Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2027 (30.8.1963)
- Date
- 1963-08-30
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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ec o o _ .5 t S B FRANQUEO PAGADO Concesión 908 *5 c M W Oa Va O < TARIFA REDUCIDA Conces'ón 1629 AIÑ'O XXIV RAELiïA BUENOS AIRES, VIERNES 3« DE AGOSTO DE 1963 Wo. 2027 EL EJEMPLAR Ift *■ toda la República PUEYRREDON 219« 1? bq. T. E. 83 2613 Buenos Aires Entscheidung steht bevor BfICKIN *WELT (Schluss von Seite 1) tiir den Bericht des Generals Buli über die in der israelischen Beschwerde angezeigtezi Zwischenfälle an der syrisch - israellsenen Grenze studiert". ZUSAMMENSTOSS IN JERUSALEM von den Feldern zurückkeh ren würde. Die Detonation sollte das Zeichen zum syrischen Angriff sein. Dass die Mine nicht explodierte, lag daran, dasn sie für ein viel schwereres Vehikel als einen Traktor konstruiert war. . Auseenminister Golda Meir, fanden weder Truppenkon- Jerusalem. — In der Morgenfrühe des Sonntag kam es zu heftigen Zusammenstössen zv-¡sehen Israelis und Transjordaniern.-^euie Parteien beschuldigten sich gegenseitig, das Feuer eröffnet zu haben. Nach der is- I ten raelischen Darstellung waren es die Traiiüjordanier, die ohne jeden Grund auf israelische Posten schossen, wobei ein israelischer Soldat getötet worden ist. Beide.Regierungen sollen nach den ersten Berichten zur Besonnenheit aufgerufen haben. Die israelischen Beobachter sind der Meinung, dass dieser Zwischenfall, der von den Transjordaniern provoziert worden ist, nur beweisen sollte, dass die Trcr.sjordanier in nichts den Syrern naclvstehen und Israel gegenüber in gleicher Weise feindlich gesonnen sind. Ministerpräsident Levi Eshkol iiess sich vom Generalstabschef Tsur informieren. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, die Ruhe zu be wahren. — SYRIEN MUSS VERWARNT WERDEN Washington. — Die ..Washington Post", die häufig die Auffassung des State Department wiedergibt, schrieb in einem Leitartikel, „falls —- wie dies die USA erwardie israelische Be schwerde durch die UN-Behörde an Ort und Stelle bestätigt werden sollte, der Sicherheitsrat keine Zeit ver lieren darf, Syrien in die Schranken zu weisen“. Der Leitartikler bemerkt, dass die Sowjetunion zwar früher gegen die israelischen Klagen vor dem Sicherheitsrat gern ihr Veto geltend gemacht hat, diesmal aber wegen der in den rückständigen Ländern herrschenden Slimmmg „den Tatsachen Rechnung tragen dürfte“. Im weiteren vertritt die Zei tung den Standpunkt, dass der Sicherheitsrat auch di< die bei einer Veranstaltung in Beer Schewa eine Rede hielt, erklärte, dass „Israel gespannt das Ergebnis der Beratungen des Sicherheitsrates erwartet, der sich mit den israelischen Beviehwer deq, gegen die syrischen Provokationen beschäftigt“. Wie verlautet, finden alle von Israel gegen Syrien erhobenen Beschwerden ihre Bestätigung in dem Bericht de.s General Bull, der Syrien und Israel zugeleitet worden ist. Es hiess, General Bull habe beide Regie rungen informiert, daos die UN-Inspektion der Verteidigungsgelände und entmilitarisierten Zonen am Montag vor sich gehen solle. Ein UN Sprecher in Jerusalem kündigte an. dass zumindest 20 UN-Beobachter in zwei gleichstarken Gruppen diese lnspektion, die gleichzeitig auf beiden Seiten der Grenze vor sich gehen soll, durchführen werden. Der amerikanische Senat hat beschlossen, die Auslandshilfe der Vereinigten Staaten erheblich zu reduzieren. — Nasser verhandelte mit dem neyen Präsidenten des Irak, dem Obersten Abdul Salem Aref, über die Wiederaufnahme der Besprechungen zur Schaffung der 2. VAR. Aref, der nicht der Baath Partei angehört, soll geneigt sein, auf die Vorschläge Nassers eidzugehen. — In Algier soll ein Volksentscheid dem jetzigen Ministerpräsidenten Ben Bella endgültig zur Macht verhelfen. Ben Bella, ein Bewunderer NaSsers, hat das Versprechen Schlichter General Odd Bull abgelegt, aus Algier einen sozialistischen Staat zu machen. — Ein Misstrauensvotum gegen Jawaharlal Nehru wurde mit erdrückender Mehrheit (346:61 bei 24 Stimmenthaltungen) abgelehnt. Es war überhaupt der erste solche Antrag dieser Art. der seit dm Unabhängigkeit Inzen trationen noch verbotene Waffen. GUENSTIGE PROGNOSEN UN. — Die Aussichten auf eine Verurteilung Syriens durch den Sicherheitsrat werden nach Prüfung des. Berichtes, den der UNunterbreitet hat, optimistisch beurteilt. Die Sitzung, in der dieser Bericht zur Diskussion gelangen soll, wurde von Dienstag auf Mittwoch verschoben. Bulls diens eingebracht worden istn nachdem Nehru vor 16 Jah- KOMMENTAR AUS URUGUAY Montevideo. Feststellungen schein :u die israelischen Klagen zu be stätigen und der syrischen Beschwerde jedwede Berechtigung abzusprechen. Es würde zum ersten Mal seit zehn Jahren der Fall eintreten, dass ein arabischer Staat vom Sicherheitsrat verwarnt wird. Die israelischen Diplomaten entwickelten eine fieberhafte Tätigkeit und konferierten mit den Vertretern aller Mitgliedstaaten de6 Sicherheitsrates ausser mit Die montey^ dem marokkanischen Dele ren die Ministerpräsidentschaft seines Landes übernommen hatte. — Die Spannungen zwischen Moskau und Peking nehmen weiter zu. In einer Erklärung beschuldigte der Kreml die rotchinesische Regierung, Geheimnisse über die gemeinsame Verteidigung verraten zu haben. — In einer seiner vielen Reden griff Nikita Krutschew unvermittelt und überraschend den Westen an, den er warnte. Im Fall eines Angriffs des Westens gegen irgendeine kommunistische Position werde Russland Zurückschlagen. — Die blutigen Kämpfe im Irak konnten noch immer nicht beendet werden, weil die Kurden einen bisher erfolgreichen Widerstand leisteten und die ihnen angebotenen Friedensbedingungen ablehnten. — Der jugoslawische Diktator Tito wird in nächster Zeit vier lateinamerikanische Länder besuchen. — Erstmalig in der Geschichte der Universität Oxford- BESICHTIGUNG DES TATORTS Tel Aviv. — Press Vertreter besuchten die Gegend, . . . ,. „ „ , wo in der vergangenen Wo- J rats dlssem .. *al1*. dfu , , _ f. ,i. »DtJpfnn cbin wiir/fb nig Anche zwei Israelis meuchlings syrische Gegenklage beia dein müsse, „aber nicht in tikel: yrrotzTT^&v einem Sumpf der Un-ent- ■ airTleSfsyrisch-israelisein durfte. Möglicherweise qchlosspnhpit und hainer 1 sehen Grenze bewahrt die! wird eich die Sowjetunion Massnahmen stecken bleiben Bevölkerung von Tel Aviv V^er Stimme enthalten Die eine bewundernswerte Ruhe; I ln den UN herrschende Mei- Eine aus Tel Aviv eingetroffene Nachricht besagt, dass tausende Zuschauer einer Ballett - Vorstellung beiwohnten. bei der die berühmten Tänzerinnen Margot Fonteyn und R. Nueredarf“. Es wird betont, dass Grenz- , Verletzungen, die nicht be- ' rstraft werden. Repressalien ' hervorrufen und die Stel- 1 lungnahme des Sicherheitsernioidet wurden. Beinahe j geschah ein Unglück, als ein israelischer Lastwagen in i der \ähe der Stelle, an der die Journalisten mit ihren . militärischen Begleitern Halt gemacht hatten, auf eine , Landmine auffuhr Die Offizi?re erklärten gerade, wie , die syrischen Infiltranten einen Pfad benutzt hatten, als sich auf dienern Weg ein ' mit Dung beladenes Lastauto näherte. Die Pressever I angetan sein würde, die Au torität der Vereinten Nation;n zu stärken und „Israel die Notwendigkeit zu ersparen, Strafexpecfttiönen zu erwägen und verschiedene arabische Generäle zft hindern, mit ihren Säbeln zu rasseln“. -j „Nur so ist ets möglich“,*-Äei'sst es, „die Ruhe und Gerechtigkeit in einer Zone herzustellen,*, »1 der leider die.?2 beidenÄnige recht selten zu ifnden sind.“ nung ist günstig für Israel gttd kalt gegenüber Syrien, ■jäoch jede Voraussage ist fmüssig. solange dieJJSA ihre Position nicht. .-¿efiniert haben. Die Frage stejlt sich, ob die AmerikandF bereit Auf dem Internationalen Frauenkongress in Moskau, an dem 4.000 Delegierte teilnahmen, die aus 115 verschiedenen Ländern waren, erschien auch eine Abordnung israelischer Frauen. — Skorzeny zog Klage zurück Flüchtlinge aus Algerien yew auftraten. Dieses kleine;?ind, eine antioyrische Reso- Ereignis ist ein Symbol für j lution zu befürwort und die einzigartige Rolle des ein sowjetisches Veto zu ris- Staates Israel im Nahen ' Vieren, und ob sie den Be- Ost^n. der eine Insel der Rur*"ht Bulls als ausreichende he üjtd des konstruktiven Gsiffes in einem Meer entfer.seiter Zwietracht und bösen Hasses darstellt.“ DIE UN-BEOBACHTER treter traten beiseite, um POLITISCHE AKTIVITAET den Wagen vorbeizulassen.! Da hielt dieser brüsk an, : schwankte heftig hin und Jerusalem. — Ministerprä sident Levi Eshkol der her. ohne jedoch umzukipgleichzeitig Israels Verteidipen. Niemand wurde verletzt. j Eine an Ort und Stelle an- - gestellte Untersuchung er-1 gab. dar:s die Mlee so gelegt war. dass sie explodieren I sollte wenn der vor* den dt ei gungsminister ist, besprach mit dem Vize-Generalstabscbef Brigadier Jizchak Rabin die Lage an der syri sehen Grenze sowie den Zwischenfall mit Transjordanien, bei dem ein israeli- Israeiis bemannte Traktor j scher Soldat den Tod fand. ENGLISCHE UND DEUTSCHE NAZIS I Jerusalem. — Die gemiischte transjordanisch-isj raelische Waffenstillstandsj kommission hatte für Diens- | . tag eine dringliche Sitzung . 1 auberaumfc, nachdem Israel sowi| aucn Transjordanien we$<en des Zwischenfalles1 vom Somitagmorgen Be- ,; schwerde erhoben hatten. I ’ Beide Teile tjehaupieten, der : andere hätte die Bestimj ■ mungen des Waffenstillstandes vom Jahre 1948 verletzt, j und beide fordert , n eine Not-; Sitzung. Die Kommission be-, gann ihre Beratungen am ' Sonntagabend. In der zwei- | stündigen Sitzung kamen! hauptsächlich Routinefragen ‘ . zur Sprache, worauf eine i | | Vertagung beschlossen wur j! - de, um den UN-Beobaehiern i zu gestatten, den Fall zu un- : ■ fersuchen und einen Bericht . I auszuarbeiten. Rechtfertigung ansehap. Die Kommentare von'Rresse und Oeffentlichkeif berechtigen zu der Annahme, dass Israel mit seiner- Klage durchdringen wird. Wie mau weiss, wünscht der gegenwärtige Präsident des Sicherheitsrates Sievert Niel sen, die Debatte am Freitag oder spätestens Sonnabend zum Abschluss bringen. Paris. — Der ehemalige SS-Führer Otto Skorzeny hat überraschend eine Verleumdungsklage zurückgezogen,.die er gegen die französische Wochenzeitschrift „Aux Ecoutes“ angestrengt hatte. Als die Verhandlung Paris. — Die Lage der jüdischen Flüchtlinge aue Algerien wird immer düsterer. Die durch die französische Regierung bewilligte Unterstützung sollte nur für ein Jahr ausbezahlt werden. _ , Jetzt beginnt der Herbst mit vor einer pariser Strafkamj vjeien Ausgaben für mer beginnen sollte, teilte Kleidung und Wohnung, ohder Gerichtspräsident mit. dasseAussichten auf Ver- -1 „ r> <- Ja« AnnralT VhAPTPItVC 1 - _ . ERKLAERUNG DER USA dass der Anwalt Skorzenys schriftlich auf Weiterveriolj gung des Falles verzichtet I habe. Eine Begründung . wbrde vom Gericht nicht be- ■ kanntgegeben. Skorzeny, der aus Oester- „ i reich stammt, wurde vor al lern durch seine Entführung Mussolinis 1943 bekannt, i Nach dem Krieg hielt er sich hauptsächlich in Spanien auf. (AWZ) dienst vorhanden sind. Die Flüchtlinge sind an 300 Orten in Frankreich untergebracht. Eine Registratur besteht nicht, und viele dieser Familien haben jeden jüdischen Kontakt verloren. Sie glauben, dass sie vom Judentum Frankreichs aufgegeben worden sind. London. — Die englische Nazibewegung hat tausends antisemitische Broschüren drucken lassen und sie den Neonazis in Westdeutschland zugesandt, wie Martin WeLster, ein Sprecher der englischen Nazis mitteilte. Webster enthüllte dies, als bekannt wurde, dass von der Nazibewegung in England unterzeichj j nete antisemitische Plakate auf den Fenstern und , : MINUTIOESE Wänden des jüdischen Gemeindehauses im englischen i: UNTERSUCHUNG Sektor Westberlins aufgeklcbt erschienen. - ' -i JVebstor berichtete, zuerst hätten die englischen^? Nazis an deutsche Firmen Broschüren und spätes j Flugblätter zur „öffentlichen Verbreitung“ geschickt, j Er gab zu, dass im Sitz seiner Bewegung viele dcut- | sehe Proteste gegen di:ee Sendungen eingelaufen_seien und eine westdeutsche offizielle Agentur „energisch Scotland Yard ersuchte, diese Sendungen aufzuhalten“. Aber, so fügte er hinzu, die westdeutschen Behörden wüssten nicht, dass e<7 in Enghnd kein Verbrechen ist. ein National ozialist zu sein und Scotland Yard keine Handhabe besitzt, um Postsendungen zu unterbinden. (ITA) j ■ Jerusalem. — Die UN-Be- •-obachter beendeten ihre In- | spektion der entmilitarisierten Zone im israelischen j Grenzgebiet. In Begleitung eines israelischen Verbindungsoffiziers besichtigten I sie Gärten Felder, Gemeindezentren und selbst längst | verlassene Verteidigung*',-! anlagen. Sie untersuchten j sogar Ställe, Garagen und ' Vorratsschuppen, doch sie New York. — Der ständige Delegierte der USA vor den UN, Botschaft«, Adlai I . dem objektiven Betrachter j Stevenson erklärte, die Ver- J utten ein klaresBUd emigten Sa Men von Amen- , 2arüber gewinnen, wer, ka unterstützen Israels Klad„,r Angreifer war. Er setz-i ge gegen Syrien, dass Sy- ■ rien für den Tod von zwei israelischen * Bauern verantwortlich sei. Die USA verlangten vom Sicherheitsrat, dass er in der energischsten Form diesen An griffsakt verurteilt und Syrien für schuldig erklärt. Stevenson fügte noch hinzu, die USA bedauern zutiefst den Tod der beiden Israelis an der syrisenen Grenze, ebenso wie sie Syrien für den Raub vort drei israelischen Bürgern?? ein schliesslich zwei Mädchen, für verantwortlichen haken. te hinzu, dass die Untersuchung für flie Behauptung der..Sy rer. ihre Stellungen seien von' ¿ünfyehn isrueli sehen Panzerwagen angegrifff!« ¡worden, keinen Beweis erbracht habe. Er forderte den Sicherheitsrat auf; sieh seiner Verantwortung bewusst zu er weisen und energisch und klug zu handeln. Gleichzeitig wandte er sich an Israel und Syrien, die er ersuchte, die Vorschläge der UN-Behürde für die Kontrolle der Waffenstillstände zu akzeptieren. ' Bei Redaktionsschluss la- Stevenson gab diese Er-: _ klärung ab, nachdem eryon; gell weitere Meldungen nicht U Thant, dem GeneralSikre-, vor RIan rechnet damit, tür der UN, davon in Kenntt dass die El,tscheidung des nie gesetzt worden war, dass der Befehl der Feuereinstei lung befolgt wurde. Er betonte ferner, dass die von den UN - Beobachtern gemachten Feststellungen cs Sicherheitsrates am heutigen Freitag fallen wird. 1 Zypern ist neutral Nicosia. — Der Generaldirektor des zyprischen Aussenministeriums, Costas Assiotis, bezeichnete die Politik «eines Landes als „absolut neutral“ im Hinblick auf seine Beziehungen zu Israel und den Araberstaaten. Assiotis, der vor den Teilnehmern an einem von der Carnegie Stiftung organisierten diplomatischen Seminar sprach, beechrieb die Beziehungen seines Landes mit Israel und den arabischen Nationen als ,ein heikles Problem“. „Zypern“, führte er aus, „reicht seine Hand beiden Teilen und bietet ihnen die gleichen Möglichkeiten für dift. Anknüpfung kultureller, wirtschaftlicher und anderer Beziehungen mit dem zyprisch.n Volk.’’ — Registro de la Propiedad Intelectual No. 735 104 Impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 831