Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2031 (27.9.1963)
- Date
- 1963-09-27
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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BAECK f TITUTÊ YORK) •¿ Ce, ■S' "Ï - D < FRANQUEO PAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 ANO XXIV RAELiïA BUENO^rAIRES, VIERNES 27 DE SEPTIEMBRE DE 1963 No. 2031 KL EJEMPLA en toda la República » 10- PUEVRREDON 2190 l? izq. T. E. 83 2613 ' Pi’eofra Aires Strick von Paragraphen Wenige Tage vor Beginn des Prozesses gegen Globke in Ostberiin wurde Dr. Adenauers Staatssekretär durch kürzlich auf gefundene ~Do' i kumerte erneut,«schwer bela ■; - Die Hsfmburger iilu-j striert^r „Stem** und die j ka, die als Angehörige der britischen Armee in deutsche Hand fielen und auf Grund der Verordnung Giob- ■ kes später zum Tode verurteilt wurden. Die Urteile körnten jedoch nicht mehr vollstreckt.werden, weil die Prager Tageszeium*.._^j.yo-^;Mrei Tschechen von den Albodne Slovo“ v sröffenthch». jp.____ ten aufsehenerregende Ein*-] zelheiten über die Beteiligung der Staatssekretäre Globke ur\d Hopf Bundesliierten aus den Todeszellen befreit wurden. Wörtlich heisst es im „Stern“ über diese Opfer Globkescher Willkür; ,,Alois Siska wurde aus der Todeszelle befreit und überlebte. Nicht so seine Mutter, die man wegen ih- \ '! res SohhHÿP ^den Globkes Verordnungzum „Landesverräter“ gemacht hatte, ins KZ geworfen hatte. Sie Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ verteidigungs - Ministerium 5 an der Unterdrückung der , tschechoslawiscjien Bevölke- ■ rung des „Reichsprotekto- , rafe Böhmen und Mähren“. : ★ Globke, seit zehn Jahren die rechte Hand des Bundeskanzlers Adenauer, und Hopf, der zusammen mit Strauss die Aktion gegen das Nachrichten - Magazin „Dar Spiegel“ inszenie-te, erwiesen sich nach den vorliegenden Dokumenten als willige Weichensteller des SS-Terror.s. Gestützt auf Do kumentj aus der Tschechoslowakei konnte der ..Stern“ dem höchsten Beamten der Bundesrepublik nac-hweisen, sogar gegen den Willen Hitlers die ..Regierungsverordnung vom 11. Januar 1940 über die ..Protektoratsangehörigkeit“ durchgesetzt zu haben. Nach dieser Verordnung wurden rückwirkend ab 16. März 1936 alle Tschechen, die nach der deutschen Besetzung und der Bildung des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren ihre Heimat verbessern um auf alliierter Seite für di; Befreiung der Tschechoslowakei zu kämpfen. zu „Protektoratsangehörigen“ erklärt. Protektoratscngehörige waren jedoch nach nationalsozialistischer Rechtsauffcesung dem j Hitterstaat gegenüber zur Treue verpflichtet. Die von j Globke durchgesetzte Ver-! Ordnung schuf die Möglich- , keit, alle geflüchteten Tsche-j Jerusalem.V-^Öas Kabich n, auch wenn sie inzwi-! n€tt erteilte der israelischen sehen eine andere Staatsan- Polizei Anweisung, die notgehörigkeit angenommen j wendigen Massnahmen zu hatten, aiS „Hoch- und-Lanergreifen um die Personen desverräter“ zu verurteilen, gerichtlich zu belangen die Gerieben Tschechen in deut ftjr vor kurzem gemelsche Kriegsgefangenschaft, d^ten Demonstrationen gedann drohte ihnen das Togen christliche Missionsdesurteil.! .schulen in Jerusalem, Jaffa Der „Stern" beschäftigte und Haifa verantwortlich sich ausführlich mit den i sind. Ferner wurden die Fodrei tschechischen FreiheRslizeifoehörden angehalten, in kämDlern Gustav Kooal, Zukunft strenger gegen il- Alois Siska und Vilem ßuf-! legale Veranstaltungen und T«ocia Lmea 'S rtatcu »hingtoo atom UuL * O MtKAv Kennedy schlug in den UN den Russen die gemeinsame Eroberung des Mondes vor. Offensichtlich soll der Mond auch zweigeteilt werden. — Weniger als vier Wochen waren in Norwegen die vier bürgerlichen Parteien an der Regierung, denen in den starb dort ,an einer Lungen-! st?rtil,£ der Sturz der SDP-Regierung gelungen war, die entziindung- Vilem Bufka 1 beinahe 30 Jahren Ununterbrochen das Land regiert i hatte. — j Der algerische Präsident Ben Bella leistete den Eid, i seinem Lande zu dienen. Form und Inhalt «eines Dienj stes wird er allerdings wie alle Diktatoren selbst be- | stimmen. —! In Djakarta, der Hauptstadt Indonesiens, kam es zu j heftigen Ausschreitungen gegen Grossbritannien, weit die | indonesischen Faschisten unter Führung Sokarnos die neue Republik Malaysia nicht anerkennen wollen. — Kirchenglocken gaben bei der Ankunft Titos in Brasilien ihr Trauergeläut. Aber zahlreiche Nazi-Mörder kamen mit kirchlichen Pässen nach Lat-nnrrncrika. — In Tübingen verstarb im hohen Alter Prof. Eduard Sprang er, der bedeutende Philosoph und Pädagoge, Lehrmeister mehrerer Generationen, dessen Bücher auch die jüdische Jugendbewegung stark beeinflusst haben. — Die Aufnahme Rot-Chinas in die UN wurde von Albanien beantragt, dem bisher einzigen rotchinesisehea Satelliten. — Die Sowjet-Union erhöht ihre Anstrengungen für die wirtschaftliche Hilfe zugunsten cetasiatischer Länder, utn die chinesische Hegemonie zu vermeiden. Im Rahmen dea neuen Programms wird umfassende Hilfe zugunsten Indiens geleistet werden. — Carlos Sosa Rodriguei (Venezuela) wurde mit 99 von 110 Stimmen zum diesjährigen Vorsitzenden der UN-Generalversammlung gewählt. — In sehr energischer Form wies Kennedy die neuen rassistischen Hass-msbrüche gegen die schwarze Bevölkerung der USA zurück. Die Haltung dee Präsidenten verfehlte ihre Wirkung nicht, — J flüchtete schon am 3. Juli 1939, vier Monate nach der Besetzung also, über Polen und dieifte eret in Frankreich, dann in Nordafrika gegen Hitler... Auch ihn holte man aus dem Kriegsgefangenenlager, auch ihn verurteilte man als Pro’ektoratsangehörigen und ergo Landes- und Hochverräter I zum Tode. Er wurde von j russischen Truppen befreit... | Auch Kopal überlebte. Sein j Vater, als Angehöriger eines Hochverräters verhaftet, | starb im Gefängnis. Die Mutter, ein Bruder, ja selbst noch ein Onkel und der 60- 1 jährige Grossvater verfielen der Sippenhaft und kamen , ins KZ Svatoborice“. ] Globke ist für diese Verordnung verantwortlich, ge-; gen <^e selbst Hitler Beden- 1 ken anmeldete, weil er internafienale Gegenmassnahj men befürchtete.! Den Vorwurf, der Intimus von Strauss, Hopf, habe die , Aktion Globkes unterstützt, untermauerte der „Stern“ I mit einem Verwaltungsbel rieht, derf Pg. Hopf als daj maliger Landrat in ZHn verfasste. Darin heisst es; j „Die Abwanderung zur I (tschechischen) Legion stellt 1 ohne Zweifel Landesverrat dar. Hierauf steht (nach der Verordnung Globkee, d. Red.) die Todesstrafe. Bisher ist mir kein Fall bekanntgeworden, in welchem die Strafe verhängt und das Urteil vollstreckt wurde. Es scheint, dass die Gerichte zu langsam arbeiten. Die Veröffentlichung vcti Todesstrafen würde eine abschrecken- Israel und Südafrika Vereinte Nationen. — Israel erklärte sich in der ver- | gangenen Wöche erneut ent-.j schlossen me UN-Resplutitk“ so heisst es in der Antwort, „hat mit tiefer Besorgnis ven der Verschlechterung der Lage in Südafrika Kennt- Strenge Massnahmen Diefenbaker besuchte Israel Jerusalem. — John Diefenbaker, Kanadas früherer Ministerpräsident, erklärte am Abend vor seiner Abreise aus Israel, er hoffe aufgrund seiner Gespräche in Israel und Àegypten, dass der Tag nicht mehr fern sei, an dem die arabischen Probleme gelöst werden würden. Er fügte hinzu, er habe nicht zwischen beiden Ländern vermittelt, doch er wäre glücklich, Schritte in diesem Sinne unternehmen zu dürfen, unter der Voraussetzung des Vorhandenseins vernünftiger Sicherheiten, dass die.se Bemühungen zum Frieden führen würden. Nach seiner Ansicht über die Entwicklung von Atomwaffen befragt, entgegnet« er. er hoffe, dass diese nicht zur Anwendung gelangen würden. Diefenbaker, der eine Woche in Israel weilte, äusserte. er „habe sehr angenehme Tage verbracht“ und sei für die empfangene Gastfreundschaft dankbar. Dr rühmte den „gewaltigen Fortschritt des Landes seit seinem Besuch im Jahre 1954“ und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Handelsbeziehungen zwischen Israel und Kanada verstärkt werden wurden. (ITA) Gewaltakte einzuschreiten. Anfang dieser Woche sollten die ersten Prozesse gegen neun in Jaffa verhaftete Jugendliche vor dem telaviver Bezirksgericht beginnen. Weitere 104 Ruhestörer werden sich vor jerusalemer Richtern zu verantworten haben. Der Beschluss der Regierung wurde einstimmig von den Ministern angenommen, nachdem sieh Ministerpräside Wirkung haben und somit im Kampf gegen die illeaale Abwanderung wertvoll sein.“ Dass die zuständigen NS- Behörden diesen Vorschlag aufgriffen, geht daraus ner vor, dass später im ganzen Reichsprotektorat die verhängten Todesurteile öffentlich zur Abschreckung verkündet worden sind. Auch das blutige Massaker von Lidice wurde von den faschistischen Machthabern in allen Ortschaften der Tschechoslowakei bekanntgegeben. Die Enthüllungen des „Stern“ wurde« von der tschechoslowakischen Zei- , nen zu unterstützen, die dijl j nis genommen“. Es wird südafrikanische Politik dgf 1 betont, dass ,,das israelische Apartheid verurteilen, tß»d! Volk mit tiefem Abscheu almachte den Vereinten Natfole Formen der Diskriminanen Mitteilung, dass üjsfcssj tion aus Gründen der Rasse, nahmen getroffen wurden, | Farbe oder Religion betrachwelche die Verschiffungen : tet, nicht nur weil eo seit je von israelischen Waffen, i die geistigen Werte hochge- Munition oder Kriegsmate-! schätzt habe sondern auch rial nach Südafrika auf „dij aus seiner langen und trarektem oder indirektem We-; gischen geschichtlichen Erge“ verliefen. •DiiT'israelisehe Stellungnahme erfolgte in Beantwortung eines Schreibens, das die Sonderkommission j der UN für die Politik der ’ Apartheid an alle UN-Mit- \ gliedstaaten gerichtet hat-1 te. In diesem Schreiben wurj de uatoffizielle Erklärungen j zu der Frage ersucht.! Die israelische Regierung,! fahrung heraus“. Im übrigen, so wird hinzugefügt, „zieht Israel, gegenwärtig aktiv die Annahme neuer Schritte als Teil einer allgemeinen Bemühung der Mitgliedstaaten der UN in Betracht, um zu erreichen, dar« die südafrikanische Regierung Von der Politik der Apartheid Abstand nimmt.“ (ITAi aent Eshkol einige Tage zu vor energisch gegen derar- „Svobodne Slovo“ noch tige Zwischenfälle geäuosert ergänzt. Da« Blatt warf hatte. Das Kabinett bedem Staatssekretär im Bunschloss ferner, die Beratundeskanzleramt nach einem ge« über einen Vorschlag des Kultusministers Zorach j Wahrhaftig, die Missionstä- I tigkeit in Israel im allgemei I nen zur Diskussion zu stel- ' len. auf einen späteren Zeitj punkt zu vertagen. | Vor der Beschlussfassung i hörten die Minister einen j Bericht von Aussenminißter | Golda Meir über die Reak-! tion des Auslands auf die jüngsten Vorfälle an. Der britische Geschäftsträger besuchte Oberrabbiner Jizchak Nissim, mit dem er sich über die Demonetrationen gegen eine englische Schule in Jaffa unterhielt. Der englische Diplomat hatte vorher schon Minister Wahrhaftig in der gleichen Angelegenheit einen Besuch abgestattet. (ITA) , j Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor; Globke sei an der Ausarbeitung des slowakischen „jüdischen Kodex“*'beteiligt gewesen, aufgrund dessen Tausende von Juden in der Slowakei umgebracht wur den. Für Frieden in Mitteiost UN. — Die Aussertminister der beiden jungen afrikanischen Nationen Nigeria und Dahomey richtete« einen leidensehaftlichen^Appell an die UN, in dem sie sich für die Beendigung^* de>s Streites zwischen den arabischen Staaten und ftrael einsetzten. Die Redner, Adamou \lajaki, Aussenminister von Nigeria, und Emile D. Zinsou aus Dahomey, sprachen über die Lage im Mittleren Orient. Majaki wies dar auf hin, dass der Frieden da» Ziel der 111 Mitglied- Staaten der UN bildet ur.d fragte: „Wer kann zu der trauriger. Lage in Palästina'Schweigen? Dort gibt es eine Million arabischer Flüchtlinge, die kein Land aufnehmen will. Die UN-Resolutro.ien werden missachtet, der Hass wächst, die Grenzen werden bei Tag und bei Nacht verletzt, lind Urßicjerheit herrscht überall Gibt es eine' gefährlicnere Bedrohung des Friedens als den Zwist zwischen Völkern deren Gastfreundlichkeit und Toleranz wir alle kennen und bewundern?“ Zinsou führte aus. dass ider arabisch israelische Konflikt die unglückselige Folge sei, dass man nicht ^verhandeln und Toleranz üb^n wolle. „Wenn beide Seiten wirklich den Frieden jciinschen und eir.sehm, das>3 der Augenblick gekomnwn ist. ihn zu schliessen, so würden dür heute für destruktive Zwecke verausgabten Summen ausreichend um nicht nur das Leben dieser Völker sondern auih für uns iffle auf dieser Erde von Gnrd auf zu ändern.“ (ITA) Todesurteil gegen SD-”ngehoerige Wien. — Ein Militärgericht in Mogilew hat kürzlich drei sowjetische Bürger zum Tode verurteilt, weil sie während des Krieges alß Angehörige des deutschen Sicherheitsdienstes an zahlreichen Hinrichtungen, Folterungen und Repressalien, ----—- -. _. ott beteiligt gewesen waren. ‘ Impreso en la Imprenté POLIGLOTA — Rivaclavia 831 Registro de la Propiedad Intelectual No. Í35 101