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Jüdische Wochenschau · 1964-03-26 · 2057 (26.3.1964) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2057 (26.3.1964)
Date
1964-03-26
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEYRREDON 2190 — 1? iz«. £cu JemtiKa^L&jelUa I. E. 83-2613 Aäo XXV. BUENOS AIRES, JUEVES 26 DE MARZO DE 1964 No. 2057 HUSSEIN BESUCHTE NASSER Bereits bei der Kairoer Oipfelkonferenz der arabischen Fürsten und Präsidenten schüttelten sich Hussein und Nasser herzlich die Hand. Bei seinem nunmehrigen dreitägigen Staatsbesuch in der ägyptischen Hauptstadt wurde Hussein mit Umarmungen und dem Bruderkuss bedacht. Wenn man auf den Fotos sieht, wie Nasser mit seinem bekannt breiten Grinsen seinen königlichen Gast begrüsst, muss man unwillkürlich an eine der berühmtesten politischen Karikaturen des verstorbenen Low denken. Er zeichnete damals, — e*3 war nach dem Molotow-Ribben. trop-Pakt — Hitler und Stalin, wie sie sich im Jenseits treffen, wobei er dem einen die Worte in den Mund legte: .,Ah, der Abschaum der Mer«chheit, wenn ich nicht irre?“, und dem anderen: ,,Der grösste Verbrecher j der Weltgeschichte? Meine Verehrung!“ j I Fern sei es von uns, die , beiden. Hussein und Nasser, i an „Format“ mit jenen beiden „Witzfiguren“ in Parallele zu setzen. Aber man muss doch unwillkürlich an die fulminanten Hetzaufrufe und da« Propaganda - Ge. schmetter von Radio Kairo und Radio Ramalah denken, die sich noch vor wenigen Monaten gegenseitig so begeiferten, als ob sie Erzfeinde wären. Die Geschichte kennt ebenso wenig Erzfeindschaften wie Erzfreundschaften. Sie kennt nur handfeste Realitäten, harte Tatsuchen und taktische Massnahmen. Hussein hat durch die Extratour Syriens und dessen Abfall vom nasseristischen Staatsverband wieder politische Bedeutung gewonnen. Er kann wieder manövrieren. Er hat — für den Augenblick — die Einkreisungsgefahr gebannt. Er ist damit wieder ein Faktor in J der gesamtarabischen Politik geworden mit dem man 1 rechnen muss. j Er nutzt die Situation, in dem er sich Naisser nützlich j erweist. Auch Nasser spielt : lieber den guten als den bö. | sen Narren. Er ist im Jemen in eine Sackgasse geraten. Eß ist ihm nicht gelungen, das ganze Land zu unterjochen und seinen Schützling Sallal fest in den Sattel zu heben. So sucht er einen Ausgleich mit Saudi Arabien und nimmt mit dem Oelkönigtum wieder diplomatische Beziehungen auf, während gleichzeitig Sallal. der Diktator über das „republikanische“ Jemen, mit dem Oelfiirstentum Kuweit ins reine zu kommen bestrebt ist. Einigkeitsbemühungen al. so auf der ganzen südarabischen Linie, gemä.ss den Beschlüssen der Kairoer Konferenz. Man kann getrost annehmen, daes sich die Partner Nasser,? keine Illusionen über seine Endziele machen. Ein Imperium von den Säulen des Herkules bis zum Persischen Golf —- daß ißt es, wovon er träumt, und für das er wirkt. Dass eine Grundwelle von nationalem Sozialismus alle arabischen Länder erfasst hat, dass die ' Araber sich als Nation fühlen, verbunden durch Spra- WIE ICH ES SEHE Lebendige Vergangenheit von JEHUDA GOTTHEIMER Im jüdischen Volk wirkt das Geschichtsbewusstßein als eine lebendige, schöpfe! risch gestaltende Kraft. Die j Juden sind da« Volk des lan- . gen Gedächtnisses, in dem j längst vergangene Ereigniß-, se unmittelbar vor den ein-! zelnen Menschen wie vor ( die Gemeinschaft treten, als j wäre tß gestern gewesen, j dass eie geschahen. Mit ei. I ner elementaren, beeindrukkenden Gewalt wird dieses , Ineäianderfliessen von Ver- , gangenheit und Gegenwart! in den Tagen des Peseach erkennbar, jenes Feetes, i das durch seine Vielfältigkeit und seinen tiefen, bei. nahe unerschöpflichen Inhalt keineswegß nur uns Juden Belehrung, Erbauung und Richtung vermitteln kann, sondern das im schönsten Wortsinne ein Menschheitsereignis ist. In einer wahrhaft zusammengefassten Form tritt hier der Inhalt de« jüdischen Denkens, Fiihlens und Seins dem Indivi. duum wie seiner grösseren Gemeinschaft entgegen und weist über die Grenzen eines Volkes Jünaus auf die gröesere Gemeinschaft der Völ. j kerfamilie. | Ohne Zweifel bildet der! Mensch, das Individuum, 1 für sich eine Einheit. Aber | in dieser seiner Einheitlich- < kelt finden wir die Vielheit | von Eigenschaften. Das ist 1 nicht nur der Mensch mit : seinen Widersprüchen, es ist der Mensch mit seinen vielen Anlagen. Talenten, Fehlern und Möglichkeiten. Es ist der — in Vielheit — schillernde Charakter des Menschen, der nicht nur die eine Seite seines Wesens kennzeichnet, sondern mannigfache Fähigkeiten erkennen lässt. Und doch formen alle diese vielen Merkmale, diese „zwei Seelen“ in der Brust des Menschen, die miteinander ringen, diase, mitunter schwer in einen Einklang zu bringenden Teile des menschlichen Seins doch eine Einheit; denn ihr Träger ist der eine Mensch. Dieselbe Buntheit und Vielfarbigkeit finden wir bei grösseren Gemeinschaften und bei Völkern, eodass man nicht nur im physischethnologischen Sinne von der Menschheit als einem Begriff der Zusammenfas sung der Menschen und des Menschlichen sprechen mußfä. Mit einer fortschreitenden Entwicklung, zumindest in der Welt der grossen Gedanken und umfassenden Ideen, von denen die Menschheit bewegt worden ist, kann man ein langsames Fortsehreiten vom Individuum zur Sippe, von der Sippe zum Stamm, vom Stamm zum Volk und vom Volk zur Völkerfamilie beobachten. Die humanistische Idee ist der Ausdruck einer Ein „israelisches Kommando “? Die Polizeibehörden in Perú haben seit kurzem ihre Grenzkontrolle verschärft, weil sie befürchten, dass ein „israelisches Kommando“ von Chile aus nach Perú gelangen will, um den letzten Stellvertreter Hitlers. Martin Bormann, zu entführen. In einer Tageszeitung von Lima, der Hauptstadt Perus, erschien unlängst eine Nachricht, daes sich Bor mann in der Atico, im Süden von Perú, aufhalte, wo v.e;e Deutsche leben und wo sich Bormann seit einigen .Jateen versteckt halten soll. Ein Fischer hatte der 1 olizei gemeldet, er «ei in di.cer Gegend von drei ..Kommandomännern“ angehalten ui’d verhört worden Die Polizei hat hierauf Fahndungen gegen diese „israelischen Agenten“ eingeleitet. nach Universalismus strebenden Weltanschauung. Hier liegen die Wurzeln der sozialen Idee, ans der das Bewi’ßstsein der Verpflichtung des Einzelnen gegenüber dem Ganzen, des Individuums gegenüber dem Nächsten, des Starken ge. genüber dem Schwachen, deß Bodenständigen gegenüber dem Fremdl'ng, des einen Stammes gegenüber den anderen Stämmen, deß einen Volkes gegenüber allen anderen Völkern erwachsen ist. Von dieser sozialen Idee, die auch in unserem Peysach-Fest ihren Niederschlag und Außdruck findet, soll hier gesprochen werden. — Dass Pessach ein Feßt des religiösen Bekenntnißses ist, stellt eine« seiner wesentlichen Elemente dar. Die nationalen Bestandteile dieses grossen Tage,? der Erinnerung an längst versunkene und doch über Jahrtausende lebendig gebliebene Begebenheiten auß der Früh, geschichte des jüdischen Volkes ßind von dem religiösen Inhalt dieser Feiertage nicht zu trennen. Denn die religiösen und die nationalen Bestandteile des judißchen BewusstseVß der jüdischen Gedanken- und Empfindungswelt sind miteinan. der untrennbar verbunden. Es gibt kein nationales Judentum. das von den religiöeen Vorstellungen unabhängig sein könnte, auch wenn die,? heute mitunter gemeint wird. Aber hierin dürfte ein Charakteristikum der Uebergangsepoche liegen, in welcher wir leben, und in der wir versuchen, daß Neue, das zu einem guten Teil von uns geschaffen wurde, mit dem Alfen, was auf uns gekommen ist, durch eine ganz neuartige Bindung aneinander zur Grundlage einer besseren jüdischen Zukunft zu machen. In einem Zeitabschnitt des langen Weges, den unser Volk durch Länder und geche, Religion, Sitten und orientalische Lebensweise, macht Nasser sich für seine ehrgeizigen Pläne zunutze und es wäre eine gefährliche Illusion, diese Tatsachen und Imponderabilien zu bagatellisieren, Andererseits haben sich die innerarabischen Gegensätze und Rankünen, ihre Cliquenkämpfe und ihre masslcße Ueberschätzung ihrer organiß atorischen und technischen Fähigkeiten bisher noch als Haupthindernis für eine gesamtarabische Solidarität, geschweige denn Aktion, erwiesen, und es liegt kein Grund vor, in der neuerlichen freundßchaftlich-herzlichen Begegnung Husßein-Nasser einen Wendepunkt zu sehen. Man umarmt sich und würde am liebsten dem „Bruder“ dabei den Dolch in den Rükken stossen. Aber Hussein würde das mit «einem Leben, Nasser mit seinem Ruf bezahlen. Man markiert Einigkeit und Stärke gegen Ißrael rnd erneuert das Prestige mit antikolonialisti. sehen Phrasen, j Hussein hatte den Boden! für seine Kairo-Reise gut 1 : vorbereitet durch Bekun- | | düng «eines „Selbständig-1 keitswillens“. Er drückt sich darin aus, da?ß er statt der westlichen Finanzhilfe lieber die der Oelfürsten annähme. Aber was hat er dienen Potentaten, seinen Wüstenbrüdern, zu bieten? Darauf kommt es doch letzten Ende an. denn der Orient verwechselt niemals Gastgeschenke mit Subventionen. schichtliche Epochen zurückzulegen hatte, in den Tagen unserer Väter und Grossväter, war man der Auffassung, auf den „natio. nalen Charakter“ des Judeseir.ß oder des Judentums verzichten zu können. Das grandiose, in allen Fasern unserer jiidißchen Existenz wurzelnde Wort der Pessach- Hagada ,,Diese« Jahr sind wir hier, im nächsten Jahr im Lande Israel, dieses Jahr Knechte, im nächsten Jahr freie Männer“, erschien einer Generation als .überholt“, die glaubte, die nationalen Elemente ihres Judesei ß eliminieren zu können, weil die politische Situation, die Gleichberechtigung der Juden in Europa zu begünstigen schien. Aber das war I eine Uebergangserßcheij nung. über die. gewaltige jüdische Opfer erheischend, ' der Sturm der Zeit hinwegbrauste. : Selbst wern assimilierte I Juden zu gewissen Zeitab- , schnitten unserer Entwick-! i lung im Pessach nur das re- | ligiöse Fest sahen und mit j 1 einer solchen, einengenden j i Betrachtung den wirklichen! I Sinn dieser Tage entstellten I j missten sie erst die Gebete! dieses Tages .reformieren“, j I abändern, kürzen oder strei. ' ' chen. Denken wir nur an! j daß Gebet um Tau. das am Das neue Ehrenmitglied von KURT KAISER-HLUETH Die 7. USA-Atmee hat vor kurzem in ihrem Stuft g*e. ter Hauptquartier den Genera! Speidel nach seinem ScheL den vom Kommando der NA'lO-Landstreitkräfte in Mitteleuropa in einer feierlichen Sitzung zu ihrem Ehrenmitglied gemacht. Es ißt das erste Mal, da.-« einer Persönlichkeit nichtamenkanischer Nationalität diese Ehre zuteil wurde. Hierzu registrieren wir ohne Polemik: General Speidel war wahrscheinlich im Jahre 1944 davon überzeugt, dre-Vs der Krieg verloren und Hitler ein Uebel war. Das hat ihn nicht gehindert, 1933 begeistert zu klatschen, a’.ß dieses Uebel mit List und Tücke an die Macht kam. Es hat ihn ebenfalls rieht gehindert, Karriere im 3. Reich zu machen, Berufsoffizier in Hitlers Angriffs-Armee zu sein beide Augen zu schliessen, alß Hitler und seine Henker die Juden auszurotten begänne« und die Vernichtungslager schon lange vor dem Kriege wie Giftpilze« nach dem Regen auf deutßehem Boden aufschosseu. Es störte Speidel auch nicht, mit von der Partie zu sein, als der Eroberungskrieg ausbraeh und die deutschen Armeen Tod und Vernichtung durch alle Lancier trugen. Die Verbrechen, die der „Führer“ dekretierte, haben sein Gewissen nicht aufgeweckt. Die Erkenntnis, wenn es wirklich Erkenntnis und nicht nur zweckbedingter Opportunismus war. kam sehr spät, zu spät möchte man sagen. Die Amerikaner haben mehr als 150.000 ihrer Soldaten auf den Schlachtfeldern Europa« verloren. Ob sieb niese Toten im Grabe herumdrehen würden, wenn sie von dem neuen Ehrenmitglied der 7. USA-Armee erfahren sollten, weiss ich nicht. Auf alle Fälle haben sie keine Stimme mehr im Kapitel. Was zählt, sind die Lebenden und ihre Tektiosigketten. General Speidel, hoher Hitieroffizier bi« zum bitteren Ende und heutige« Ehrenmitglied der 7. amerikanischen Armee, ist ein kleines Beispiel dafür, wie wenig die To. ten gelten, vor deren Monumenten man sieh in schöner j Heuchelei so respektvoll zu verneigen pflegt. Es gibt wohl; kaum etwa« Morbideres in der Welt alß gewisse Sitte«! der Militärs in allen Ländern, diese falsche Ritterlichkeit, j sich über die Gräber hinweg die Hände zu reichen. Dies I ist falsch und widerwärtig vor allem deshalb, weil e« > mmer die Gräber der anderen und natürlich nicht die eigenem sind, über die man so unbekümmert und versöhnt hinwegspringt. Speidel, der NATO-Kommandant, war schon eine stark beunruhigende Figur. Aber das war immerhin eine Konzeßsion, die sich mit gewissen politischen Schlussfolgerungen aus der Naehkriegrentwicklung zur Not eventuell rechtfertigen liess. Seine Ehrenmitgliedsehaft-hi der V. USA-Armee indessen ist allein eine Geschmacklosigkeit. ersten Pessachtag mit Inbrunst Jahrhundert um Jahrhundert von Juden gesprochen wurde, die längst nicht mehr auf dem Boden Israels, sondern in fernen Ländern der Galut saßsen, die nicht allein die Verbindung mit dem Boden des Heiligen Landes verloren hatten, sondern auch der Landwirtschaft entfremdet gewesen sind. Wie jedes Gebet ist auch dieseß der Ausdruck von Gottgläubigkeit,! mit welchem der Tau für . den Boden des Heiligen I Landes, des Landes unserer | Väter, des Lande« der jiidi- I sehen Sehr.ßucht und Hoff- 1 nungen herbeigefleht worden 1 ist.; Wer aber das naticnale Element des Festes bestrei. i ten wollte, verkennt in einer geradezu unverständlichen , Form den wahren Inhalt dieser Gedenktage, die „den | Auszug aiß Mizrajim“ zu "feinem festen Bewusstseins-! faktor in der jüdischen Gej dankenweit machen. Pessach ist das Fest der natio- | nalen Befreiung, mit dem die Juden als Volk in die Geschichte eingetreten sind. Der Auszug aus Aegypten, an den im täglichen wie in allen Gebeten immer wieder; erinnert wird, ist geradezu I das fundamentale jüdische i Erlebn iß, da« Tag für Tag, : Stunde um Stunde im Juden I aufklingt. So stark ißt diese! Vergangenheit in ms leben Friedhof in USA geschaendet Iselin. — Zum zweiten Mal innerhalb vierzehn Tagen wurden die Gräber auf dem Mount Libanon-Friedhof geschändet. Verschiedene Grabsteine würfen umgeworfen. Der mgenchtele Schaden wird auf 800 Dollar beziffert. HTA) I dig, dafß jede Generation sich fühlen soll, als sei sie selbst in Aegypten gewesen Immer wieder leuchtet die Idee der Volkwerdung und der Befreiung auf. Die«e Sehnsucht, dieser Wunsch, dieses Streben nach Freiheit erfüllt unser Wesen, gibt un ßerem Sein den wirklichen Inhalt, beschwingt unser Wirken und weist der Jugend die Richtung. Denn der Sinn und die Erfüllung der menschlichen Existenz im allgemeinen und der jüdißchen im besonderen liegt in der Freiheit, die zugleich die Grundlage der Gleichheit aller Menschen bildet. Aber nicht nur das religiöse und dfß nationale Element verbinden «ich in der Grundstruktur dieses P2ssaeh.Festes. Ein Drittes ißt esi was in diesen Tagen den Juden wieder und.immer er- | neut zum Bewusstsein ge- : bracht wird: die grefise soj ziale Funktion, welcher der i Mensch ebenso wie das Volk; im Alltag de« Lebens ge- ■ recht werden müssen. Diej se Komponente der jüdischen Existenz ist nicht im- ' mer in ihrer vollen Bedeu.! tung erkannt worden. Zum; wesentlichen Gehalt der jüdischen Gedankenwelt ge- 1 hört nicht nur die monotheistische Idee, die in einer | Welt de« Aberglaubens und | der Vielgötterei entstanden j ist, und die für die Ent. | Wicklung deß Denkens, der religiösen Vorstellungen und j des philosophischen Suchen« I richtunggebend war. Nur wenn man einen Augenblick I überlegt, was es bedeutet, sich über die Vielgötterei und Vergottung der Gegen- . stände, der Natur und der; Ereignisse zu erheben und zur Abstraktion der Gottesidee vorzudringen, wird man i die revolutionäre Kraft die- ‘ ses neuen, jüdischen Denkens ermeßsen können, das für die geistige Entwicklung der Mer.ßchheit der entscheidende Markstein gewesen I ist, der mit keiner späteren geistigen Umstellung, Eri kenntni« oder Wissenschaft.! lieben Erfindung verglichen j werden kann. Wie Helle eß ' ausdrückte: Wie klein er- ■ scheint der Sinai, wenn ein Moses auf ihm steht! | Aber nicht nur für das religiös - philosophische Den. ken, da« auf dem Wege deß; jüdischen Volkes — v«n! Pessach zu Schawuot — aus Mizrajim» zum Sinai — ge- , formt wurde, auch für die soziale Idee der Menschheit bedeutet Pessach die Wen. de. Auß dem grossen Erlebnis der Fremde, aus den Leiden, Erfahrungen und (Schluss auf Seite 2) REPARATIONEN FUr ISRAEL Bonn. — Ein Protokoll, in dem das Abkommen über die von der Deut, sehen Bundesrepublik an Israel geleisteten Reparationszahlungen um ein weiteres Jahr verlängert werden, ist in Bonn unterfertigt worden. (ITA1

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