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Jüdische Wochenschau · 1963-09-17 · 2030 (17.9.1963) · p. [Seite 15]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2030 (17.9.1963)
Date
1963-09-17
Page
[Seite 15] (sequence 15)
Language
German, Spanish
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Martes, 17 de Septiembre de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIV. — No. 2039 — 15 isse ,Edle“ Syrier Vor nicht sehr langer Zeit ging durch die Tagespresse eine höchst interessante Meldung. Die Polizei hatte nämlich die Feststellung gemacht, daos seit einiger Zeit im gleichen Stadtviertel — Constitución — verschiedene Geschäfte der gleichen Branche — Haushalt- und Keinigungs-Artikel — niederbrannten, deren Besitzer die gleiche Staatsangehörigkeit besassen und — mit Ausnahme von zwei Fällen — eine Art Geschäftskette bildeten und zum Ted verwandt waren. In allen Fällen konnten die Polizeisachverßtändigen feststellen, dass Brandstiftung vorlag, aber nichts nachweisen. In allen Fällen wurden Versicherungen in Höhe von mindestens zehn Millionen Pesos ausbezahlt und in allen Fällen befanden sich die Brand geschädigten während der Brandkatastrophe in Mar de! Plata zur Erholung. Die Namen der Besitzer waren Mohamed Faor, sein Bruder Abdud Faor, Mohamed Menehem, Mohamed Hehaeid und Nasra & Miranda. So die Polizeimeldung. Den Namen nach zu schliessen. handelt es sich bei den Mohameds der gleichen Staatsangehörigkeit um — wie man in Buenos Aires sagt — „Turcos“, d. h. Syrier. Nun gibt es glücklicherweise Merxchen, die ein gutes Gedächtnis besitzen und sich an einen Vorfall erinnern, der sich vor längerer Zeit zutrug. Es handelt sich um eine der zahlreichen in letzter Zeit aufgedeckten Schmuggelaffairen, bei dem die Brüder Cabuli die Hauptrolle spielten. Eine in Buenos Aires bestehende Vereinigung der Syrier liess damate zu dem Fall eine Notiz durch die Presse gehen, in der gesagt wurde, dass zwar diese Cabulis ebenso wie sie selbst in Syrien geboren aber Juden seien. Während sie, die Syrier, ihrem Adoptivvaterland Argentinien als treue und loyale Bürger dienen, haben diese Juden das Vertrauen des Landes schnöde missbraucht. Um das klar festzuctellen, wenden sich die „anständigen“ Syrier an die Oeffentlichkeit, um sich ja eindeutig zu distanzieren. Wir sind weit davon entfernt, die Cabulis zu verteidigen oder in Schutz zu nehmen. Aber es war seinerzeit kein triftiger Grund vorhanden, eine so gehässige Erklärung abzugeban. Es war ein Akt politischen Fanatismus. um den Juden zu ßcha den. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen! M. U. Mittelstandsalija aus Argentinien In letzter Zeit hat sich die Alija aus Lateinamerika erheblich vergrößert, md die Jewish Agency hat neue Büros eröffnet, dis den Einwanderern mit Rat und Tat bristehen und ihnen, soweit dies nur möglich ist, bei Ansiedlung und Gründung einer Existenz in Israel helfen. Der Direktor der Wirt schafts-Abteilung der Jewish Agency für Lateinamerika, Herr León Dulzin, kam nach Buenos Aireo, um Besprechungen mit den hiesigen Leitern das Informationsbüros abzuhalten. Er berief eine Pressekonferenz und\ informierte über die Existenz-Möglichkeiten für Angehörige der Mittelstandsalija. Wie er berichtete, ist Israel bereits in der Lage, Kleinkaufleuten die Möglichkeiten einer Extetenz bieten zu können, da man des höherca Lebensstandards wegen heute nicht nur Chaluzim braucht, sondern auch Menschen, die in kleineren Orten handwerkliche oder kaufmännische Betriebe eröffnen, damit die Einwohner nicht mehr, um Einkäufe zu erledigen, in die Städte zu fahren brauchen sondern an Ort und Stelle alles vorfinden. Das Lebensniveau des Landes hat sich gehoben, und Israel figuriert jetzt an 12. Stelle in der Welt, was die Höhe des Lebensstandards angeht. Seit den 15 Jahren seines Bestehens entwickelt sich das Land immer weiter aufwärts und hat bereits die 2. Million seiner Einwohnerzahl überschritten. In den ersten Jahren strömten hunaerttausende völlig mittellose Flüchtlinge ins Land, die inzwischen im Wirtschaftsprozess absorbiert wurden. Das jüdische Volk hat hierzu durch die Aufbringung von 1.650. Millionen Dollar eine Ruhmestat vollbracht. Es gelang, eine viertel Million Menschen in der Landwirtschaft und Kibbuzim anzusiedeln, wobei zu berück- ' trn sich sohon viele solcher j kleinen Kapitalisten erfolgreich einordnen. Jeder Handwerker, der einen Betrieb l aufmachen will, findet ßotori | Arbeit, und die Regierung I gewährt Anfangskredite. Allerdings benötigt man für eine Etablierung in den Grosstädten viel mehr Kapital als in den neuen Siedlungsorten. Es kamen hunderte Familien mit Kapitalien von 50.000 bis 20Ö 000 Dollar, denen es natürlich leicht fiel, sich eine Existenz zu grünc'oi. Doch auch für Kleinkapitalisten, die einige tausend Dollar zur Verfügung haben, und bereit sind, in neue Siedlungen zu gehen, bßtehen gute Aussichten auf eine gesicherte Existenz, bei deren Gründung ihnen mit Anleihen geholfen wird. Stabile Wirtschaftslage Herr Dulzin betonte, dass es natürlich besser sei, wenn Menschen, die mit ihrer Familie nach Israel gehen wollen, sich vorher an Ort und Stelle informieren, dass eie ferner ihre Kinder ein Hand- BOTSCHAFTER AVfßAR ZUM NEUEN JAHR Der israelische Boteehafter in Argentinien, General Joseph Avidar, hat ein Begrüssungsschreiben an die Juden des Landes geschickt, in dem es u. a. heisst: „Zum Beginn des Neuen Jahriß entbiete ich meine herzlichen Grüsse und Wünsche den Juden in Argentinien. Möge das Neue Jahr ihnen Erfolg bei ih ren Bemühungen bringen, die Gemeinschaft durch Verstärkung ihrer kulturellen, erzieherischen und wirtschaftlichen Einrichtungen zu festigen. Möge das Neue Jahr einen Fortschritt des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens bringen. „Im besonderen geht mein Wunsch dahin, dass die jüdische Erziehung der neuen Generation im jüdischen Geiste erfolgreich sein möge. Ich hoffe, dass auch im Neuen Jahr die engen Beziehungen zwischen dieser Gemeinschaft und dem Staat Israel erweitert werden, vor allen Dingen auf dem Gebiet der Einwanderung und des Zusammenschlusses der verschiedenen Judenheiten in der Welt.“ Schliesslich spricht der Botschafter allen jüdischen Organisationen des Landes seine Wünsche für Frieden und Wohlstand des ganzen jüdischen Volkes aus. sichtigen ist, dass es Leute waren, die nichts von Ak kerbau verstanden und heute zu produzierenden Elementen geworden sind, die die Wüßte in einen Garten verwandelt haben. In den letzten 5 Jahren wurden riesige Investitionen in Israel vorgenommen, zumeist mit ausländischem jüdischen Kapital, durch die es das Land zu industrialisieren gelang. Gegenwärtig besitzt Israel z. B. eine grosne Diamantenindustrie, so dass es in der Produktion von Industrie-Diamanten an erster Stelle steht und Bel gien bereits überflügelt hat. Die Investitionen von ins gesamt ca. 600 Millionen Dollar sind ein Beweis, dasß man zum Lande grosses Vertrauen hegt. Die Menschen in Israel arbeiten fleissig, um das Land zu entwickeln, der Export steigt, und die Banken verfügen über ausreichende Fonds, um die Sicherheit der ange legten Gelder abßolut zu garantieren. Handel und Handwerk Israel ist heute soweit, um eine Mittelstandalija aufnehmen zu können, d. h. Menschen, die über ein kleines Kapital verfügen und kleine kaufmännische uid handwerkliche Betriebe erölfnen wollen. In erster Linie sind, wie in jedem Land, gute Fachleute vonnöten, vor allem Ingenieure, Architekten, Techniker, Apotheker aber auch Tischler, Schuster, Schneider etc. In den nächsten Jahren können jährlich 2.000 bis 3.000 ßolcher Familien absorbiert werden. Auch hat sich der Lebensstandard gehoben, so dass die Menschen mehr kaufen als früher. In der letzten Zeit konnwerk erlernen lassen, was! ihnen in Israel sehr zustatten kommt. Israel kann wohl i jetzt pro Jahr 20.000 Olim aufnehmen, aber es braucht | produktive Kräfte ur.d vor j allem Handwerker und Ju i gend, die ein Handwerk! versteht. Die Lage in Israel ist eta- | bil, und die Dévalorisation . des Israel-Pfundes hat die I finanzielle Kraft gestärkt. | Die Reserven betragen 650 j Millionen Dollar, und die Steigerung des Exports aller Waren trägt erheblich zum Aufschwung der Wirtschaft bei. Generalversammlung des Bar Kochba Auf der letzten Generalversammlung de,: Bar Koch-! ba wurden die folgenden; Herren zu Mitgliedern der Comisión Directiva gewählt- | Presidente: Kurt Zimmer- | spitz, Vice-Presidente: Manuel Nadelreich, Secretario . General: León Smechow! Pro-Secretario: Robsrto Plat, j Tesorero: Roberto Arzt, Pro- : Tesorero: Harry Zimmer- . spitz. Vocales; Felix Gel-! bäum, Mauricio Itzcovich, Samuel Karp, Teodoro Mamber, Herman Geller, Pablo Plat, Sigfrido Reck, Jacobo Reisman. Gunter Schachman. Revisores de Cuentas: I Jacobo Aufseher, Abraham; Liberman. Spanisches Lexikon Tel Aviv. — Die Welle von Einwanderern auß Südamerika hat die Bank Leumi Leisrael dazu veranlasst, für die lateinamerikanischen Olim en neues hebräischspanisch - portugiesisches Wörterbuch herauszugeben (ITA) Ministerpraesident Leui Eshkol heftet einem Kadetten aus Ostafrika, der die israelische Militaerakademie absolviert hat, das Offiziersabzeichen an die Uniform. WM ‘pÂ'ù'/n/U-f '"“ticífc ¡ i mmm WÊÊÈ tÆfwUîr "i , ‘ é '/Ur/KK, Uw/fUrr* c-'j tí/ ¡pm lÉIÉI mm Í»P!- 'prnmæ Konferenz in Brasilien Beim Präsidenten ven Chile Rio de Janeiro. — Die lateinamerikanische Konferenz über die Lage der russischen Judenheit wurde in Anwesenheit von 50 Intellektuellen aus 10 lateinamerikanischen Ländern und aus USA und Frankreich eröffnet. In seinen Begrüssung,.Worten erklärte Autregesilo de Atahyde, Präsident der brasilia nischen Akademie für Literatur, dass ein solcher Kongress des guten Willens seine Bedeutung einbiissen würde, wenn er politisch Stellung nehmen oder sich von Feindseligkeit gegen irgendein Regime oder gegen eine bestimmte Idee, eine Partei oder ein Volk leiten lassen würde. Er nannte die jüdische Lage in Rnssland gleichbedeutend mit Völkermord und forderte die Sowjetunion auf, ihre eigene Verfassung zu beobachten und die kulturellen und religiösen Rechte der Juden zu wahren. Aaron Steinbruch, Vizepräsident der brasilianischen Föderation jüdischer Organisationen, betonte, dass „Israel die Wiege des alten jüdischen Volke,: war, aber dass in Russland die Wiege : alles dessen stand, was in! der jüdischen Welt Bedeu-! tung hat, denn in den Ge- \ bieten, die heute die USSR j bilden, wurden f;,:t alio Be- , wegungen geboren, dio dem 1 zeitgenössischen Judentum ihren Stempel aufdrückten “! Der Präsident 'er DäIA, Dr. Isaac Goldenberg, wies; darauf hin, dass ,,dia jüdi 1 sehe Minderheit in Russland moralisch und geistig erstickt wird.“ Zu den argentinischen Delegierten, die dem Kongress , beiwohnen, gehören: Rechtsanwalt Luis Jiménez de Asua,, der Dekan der Facul- , tad de Filosofía der Un.iver- ¡ sität Buenos Aires José Luis Romero, der Dekan der Fa- ( cuitad de Ciencias Exactas Rolando García, Rechtsan-; walt Carlos Sánchez Viamonte, Luis Emilio Soto,! die Schriftsteller León Du-! jovne und Florencio Escarj j dó und Fermín Estrella Gu- 1 tiérrez, Dr. med Moisés | Goldman, die Lehrerin und; Journalistin Eva Giberti, I der Präsident der DAIA! Isaac Goldenberg und der I Rektor der Universität La , Plata José Peco.- i Folgende Persönlichkeiten Santiago de Chile. — Israel-Botschafter Uri Naor machte dem chil?niscben Präsidenten Jorgs Akssandri seinen ernten Besuch Vor einigen Tagen hrite er eine Unterhaltung mit Aussen minister MarJnez. Der chilenische Zionistische Kongress wählte zur Präsidentin der Zionistischen Föderation Frau Amalia Fliman und als Sekretär Kurt Lobei. (ITA) Hessen u. a. der Konferenz Begriissungnbotschaftm zugehen: der gewählte Präsident Argentiniens Dr. Arturo Iilía, der Expräsident Brasiliens Juscelino Kubitschek. der kolumbianische Präsidentschafts - Kandidat Carlos Lleras Restrepo, der Präsidentschafts - Kandidat Venezuelas Rafael Caldora, der Titular der argentinischen Comisión Nacional para el Desarrollo de la Ciencia e Inveetigación Prof. | Bernardo Houssay, der uruguayische Innenminister Felipe Gil, der argaitinische ¡ Komponist Alberto Ginastei ra. La lámpara Argentina La marca de fama mundial ■ r*. .-.so ¿»•-.-À *• »■ < :*S* «*■**•* *•> SIEMPRE S!-

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