Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2037 (8.11.1963)
- Date
- 1963-11-08
- Page
- [Seite 11] (sequence 11)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 8 de Noviembre de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Añ» XXITT. — No. 2037 — 11 Gemeinden und Vereine Zehn Jahre Ein Hod «Fortsetzung der Veremsnaehri"hten von Sette 10* * Vortragsabend mit dem zur Z^it hier webenden Direk.or des KKL aus Jerusalem, Herrn Dr. Lüv.y, unj laclen hierzu alle Barkocbbancr und Freunde ein. SPORT: Im Kampeonat „Fvßsball de Salon“ kennte am vergangenen Scr,nabend uns. re Mannschaft die ceit mehreren Jahren unbesiegbare Mannschaft von YMCA 5:4 besiegen. Kommenden Sonnabend um 17 Uhr 45 spie en wir gegen Hebraica in deren Heim in der Sarmiento 2233 QUINTA: Der Restaurationsbetrieb auf der Quinta ist bereits geöffnet und liegt in diesem Jahr in fachmännischen Händen. Die Pileta ist bereits in Betrieb. HEIM: Der Feßtsalon unseres Heimes wird für Festlichkeiten vermietet. Auskünfte werden unter 40-6543 und 860241 erteilt. Die Einheitskampagne teilt mit: je! Die deutschsprechenden Juden als erste Opfer der Nazi-Vrrfolgung müssen eich mehr als bisher ihrer Pflicht bewusst sein! 4T / \ i> H< i \/ vOL arg* AMENABAR 2972 — Capital Meisterschaft der L. I. F. A. Ergebnisse der 9. Runde: Hakoah — Bet Israel A 3:1 Macabi — D. Wolffsohn 5:1 SIJA — IguJ 3:1 Die beiden Meisterechafts! anwärler Maccabi und SIJA kennten ihre Spiele siegreich beenden und stehen weiterhin punktgleich an der Spitze der Tabelle, die nunmehr wie folgt auscieht: In diesen Tagen, an denen die Juden der Ereignisse gedenken, die »sich vor 25 Jahren in Deutschland abge- J spielt haben, appellieren wir nochmals tu die Menschen I unseres Sprachkreisse, sich * ihrer Verpflichtung und Ver- | antwortung bewusst zu sein. ' Wir erinnern uns an die; Taurende und Abertausenj de, die im November 1938 die Konsulate in Deutschland stürmten, um sich ir! gtndwohin retten zu können, und alle Tore blieben verj schlossen! Heute gibt es e i n Land in der Welt, das seine Tore im-1 mer offenhält für alle Juden: ISRAEL! Iet es nicht j eine Ehrenpflicht für alle Juden, bei der Einordnung : der Menschen, die nach Iß | rael gelangen, finanziell zu helfen? Ist es nicht eine j Selbstverständlichkeit mit- ' zuhelfen, die gewaltigen . Summen aufzubringen, die die Ueberführung der Ein- ' Wanderer verschlingen? | Das fragen wir heute wieder und eindringlicher dem ■ Spiele Punkte Tore j Maccabi 7 12:2 27:7 ¡ SIJA 7 12:2 13:5 Hakoah . 6 9:3 15:8 Igud 6 8:4 11:7 | Der letzte Term'n sieht folgende Begegnungen vor: ■ Hakoah — Igud (um den 3. Platz) I Maccabi — SIJA (Entj scheidungsspiel. I Bei Redaktions - Schluss; konnte noch nicht geklärt Í werden, ob diese wichtigen 1 Spiele bereits am Sonntag, j „den 10 .November, au,-getragen werden. Die LIFA bittet daher alle Interessenten, die ' Tageszeitungen einzusehen ' oder am Sonnabend, den 9. [ November, die Nachrichten j in der Revista Argentina-Israelí (Radio del Pueblo) j zwischen 14 und 15 Uhr zu ' hören, in denen die entspreche« :<’.e Mitteilung bekannt I gegeben werden. I Die Veranstalter erwar-; ten, dar«; sich ein zahlrei-! ches Publikum zur Beendigung der Meisterschaft auf dem Sportplatz Defensores de Belgrano einfindet. I „Grosser Rummel“ ist an jedem Feiertag diz Parole in dem Ki'nsilerdorf Ein Hod unweit von Haifa. Scharen von Neugierigen kommen in Autos angepilgert, erfüllen die Kurßtgalerie und das Cafe mit im wahrsten Sinne des Wortes buntem Gewimmel. Wenn der Bürger die .,Bohemien;“ besucht, dann lässt seine Aufmachung die kühnste Mal-srpalelte vor Neid erblassen. Man weit,; nicht, wohin man zuerst sehen soll: auf die bunten Abstraktionen an den Galerie-Winden oder die roten, beziehungsweise giftgrünen oder knallblauen Hosen der Damen zu gelben, grünen, violetten Blusen und in anderen Regenbogen- Schattieringen kontrastierenden Tembei-Hiiten. Die Städter spielen mit Begei sterung „Boheme“; wenn jzman relativ schlicht angezogen einherschleicht, ist es höchstwahrscheinlich ein ortsansässiger Künstler Der Rummel wurde in diesem Sommer noch grösser. Einen gmzen Monat lang, feierte Ein Hod sein zehnjähriges Jubiläum. Dies hatte der Vater der Ein- Hod- Idee Marcel Jancu vorausgesehen, der vor nunmehr zehn Jahren das damalige veriixszne arabische Dorf buchstäblich im letzten Moment vor den Bulldozern der Armee (und für die Besiedlung als Kiir.ßtlerkolonie) rettete. Maler Jancu, eine international Grösse und Mitbegründer der seinerzeitigen Dada-Bewegung, hoffte, dass die Zzhn-Jahresfeier das Dorf als Kollekeiv „sanieren“ würde. Nicht a’ß ob es den einzelnen Künstlern allzu schlecht ginge. Viele haben ihre Häuser reizend ausgebaut; wenn auch nur wenige einen solchen „Luxus“ entfalten wie der bekannte Maler Mokady. dessen Atelier und riesiger „Salon“ mit wunderbaren antiken Schnitzmöbeln, Teppichen (und natürlich „echten“ Mokadys!) geschmückt sind. Die schweren Anfangßzeiten der Disteln, Skorpione und Petroleumiampzn sind jedenfalls endgültig vorüber. Bei der Dizengoff-Preisträgerin Sima , Slonim u:d ihrem Mann Ru-! di Wartenberg zeigt man mit überströmender Freude das I neue Badezimmer: mit ricbtiger, sogar blauer Wanne.. Bei Melitta Schiffer hörte j man die erfreuliche Nach! licht, dass Joan Fontaine ein Bild der Künstlerin ge- kauft hat. Bei den Schlesin-; gers wurde auch „erweitert“, und bei dem aws I Wien etammenden Ehepaar! Joehanan und Mutz Peter (er Silberschmied, sie Kera- I mikerin) hatte sich das kostbare Gästebuch um ei nige sehr prominente B?su- I chernamen bereichert: auf ( der „Millionenseite“ prangen neben der Unterschrift Dr. N. Goldman'.s Eintra- I gungen von Bair.cheba de . Rcthßehiid und Frau War- | bürg; im Musikerteii findet man Leonard Bernstein und Celibidacbe. Der Film ist durch Paul Ncwman, Danny ' Kaye und Harpo Marx (mit i ..Selbstportraiis“ vertreren! Chagall verträgt sich gut l mit Ludwig Schwerin, Mey , er Lewin (Selbitporlrait) | und — William R. Hüll. dem „Seelsorger“ Adolf I Eichmanns. Kurzum: alles kommt nach Ein Hod, auch die (Israel filmenden) aus- I ländischen TV-Teams. ' Aber die,:e Beliebtheit und Berühmtheit geht nicht mit | „kollektiver Prosperität“ H;nd in Hand. Die Künßtler können dem Waad keine ho- \ | hen ..Missim“ zahlen; und so fehlt es immer noch an . ordentlichen Strassen, einer I geregelten Strassenreinigung und vielem anderen. Vor al- , lern aber haben sich die ' Leutchen von Ein Hod das hohe Ziel einer Schule für Kunst und Kurslgewerbe gesetzt. Dazu braucht es drei Dinge — nämlich: dreimal Geld. Die Künstler aber sind hauptsächlich nur reich an zweierlei, nämlich Originalität und Ideen. Allmählich geht dem Tonl'istenamt und Erziehungsw!e Aussenministzrium ein Licht auf, das sich derlei jedoch gut „verkaufen“ läest; und »;o sollte Ein ilod zu den Zehnjahresfeiern einige Hilfe erhalten. Bisher war solche Hilfe mager Die Irija Haifa streckte zwar die Gelder für eine Zufahrtstrasse, Strom und Wasseranschluss vor. Der gzsamte Jahro zusehuss der öffentlichen Hand beläuft sich jedoch nur auf 1500 IL vom Erziehungsministerium und 3000 IL vom America - Israel-Kulturfonds. Ein geneigtes Ohr fand Ein Hod bei Dr. Nachum Goldmann. Er hat, als wegen „Ueberflußs an Geldmangel“ die ganzen Zehnjahresfeiern in Frage gestellt waren. 10.000.— IL als „Handgeld“ budgetiert. Das war ein Glück für Ein Hod, denn da*; Touristenamt und Erziehungsministerium hatten zwar ihre Unterstützung zugesagt, aber „Bargeld | lacht“ .. Und ohne „es“ ha- I ben die Organisatoren großer Feiern eken nichts zu lächeln. Die Künstler von Ein Hod 1 finden überhaupt, dass sich dr« israelische Publikum zu sehr vor modernen Kunst-! anschaffangen scheut. Die Käufer stzhen in keinem; Verhältnis zur letzten Prosperität. „Und sammelt : schon jemand moderne Kunst, so will er dafür als .Belehnung* billigst wegkom-! men .. “ Die Ein Hoder fin-! den, dass man viel mehr! Bilder kaufen sollte. Oder I Statuen wie z. B. die des j jungen, erst 1959 aus Rumä-! nkn eingewandert-sn Tuwia ' Jroter, der jetzt eine Einj mann-Schau hatte und imi merhin schon an den Herzog von Badford verkauft hat. Marcel Jancu plant die j Gründung eines „Verbandes; der Freunde von Eil Hod“ | (unter Vorsitz von Dr. Naj chum Goldmann). Die Mit- I glieder sollen für 100 IL im; Jahr auch gleich einmal i jährlich ein Kunstwerk er- I halten. Die Ein Hoder woli len nicht nur in ihren malej rischen Häusern und wallen- | den „Poncho - Umhängen“ | wandelnde Seher.ßwürdigkei- ■ ten sein. tätS^EC COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48 3695, 48-5683 2KERENKAYEMETH O ' DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUECHSE DES KKL AUS ALLER WELT Vorstadt bei Akko London. — 750.000 Pfund Steri l;g spendete die Familie lsaac Wolfsohn in London dem Keren Hajessod für die Errichtung einer Schchunat bei Akko, in der 520 Einwanderer - Familien sesshaft gemacht werden sollen. Diese Vorstadt wird „Kirjat Wolfson“ heiroen. Die Spende dient auch zur Errichtung einer Schule, eines Kindergartens, einer Synagoge und eine,; Handelszentrums. Neues Gemeindehaus Bamberg. — Ein neues jü dischzs Gemeindehauß, anstelle des im November 1938 ver wüßte ten. wurde vor kurzem von Landesrabbiner Bloch eröffnet. Die Gemeinde von Bamberg war die älteste jüdische Siedlung in Franken, mit einer Tradition von über 900 Jahren 1933 lebten 1000 Juden in Bamberg, von denen nur wenige überlebten. Heute wohnen dort 71 Juden. Stipendium New York. •— Das amerikanische Innenministerium gab Dr. Eleasar Shafir von der bio-chemischcn Abteilung der Hebräischen Universität und Hadai ßa Medizinischen Schule ein Stipen dium in Höhe von 157.590.— IL für eine dreijährige Forschungsarbeit auf dem Gebiete der Fßchgewzbe. Jüdische Bevoelkerung Jugoslawiens Wien. — Die jüdischen Gemeinden Jugoslawiens veröffentlichten eine Statistik, derzufolge in Jugoslawien gegenwärtig 6.495 Juden le ben. Damit hat sich der jüdische Bevölkerungsanteil gegenüber 1962 ua 820 Personen erhöht. | Vortragsabend mit dem Generaldirektor des KKL Wir benachrichtigen unsere Freunde, dass im Rahmen der von der Theodor Herzl Geseüßchaft gemeinsam mit dem Zenlraleuropäischen Comité des KKL und dem | „Bar Kochba* durchgeführten Veranstaltung, im Saal! der ACIBA, Araoz 2854, I AM MONTAG, DEN 18. NOVEMBER UM 21 UHR der zurzeit zu einem kurzen Besuch hier weilende Gene-! raldirektor den KKL in Jerusalem, HERR Dr. SALOMON LOEWY i als Ehrengast der Theodor Herzl Gesellschaft über das! Thema: „DIE LAGE DER JUDEN IN DER WELT“ «sprechen wird. | Wir bitten unsere Freunde, an diesem hochinteres- 1 santen Abend möglichst zahlreich teilzunehmen.! AUS UNSERER ARBEIT Anlässlich der Barmizwahfeier von Mario Conrado Ja- 1 cobsberg wurde der Betrag von $ 5.330.— zu Gunsten des KKL gesammelt; Ma-; rio wird im „Sefer Barmiz-! wah“ eingetragen und au- | ßserdem werden Bäume zum! Andenken an seinen Vater, Wolf Jacobsberg e. A., gej pflanzt. DIE BESTEN BLAUEN BUECIISEN IM MONAT SEPTEMBER UND OKTOBER: Manfredo Anspach. Ing. Esteban Blauhorn, Leon Blonder, Rabb. Prof. Dr. Natan Blum. Max Callmann, Hilde Hahn-Cohen.! Igo Fligler, Luis Goldschmidt, Federico Grünwald. | Enrique Heinemann. Rodol- | fo Jablonka. Max Juda, Wal- | ter Juda, Eva Kacprowski, : German Levy, Familien Löj wy und Latzer, Leo Müller, * Ricardo Nirenstein, Juan Oppenheimer, Isidoro Perell, Salo Perl, Oton Platzer, Nicolas Rosenberg, Julio Rosenthal, Ißfried Schuster, Margarita Schueter, Horst Spangenthal, Selma Spangenthal, Ludovico Stern, Eduardo Stier, Rosel Stock, Etta Streit. Dr. Hugo Weil] Ida Wetzler. Siegfried Wolff. Wir danken allen unseren Freunden und Mitarbeitern. 25 JAHRE NACH DEN Synagogen-Braenden HEUTE AM FREITAG, DEN 8. NOVEMBER,19 UHR in den Raeumen der ACIBA, Araoz 2854 GEDENK-GOTTESDIENST ACIBA THG ES SPRECHEN: Dr. GUENTER BALLIN Dr. MARDI SWAASEJtöJCY