeigen und Hass- und Hetztiraden gegen einen Teil der Bevölkerung zu lanzieren. Die zum Schutz der Demokratie berufenen Staatsstellen täten gut. daran, diese Warnzeichen zu verstehen und rechtzeitig die Jugend in die Bahnen friedlicher, demokratischer Gesinnung zu lenken und von jedem Radikalismus jedwelcher •Prägung fernzuhalten. für nisse unseres Lebens sind noch nicht entdeckt und überwunden, der Weg in die eigene Zukunft ist nicht gesichert. Kann es einen grösseren und schwierigeren Widerspruch stand des nationalen wie ln-! geben als jene entsetzliche ternationalen Völkerlebens I Nä-he zu Tod 11110 war und geblieben ist.! tun8ln dle der menschKUie Mit aller Schärfe tritt die. j den men^h vvi ser Widerspruch zwischen! Ver• unsere Physische Kxi dem Verstehen und Wissen dort auf, wo die Wissenschaften und die Technik ihre schönsten und bedeutendsten Triumphe feiern können. Dem Forschergeist ist es nicht nur gelungen, sehr.-ekliche Krankheiten zu besie gen oder den Weg zur Be. kämpfung dieser Geissein de'* Menschheit erfolgreich zu erschlossen. Wir stehen heute sozusagen an der Pforte des Weltalls, um von diesem kleinen Planeten aus in den Kosmos vorzustossen, zu an deren Himmelskörpern zu reisen und die Geheimnisse zu lüften, die uns die „Un. endlichkeit des Himmels“ auferlegt. Wir drängen hinaus in die Weite und wir su chen die Ferne. Aber das, was uns umgibt, der Boden, auf dem wir leben, die Erde die uns geschenkt, worden ist, unsere nächste Umgebung stenz, gebracht hat? Heute hat der Mensch sich selbst die verhängnisvolle Schicksalsfrage vorge'egt, zwischen Leben und Tod zu wählen Und niemand kann sagen, wie diese Entscheidung aussehen wird, obwohl nicht al lein die Gesetze der Logik sondern auch die praktische Notwendigkeit des Weiterbestehens, des Weiterlebens, der Fortsetzung des begonnenen Werkes nur eine Antwort ge statten. Jeder weiss, in welches Verderben ein Atomkrieg nie Menschheit stossen würde Eiin Abgrund öffnet sich. Der totale Krieg muss die totale Vernichtung bringen. Dennoch aber tagen die »achku.idigen Staatsmänner der grössten Mächte seit Jahren, um eine Lösung für den Frieden zu finden und um au vermeiden, dass die todest, ln nen jüdischen Lebens aum i men werden.“ (ITA) und uns selbst — vermögen i genden Waffen eiliges, tat wir noch nicht bis ins Letzt«» j werden. IM« AbrftswmgKkonau durchdringen, die Geheim. feren* ist vielleicht das betrüblichste Merkmal menschlicher Unfähigkeit, den Er. kenntnissen der Zeit entsprechend zu handeln. II. Die SS-Reiter Einige „Geschichtsschreiber“ haben sich darum be. müht, den wahren Umfang und die Scheusslichkeit der von den Deutschen wahrend des Dritten Reiches begangenen Verbrechen zu versch eiern. Natürlich war es schwer, die Grausamkeiten in ihrer Gesamtheit zu leugnen. Dazu waren es zu viele Deutsche, die in diese Schandtaten erwickelt gewesen sind. Im übrigen aber waren es auch zu viele Opfer anderer Na. tionen als des jüdischen Volkes, die am eigenen Leibe die Schrecken der KZ gespürt haben. Gewiss bestand nacn dem ns-Zusammenbrucb zunächst die ehrliche Absi.ht alles zu tun. um die Schiak ken der Vergangenheit zu überwinden. Mit der wirtschaftlichen Wieder rer-s-.arkung nahm aber das Schuldbewusstsein und da.« /erantwortungsgefühl reich-ich schnell wieder ab Heute zuckt man die Achseln und geht zur Tagesordnung ficei bestehend aus Wirtschaft,« wunder und Plänen -inei (Schluss auf Seite 2)

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