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Jüdische Wochenschau · 1963-09-17 · 2030 (17.9.1963) · p. [Seite 17]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2030 (17.9.1963)
Date
1963-09-17
Page
[Seite 17] (sequence 17)
Language
German, Spanish
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Martes, 17 de Septiembre de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — N». 293« — 17 Die Entwicklung der Grosstaedte Die Stadtverwaltungen von Jerusalem, Tel Aviv-Jaffa und Haifa haben grosse Entwicklungs - Programme, die von ihren Bürgermei stern unlängst den zuständigen Gremien vorgetragen wurden. Aber diese grossen Entwicklungspläne stehen im Widerspruch zu der Politik der Regierung, die eine bessere Verteilung der Bevölkerung über das ganze Land wünscht. Dies nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus Sicherheitsgründen. Heute leben in den drei grossen Städten Jerusalem, Tel Aviv und Haifa über 57,5 Prozent der Geßamtbevölkerung Israels, die Ende 1962 eine Zahl vcn über 2,3 Millionen erreicht hatte und auf dem Wege zur dritten Million ist. Wenn auch Innenminister Mosche Schapira erst kürzvon Dr. KURT OTTENSOOSER (Israel) bis Aschkalon schon heute eine Dichte von 500 Seelen pro Quadratkilometer ausweist. Die fraglichen Böden sind zu einem grossen Teil in Privatbesätz, wem auch bereits Wohnungsbaugeeellschaften, öffentliche wie private, sich grössere Blocks dieses Geländes zu sichern wussten. Der Plan sieht einen breiten Grüngürtel vor, der von der Tel Baruch- Strafise bis zum Akkadia Hotel die Stadt Tel Aviv von der Stadt Herzlia trennen soll, um e:'u Zusammenstossen beider zu vermeiden und den nötigen Grüngürtel Zu schaffen; aber Herzlia will auch diesen Teil für sich zu Bauzwecken ausnützen. Mit Recht spricht man von Gross-Tel Aviv, denn Petach Tikwa, Bne Brak, Ra- Schalom konnten seit dem Jahre 1957 von der Industrie 19.000 zusätzliche Verdiener überreden - zunächst sehr , beschäftigt werden. Es gibt schwer *UJ«T! gegenwärtig keine Arbeitslo- Heute zahlt die Stadt rund , f. , f Q(*.t Trnt, 200.000 Einwohner nachfgk€lt der |tadt(1u „ i neue Betriebe nach der der Ai aber bis auf 63 000 zu I gt dt u ziei13n mjt gutem 1 zur Ausübung ihrer Berufe ruckgegangen war j y . und «jieVadt bietet. lITA) Haifa lebt vom Hafen und | würJht dahe’r auch die Zu. Weisung weiterer Einwar.de solchen Betrieben indische Studenten Jerusalem. — Bei der Eröffnung des Kongresses der Weltunion jüdischer Studenten, der von 50 Delegierten aus 20 Ländern besucht war, forderte Israels Arbeiteminister Jigal Allon jüdische Absolventen aller Hochschulen in der Welt auf, sich in Israel niederzulassen, das ihnen gute Möglichkeiten i mat Gan, Givataim, Holon îaraiâïï:'*:«”«,-»: \ »•«•»•«■* ,sr "T gierung ihre Beiträge zu i j? ’lDan B)°ck ftl11î Ç1 ak den Entwicklungsprojekten i tKch gesehen mit Tel Avivder Städte scharf beschnit ten hat, so sind die Stadtverwaltungen doch nicht gewillt, so leicht auf ihre Erweiterungn - Programme zu verzichten. AUSDEHNUNG NACH DEM NORDEN | Tel Aviv ist in den letzten Jahren mit Hinsicht auf die Zahl seiner Einwohner verhältnismässig stehen geblieben und zählt heute, einschliesslich Jaffa, 465.000 Seelen. Die Stadt steht vor der Frage, ob sie bei einer weiteren Entwicklung, die sie anstrebt, nach oben baut, d. h. Wolkenkratzer aufführt — acht- und neumtöekige Häuser sind in Tel Aviv schon keine Seltenheit mehr — oder endlich an die Durchführung des sogenannten Programms ,L‘ gehen kann, nämlich die Böden nördlich des Jarkon und westlich der Landstrasse nach Natania zu besiedeln. Um dieses Projekt i.,t nun eine scharfe Debatte zwi sehen der Stadtverwaltung, geführt von Bürgermeister Mcrdechai Namir, und der Regierung entstanden. Die Regierung steht dem ganzen Projekt heute ablehnend gegenüber, da man, wie gesagt, eine bessere Verteilung der Bevölkerung wünscht und die Broiedelung des Küstenstrichs von Chedera I Jaffa einen geschlossenen I grossen Städteblock dar, der j eine Bevölkerung von rund ] 700.000 Einwohnern oder rund einem Drittel der Lan-; desbevölkerung umfasst. Der Dan Block leistet sehen heute gewisse Dienste für die Bevölkerung gemeinsam wie die Wasser Versorgung, Kanalisation und Verkehrsfragen. Tel Aviv aber verfügt auch über ein grosses Hinterland, und jeden Tag ergiesst sich ein Strom von kaufendem Publikum aus diesem Hinterland nach Tel Aviv. Dies erschwert die an .sich schon prekäre Verkenn-, legelung noch mehr. So sieht sich Tel Aviv bei der Durchführung der weiteren Entwicklungspläne schweren Problemen gegenüber. EINE TOURISTENSTÄDT Haifa ist oft die Stadt der Zukunft genannt worden, lud die Entwicklung der Stadt hat nicht immer den Erwartungen voll entsprochen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass vor dem Befreiungskrieg der Grosnteii des Handels in den Händen der Araber lag und die Lücke, die ihr Abzug riss vom Meer, hat aber auch eine bedeutende Schwerinduj strie, wobei an erster Stelle i die Erdöl-Raffinerie genannt j werden musis. Vom Hafen I und der Schiffahrt leben ein , Drittel der Bevölkerung, obj wohl auf den Israel-Schiffen i neben 3.500 israelischen See j leuten auch 2.000 fremde bej schäftigt werden. Die Indu- | strie dagegen gibt 25 Proj zent der Bevölkerung ihr tägliches Brot. Hier werden auch 15.000 arabische Arbeiter aus Haifa und der Umgebung (bis ins Galil hinein) beschäftigt. Der rührige Bürgermeister Haifae Aba Chuschi will nun die Touristik Haifas entwickeln und das grossartige Dan Hotel auf dem Karmel wird dabe> sicher helfen. Aber auch für rer, um die nötigen Arbeitskräfte zu sichern. Obwohl die Rohstoffe von der Ebene in die Stadt gebracht und ein grosser Teil der Fertigfabrikate dann wieder dorthin geht, hat sich gerade jetzt eine der ältesten Firmen der Eisen- und Metallbranche entschlossen, in Jerusalem Aluminium- und Kupferrohrt zu fabrizieren, die bisher noch nicht hier erzeugt wurden. Kein Besucher des Landes wird es versäumen, Jerusalem einen Besuch abzustatten, aber leider beschränken sich solche oft auf wenige Stunden, obwohl die Stadt über zahlreiche gute Hotels verfügt, die allen Bedürfnissen der verschiedenen Tou die mittelständische Tourii vo11 gerecht stik soli gesorgt werden Weiterhin soll auch die Klein- und Hilfsinduttrie ausgebaut werden, und es wurden auch Vorschläge ausgearbeitet, die neuen Einw; nderern aus Siidamewerden können. Jerusalem aber ist auch eine wichtige Kongresstadt des Landes geworden. Das grosce Gebäude „Binjane Hauma“ kann auch für grosse Konferenzen dienen, wie ika Möglicnkeiten zur Exi- ¡ bereits «inige, die von mehstenzgriindung bieten soHen Ferner wird danach ge strebt, das Hinterland besser auszuniitzen und die kulturellen Bemühungen der Stadt, wie die Schaffung ders so vorzüglichen Stadttheaters, di?nen auch diesem Zweck. EINE ENTWICKLUNGSSTADT Ganz anders aber liegen die Ding« in Jerusalem, das als Entwicklungsstadt anerkannt ist und sich daher der vollen Hilfe und Unterstützung von Regierurgsseite erfreut. Zwei Drittel der heutigen Bevölkerung der St dt. die 180.000 Seelen zählt, sind erst nach dem Befreiungskrieg eingewandert. Die Entwicklungspläne der soll, Beer Sehewa 94.000, Di mona 30.000, Elat 30.000 und Arad und Karmelia je 10.000 Der Strukturwandel in der; Landwirtschaft wirkt sich! eben auch in Israel wie in; allen modernen Volkswirt-; schäften deutlich aus. Wäh- , rend der landwirtschaftliche i Ertrag in einem ständigen I Steigen begriffen ist, und die! Unterbringung der Produkte Schwierigkeiten bereitet, i fällt die Zahl der in der Landwirtschaft beschäftig ten Kräfte ständig. Als Ersatz muss daher auch ein ■ Teil der landwirtschaftlichen Bevölkerung industriell beschäftigt werden. und selbst die landwirtschaftlischen Gemeinschaftssiedlungen (Kibbuzim) sehen sieh genötigt, auch industriell tätig zu werden. Die Urbanisierung schreitet weiter, und die bisherigen drei Gressstädte weigern sich, in den Schatten gestellt zu werden Israel-Buch als Geschenk Köln. — Den Jungen und Mädchen, die kürzlich aus der Schule entlassen wurden, machte man ein be-onderee Geschenk: sie erhielten ein Buch, das in Wort und Bild über Israel berichtet und für die Verständigung zwischen Deutschen und Juden wirbt. Auf Beschluss des Rates dar Stadt Köln wurde dieses Buch von Johannes Giesberte verfasst, der den jüdischen Staat aus eigener Anschauung in den letzten Jahren kennenlernte und sich vor allem um den Besuch deutscher Jugendlicher in Israel bemühte. Er schrieb das Buch während eines längeren Aufenthaltes in Israel, und ee wurde auch von einer israelischen Drukkerei gedruckt. (AWZ) Bruder Daniel Jerusalem. — Der Karmeliter-Mönch, Brudar Daniel, ein polnischer Jude namens Rufeisen, der im Kriege in ein Kloster flüchtete und zum Katholizismus übartrat, ist jetzt nach Bekanntmachung des Innenministeriums im Amtswege naturalisiert worden, nachdem er im vergangenen Jahr beim Obersten Gericht vergebens aufgrund des Rückkehrergesetzes die israelischs Staatsangehörigkeit beantragt batte. (ITA) man hatte vergebens ver- I Stadt zielen in erster Linie sucht, sie zum Bleiben zu Ein Attribut gepflegter Maennlichkeit das ist Carlton-Kleidung Feinste Masskleidung Fertigkleidung in Sfabiloform M. R. Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen. Staendige Passformkontrolle. Auch Junioren kaufen gerne bei CARLTON. M0EBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Gescliat te mit d?r grössten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. 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Million der Bevölkerung die neue Hafenstadt A,;chdot eine Bevölkerung von 70.000 Einwohnern ¡haben Bevor Sie wechseln erfragen Sie unsere Preise Man spricht Deutsch ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUER0STUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG ven 16—18 Uhr T. E.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. T.E.: PUEYRREDON 2ISO esq. Av. LAS HERAS

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