Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2036 (1.11.1963)
- Date
- 1963-11-01
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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PUEYRREDON 2190 — 1’ izq. JfaJkinxiHàJsA/Â&lUa T. E. 83-2613 A5IO XXIV BUENOS AIRES, VIERNES U DE NOVIEMBRE DE 1963 No. 2936 Nach fünfundzwanzig Jahren Am 7. November 193? in! Paris morgens um 8.30 Uhr , kauft der 17jährige Herschel fe ejnige andere, aber er- Grynspan, dessen Eltern eii suchte den Führer, die Vernige Tage vorher aus Hanfahren vor den Strafgerich von KURT R. GROSSMANN, New York nover mit 15.000 anderen Ju den nach Polen zwangsweise abtransportiert worden waren, für 245 Francs einen Revolver. Im Bistro „Tout Va Bien“ (Alles geht gut!) ladet er in der Toilette das sechs Geschosse fastsende Magazin. Dann begibt er sich nach der Rue de Lille zur Deutschen Botschaft. Kurz vor derselben begegnet er einem älteren Herrn, der mit sicheren Schritten auf den Eingang der Botschaft zugeht. Er nähert sich ihm und fragt um Rat, wie er wohl den Botschafter sprechen könne. Der Angesprochene — kein anderer als Graf Johannes von Welczek, der deutsche Botschafter — rät ihm, sich an den Portier zu wenden. Zehn Minuten später wird dem Botßchafter gemeldet, dass ein Herschel Grynspan ihm wichtige Dokumente vorzulegen wünsche. Er beauftragt seine Sekretärin, einen der jungen Legationsräte, Achenbach, zu bitten, mit dem Mann zu sprechen. Da Achenbach aber noclj nicht im Büro ist. übernimmt Ernst vom Rath diese Aufgabe. Als er in das Sprechzimmer tritt, schiesst Herschel Grynnpan fünfmal auf den ahnungslosen Legationssekretär. Am nächsten Tag stirb Ernst vom Rath, noch von Hitler schnell befördert, an den erlittenen Wunden. — Diese fünf Schüsse des Herschel Grynspan waren der Anlass oder — wie viele meinen — der Vorwand für die Verhaftung von 30.000 jüdischen Männern und die Zerstörung von 191 Synagogen,171 Wohnhäusern die in Brand gesteckt, und 7.500 Geschäfte, die geplündert wurden. Sechsunddreissig Juden wurden getötet und sechsunddreässig schwer verwundet. Reinhardt Heydrich, der nur zögernd das Ausmass dieser sinnlosen Zerstörung zugab. hat nie die wirklichen die ermordeten Millionen umsonst gestorben sind. Für Deutschland, das der ten niederzuschlagen! Welt vor fünfundzwanzig Jah- Wie wir aus den Gerichts- ' ein , 30 . grauenvolles büchern über jene grausa-! Schauspiel nicht ersparen men Tage wissen, waren konnte entsteht heute die b doppelt wichtige Aufgabe. die Kräfte des Hasses und diese Pogrome nur ,,die inoffizielle Strafe“ für die Tö tung von vom Rath. Die of fizielle Strafe der Juden wurde von Gör in g am 12 November nach der interministeriellen Besprechung im Luftfahrtsministerium verkündet. In dieiser Sitzung wurde beschlossen, ,,die Judenfrage jetzt einheitlich“ zusammenzufassen und ,,so oder so zur Erledigung zu bringen“. So ist die Reichs-Kristallnacht nicht daß Ende der von der Naziregierung begonnenen Verfolgung einer Minderheit, sondern ihr Vorurteile im eigenen Land zu bannen und damit der Welt das Beispiel zu geben, dasß ein neues Deutschland den Weg des Zusammenlebens mit Menschen aller Ueberzeugungen und verschiedener religiöser und nationaler Zugehörigkeit zu marschieren entschlossen ist. Die Erkenntnis hat sich durchgeßetzt, dass der Streit zwischen Christentum und Judentum, der fast zwei Jahrtausende anging, seinen Sinn verloren hat und Chri furchtbarer Anfang. Ein Stu-! Juden heute für 1 die Erhaltung der judeochristlichen Zivilisation zu dent, der die Synagogen als Junge hat brennen sehen, schrieb fünfzehn Jahre später an seinen Professor: „Ich habe nicht realisiert, was dort vor sich ging. Ja. ich habe mich der Flamme gefreut. Aber heute bin ich tief beschämt...“ Die Reichs-Kristallnacht war die sinnlose Vernichtung von Menschenleben und Sachwerten. Es war der Appell an die Bestie im Men sehen, und es war die Verwerfung jedweder religiöser oder ethischer Konzeption. Als Bundeskanzler Konrad Adenauer am 15. Oktober 1963 seine Abßchiedsrede im Bundestag hielt, erinnerte er mit Recht an jene tragische Zeit, die den Namen Deutschlands beschmutzte. In meinem soeben veröffentlichten Buch: „Ossietzky — Ein deutscher Patriot“ ist mein Brief, den ich im Januar 1934 an den damal'gen Generalsekretär der Franzö« ßitsehen Liga für Menschenrechte über die Auswirkungen des damals erst im Anfang befindlichen Terrors schrieb, zitiert, in dem ich warnte: Es müsste (bei dem von mir vorgeschlagenen damaligen Weltprotest) dabei auch zum Ausdruck kämpfen haben. Die Inszenierung und Durchführung deßsen, was a’ß Reichs-Kristallnacht in die Geschichte der Scham und Schande eingegangen ist, war der Ausdruck des Herostratentums, das niemand vergessen darf, denn die Vergangenheit bleibt uncere Gegenwartsaufgabe. Wir müssen daher auch das drängende Gefühl haben, den Versuch zu machen, mit aller entschiedener Schnelligkeit, Gerechtigkeit und Grossherzigkeit jenes Kntschädigungswerk zu einem Ende zu bringen, um das schwere Unrecht wenigstens GO weit wieder gut zu machen, wie es in unseren Kräften steht. Um das moralische und materielle Wiedergutmachungswerk zu einem guten E:»de zu bringen, dürfen niemals die Ursachen übersehen werden, die es notwendig gemacht haben. Eg muSß in Deutschland allgemein anerkannt werden, dass Wiedergutmachung eine Sache des Rechts und der Moral ist. Die Verfolgungen waren Verbrechen und können mit Schicksakßchäden, wie Ausbombung und anderen, nicht auf die gleiche Stufe gestellt werden. Verfolgung der Naziopfer ist keine „Folge des letzten schrecklichen Krieges“, wie es Bundesfinanz, minister Dahlgrün am 18 Juli 1963 sagte, und schon gar nicht eine Art von Kriegshandlung, wie es Professor Hoffstädter in Hamburg zu unserem Erstaunen und unserer Entrüstung aiiGgedrückt hat. Nach fünfundzwanzig Jahren denken wir mit Scham an die grausamen Tage der Willkür zurück, wo durch eine verbrecherische Regierung unschuldige Men*schen. nur weil eie Juden waren, von einem Tag zum anderen ihrer Freiheit, ihrer Existenz, ihrer Menschenwürde und später, wie wir wissen, ihres Lebens beraubt wurden. Wir wollen nicht vergessen, weil wir nicht wünschen, dass dieße grausame Willkür morgen einer anderen Minderheit zustösst. Nach fünfundzwanzig Jahren müssen wir uns daher bewusst zur Vergangenheit als Gegenwartisaufgabe bekennen. Noch in weiter Ferne Dr. W.: — An vielen Stellen und von vielen Seitenwurde bereits vom Schlussgasetz zum BEG berichtet. Es wurden ausführliche Kommentare gegeben und die Oeffentlichkeit darüber belehrt, was alles erwartet werden darf. Die Cafehäuser vieler und grosser Städte eind Zeugen lebhafter Unterhaltungen, in denen sich die vermeintlich Berechtigten gegenseitig erzählen, welche neuen Ansnrüche gestellt werden körnen und was allen noch kommen werde. Geschäftstüchtige Agenten suchen neue Kunden denen sie alles versprechen, war, diese nur hören wollten. Auch deutsche Amtßstellen gaben Erklärtngen ab, dass mit einer nicht unerheblichen Erweiterung I der Ansprüche gerechnet werden körne. — All das ist I Musik in den Ohren der Ger.chädigten, aber entsprechen diese Gerüchte. Berichte. Zeitungsartikel und sonstigen Redereien der Wirklichkeit? j Richtig ist, dass ein Schlussgesetz zum Bundesentschädigungßgesetz (abgekürzt BEG) erlassen werden soll.! Eigentlich sollte es bereits im April dieses Jahres heri auskommen, dann aber verzögerten sich die Verhandlun-! gen, vorwiegend finanzieller Natur, und man sprach davon, dasß das erwartete Gcßetz, durch welches vielfa- 1 ches Unrecht abgestellt werden sollte, zum April 1964 er-! scheinen würde. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird i aber auch der nächste April verstreichen, ohne dass^ ein I Schlusßgesetz heraußgegeben wird. Die zuständigen Krei-; se rechnen damit, dass es Ende 1964 werden dürfte, bis 1 das Gesetz vorliegt. I Und inzwischen, was wird geschehen? Werden dieje- ■ eigen, von denen man ar.nimmt, sie würden im Schh.vsgesetz begünstigt werden, wenigstens schon jetzt zu ihrem Recht gelangen? Das ist nach der klaren Sachlage heute nicht der Fall. Noch nicht einmal den Witwen werden die im Schlißsgesetz angeblich vorgesehenen Renten vorweg außgezahlt. Dieses Verhalten der deutschen Stellen macht einen peinlichen Eindruck: wartet man noch ein wenig, bis ein weiterer Kreis ven Verfolgten, Geschädigten und Berechtigten weggestorben ist? Alle diejenigen, die mit dieser Materie zu tun haben, täten gut daran, vor übertriebenen Hoffnungen zu warnen, damit die Enttäuschung nicht nachher zu gron» wird. Durch diese Politik der Illusionen wird dem jüdischen Verlangen nach einer gerechten Regelung in einem Schlucsgesetz ein sehr schlechter Dienst erwiesen, tim jeden Anspruch, um jede deutsche Mark, wird man kämpfen müssen, da die deutschen Amtsstellen sich stark genug fühlen, mit finanziellen Bedenken rechtlichen Forderungen gegenüberzutreten. Die deutsche Schuld ist jedoch bei weitem noch nicht abgetragen. Hunderttausende Berechtigte elud bisher unberücksichtigt geblieben. Einige Gerichte bleiben weiter darum bemüht, die Ansprüche abzuschneiden. Aber nicht nur die Verwaltung in Schleswig-Holstein, auch die Justiz zeichnet sich ähnlich wie in Detmold durch gekünstelte Argumentationen über angeblich versäumte Fristen auu, deren einziges Ziel nur die Zurückweisung berechtigter Ansprüche ist. Ist es ein Zufall, dass auf der anderen Seite gerade dieses Land allen Nazis und ihren getreuen Dienern gegenüber so grosszügig verfährt, angefangen von Schlegelberger über Dönitz zu Heyde .. Der Kontraßt ist zu deutlich: der Gesundheitsschaden eines ehemaligen KZ-lers wird abgelehnt, weil der Antrag zu spät nachgereicht worden ist, aber einer der Helfer Heydes. dessen Mittäterschaft von der parlamentarischen Untersuchungskommkßion festgestellt wurde, wird befördert, ein anderer vom Angestellten zum Beamten ernannt. Die Schatten der nazistischen Willkürj\istiz heben sich ab. Oder ist Kiel ein zweites, bisher unentdeckteis Würzburg? WIE ICH ES SEHE Zahlen genannt. Drei Mona-: kommen, d>sas bei Fortdaute spater kam ein Nazi-Parer dieser Barbarei dieselbe eigericht nicht um das Geeine neu« Welle des Hasses Gtandms herum, dass die j gegen Deutschland zu erzeu- Avßschreitungen von weit gen imstande wäre mit alhoheren Stellen organisiert j leu ihren, auch für Deuischworden waren als nur von land unabsehbaren Folgen“ einfachen Parteimitgliedern.; Daß war 1938 — und die Das eingesetzte Parteige- Warnung bewahrheitete sich , ... - leider. Vorbereitungen zum Pogrom i von JEHUDA G0TTHEIMER (Die folgenden Ausführungen sind a!ß die Fort-) de ebenfalls hingenommen. Setzung des in der vergangenen Woche erschiene- \ Gruppenbildungen waren be nen Artikels „Der Marsch ins Unglück“ anzusehen und sind den Ereigniseen der traurigen Kristallnacht gewidmet, in der vor 25 Jahren das einst so stolze deutsche Judentum unterging.) — Der jüdischen Führung war klar, dass ein schwerer Schlag gegen das deutsche Judentum bevorstand. Die ständigen Schikanen der Gestapo nahmen im Laufe des Jahres 1938 ständig zu. Immer häufiger wurden die Uebung, in welcher Form derartige Maßsnahmen .organisiert“ werden können. Darüber hinaus war es eine weitere Probe, was man reits aißgeßehlossen. Keiner wollte seine Haut dafür zu Markte tragen, ob die Juden nun aus der deutschen Volksgemeinschaft ausgeschlossen oder ob eie diffa miert und verfolgt werden oder nicht. Auch das wurde hingenommen, wie man sämtliche antijüdische Mass dem Ausland bieten dürfe,! nahmen bisher schweigend ohne mit einer erröten Reak-! zur Kenntnis genommen hatricht schloss fünf Mitglieder gewatfigung* Diebstahls und ' sei^rossL^rrigcMifdüui-n nel1’ VOt all€m dCr R^ielis- | i^litik haben könnte. Dass Mftr/ii.'»; niic im/4 ...»__ i:_ i ■ . ° . Repräsentanten der zentralen jüdißchen Organisatiotion zu rechnen, die irgendwelche nachträglichen Fol gen für die deutsche Aussen- Mordtn aus und euspendier-1 aber nicht erlauben, dass Südafrikanische Juden Jerusalem. — Der Chef der Wirtschafißabteilung der Jewish Agency Leon Dultzin, welcher kürz^ch von einer Reise durch Lateinamerika und Südafrika zurückkehrte, ersuchte die israelische Regierung, sich ihren Entschluss wohl zu überlegen, bevor eie ßic’h den gegen Südafrika geplanten Sanktionen anschliesst Er wies darauf *41in, dass Israel allen seinen Freunden „die beßonderen Aßpekte“ seiner Beziehungen mit Südafrika erklären müsse, d. h. die Lage der dort lebenden jüdischen Gemeinschaft. Er bemerkte hierzu, dass „irgendein unüberlegter Schritt“ das Verbot de*“ zionistischen Bewegung in Südafrika zur Folge haben konnte, wobei er als Beispiel anführte daeß die Absicht, den Verkehr auf der Luftlinie Ludd Johannesburg einzustellen, „nicht nur eine Sanktion gegen Südafrika sendern auch ein schwerer Schlag für die südafrikanischen Jude« sein dürfte“. (ITA) Vertretung der Juden in Deutschland und der Zionistischen Organisation, zu Verhandlungen oder Besprechungen gerufen, die weder Verhandlungen noch Besprechungen gewesen sind. Diene Begegnungen waren jedoch von grossem Nutzen, da die prahlenden, drohenden und geechwätzigen Gestapo - Beamten sicherlich ungewollt wichtige Fingerzeige auf geplante Aktionen gaben. Aber auch ohne diese Hinweise konnte kein Zweifel daran bestellen, dass nach der "riicksichtslcß durchgeführten Polen-Aktion weitere, schwerere Schritte zur Eliminierung der Juden i aus dem Wirtschaftsleben und aus dem Reichsgebiet! unternommen werden wür-! den. Die Deportationen der Po- I. len glichen einer grossen man dem deutschen Volk allen zumuten konnte, de;sen waren die leitenden Nazi- Autoritäten sicher. Fünf Jahre zuvor hatte der Boykott- Tag nur Gehr vereinzelte Proteste ausgelöst. Gewiss waren viele Deutsche gegen diese Methoden, aber es erßchien ihnen klüger, nicht herauszustellen mit den rüden Naziß in einen Konflikt zu geraten. So blieben sie alle ruhig, man schwieg, mitunter sagte einer, er sei über das Verhalten gegenüber den Juden empört, aber solche Mitteilungen wurden vertraulich gemacht, sie hatten gar keinen praktischen Wert. Damit wurde das Schweigen deß Volkes jedenfalls nicht unterbrochen. Die Nürnberger Geßetze und alles, was damit im te. Die Maasen hatten sich als „zuverlässig“ erwiesen. Man konnte bereits damals mit ihnen machen, was man wollte. Das Volk befand sich in einem Zustand dec Taumeln, in den man sich selbst versetzte und hineintreiben liess. Das Volk war nicht allein im Angesicht der gegen die Juden begangenen Ausschreitungen und Verbrechen rusich i hig geblieben. Heute hört und 1 man häufig die Bemerkung oder Entuchuldigung, man habe nicht gewusst, wa« in den Lagern oder an anderen Greuelstätten vorgekommen sei. Dieser Hinweis gilt nur sehr bedingt. Sicherlich haben im Laufe des Jahres 1933, also bei Beginn der nazistißchen Gewaltherrschaft die wenigsten gewusst, was in den KZ geschah, in Liehtenburg, Oranienburg oder in den Folterkammern der Gestapo oder der Sturmlokale. Als das Blutbad bei l Zusammenhang stand, wur-1 der „Rohm-Revolte“ bekannt wurde, blieben alle stumm, obwohl eine ganze Reihe unschuldiger Menßchen, katholißche Politiker. Publizisten, Generäle und andere entweder versehentlich oder im Zuge der hitleristischen Mordaktionen .gleich mit“ liquidiert worden sind. Auch deren beste Freunde schwiegen. Selbst die Reichswehr blieb stumm, obwohl man heute so gern die Reichswehr alß einen Hort des Widerstandes gegen die Unmenschlichkeit darstellen möchte. Dese Versuche dürften keinen Erfolg haben, auch wenn eine posthum« Re nwascmmg der Generäle den bundesdeut* sehen Nachkriegß-Inter;osc-n dienlich sein sollte. I Fünf Jahre nationalsoziai listische Herrschaft hat den Boden für weitere und grau- I samere Schreckenstaten g<j- I düngt. Sie sollten nicht , ausbleiben. Im Laufa den j Jahren 1938 wurden bis zum | 31. Oktober nicht weniger i als 49 Gesetze und V-crord- I nungen erlassen, die sieh ausschliesslich mit den Juden und ihrer rechtlichen Stellung beßchäftigten. Eini- | ge dieser Bestimmungen! seien hier in die Erinnerung , zurückgerufen, weil man , heute besser als damals die j Systematik des Vorgehens i erkennen wird, die Gröndj lichkeit, mit der das Dritte I Reich die Judenfrage nach , hitleristißchen Prinzipien lö- , ste. I Man kann dabei verschiedene Gruppen vcu Gesetzen , und Verordnungen untcrj scheiden, je nach den Zie- | len, die unmittelbar verfolgt : und erreicht werden sollten. Wie bereits ausgeführt. sfan- (Schluss auf Seite 2)