Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2047 (17.1.1964)
- Date
- 1964-01-17
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9614256-9614279--3164-9614286- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Año XXV. — No. 2047 — 7 Viernes. 17 de Enero de 1984 LA SEMANA ISRAELITA -»k,'M PUEYRREDON 2190 1 St. * * * T. E. 83 - 2613 Aerste und Zionismus ^Íí^hten.^s,,Isr!e!. Der medizinische Beruf war stets zahlreich unter den Führ rn der zionistischen Bewegung vertreten. Der Zionismus scheint für Aerzte besonders anziehend gewesen zu sein, denn sein Ziel war die Heilung des jüdischen Volkes von den unvon Dr. S. J. PLASCHKES lieh geartetes Projekt von : Auch Dr. Jechiel Tschle- Schalit. Nach dem Ausbruch des tiirkiisch - griechischen Krieges von 1897 schlug Schabt vor, eine medizinische Delegation an die Türken zu entsenden, um Sym | now ist. als ausgezeichneter j Zionistenführer zu wohlbe- I kannt. alß da.ss hier biograj phische Angaben am Platze; wären. Als er zum Mitglied des inneren Aktionseomites zur Freudschen Lehre. Freud bemerkte in einem Beileidsschreiben anlässlich von Eders Tod: ,,Wir waren beide Juden, und wir fühlten. dass ein starkes inneres Band uns verknüpfte — unsere Jüdischkeit.“ Eder hatte gelegentlich Der Wolfson Chlore-Mayer Konzern beschloss die Errichtung von Warenhäusern in Israel, von denen das erote im Herfcßt 1964 eröffnet werden soll. gesunden Bedingungen des; pat}}jen für ¿he zionistische ■ im Jahre 1913 ernannt wur- ■ bemerkt, dass Moses nicht ’ j... t-. .„j üe. gab er 0f,ne zu zögern nur ein Prophet war, eon- Lebens in der Diaspora und von den venschiedenen Formen des Antisemitismus, d.e seelische Missbildung erzeugen und sogar zur Degeneration führen. Dr. Leon Pimsker, der Vorkämpfer des politischen Sache zu erwerben. Wirklich machte sich Schabt nach kurzer Vorbereitung und unzureichend ausgestattet mit seinen Kollegen Dr. Donreich, Metal, Schwarz und Stern auf den Weg zur ottomanißcheu Armee. Nach seine blühende moskauer i dein auch Arzt, und dass er Zionißmus, lernte als junger i (jjeser kurzen Kampagne be *_t. :_ 1.*: J.'nnLn,. I/t/wIaI Arzt im jüdischen Viertel seiner Heimatstadt Odessa I die tragische Lage seines Volkes kennen. In seinem berühmten Werk „Autoemanzipation“ nennt er den Antise: .itismuß eine w-ahre Krankheit, die durch die Auswanderung der jüdischen Massen aus ihren Herkunftsländern und ihre Ansiedlung in einem Lande, wo sie in Freiheit leben und sich entwickeln können, geheilt werden könnte. Am ersten zionistischen Kongress nahmen a T.t Aerzte und drei Medizinstudenten teil, unter ihnen hervorragende Persönlichkeiten wie Dr. Karpel Nathan Lippe, der als ältester Delegierter den Vorsitz führte und eine begeisterte Eröffnungsrede hielt. Dr. Max Nordau fungierte als Vizepräsident de,3 Kongresses; er war zweifellos der brillanteste Redner, während die Schlussrede von Dr. Max Mandelstamm gehalten wurde. Bezeichnend ist auch die Tatsache, dass sich unter den 21 Mitgliedern des ersten Aktionseomites nicht weniger als sieben Aerzte befanden, und zwar ausser den Vorerwähnten noch Dr. Schnierer, Bernstein-Cohen, Schabt (als Sekretär) und Siegmund Kornfeld. Später gelangten Aerzte wie Marmorek und Tschlenow noch zur zionistischen Führerschaft. Beginnen wir mit Schabt, der als der jüngste unter ihnen zum vertrauten Kreis um Herzl gehörte; erst kürzlich wurde die zehnte Wiederkehr seines Todestages begangen. Isidor Schabt wurde 1871 in Galizien geboren und kam als Kind nach Wien. 1889 trat er der „Kadima“ bei, wo er von den nationalen Zielen der osteuropäischen Juden und den Bestrebungen der Chowewe i Zion hörte. ' Bei Lektüre des Manuj gab sich Schabt nach Basel um den ersten Zionistenkonj gress dort zu organisieren, j Später war er als Sekretär | der zionistischen Exekutive! tätig.! Der berühmteste unter den ' führenden Aerzten der Bewegung war zweifellos Max Nordau (1849—1923). Sein . Leben und seine zionißtisehen Leistungen sind zu be-! kannt und brauchen hier i nicht erwähnt zu werden, j Alle seine Ansprachen und ' Schriften tragen den Stern- : pel seiner medizinischen ' Schulung. j Dr. Maurice Tobias Schnie- \ rer spielte eine wichtige j Rolle in den ernten Tagen der zionistischen Bewegung. In Bukarest geboren, war er Mitbegründer der „Kadima“. Er organisierte auch die erste zionistische Vereinigung Wiens ,,Zion“, die der Kern der zionistischen Organisation war. Herzl schätzte Schnierer hoch ein und ernannte ihn wiederholt zu ßeinem Stellvertreter. Er begleitete Herzl 1898 nach Palästina und war auch bei Herzls Audienz mit dem Kaiser anwesend. Dr. Max Emanuel Mandelstamm (1838—1912) war bei den russischen Juden hochgeschätzt und geachtet. Herzl hielt so viel von ihm, dass er ihn alß Vorbild für seinen ,,Dr. Eichenstamm“ im Roman ..Altneuland“ wählte. Ein bekannter Augenarzt wurde er Dozent der Universität Kiew, doch seine Zugehörigkeit zum Judentum stand seiner Ernennung zum Professor im Weg. Er trat den Chowewe Zion bei und leistete den Opfern der Pogrome von 1882 wertvolle Hilfe. Mandelstamm trug viel zum Erfolg deß ersten Zionistenkongresses bei. Praxis auf und begab sich nach Berlin. Es ist eine intereosante, wenn auch wenig bekannte Tatsache, dass der Wirtschaftler Franz Oppenheimer, Professor der Frankfurter Universität (und zufällig der hochverehrte Lehrer des heutigen westdeutschen Bundeßkanzlers Dr. Erdarum die Juden aus der ägyptischen Knechtschaft j ins Gelobte Land führen konnte. Die Rolle, die von j so vielen Aerzten in der mo-; dernen Bewegung, die die Juden zu ihrem Heimatlande zurückführt, gespielt : worden ißt, beweist, dase et-! was Wahres an dieser Idee sein muss. NEUE MUENZEN Neue Münzen von IL 1.— und 0.50 gingen in Umlauf; sie sollen allmählich das Papiergeld für diese Beträge ersetzen. FAMII JEN-BUDGET i Nach einer Untersuchung i des La.idwirtschaPs-Ministe-; riums gibt die durchschnittliche L-aebßche Familie 39 Prozent ihres Haushaltsj Budget, für Nahrungsmittel I aus. Die entsprechenden; Vergleichsziffern sind füt Frankreich und Deutschland 42 Prozent. Schweiz 38 Prozent, Holland 34 Prozent, USA 32 Prozent, während der Durchschnitt in Entwicklungßländern 60 Prozent beträgt. LEBE NS.W ITTEL-KONSUM Israel steht an der Spitze der Eierkonsumenten mit 346 Eiern pro Kopf und Jahr. Der Gemiiseverbraucb beträgt 98 Kilo por Kopf u-nd Jahr; das ist der zweithöchste Verbrauch in der Welt; an erster Stelle steht Italien mit 132 Kilo. Israel hält den Rekord im Obstkor.ßum mit 103 Kilo pro Kopf und Jahr. CHRISTLICHE BEVOEI.KERUNG NEUE BRIEFMARKEN - SERIE Das israelische Postministerium kündist für den 24. Februar das Erscheinen von neuen Briefmarkenserien an, die dem Institut für Nationale Fürsorge und Versicherung gewidmet sind. — Die Serie besteht aus 4 Werten, die die verschiede nen Arten der staatlichen Versicherungen symbolisieren: 1. Alters - Versicherung — 2. Geburts- Versicherung — 3. Versicherung für kinderreiche Familien. 4. Berufsbezw. Arbeitslosenversicherung. — Die Entwürfe zeichnete E. Weisshof. Die Marken sind vielfarbig gedruckt und wurden im Photolitverfahren von der Firma Lewin Epstein Ltd. in Bat Jam hergestellt. ft«-* V «*** **'»*:♦:*•*.«»♦* ft* « »**»»«*»« ** ««« « ft» ft«* *-*»* ****** ft» ******* ** Am 31. Dezember 1961 lebten in Itsrael 50.543 Christen, also 2,3 Prozent der Landesbevölkerung. 91 Prozent dieser Christen sind bereits im Lande geboren; die durch + schnittbche christliche Familie besteht auß 5 Köpfen. FABRIK IN NAZARET In Nazaret wird eine Fabrik für die Erzeugung vor rostfreien Stahlrasierkbnger errichtet; in daß Unternehmen hat ein schottischer Industrieller 500.000.— IL in- , vestiert Die Produktion ist nahezu ausschliesslich für den Export bestimmt. BAUTEN IN BAT JAM Am nördlichen Teil des Strandes von Bat Jam soll ein« Fläche von 400 Dunam trocken gelegt und zu Bauzwecken verwendet werden hard), im Jahre 1881 seinen Doktorgrad an der Universität Freiburg erhielt, wo er einige Jahre lang als Arzt praktizierte. Später widmete er sich jedoch ausschliesslich der Volkswirtschaft. Er war ein Fachi mann für Kooperativsiedlung. Auf Herzls Einladung i hin hielt er auf dem dritten Kongress ein Referat über I dieses Thema; er schlug die I Gründung solcher Art von : Siedlungen auf Keren Kaje- | met-Land vor; die Ortschaft I Merchawia wurde nach seij nen Plänen errichtet. Er j besuchte Erez Israel zwei 1! Mal. : Zitrus-Ernten im Negew Dr. Alexander Marmorek u’ar einer der Vertrauten Herzls. Er hatte eine sehr ßkriptes von Herzls „Judeni interessante Laufbahn. Als Staat“ ergriff ihn eine Gol-! Geburtshelfer an einer wieche Begeisterung, dass er zu | ner Klinik machte er eine Herzl stürzte und ihn bewichtige Entdeckung über stürmte, die Führerschaft j Blutvergiftungen bei der Ge- Ein Pionier auf vielen Gebieten der Medizin war Dr. David Montagu Eder, geboren in London 1866. Sein Hauptziel war sein Einsatz für di« soziale Sache und die Befreiung des Menßchen von seelischer Pein und Bedrückung. In den schweren klärung leistetet er bedeutende Arbeit als Mitglied der „Zionistenkommission“ in Jerusalem (1918—1922). Alß einer der Förderer der der Chowewe Zion-Bewe-j burt; seine Schrift über | ^f;^ren na,c£l der Baifour-Ergung anzunehmen, da seine! dieses Thema zog die Auf- Vorschläge vollständig mit! merkßamkeit Pasteure auf ihrbr Tätigkeit und ihren , sich, der ihn aufforderte, Plänen übereinßtimmten.! an seinem pariser Institut Herzl zögerte, doch nach- ■ mitzuarbeiten. Er entdeckte „ , ... . . dem Schalit und seine : ein wirkliches Serum gegen ■ “i")ra,sc*len Universität und Freunde aus der „Kadima“ j Streptokokken. j Mitglied der zionistischen lausende von Unterschriften! Die grosse, Dr. Nathan ' Exekutive in London war er gesammelt hatten, stimmte 1 Karpel Lippe auf dem erj bls zJi sei.nem Tode im Jahi er zu. Schaüts Begeisterung ' sten Zionistenkongress er-! re., engem Kontakt und Energie kannte keine j wieeene Ehre ist nicht allein i mlt “^ zionistischen Bewej Grenzen. Herzl erwähnte in darauf zurückzuführen, dass i £u.ng- Als streitbarer Sozia- | seinen Tagebüchern, dass 1 er der älteste Abgeordnete j u-^vaF er Mitbegründer der ... , ,, , war sondBrn auch auf seju | britischen Arbeiterpartei. 1 grossen Leistungen zur Auf-! A.rotz“em Wi*r er Schalit einmal vorgeschlagen habe, einige 1000—2000 Studenten zur Eroberung Jaffas zu mobilisieren, um dem jüdischen Anspruch auf Palästina Nachdruck zu verleihen. Zw’ar wies Herzl diesen „Garibaldi-Plan“ zurück, doch einige Zeit später akzeptierte er ein ähnerstehung des jüdischen Volkes und seiner Rolle in der Gründung von Siehron Jaakob und Rosch Pina. Er war in Stanislawow geboren und lebte in Jassy fünfzig Jahre als praktizierender Arzt. Die Soehnut hat ßeit 1953 neue Zitruspflanzungen auf einer Fläche von 113.000 Dunam in 293 Siedlungen angelegt, wie Abraham Wigodsky, der Leiter der Zitrußabteilung in der Kolonisations-Abteilung der Sochnut, mitteilte. Die Investition betrug bis zum 1. April 1963 83 Millionen IL und erhöhte sich b;ß kurz vor Jahresende um 21 Millionen IL. 60.000 Dunam sind bereits zur Fruchtreife gelangt, und es wurden 75.000 Tonnen im Werte von 13 Millionen IL geerntet. In der bevorstehenden Saison rechnet man mit einer Ernte von 120.000 Tonnen, von denen die Hälfte zum Export gelangen soll. Die Anpflanzung erstreckte sich auf völlig neue Zonen, in denen bisher keine Zitrußpflanzungen angelegt worden waren, wie den Negew und das Hulegebiet. Im Negew wurden 6.000 Dunam Pflanzungen angelegt und einige weitere 1000 sind geplant. Die Zitruserute im Negew war pro Dunam wesentlich grösser alß in den anderen Landesteilen: 2,5 Tonnen pro Dunam gegenüber 1,5 Tonnen im Scharon. Die neue Sorte Trubita, die auf 500 Dunam ankonnte die Arbeit pro Dunam von fünf bis sechs auf 3.5 Arbeitstage pro Jahr ge-; lenkt werden. | Im vergangenen Jahr be- , gann man mit der Ueber- | eignung der rentabel gewor-; denen Pflanzungen an die; Siedler selbst, die bereite; IS.000 Dunam übernommen ' haben und später weitere 12.000 übernehmen werden.! Die Siedler erwerben diese j Pardesßim durch Ratenzah-! lungen, die sich über 25 j Jahre erstrecken. In den ex-- sten zwei Jahren zahlen sie ' nur die Zinsen, und dann be- : ginnen eie auch, die Pflan- Zungen selbst abzuzahlen.! Die Soehnut behält die faeh- I liehe Kontrolle für eine wei- I tere Reihe von Jahren. | Von der Entwicklungsbe- I hörde hat die Soehnut 15.000 Dunam Pardeesim übernommen, von denen 11.000 saniert werden konnten, während 4.000 ausgerodet werden müssen. 8.000 Dunam sollen noch neu angepflanzt werden, davon 2.000 im B'ssorgebiet, wo bereite 1500 Dunam Pardessim vorhanden sind. EIN BOKEK die des die IL Die Gesellschaft für Entwicklung der Küsten Toten Meeres beschloss Investition von 500.000 - fiir den Ausbau des Gästehauses in Ein Bokek, ries dortigen Badestrandes und die Errichtung eines Kaffeehauses, von Umkleiden! umen und einer Anlegestelle für Boote. SPENDE Ein newyorker Indußtriel ler, Walter Artzt, hat de) Stadt Tel Aviv den Betrag von 500.000.— IL zur Verfü gung gestellt, aus dem jährlich 150 Stipendien an Jugendliche des städtischer Gymnasiums „Sayin“ ver teilt werden sollen. ANLEIHEN LEHRER FUER Seereisen nach Israel britischen Trotzdem war er "'davon! Ia’ ^le au£ 500 Dunam an‘ i New York. — Die nord überzeugt, daßß die Lösun« : |ePfla“zt wurde, erbrachte | amerikanische Sehiffanrts der jüdischen Frage dringib RpknrfWntil" K;" ' ~ * " eher sei als das soziale Problem. In reiferen Jahren widmete er sich dem Stu dium der Psychoanalyse. Seme Beboaehtungen jüdischen Elende fühlten ihn Rekordernten von sieben bis; Gesellschaft American Exacht Tonnen pro Dunam. | port Line hat vier ihrer mo- Fur die Anpflanzung und dernsten Frachtschiffe — | Pflege dieser Pflanzung wurj mit je 11.000 to — auf der den 500.000 Ai'beitßtage auf-! Linie Amerika—Israel in gewandt, die Hälfte von den j Dienst gestellt. Die Schiffe Siedlungen selbst. Durch | haben erstklassige Kabmen technische Verbesserungen für je 12 Passagiere. Der Lehrerverband vereinbarte mit dem Wohnbauministenum die Gründung eines Fonds, dessen Gelder 1 dafür beetimmt sein sollen, Lehrern Anleihen zur Beschaffung ven Wohnungen in der Nähe der Schulen, in denen sie unterrichten, zu , gewähren. EL AL 1 Aus einem Bericht des Staats-Kontrolleurs über die I Tätigkeit der nationalen! Luftlinie El Al geht hervor.! dass der Anteil von El Al! am israelischen Flugverkehr von 29 Prozent im Jahre 1950 auf 59 Prozent im Jahre 1962 gestiegen ist In der gleichen Periode hat sich die Zahl der Passagiere von 15.000 auf 203 000 pro Jahr vermehrt. Der Anteil von El Ai am internationalen Transatlantik - Verkehr stieg von 0,9 Prozent aut 2,f Prozent.