Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2053 (28.2.1964)
- Date
- 1964-02-28
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616703-9614256-9614333--3212-9614334- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
PUEVRREDÖN 2190 — 1? iza- JûxJèMXÀnajfeàù&liia ï. E. 83-2613 Ano XXV. BUENOS AIRES. VIERNES 28 DE FEBRERO DE 1964 No. 2053 Debatte am runden Tisch Vor kurzem fand in Rom eine Debatte am runden Tisch statt, deren Thema die Haltmg des Papstes Pius XII. gegenüber den Juden während der Nazizeit war. Das Thema wurde durch das Drama des jungen deu'.nchevangelischen Schriftsteller« Rolf Hochhuth zu einem allgemeinen und internationalen Streitgespräch. Die Part, ner der Diskussion in Rom waren: Monsignore Alberto Giovanetti, Mitglied des Sekretariats den Vatikanstaatei;. Prof. Mario Toscana, Direktor der Untersuchungs¬ und Dokurfientenabteilung des italienischen Aussenministerium-s, und Raphael Canloni. Executivmitglied de« Jüdischen Weltkongresse, und Expräsident des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in Italien. Monsignore Giovanetti bestritt nicht das Recht Hochhuths, eine histirluche Per. sönlichkeit wie den Papst zu kritisieren. meinte aber, dass die Darstellung Hochhuths falsch sei. Er berief sich auf die Enzyklika „Mit brennender Sorge“, die allerdings nicht von Pius XII., sondern von seinem Vorgänger Piüs XI. herausgegeben worden ist. — Prof. Toscana gab «fee Anregung, der Vatikan möge seine bisherigen Publikationen auf diesem Gebiet ergänzen, damit die Oeffent.ichkeit erkennen könne,, wae alles von päpstlicher'Seite geschehen ist, um gegen den Nationalsozialismus nud seine Gewaltpolitik sowie gegen die Verfolgungen zu opponieren. Er zitiert« einen Schritt des Vatikans aus dem Jahre 1940. der gegenüber der italienischen Regierung erfolgte. um deren Intervention bei der Naziregierung zwecks Einstellung der Priesterverfolgungen in Konzentrationslagern zu erwirken. Er wies auf ein Schreiben Hitler« an seinen Bevollmächtigten beim Vatikan, den Freiherrn von Weizsäcker, hin, er soll« bei der bekannten antinaticnalsozialistischer, Einstellung Pacellis (der spätere Pius XII.) die Gratulation bei der Papstwahl gemässigt und zurückhaltend formulieren. — Schliesslich kam Cantoni zu Wort, der ' die Anstrengungen des katholischen Klerus bei der Rettung von. Juden in Italien lobte. Die Anweisungen hierfür, ,,zu helfen, zu retten und zu verstecken“, seien von Pius XU. gegeben worden. Cantoni rief zu gemeinsamer Arbeit unabhängig vom religiösen Bekenntnis auf. wofür er besonderen'Bei fall erhielt. Wie mar sieht, ergab diese Unterhaltung am runden Tisch nicht»; Neues und nichts Wesentliches. Viel, leicht fe-j, es auch noch zu früh, den ganzen Fragenkomplex jetzt schon in seiner vollen Tiefe aufzurollen, worum sieh Hochhhuth bemüht hat. Die Nähe des Ge. schebene lässt niöglicher- #weise noch keine umfassende Kritik zu, weil noch manche Einzelheiten nicht der Oeffentlichkeit bekannt gegeben wurden. Trotzdem mims man unterstellen, dass die Probleme nicht so einfach liegen, wie dies insbesondere aus den Ausführungen des Repräsentant*« des Jüdischen Weltkongresses hervorzugehen scheint. Oh. ®e jeden Zweifel haben vievon B. B. SAMI EL le Priester in Itaien alles getan, um Juden zu verstecken und auf diese Weise vor dem nazistischen Zu. griff zu retten, was auch in zahlreichen Fällen gelungen ißt. Wenn man aber dieses Verhalten noch so dankbar anerkennt, so hat doch diese Aktion zum Verstecken und Retten von einzelnen Juden oder jüdischen Familien mit dem von Hochhuth aufgegriffenen Grundpro blem der päpstlichen Hai. tung nichts zu tun. Hierüber kann auch der Applaus nicht h'miegtäuschen, den Cantoni geerntet hat Die Bulle ..Mit brennende- Sorge“, die Pius XI. im Jahre 1937 herausgab. enthält ein« deutliche Kritik ar, der, Nazi«, war, nicht bezweifele zu werden braucht. Diesei Enzyklika ging aber der Abschluss des Reichskonkordates voraus, mit dem — wiederum ohne jeden Zweifel — ausgerechnet der Vatikan der neuen nationalsozial;'::-tkschen Regierung einen wertvollen Dienüt aut dem Gebiet der internationaien Politik erwiesen hat zum Leidwesen, der katholischen Politiker in Deutschland 'Zentrum), die Jahre lang mit aller Deutlichkeit und viel Mut die Nazis wegen ihrer antireligiösen Haltung und ihrer furchtbaren Gewaltmassnahmen angegriffen hatten . Die kiirzliche Unterhaltung in Rom; zwischen den verschiedenen! Repräsentanten geht an die. 1 ser Tatsache vorbei. | In der Enzyklika ..Mit - brennender Sorge“ wird ' denn auch die Nazi-Reg,e-! rung beschuldigt, das Konkordat umgangen und ver. : letzt zu haben. Der Pypst sehe am deutschen Horizont, : so heisst er, dort, ,,die be- | drohliehen Sturmwolken ver- ' heerender Religionskriege heraufziehen,. .. die kein anderes Ziel als... die Verj Dichtung haben.“ Es mag in der Natur einer solchen En- I zyklika liegen, dass, die Din. : ge nicht mit Einzelheiten tnd beim rechten Namen! genannt werden. Immer- ’ hin waren bereits damals! die nazistischen KZ mit unj schuldigen Gegnern oder i vermeintlichen Feinden des | NS-Regimes gefüllt, die auch 1 wegen ihres (katholischen) : Glaubensbekenntnisse« Er- | nfedrigung und Tod erlitten. I Es wird auch nicht davon | gesprocheti, d£»ss der Prote-! stant Hochhuth keineswegs : der erste W'ar, der die Fra.; ge nach der Verantwort-! Tichkeit de« Papstes für den; Tod von vielen Millionen | aufgeworfen und das päpsti liehe Schweigen kritisert; hat. Die katholische Haltung; wurde von einer Reihe von Katholiken zum Gegenstand j von ernsten, kritischen Be. traohtungen gemacht, so von Ernst-Wolfgarfg Böckenförde in der katholischen Zeitschrift „Hochland“ (1961). | Nur griff er nicht den Papst I selbst an. Aber die von ihm «aufgeworfene Fragestellung ■ int die gleiche. Dabei war ursprünglich die Haltung der Katholi. sehen Kirche in Deutschland gegenüber den Nazis ganz klar. Im Jahre 1930 teilte das bischöfliche Ordinariat in Mainz der Nazi-Parteileitung Hessens mit, dass e*5 einem Katholiken verboten sei, Mitglied der NSDAP zu sein. Wer es dennoch täte, sei vom Sakramentenempfang ausgeschlossen. Kurze Zeit später griff der Vorsitzende der Fuldaer Bißehofskenferenz, einer Zusammenfassung aller deutschen Bischöfe, Kardinal Bertram, die Nazipartei an, indem er gegen den Rassismus, den übertriebenen Nationalismus rmd den Terror klar Stellung nahm. Dr«s sich diese Haltiug später im Angesicht der Tatsache abschwäehte, das« die Nazis die Regierung übernommen hatten, war der Anfang eines Umschwungs, des«en bitteren Folgen u. a. auch von der Kirche selbst getragen werden mussten. Daiss hierbei auch der damalige apostolische Nmtius Pacelli, der spätere Papst Pius XII. mitgewirkt hat, kann nicht geleugnet werden und wird auch kaum be stritten. — WIE ICH ES SEHE: Die Purim-Geschichte Dr. W,; — Die Verhandlungen über das Enö.chddigungsschlussgcsetz (hier abgekürzt: BEG-Schl.G.) sind ganz offensichtlich *is Stocken geraten. Man hat den Verfolgten versprochen, ein solches Sclilissgesetz solle bereits zum 1. 4. 1963, also vor Jahresfrist, erscheinen. Dann wurde der Termin vom eisten April dies s Jahres genannt. Weoi man bedenkt, wie viele Jahre nach dam Zusammenbruch dt« Dritten Reiches vergangen sind, und wie lange die Opfer der Verfolgungen auch nur auf die Regelung ihrer gerechten Ansprüche zu warten haben, wird man di« Ungeduld verstehen, die weite Kreä;s jn. lässlich dieser Art der Handhabung erfasst hat. Niemand, hat bestritten dass die Bundesrepublik im Gegensatz zur c stdeulsehen Teilrepublik und vor allem zu Oesterreich, dm Willen gezeigt und bewiesen hat, wenigstens einen Teil des furchtbaren Unrechts wiedergutzumachen, das von Deu «ehen an Juden begangen worden ist. Dass es l:ei der Abwicklung de« geltenden Gesetzes zu vielen Ungerechtigkeiten in Praxis und Rechtsprechung gekommen ist. wurde an dieser Stelle häufig im einzelnen aufgezeigt und hinreichend unterstrichen. Hier geht es aber nicht um dos bestehende Gesetz, rondern um das BEG-Schl.G., d. h. um einen Abschluss c'er bisherigen Regelungen auf den Gebieten der Wiedergutmachung, Entschädigung und Rückerstattung. Alle Beteiligten und Experten waren «ich darüber einig dass schwere Mängel vorhanden sind, die dringend einer Abänderung bedürfen. Warum werden diese Mängel nicht beseitigt? Worauf wird gewartet? Auf den Tod der Berechtigten etwa, von denen viele bereits über nicht erledigte Anträge hinweggestorben sind! — 'Die Fragen sind polemisch, aber sie spiege'n die Verbitterung weiter Kreise wider, die hingehalten werden, obwohl sie gerade zu denen gehören, die ohne Zweifel am «chwersten durch die Nazis geschädigt wurden. Da haben wir die Gruppe deren, die erst nach einem bestmmten Stichtag im Jahre 1953 aus Ländern hinter dem Eisernen Vorhang auswandern konnten. Aus welchen Gründen wurde dieser Stichtag überhaupt enst in das BEG aufgenommen, uid aus welchen Gründen hält man ihnvaufrecht, obwohl er sinnlos äst und eine schwere Ungerechtigkeit darstelit. So einfach aber liegen die Dinge nicht. Denn diese Verfolgte»;gruppe ,die noch über oas Kriegsende bhinau« gelitten hat, kostet viel Geld, es »sind zahlreiche Berechtigte, die Antrag« wegen verschiedener Sehadensarten stellen könnten. Da setzt die Gegenströmung ein. Man will diese Leute mit einem Paurchalfond« abfinden. Warum?, fragen die jüdischen Verbände. Das bundesdeutsche Finanzministerium sagt mehr oder weniger klar, weil wir kein Geld haben. Wirklich?, ist die Frage der Wiedergutmachung und Entschädigung eindeutig und ungeniert zu einer Geldfrage geworden, :'»>t «ie nicht e'ne Angelegenheit des Rechtes? — Die Bundesrepublik kann den Verfolgten nicht c>as zahlen, was ihnen schon nach dem mageren BEG zukommt, aber gewährt hohe Beihilfen für ,,unterentwickelte Länder und andere koloniale Bestrebungen. Sie finanziert eine ungeheuerliche Aufrüstung, und dies alle« ohne ihren tatsächlichen, juristischen und moralischen Verbindlichkeiten bisher nachgekommen zu sein. Es i.st an der Zeit, die zuständigen Stellen vor allem das Finanzministerium, daran zu erinnern, dass hier Verpflichtungen einzuldoen sind und keine Gefälligkeiten erwartet werden. — von JEHUDA GOTTHEIMER Unter den Büchern der Bibel nimmt die Rolle Esther einen besonderen Platz ein; in ifir wird der Namen Got. tec nicht einmal erwähnt. Man hat sie - als das Buch der Galutgeschichte bezeichnet, weil hier von der Gefahr eines totalen Unterganges und der wunderbaren Errettung des jiidißchen Volkes au*: dieser Not berichtet wird. Fragen wurden im Zusammenhang mit dem Buch Esther gestellt, Probleme aufgeworfen und erörtert. Forschungen unter, oomffien und Antworten er-! teilt, | Wenn man mit Aufmerksamkeit den Text der Estherj Rolle liest und über man. che ihrer Worte nachdenkt, wird man unschwer auß der Sieht der Jahrtausende erkennen. dass hier mit einer grossen Danstellungskraft und vorausßchauenden Erkenntnis jüdisches Schicksal vorweggenommen und eindringlich erzählt wird. Die Geschichte der Königin £«ther und der Juden ihrer Zeit ist eile zeitlose, von einer beßtimmten Epoche unabhängig, auch vom geographischen Standort nicht bedingte Schilderung jüdischen Schicksals. Da. wie gesagt wird, die Geschichte unsere Lehrmeisterin ist, wollen wir ver«u- NS-Schulen für Massenmoerder Wien. — Die Nazis unterhielten in Oesterreich und Deutschland „Schulen für Massenmord“, in denen sie ausgewählte Mitglieder der SS in der Wissenochaft dt- Mafoenausrottung aus'bildeten. Dies bewies Dr. Simon Wiesenthai, der Direktor des Jüdischen Doku.- memationszentrums. Die „Absolventen“ wandten sjiiL ter ihre Kenntnisse in den drei Todeslagern Treibinka Sobibor und Beliec in Polen praktisch an, wo zwischen 1942 und 1944 anderthalb Millionen Juden ,Ji_ quidiert" wurden. Eine dieser Schulen befand «ich in Oesterreich, und die drei anderen in. Hadamar, Graffenegg und Sonnenberg. Dr. Wiesenthal hat dem österreichischen Justizminister Christian Broda die betreffenden Dokumente zugeleitet, durch die 14 in Hartheim geschulte Oesterreicher belaistet werden, welche «ich noch auf freiem Fuss befinden, und gegen die jetzt behörlichersoiu die Untersuchung eingeleitet wurde. Wiesenthal enthüllte, das« in Hartheim während de« Krieges 30.000 Menschen für „praktische Ausbildungszwecke“ ermordet worden sind. Die „Schüler“ mussten in der Nähe der Krematorien leben, um sich an den Geruch verbrannten Menschenfleisches zu ge wohnen (ITA' ' | chen, das Geschehene mit i uns selbst, unseren Erlebnis- I «en und Sorgen, und mit den! Begebenheiten unserer Zeit in eine unmittelbare, lebendige Verbindung zu bringen. I. Die Anklage Es wird erzählt, dass der König Ahaßveros von Pension! den Haman zum obersten seiner Fürsten gemacht hat- | te; alle. Fürsten wie Volk, ' mussten ihre Knie vor die- I sem Manie beugen, denn so wollte ets der König. Nur der Judäer Mordechai tat dies nicht. Er wurde deswegen bei Haman denunziert. Haman «teilte die, Richtigkeit der Anschuldigung fest; der . Judäer beugte tatsächlich | nicht sein Knie vor ihm, Ha-! man, dem Fürsten aller jTürsteii. dem ensten Mahn j nach dem König. Da erbo-; ste Haman und klagte bei j der ersten «ich ihm bieten- I den Gelegenheit den Judäer j Mordechai an. Er sagte zum | König: „Da ist ein Volk, zerstreut und versprengt unter die Völker, durch alle Landschaften deine« Königreiches, desisen Gesetze verschieden sind von denen an. derer Völker, aber das Gesetz de« Königs halten sie nicht u«d dem König bringt e« nichts ein, wenn er sie lässt. — Wenn es dem König gefällt, werde ausgeschrieben, e« zu vernichten, und zehntausend Kikar Silber... werden in die Schatzkammern des Königs abgelie. fert. — Der König zog seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn an Ha-; man . — Und der König sprach zu Haman: Das Sitj ber sei dir geschenkt und dazu das Volk, mit ihm zu; verfahren, wie es dir be. ‘ liebt.“ — i Nach dieser Audienz beim [ König organisierte Haman den Pogrom. Mordechai erfuhr rechtzeitig von den Plänen und konnte seVie Ge- | genmassnahnien treffen. — Die gegen Mordechai gerichtete Anklage Hamans ist für Beschuldigungen gegen Juden schlechthin als ,klassichzu bezeichnen. Der mächtigste Minister des mächtigen Königs, der durch Kniefall geehrt werden muss, fühlt sich durch einen Juden beleidigt, der immerhin in der Geschichte de« Landes eine gewisse Rolle gespielt hat, weil er einmal dem König das Leben durch seine Intervention gerettet hat, und weil derselbe Mordechai der Oheim der Königin Esther war, die am Hofe; des König« lebte. Man muss | schon den Eindruck gewin- ' nen, dass der verweigerte Kniefall nur der äussere Anjas« für Haman gewesen ist. dass er auch noch andere i Motive gehabt hat. um ge- , gen Mordechai vorzugehen.! Allerdings genügte als An. stos»; für die Aktion des Haman ein Verhalten de« Judäers, das er als gegen seitie Ehre gerichtet empfand. Das Knie kann man nur vor Gott beugen, deswegen lehnte Mordechai die»se Form; der Ehrenbezeugung ah Da« ’ Charakteristische an diesem Vorgang ist nicht die gottergebene und mutige Haltung des Mordechai. Diese Gestalt eines jüdischen Führer« wird durch seine Entschlossenheit, Unbedingtheit und durch Mut gekeimzeich. net, nicht aber durch Märtyrertum. Da gibt es in unl serer langen Geschichte ganz andere Heroen, die sich durch ihre Fähigkeit zu grenzenlosem Leiden ausgezeichnet haben, deren Leben und Sterben durch ihre Demut und durch dats Hinnehme»i ihrer Leiden und Schmerzen geradezu erschütternd wirken. Man denke nur an die Geschichte des Rabbi Amnon aus Mainz, der das „Unessane tokef“. Gebet verfasste. Mordechai war ein Marin, der au« anderem Holz geschnitzt war. Er lies*s sich nicht schrecken. Er hatte keine Angst. Er reagierte gegen die Pläne seiner Feinde, Er gab «ich nicht ge. schlagen. Haman mag wohl dienen Mordechai gekannt und sich deswegen vor ihm gefürchtet haben. Aus diesem Grunde beschuldigte er ihn sofort beim König ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, aufgrund «einer eigenen Machtfülle >ls der zweite Mann dev; gro- (Schluss auf Seite 2) Neues Massengrab entdeckt Wieq. — Ein bisher un bekannte« Grab von tausenden Naziopfern ist in den Bergen Tirols in der Nähe de»s Ortes entdeckt worden, an dem kürzlich die Olympischen Winterspiele stattfanden Die in der Mehrzahl jüdischen Toten waren gezwungen worden. In den Bergen Befestigungen zu bauen, um den Vormarsch der alliierten Armeen aus dem Süden aufzuhalten. Die jüdische Gemeinde von Wien hat die Pflege der Grabstätte übernom nommen und ein proviso risches Monument errichtet. (ITA) SSEirsrr;