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Jüdische Wochenschau · 1963-12-20 · 2043 (20.12.1963) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2043 (20.12.1963)
Date
1963-12-20
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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JÜDISCHE MM) In Erwartung des Papstes PUEYRREDON 2190 — 1» iza. /& J&ncuta O&í&eliia T. E. 83-2613 AÑO XXIV BUENOS AIRES, VIERNES 20 DE DICIEMBRE DE 19«3 No. 2043 Antwort an Minister Dahlgrün Das Entreebillet | i Vor dem deutschen Parlament in Bonn hat vor kurj Km der Bundesfinanzminister Dahlgrün zwei Novel- . lenzum Abschluss der Wiedergutmachungs- ■ und Ent- I scträdigungs - Gesetzgebung eingebracht, die sich mit; dem an den Opfern der nazistischen Verfolgungen bej gangenen Unrecht beschäf- , tigen. Seine Ausführungen, j soweit sie hier bekannt: wurden, können nicht unwi von JEHUDA GOTTHEIMER Das Ausland spielt eine grosse Rolle bei Dahlgrün. Er sagte u. a.: „Im Ausland wird teilweise erklärt, was von der Bundesrepublik in der Vergangenheit geleistet worden sei, werde zwar anerkannt, doch bedürfe es noch erheblicher zusätzlicher und neuer Opfer, das Werk der Wiedergutma-. chung in den Augen der Welt zu einem guten Abschluss zu bringen. Dabei klingt der Gedanke an,. dass ohne bieder Minister .grundsätzlich“ ablehnt, wo er zu einer Auseinandersetzung verpflichtet wäre, wenn er sich wirklich a’s Minister einer Demokratie fühlen würde. Mit welchem Recht lehnt er Stellungnahmen und dazu noch .grundsätzlich“ ab, wo Mei-; und Behauptungen des Mini- , 1 sters Dahlgrün in seinem j hier zitierten Satz abwegig ’! sind. Zunächst einmal sei ihm in Erinnerung und zur Kenntnis gebracht, dass 1 selbstverständlich „das Ausj; land“ in dieser Sache eine i ivTerüssen entscheidende Stellungnah- 1 i me zu beziehen hat. da die Mehrheit der von Hitler verfolgten und jetzt ihr Recht rihm -vielleicht nÄ ¡ verlangenden Juden im Ausich grundsätzlich ab. II. Das Ausland Diese Bemerkung schon deswegen auf, fällt weil dersprochen bleiben und soll- , se zusätzlichen und neuen ten eigentlich auch zum Ge-; Opfer Zweifel an dem wahgehstand einer heftigen Kri- | ren Wiedergutmachungswiltik nicht nur ki den Verfolgj len dee deutschen Volkes tenkrelaen gemacht werden. I aufkommen müssten. E:ne Soweit wir das von hier aus solche Argumentation lehne Überblicken können, ist dies bisher, nicht der Fall; die bundesdeutschen Zeitungen haben „schon genug“ darüber veröffentlicht und sind ängstlich geworden, sich die Ungnade ihrer Leser zuzuziehen, die hiervon nichts mehr wissen wollen,... 18 Jahre nach dem Sturz der Hitler-Regierung. Diese Einstellung, die man häufig — oder stets? — in Westdeutschland antrifft, stellt eine Mischung von Einfalt und Arroganz dar. Als ob es möglich sein wird, jemals über diese Epoche hinwegzusehen, die vielen unangenehm. den meisten peinlich ist. Geschehen lässt sich niemals ausmerzen, und die Sünden der vergangenen Jahrhunderte lasten auf jedem gegenwärtigen Geschlecht. Eine ungeheure Anmassung liegt in dem Verlangen, wir sollten nicht immer Vorwürfe machen, einmal muss ein Strich unter diese Ereignisse gezogen werden. Wahrlich, das wäre leicht für die anderen und sehr angenehm dazu, nicht mehr erinnert zu werden, nicht mehr verantwortlich zu sein, nicht mehr auf die leidigen Fragen von Schuld und Scham eingehen zu müssen. Niemand jedoch hat ein Recht zu vergessen und zu verzeihen, was anderen ge schah. Recht, mütigkeit im Namen der Millionen Ermordeter unseres Volkes zu erweisen. Im übrigen haben wir hier keine historischen Schuldprobleme aufzuwerfen oder Anklagen im Zeichen der Ewigkeit zu erheben. Hier geht es um Rechtsfragen. Das wäre das erste, was der Finsnzminister Dahlgrün verstehen soilt£. Deswegen soll er seine aussenpolitischen Betrachtungen ausser Spiel lausen. Auch uns inter- , essiert es nicht, was das .Ausland“ hierzu sagt. Aber , es interessiert uns noch we- 1 niger, was Herr Dahlgrün hierzu zu sagen hat. Dass die Wiedergutmachung für die neuen Deutschen das Entreebillet in ' die internationale Politik gewesen ist, braucht uns nicht von ihm bestätigt zu werden. Dr. Konrad Adenauer hat das recht deutlich zugege- , ben. Aber auch ohne dessen Erklärungen wissen wir, welche Rolle die Wiedergutmachungszahlungen für die deutsche Rehabilitierung ge > spielt haben. Deswegen stünde 66 auch e'nem Herrn Bundesfinanzminister heute 1 gut, ein wenig bescheidener zu sprechen, Tatsachen weder zu vergessen noch um-! zudrehen, und keine unuöti gen Angriffsflächen zu bie- | ten. sagen, die aber gerade von denen gebilligt werden, deren Interessen und Schicksale hier zur Entscheidung stehen. Der Minister täte besser daran, auf die Argumente einzugeben, a’ß prinzipielle Erklärungen abzugeben, die allzu sehr an die Zeiten der Diktatur erinnern, wo man einfach aliénais unzutreffend oder volksfeindlich verwarf, was den Regierenden nicht gefiel. . Dies vorausgeschickt, muss auch gesagt werden. d»t.ß alle anderen Feststellungen land leben? Offenbar leidet der Herr Minister an einer alten deutschen Krankheit, der Auslandsphobie, die al-! les, was aus dem Ausland! kommt; als suspekt erschei-; nen lässt. Herr Minister,! vergeißen Sie doch nicht, drss auch Ihr deutsches j Wirlßehaftswunder aus dem Ausland kam! Offenbar wurde bisher j auch nicht verstanden, dass es ganz unwesentlich ist. ob ein' Wiedergutmachungswille deß deutschen Volkes an- (Schluss auf Seite 2) Jerusalem. — Der Gene ralinspektor der israelischen | Polizei Jc«ef Nachmias und der Generaldirektor des Büj ros des Ministerpräsidenten Teddy Kollek sind nach Rom j gereist, um die Einzelheiten des päpstlichen Besuches in Israel mit dem Vatikan zu 1 bcßprechen. Diese Reise erwies sich als notwendig, da die Informationen über die Pläne des Vatikans für die Sicherheit des Papstes Paul VI., sowie über die genaue Reiseroute und anderer Angaben nicht erschöpfend waren. Obzwar die Möglichkeit besteht, dass das Programm Aenderw.gen erfah- , ren kann, so steht doch fest, 1 dass Präsident Shazar den Papst bei seiner Ankunft . wird. Er wird ihm eine Goldmedaille überi | reichen, auf die eine Land- 1 karte Israels eingraviert ißt; und die auf lateinisch und hebräisch die Worte „Ich ha-,; be Israel besucht“ trägt. I I Ebensolche in Branze ausgeführte Medaillen sollen die 35 Kardinale und Bischöfe, 1 die das Gefolge Pauls VI. bilden, als Geschenk erhalten.! Das Kabinett nahm auf einer Sitzung am vergange- | nisterieilen Kommission ein Bericht des Israel-Botschafters in Rom, Maurice Fischer, ein. Inzwischen hat das Ministerium für öffentliche Bauten gewisse notwendige Reparaturen in Angriff genommen, um den Besuch des Papstes weniger beschwerlich zu gestalten. So wurden der Weg, der auf den Zionsberg führt, sowie verschiedene andere Strassen zu einigen Kirchen und Klöstern verbessert, die der Papst zu besuchin wünschen könnte. Drs Kabinett stellte auch einen Sonderfonds für Reparaturen zur Verfügung, die in Nazaret ausgeführt werden sollen, denn es ist mit Sicherheit anzunehmen dass Papst Paul VI. diese Stadt besuchen wird. . Wie man annimmt, wira die Begegnung des Papste« mit dem Präsidenten Israels nicht in Jerusalem stattfinden. Der Vatikan hegt die Befürchtung, dass dies zu politischen Auslegung.+i Anlass bieten könne. Aus diesem Grunde dürfte der Staatspräsident den Papst in der Umgebung Jerusalems oder in Galiläa begrussen. Es verlautete auch, dass nen Sonntag den Bericht , Ta„€ des päpstlichen Be über die bisher getroffenen suches“ ¡n Jerusalem und! Vorbereitungen aus dem N rfit ven der Postverwal- Munde des Vice-Ministerprä- , . eine Sondermarke an- | sidenten Abba Eban entge-; ,lä?i;ch des Ereignisses zur geh. Des weiteren traf bei der eigens für den _3esuch I des Papstes gebildeten mi- Revolten in arabischen Laendern Wie-seit vielen Jahren beobachtet werden kann, halten die ständigen Revolten und sonstigen aufständischen Bewegungen in den arabischen Ländern auch heute noch an. Vielleicht könnte man sogar eine Steigerung feststellen, die auf die verzweifelten Anstrengungen Nassers zurückzuführen sein dürfte, endlich irgendeinen positiven Erfolg bei seinen vielen Anstrengungen auf Erweiterung seiner Einfluss-Sphäre zu buchen. Bei all diesen Interi ventionen Nassers, die in ihrer überwiegenden Anzahl. in Fehlschläge ausmünden, ist auch nicht ein einziges Mal die internationale Politik aktiv geworden, die soist so ängstlich die Souveränitäten hütet und jede fremde Einmischung außzvschalten trachtet. Daß auffallendste Beispiel war der Yemen, in dem Nas- Niemand hat ein | ser die Rebellen gegen den Gnade oder Gross- \ Imam unterstützte und, als die militärischen Fortschritte seiner dorthin gesandten Truppen nicht überzeugten, sogar Giftgase eingesetzt; haben soll. Dass ägyptische Streitkräfte nach dem Yemen entsandt worden waren, wurde niemals ernsthaft bestritten. Angeblich haben die UN die Verwendung von Giftgasen durch die nasseristischen Soldaten untersucht, ein klaren Ergebnis wurde ' jedoch niemals mitgeteilt. Selbst hierbei wurde Nasser offensichtlich von den mächtigen Verbündeten gedeckt. Obwohl die innenpolitische Lage Aegyptens immer ungünstiger wird, und die Armut nach den zuverlässigen Berichten objektiver Reisender wächst, werden Nasser di« Möglichkeiten geboten, gleich einen Zweifronten Angriffskrieg zu führen: ohne Zweifel hat er Ben Bella bei 1 seinen gegen Marokko gerichteten Attacken unterstützt und auch dorthin Truppen entsandt, und ebenso wenig kann bezweifelt 1 werden, dass die schon nicht mehr zu übersehende Anzahl von Krisen und Rebelliouen 1 in Syrien wie in Irak von den Agenten Nfssers angel zettelt werden. Da man kei- ' neswegs von einer abgeschlossenen Entwicklung | sprechen kann, ist es l schwer, irgendwelche klaren von B. B. SAMUEL Umrisse zu erkennen, die für di« Fortführung der irakischen Politik massgebend sein dürften. Jedenfalls fanden vor kurzem in Bagdad | hen. einige Tage abzuwarten. Die arabische Politik gleicht den Meereswellen; es ißt ein ständiges Kommen und Gewieder einmal die blutigsten Kämpfe statt, die Stadt wurde in ein Heerlager umgewandelt, das Präsidenlenpalgis war die Zielscheibe der aufständischen Truppen und einige Regierungschefs wurden .abgeflogen“. Während die Iraker bisher sich gegenseitig ausrotteten, haben sie jetzt eine neue Methode angewandt: unliebsame Politiker werden einfach im Flugzeug abtransportiert. So wurde der einstmalige stellvertretende Ministerpräsident und Informaticrsmin'ßter Saleh aJ Saadi in das Flugzeug nach Madrid gesetzt. Jedenfalls erklärte ein Sprecher des spanischen Aussenministeriums, dass al Saadi ,mit gültigen Papieren versehen“ in der spanischen Hauptstadt eingetroffen sei. Jetzt soll es auch in Syrien zu neuen Kabinettsumbildungen gekommen sein. Der bisherige Chef der Baat- Partei soll als Botschafter ins Ausland gehen, dafür würde, wie es heisst, eine Koalition die Baat-Regierung ablosen. Gewiss steht auch an der Spitze der neuen Regierung ein Mitglied des Baat, aber ein gemässigter Politiker. Die Einzelheiten der letzten Vorgänge sind nicht ganz klar, sodass es geraten sein dürfte, noch Kriminalrat verhaftet Kiel. — Unter dem Verda.cht, als Leiter eines Einsatzkommandos in der Sowjetunion für widerrechtliche Exekutionen verantwortlich zu sein. Ist der in Kiel wohnhafte 55 Jahre alte Regierungskriminalrat Waldemar Krause verhaftet worden, Die Verhaftung erfolgte, wie die Landesregierung mitteilte, auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Dortmund, die einen richterlichen Halftbefehl gegen Krause erwirkt hat. Wie ergänzend verlautete, war der Verhaftete der Leiter der Bezirks-Kriminalpolizeistelle in Flensburg. (AWZ) Hinter diesen Revolutionen und Aenderungen im Irak und in Syrien stehen die Bemühungen, die bisher stets gescheiterten Verrinigungsbestrebungen des Irak und Syriens mit Aegypten erneut zu beleben, dl? seinerzeit wegen der Haltung der Baat-Partei vergeblich waren. Wie wenig durchsichtig die Lage ist, ergibt sich sehen daraus, dass in der neuen syrischen Regierung Minist^- sitzen, die Nasser treu ergeben sind, aber auch solche, die als seine deklarierten Gegner zu gelten haben. Auch soll die neue Regierung einige der baat'stisehen Sozialisierungsm sssnahmen wie die Verstaatlichung der Banken rückgängig machen wollen. Auch auf innenpolitischem Gebiet gibt es weder Planung noch Stabilität. Ob es zu einer neuen Volksabstimmung über die Vereinigung der drei Länder: Aegypten, Irak und Syrien kommen wird, muss dahingestellt bleiben. Diese Art der Abstimmungen, wie sie in Aegypten auch bei den Präsidentenwahlen üblich ist, hat natürlich gar keinen Wert, denn die Lenkung der öffentlichen Meinung und ihre zwangsweise Beeinflussung machen solche Abstimmungen zu einer Farce. Diese Methode haben Faschisten wie Kommunisten immer wieder angewandt und der Welt einre den wollen, dass ,das Volk“ für sie sei. Irgendwelche anderen Parieien oder Wahlmöglichkeiten als die offizielle Liste sind aber nicht vorhanden. Ueber den Wert dieser ,vox populi“ kann man sich gar nicht unterhalten. Es kann nur eine Meinung hierüber geben, — Während die nasseristischen Bestrebungen zur Durchdringung der arabischen Welt mit dem ägyptischen Exportartikel eines grossarabischen Imperialismuß in vollem Gange sind, besucht der oberste Chef der roten Chinesen Kairo, Chon en Lai ist bei Nasser erschienen, um die Beziehungen zwischen Peking und den afrikanischen Ländern zu verstärken. Von ägyptisch-arabischer Seite aus gesehen bedeutet der Besuch des berühmten kommunistischen Führers aus dem Roten China einen wei'eren aussenpolitischen Erfolg Nassers der umso erstaunlicher ist als die Intervention in Algier genau genommen mit einer reichlichen Blamage Aegyptens endete. Niemand wird daran Zweifel hegen dass der Besuch Chou en Lais eine Herausforderung darstellt, die sich bei der eigenartigen politischen Weltsituation ebenso gegen den Westen wie gegen die Sowjetunion richtet. Aber beide Partner und Antipoden schweigen. Sie reagieren nicht und geben auch keine Zeichen dafür, dass sie irgendwelche Schritte zu unternehmen gedenken. Dabei ist es schwer vorzustellen, dass der Westen wie der Osten ruhig zusehen werden, wie Nasser dem linkesten kommunistischen Flügel den Weg nach Afrika öffnet. Trotzdem wir alle diesen Vorgang beobachten können, geschieht von verantwortlicher Seite nichts, um eine Entwicklung zu stoppen, deren Konsequenzen der westlichen Welt schweren Schaden bringen muss. — RATGEBER DES PRESIDENTEN Washington. — Präsident Lyndon Johnson hat den Ratgeber des Weissen Hauses Myer Feldman ersucht, seine Dienste in dergleichen Eigenschaft fortzusetzen md ihn ferner in jüdischen und israelischen Fragen zu beraten, wie er dies auch für den ermordeten Präsidenten Kennedy getan hat. Feldman hat das Ersuchen des Präsidenten angenommen. und wie es heisst, wird Präsident Johnson sich ebenso wie sein Vorgänger auf Feldmans Rat in allen die Juden betreffenden Angelegenheiten verlassen (ITA) Ausgabe gelangen soll. Anscheinend wird Papst Paul VI., der aus Transjordanien nach Israel kommt, Jerusalem nicht durch das Mcrdelbaumtor. wie ursprünglich vorgesehen war, sondern an einer anderen Stelle betreten. Diese Nachricht stammt aus einer dem Ministerpräsidenten nahestehenden Quelle. Das neue Programm soll dem Vatikan von Teddy Koller, dem Generaldirektor des Büros des Ministerpräsidenten, vörgelegt werden. DER AUFENTHALT IN ISRAEL Rom. — Israel Botschafter Maurice Fischer besprach mit Beamten des Vatikans die Einzelheiten des päpstlichen Besuches in Israel, der am 5. Januar stattfinden wird. Nach den bisherigen Mitteilungen wird der Papst die transjordanisch - israelische Grenze bei Jenin in Transjordanien und Meggido in Israel kreuzen. Hier wird er von Staatspräsident Shazar empfangen werden. Die Strasse, die der Papst benutzen wird, ist seit 1948 für den Verkehr gesperrt. Papst Paul VI. wird zuerst Nazareth besuchen und in der dortigen Kirche die Mert?« lesen. Hierauf wird er die Geistlichkeit ii Anwesenheit von Bischof Hakim von Nazareth empfangen. Sodann wird sich der Papst nach dem Berge Tabor und nach Kapernaum begeben und andere heilige Stätten am Tibcrias-See be- Glichen. Alle diese Ort liegen auf israelischem Territorium. Von hier auß setzt der 'jPapst seinen Weg nach Jerusalem fort, um den Zionsberg zu besteigen. Bei Sonnenuntergang wird er schliesslich durch das Mandelbaumtor Israel verlassen, um die im Besitz Trar.sjordaniens befindliche Jerusalemer Altstadt zu betreten. Die Ankunft des israellöchen Polizeichefs, J. Nachmias, und des Generaldirektors des Büros des Ministerpräsidenten, Teddy Kol'.ek. die mit Botschafter Fischer gemeinsam die Einzelheiten des päpstlich:»! Besuches in Israel aisarbeiteten, gab Anlass zu den_ verschiedensten Vermutungen über den politischen Status von Jerusalem. Di2 Israel-Botschaft bezeichnete diese Kommentare als gege’-' ' -ndslos mit dem Hinweis, dass Papst Paul VI. den israelischen Teil Jerusalems auf seinem Rückweg nach Transjordanien besuchen wird.

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