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Jüdische Wochenschau · 1963-09-17 · 2030 (17.9.1963) · p. [Seite 13]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2030 (17.9.1963)
Date
1963-09-17
Page
[Seite 13] (sequence 13)
Language
German, Spanish
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hu - Arbeit - Vertei! ®eSen ein q. ahia» Salva^ “Ia 1 geiMl*. mi2 von U runciit 4 vlT* ** r Vereinigung ia LVOr dim Bin. “gsgerichj «» lunistischer t¿ , der Präsident d‘gt, aktiver i¡,. kürzt werden, da sich die wirtschaftliche Laga dieses Landes erheblich gebessert habe. Die bisherigen Hilfeleistungen sollen in Kredite verwandelt werden. — Der westdeutsche Finanzminister Dahlgriin versprach erneut den baldigen Erlass des bereits seit längerer Zeit erwarteten Bundesentschädigungsschlussgesetzes. Der argentinische Botschafter in Israel, Don Luis Immer häufiger werden Anklagen gegen deutsche Richter erhoben. — Die Verhandlungen über die Aufnahme Israels in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft werden fortgesetzt. ohne daiss konkiete Ergebnisse erzielt werden konnten. — Israel verstärkte durch eine Reihe Neuerwerbungen •vkfe, íállÍÉUáá Mpi ■mfm í M AUFBAU: Die Erschliessung der Wüste des Negew ist eine jrosse Kulturarbeit Israels; langsam wird die Wüste in fruchtbares Ackerland verwandelt-. .1' in lergf*“ ec Igehubo -sä«1!; (.m A«r Aus» ¡lean'1 r isra1 ische ,el £°‘‘ F. Castells, überreichte dem Staatspräsidenten seine Kredentialen. — Israels Ausseuminister, Frau Golda Meir, besuchte Tanganjika. Zahlreiche Studenten dieses jungen Staates befinden eich zur Ausbildung in Israel. — Der Präsident des Deutschen Vereins ehemaliger Kriegsgefangener verlangte die Freilassung aller Kriegsverbrecher. Diese Leute hätten zwar Fehler begangen, sie seien sogar »schuldig, aber wenn man alle Politiker festsetzen wollte, die Fehler begangen hätten, würden die Gefängnisse in der Welt nicht ausreichen.. Ganz England trauerte um den Tod von Lord Herbert Samuel, Viscount of Mount Carmel, der Englands erster High Commissioner in dem damaligen Mandatsland Palästina gewesen ist. Der Chef des israelischen Generalstabs. General Zwi Tsur, erklärte, in Anbetracht der unsicheren Lage im Mittleren Osten sei Israels ständige Wachsamkeit geboten. — Rabbiner Dr. Schlesinger wurde aip einziger Judin den argentinischen Nationalrat für soziale Hilfe berufen. — Ein Ausbildungslager der argentinischen Extremistengruppe Tacuara wurde in der Provinz Santa Fe ausgehoben. Als Leiter des Lagers wurde ein Pole verhaftet. — Der israelische Botschafter in Argentinien General Josef Avidar, besuchte auf Einladung des Gouverneurs Patagonien und Feuerland. Die Jüdische Wochenschau konnte am 22. Februar ihre 2000. Nummer herausgeben. seine Luftwaffe, die von britischen Experten als die stärkste im Mittleren Osten bezeichnet wurde. — In den USA verschärften sich in den südlichen Provinzen die Spannungen "wischen Weissen und Negern. Erstmalig trat eine Gruppe von Negern mit antisemitischen Tendenzen in Erscheinung. — Das israelische Kabinett nahm das Angebot des Rothschild-Fonds zur Errichtung eines Televisions-Netzes für erzieherischj Zwecke an. — Siebzig schwedische Intellektuelle, Universitätsprofessoren, Schriftsteller, Künstler und Musiker protestierten gegen den Antisemitismus und Neonazismus, der sich in Schweden unliebsam bemerkbar macht. Der Nazismus habe ,,den gefährlichen Bazillus dee Rassenhasses und des Antisemitismus“ auch nach Schweden getragen. — Krutschew bestritt, dass es einen Antisemitäsmus in Russland geben würde. Er warnte die russischen Intellektuellen davor, sich zum Sprachrohr derartiger Verleumdungen aus dem Westen machen zu lassen. — „Lügen Sie nicht so unverschämt!“. rief der Vorsitzende des Schwurgerichts in Koblenz einigen Zeugen zu, die sich an nichts mehr erinnern konnten. In diesem Prozess wurden die Scheusslichkeiten und Verbrechen abgeurteilt, die in Kulmhof begangen worden sind. — In der Schweiz wurden ein Israeli und ein österreichischer Staatsbürger unter dem Verdacht verhaftet, Spionage zugunsten Israels betrieben zu haben. — Demokratische Studenten in der Bundesrepublik protestierten dagegen, dass immer neue Nazis in hohen Stellen angetroffen w'erden, und verlangten die Beseitigung aller Nazis aus Amtsetellen. — lm Zusammenhang mit der Verhaftung angeblicher Spione in der Schweiz wurde die Tätigkeit deutscher Techniker in Aegypten einer heftigen Kritik unterzogen, die bei Nassers Herstellung von Angriffswaffen gegen Isiael führend beteiligt sind. Die westdeutsche Regierung wmrde aufgefordert, diese Techniker und Wissenechaftler abzuberufen. — In Córdoba, der Hauptstadt der gleichnamigen argentinischen Provinz, wurden neue Attentate der Tacuara gemeldet. — Das unter Leitung des Prof. Dr. José Peco stehende Institut für Strafrecht und Kriminologie hat einen Entwurf ausgearbeitet, nach welchem das als Völkermord bezeichnet« Verbrechen in den argentinischen Strafkodex eingearbeitet werden soll. — Die Tarbut Schule in Olive«, die nach drei Jahren Arbeit mehr als 400 Schüler erzieht, beendete wichtige Erweiterungsarbeiten. — * April Der englische Naziführer Colin Jordan musste eine zweijährige Gefängnisstrafe antreten. — Die israelischen Oppositionsparteien beantragten eine Debatte in der Knesset über die deutschen Experten in Aegypten. — Aue Kairo wird der Ankauf russischer Raketen gemeldet, die eine Sprengladung von 750 kg tragen. Die Raketen sollen von Schiffen abgeschossen werden können. — König Hassan II. von Marokko erklärte, dass kein Widerspruch zwischen der Haltung Marokkos ate Mitglied der Arabischen Liga und der marokkanischen Politik der Gleichberechtigung für die Juden bestehen würde. — Der bekannte jüdische Gemeindeführer Jakob Blaustein wurde in die Beratende Kommission für Internationale Wirtschaftsfragen des State Department berufen. — Die Tätigkeit der deutschen Atomexperten — Wissenschaftler wie Techniker — steht weiter im Mittelpunkt einer internationalen Diskussion. Von allen Seiten wird gegen die Arbeit dieser Deutschen in Aegypten protestiert. — Die UN-Kommissicn für Menschenrechte bewilligte mit .50 zu 3 Stimmen einen Bericht, auf Grund deesen gefordert wird. dass alle Menschen, gleich in welchem Lande sie leben, ein Recht auf Auswanderung haben. Russland und seine Satelliten stimmten gegen diesen Beschluss. — Zu neuen inneren Unruhen äst es im Irak gekommen. Die neue Regierung lehnte jede engere Verbindung mit der VAR ab. — Die Untersuchungen gegen den sich noch im Amt be Endlichen Krimiialrat Theo Saevecke, die nach einer Veröffentlichung der bekannten Zeitschrift ,,Der Spiegel“ in die Wege geleitet wurde, brachte schwere Verdachtsmoment« gegen Sae veck« zu Tage, der in Nord- Italien sowohl Juden wie antifaschistische Italiener in der übelsten Weise verfolgt hat. — Der Präsident des republikanischen Nationalcomücn in Washington protestierte gegen neue Zuwendungen an die VAR im Rahmen der amerikanischen Finanzhilfe mit der Begründung, dass Nasser bereits grosse Kapitalien von der amerikanischen Finrnzhiife abgezweigt hat, um von diesen Geldern Waffen in Ruscland zu kaufen. — ln Wien wurde der ehemalige Nazi Hauptmann und Mitarbeiter Adolf Eichmanns Erich Rajakowic unter der schweren Anklage verhaltet, am Abtransport von 100.000 Juden aus Holland in nazistische Todeslager beteiligt gewesen zu sein. — Die deutschen Experten in Aegypten wandten sich an Adenauer mit dem Ersuchen, man solle ihn-'n die Möglichkeit geben, vor dem deutschen Parlament ihre Tätigkeit in Aegypten näher darzustellen. — In Jerusalem starb Jizchak Ban Zwi kurze Zeit nachdem er zum dritten Mal zum Präsidenten des Landes gewählt worden war. Das Land, das jüdische Volk, alle Freunde Israels wurden durch den Tod des Präsidenten in tiefe Trauer vereetzt.' Die Feierlichkeiten zum 15. Jom Haazmaut w-erden abgesagt. — Die Exekutive der CEN¬ TRA tritt in Montevideo zu einer Tagung zusammen — Der KINÜS (Konvention der Vereinigten Israel-Kampagne) tritt unter der Präsidentschaft von Dr. Hardi Swarsensky zusammen. Der Ko - Präsident, Escribano Abraham Maler, erstattete den Bericht über die geleistete Arbeit. Nach ausführzu einem Feuerüberfall “on Mitgliedern der TACUARA, die wahllos auf Studenten schossen. — * Mai Nahezu 400.000 Menschen sahen von den Hingen den Carmel der Parade der israelischen Armee zu. Zum Zeichen der Trauer um den verstorbenen Präsidenten waren die Flaggen auf Halbmast gesetzt. — Aus Marokko wird gemeldet, dass in der Hauptsynagoge eine eindrucksvolle Feier zur Erinnerung an den 20. Jahrestag des Aufstandes des Warschauer Ghetto stattgefunden hat. — Die Evangelische Kirche in Deutschland gab zu den Kriegsverbrecher - Prozeseine Erklärung ab, dass die Schuldigen bestraft werden m iv;s«n. — Zwischen Israel und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft wurden neue Vei’handlungen aufgenommen, um den Eintritt Israels in die EWG vorzubereiten.— In USA treibt eine Nazipartei ihr Unwesen, die ganz offen Hakenkreuz Symbole zeigt, ohne dass gegen sie energisch vorgegangen wird. — Ein früherer Komplize Eichmanns, der ehemalige Sturmbannführer Otto Humsehe, w;urde neuerlich in an Deutschland zu diskutieren. — In Israel traf der frühere deutsche Verteidigungsminister Franz Jcoeph Strauss ein, der einer alten Einladung Folge leistete. Der Besuch rief Aufsehen und WiJ derstnnd hervor. Strauss sprach sich für Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der deu'ochen Bundesrepublik aus. — Salman Shazar wmrde zum Präsidenten Israels gewählt. Von den 107 Stimmen der Knesset wurden 67 für ihn abgegeben. 7 Abgeordnete haben sich der Stimme enthalten. — Die Meldungen über die schwere Erkrankung des Papstes Johannes XXIII. wurden auch in der jüdischen Welt mit großer Besorgnis aufgenommen. In allen Synagogen wurde für die Gesuidheit des Papstos gebetet. — In Buenos Aires wurden durch ein Dekret des Präsidenten die antisemitischen Organisationen TACUARA und GUARDIA RESTAU¬ RADORA NACIONALISTA verbeten. — In der AMIA wurde eine neue Leitung unter der Präsidentschaft des Herrn Gregorio FeV.guersch in ihr Amt eingeführt. Mit Rücksicht auf die schwierige Si¬ ■' ariMHnik__ ’VSmimmMSii r- € Mr.ßt¥föHr * 4.7 ’ 1 Jr l ANMUT UND SCHOENIIEIT spiegeln sich in den Gesichtern dieser beiden Solclatinnen der israelischen Armee wider, die ihre neuen Uniformen und die neue Muetze zeigen. licher Debatte wird durch das Kontrollcomiie die durchgeführte Kampagne als die beste bisher abgewickelte Aktion bezeichnst. — Der frühere israelische Ministerpräsident und Aussenminister Moshe Sharett trifft in Argentinien ein wo er auf mehreren Veranstaltungen über die Entwicklung Israels und die Aufgaben der Vereinigten Kam pagne spricht. — In Lima wird ein Seminar veranstaltet, das der Beauftragte der Jewish Agency und Centra in Südamerika Mcehe Almiran leitet. — Im Luna-Park zu Buenos Aires wird in Anwesenheit von ungefähr 20 000 Menschen der 20. Wiederkehr des Aufstandes im Ghetto von Warschau gedacht. Unter den Rednern und Gästen befanden sich viele bekannte argentinische Politiker. Frau Jaike Grosman, die selti't führend am Ghettoaufstand teilgenommen nat. wurde von den Anwesenden mit besonderem Enthusiasmus empfangen. Die Kundgebung war von der DAIA organisiert worden. — Auf das Jüdische Krankenhaus in Buenos Aires wurden von einem vorbeifahfahrenden Auto Schüsse abgegeben. — Auf der Fakultät für Hr.ndelswissenschalten der Universität in Rosa-rio kam es Haft genommen, weil ihm schwere Kriegs verbrechen vorgeworfen werden. — Die deutsche Regierung hat beschlossen, keine besonderen Vollmachten dafür anzufordern, um die Tätigkeit der deutschen Wissenschaftler in der VAR zu verhindern. — In der Ki'.esset wird gefordert, dass die USA eine eindeutige Garantie zum Scr.utz Israels gegen ägyptische Atomwaffen-Angriffe übernehmen sollen. Der ständige Bevollmächtigte Israels vor den UN. Botschafter Michael Comay, gab in einer Pressekonferenz die israelischen Forderungen bekannt. — Eine Artikelserie der bekannten Soziologin Hanna Arendt erregte in der Oeffentliehkeit Aufsehen und Protest«, da ihre Ausführungen teilweise als eine posthume Verteidigung für Eichmann angesehen wurden. — Der frühere Bundesmlnister Dr. Theo Oberlaender, der nach jahrelangen Vorwürfen wregen seiner Beteiligung an der Massenvcrn.chtung von Juden sein Miiisteramt niederlegcn musi te, soll in den Bundestag als Abgeordneter zurückkehren. Die Knesset lehnte eine Debatte über den An:rag Begins ab. über den Verkauf von Waffen und Unirormen tuation wurde auf die Durchführung von Wahlen verzichtet. Die Parteien einigten sich auf einen neuen Vorschlag. — * Juni Der israelische Präsident Salman Shazar sprach dem Vatikan das Beileid des Staate^ und Volkes von Israel zum Ableben des Papstes Johannes XXIII. aus.— Präsident Kennedy richtete ein Schreiben an Ben Gurion, über dessen Inhalt jedoch nichts bekannt gegeben wurde. — Die EWG teilte den israelischen Delegierten, die -ich in Brüssel aufhielten, mit, dass der Anschluss Israels an die Europäische Wirtschafts-Gemeinschaft noch nicht vorgenommen werden könne. — In Teheran, der persischen Hauptstadt, sollen Unruhen ausgebrochen sein, bei denen — offenbar auf ägyptischen Einfluss — auch antijüdische Parolen laut wurden. — Die israelische Regierung teilte auf den sowjetischen Vorschlag zur Schaffung einer atomfreien Zone mit, dass Israel keinem mili’ärischen Pakt angehört, keine Kernwaffen besitzt und keinen Raum zur Erriclming militärischer Stützpunkte auf (Fortsetzung auf Seite 14)

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