Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2018 (28.6.1963)
- Date
- 1963-06-28
- Page
- [Seite 11] (sequence 11)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 28 de Junio de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año VXIV. — No. 2018 — 11 Gemeinden und Vereine (Fortsetzung der Vereinsnaehrichten von Seite 10) Die Einheitskampagne teilt mit: Erneut wenden wir uns än alle, die selbstverständlich und seit Jahren Beisteuerer zur Einheitskampagne sind, uns zumindest ihre Zeichnungen in den nächsten Tagen zugehen zu lassen. Wir machen darauf auf merksam, dass durch eine baldige Zeichnung unnötige Unkosten für Uebersendung von Prpoganda, Mahnschrei ben und Besuchen vermieden werden. In den letzten Tagen haben verschiedene unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter Besuche bei denen gemacht, deren Beisteuerungen von unserem Comité ale ungenügend angesehen worden sind, und wir können fest stellen, dass fast alle Besuchten unserer Aufforderung nachgekommen sind. ARAOZ 2854 T. E. 71-9059 — 72-2725 KINDERGRUPPE Der verschobene Besuch des Museums findet nunmehr am Sonnabend statt, wenn er das Wetter erlaubt. Alle Kinder mögen um 14.30 Uhr im Heim sein. FINALE DES TENNISTURNIERS Unser Tennisturnier war ein höchst erfreuliches sportliches Ereignis, an dem nicht nur die 24 Spieler teil, nahmen, sondern viele Zuschauer, die sich über die schönen Spiele freuten. An diesem Sonntag findet das Finale statt, und wir sind sicher. dass sich eine grosse , hinchada“ dieses spannen de Spiel nicht entgehen lassen wird: Dr. Schwär cz- Blau gegen Hammerschlag Hammerschlag. Falls letzte re gewinnen muss das Spiel eine Stunde später wegen Punktgleichheit wiederholt werden. Das Spiel findet um 12 Uhr statt, und wir erwar. ten grossen Besuch in Banfield. DIE AUSSENGRUPPE MATADEROS teilt mit, daes Anfang August Lilianette bei ihr auf treten wird und dass sie Einzeihe .ten rechtzeitig bekannt geben wird. BALL DER ACIBA Der grosse Ball am 24. August rückt näher. Wir möchten ausdrücklich erklären. dass es sich um keinen Ball der Jugend, sondern der jungen Mene che n zwischen etwa 25 und 95 Jahren handelt, da die Jugend ihre eigenen Ball« veranstaltet. Ueber Kapelle. Buffet; Tom. bola und alle anderen Dinge berichten wir Ihnen laufend und bitten Sie nur, sich diesen Abend für uns freund liehst zu reservieren. Erhoehung der Altersrenten Jerusalem. — Des Sozialministenum hat mit Wirkung vom 1. Mai die Altersrente erhöht und zwar für Ehepaare auf 61, für Alleinstehende auf 41 IL monat lieh. . \SIUlf ¿cP rQi Art AMENABAR 2972 — Capital Meisterschaft der L I. F. Ä. Die Spiele am letzten Sonn, tag hatten wieder ein zahlreiches Publikum angezo gen, vielleicht weil auf beiden Sportplätzen auch Kadetten - Mannschaften ein „Zwischenspiel“ zur Freude aller Zuschauer lieferten. Maccabi — Aciba 3:1 Rehut A — Igud 2:2 Bet Am — NCI, B 4:3 SIJA — D. Wolffsohn 3:2 Kadetten: CIB —NCI 0:0 Aciba — Lamrot Hakol 5:1 Nach Beendigung der Klassifizierungs-Runden ist der Tabeilenstand nunmehr wie folgt: Zone 1 Punkte Tore 1. Maccabi 2. Hakoah 3. Igud 4. Rehut A 5. Bar Kochba 6. CIB 7. Aciba 11:1 11:3 9:5 8:6 6:8 5:9 2:12 17 4 20:13 24:8 19:19 15:14 10:14 11:24 8. Bet Israel A 2:10 4:24 Zone 2 Punkte Tore 1. D. Wolffsohn 2. SIJA 3. NCI, A 4. Bet Israel A 5. Bet Am 6. NCI, B 7. Rehut B 8. NCI, V. Ball. 12:2 12:2 12:2 8:6 6:8 4:10 2:12 0:14 42:5 35:5 34:10 15:13 10:12 15:20 9:33 3:50 Das Turnier wird jetzt in Gruppen fortgesetzt und zwar sind die ersten 4 jeder Zone in der Gruppe A und die restlicher 4 in Gruppe B vereint. Bei diesen Endspielen ist mi„ interessanten Wettkämpfen zu rechnen und die Tagesform der einzelnen Mannschaften dürfte den Ausschlag geben, wer LIFA Meister 1963 wird. Bei Beendigung der Meister schaft steigen die beiden letzten der Gruppe A in die Gruppe B a, von der die beiden ersten wiederum zur hö. heren Gruppe A aufsteigen. Vorschau iür Sonntag, den 30. Juni: (1. Runde) Sportplatz: Defensores de Belgrano: 12.30 Uhr: Bet Israel B — NCI, V. Ballester 14 Uhr: Bet Israel A—Sija 15.30 Uhr: D. Wolffsohn — Rehut Sportplatz: Excurskmists 12.30 Uhr: CIB — NCI, B 14 Uhr: B. Kocha—Aciba 15.30 Uhr: Maccabi—Hakoah Wir erwarten viele Sportfreunde zu diesen Spielen. COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 Die Bedeutung der KKL- Arbeit Einmal anders als sonst dargestellt Die Grabsteinsetzung für unsere liebe Mutter, Frau ENRIQUETA SALZER findet am Sonntag, den 30. Juni 963, um 11 Uhr in Tablada, Manz. 27, Tablón 744, statt. Familien: Fetferico, Alfredo u. Ernesto Salzer Jacobo Kleinfeld Hugo Reúnan An dieser Stelle sind häu fig lehrreiche Aufsätze über die Tätigkeit des KKL erschienen, doch nicht immer gab es die Gelegenheit, of fen auszusprechen, was dringend notwendig war. Heute soll es geschehen: SECHZIG JAHRE ZIONI¬ STISCHE GESCHICHTE Seit mehr als 60 Jahren sammelt der Keren Kajemet auf den verschiedensten Wegen (Blaue Büchse, Festbücher, Thoraspenden etc.) Gelder, die er für seine mannigfachen Aufgaben be nötigt. In früheren Zeiten war es vor allem der Ankauf von Boden und dessen Weitergabe an Pächter für eine begrenzte Zeit, also die Ue berführung in den Volks be. sitz, welche den KKL 60 unendlich wichtig machte. So entstanden die ersten Gemeinschafts - Siedlungen in Erez Israel, die Kwuzot und Kibbuzim. Ais im Jahre 1947 die Grenzen des jüdischen Staates durch die Entscheidung der „United Nations“ festgere'M wurden, war diejenige -Jodenfläche bestimmend, die sich bereits in jüdischem Besitz befand und im wesentlichen durch den KKL erworben worden war. Hätten zu den Zeiten von Theodor Herzl und Chaim Weizmann vor allem die wohlhabenden Juden in allen Ländern, als die jüdische Führung an sie dringend appellierte, Einsicht und finanzielle Mittel genug aufgebracht, wäre weit mehr Boden erworben, in jüdischen Besitz gelangt, und man hätte somit dem Staat Israel mehr Territorium und günstigere, leichter zu verteidigende Grenzen geben können. Verpasste Gelegenheiten mit tragischen Konsequenzen. ISRAEL UND DER KKL — HEUTE Die Staatsgründung legte dem KKL neue, andersgear tete Aufgaben auf: Hunderttausende strömten ins Land, denen man Boden übergeben musste, von dem zuvor jahrtausendealter Sand und Steine zu entfernen waren; es bedurfte erst einer Ur barmachung, Vorbereitung. Und dennoch, trotz der Wül ste, trotz der Unmengen vcu Steinen sind Millionen von Bäumen gepflanzt worden, die Gesicht und Klima des Landes veränderten. Aus einer Einöde, nachts von Schakalen heimgesucht, entstand ein Land mit eleganten Hotels mit Schiffs- und Flugii nien, Untergrundbahn, modernen Strassen, einer Handelsflotte etc., kurz, mit all dem, was Touristen aus der ganzen Welt zur Bewunde rung Innreisst. Doch noch gibt es viel Wüste, die zurückerobert werden muss; hier entsteht dem KKL eine seine,- dringlichsten Aufgaben. NEUE MENSCHEN AUF KKL-BODEN Heute kommen Menschen aus unserem engeren Kreise nach Israel, und ein Teil von ihnen wird in Siedlungen auf KKL-Boden untergebraeht. Sie berichten dass sie begeistert aufgenommen worden seien und sich wie zu Hause fühlten: Dies war nur möglich durch die grossartigen Anstrengungen der „Camnafia Unida pro Isra el“ (Keren Hajessod) und des Keren Kajemeth LejIsrael, des „Jüdischen Nationalfonds“. Und von hier muss ein neuer, mächtiger Ansporn für unsere Arbeit ausgehen. GLEICHGUELTIGKEIT ODER OPFERBEREIT¬ SCHAFT? Der KKL wird und muss der Fonds des ganzen Volkes bleiben; als solcher erhebt er keinen festen regelmässigen Beitrag, muss aber diejenigen Gelder erhalten. die es ihm ermöglichen seinen neuen Ver pflichtungen nachzukommen, nämlich den Boden für die Neuankommenden vorzubereiten, zu entsumpfen, zu entsteinen, zu bepflanzen, bewohnbar zu machen. Hierzu bildet z. B. die Blaue Büchse eine bedeutende Ein nahmequelle. Nun erleben wir häufig einen kläglichen- Inhalt, wenn wir diese Büchsen öffnen und schämen uns vor uns selbst. Statt die „be. sten Büchsen“ zu publizieren sollten wir die Namen derjenigen veröffentlichen, die für heute geradezu lä cherlithe Beträge hineintun. Aehnlich ergeht es uns mit dem „Festbuch“. Die weniger Begüterten geben meist, was sie irgend können, und Menschen, die pompöse Festessen veranstalten, einen oftmals aufsehenen-egenden Luxus hierbei entfalten, wol len wie sie sagen, „ihre Gäste nicht belästigen“ und senden eine sogenannte „Ablösung“, die in einem grotesken Missverhältnis zu dem ungeheuren Aufwand steht, mit dem sie die Feier umgaben. Dürfen wir zu solcher Beleidigung einer jüdisch-nationalen Institution schweigen, oder sollten wir laut protestieren und die Annah me von derartigen „Beiträgen“ verweigern? UNSERE ,,SACH- VERSTAENDIGEN“ Wir haben unter uns „Ex perten von Israel“, die so argumentieren: „Weshalb Israel noch unterstützen? Die Industrie hat sich entwickelt der Export zugenommen und kann schon mit dem grösserer Länder vergüchen werden.“ Ihnen sagen wir: , Ihr habt recht, aber, was ihr feststellt, ist das Ergebnis der Arbeit einer Regiering, die mit Um sicht und Klugheit vorgeht, das Resultat des hartnäckigen Kampfes der Israelis gegen Steine, Sumpf und Wüste. Diesen beiden Faktoren verdankt Israel die Umwandlung in fruchtbares Land und blühende Gärten. Denken aber unsere .Sachverständigen“ auch daran, wie hoch heute das Budget einer modernen Armee ist, die sehr lange Grenzen verteidigen muss? Kennen diese „Experten“ die Unsummen (in Dollar), welche die Alija aus Ländern, die Ju den mittellos verlassen müssen, kostet und die Einordnung im Lande selbst nach Ueberwindung von Trans Portschwierigkeiten? Dürfen wir fordern, dass die finanzielle Last der Wanderung aus vielen Ländern (auch aus Lateinamerika) ausschliesslich von den israelischen Bürgern getragen wird, die an sich schon enorm hohe Steuern zu zahlen haben? Nein, das Glück aller Ju den, die Entstehung Israels erlebt zu haben, muss sie ausnahmslos dazu veranlassen, ein Opfer zu bringen, das sich verzinst, denn Kinder und Enkel werden die Früchte dieser Mühen ernten. UNSER APPELL AN ALLE Unser KKL-Comite hatte seinerzeit als erstes die gemeinsame Arbeit über den Rahmen der einzelnen Organisation hinaus verlangt und auch bis zu einem gewissen Grade erreicht. Sie, die Herren Rabbiner, Lehrer, Präsidenten von Gemeinden und Organisationen, deren Arbeit wir fcochschätzen, können ein leuchtendes Beipiel da- Enflassung gerechtfertigt Augsburg. — Der 55 Jah re alte Vorsitzende des Orts Vereins der Christlich-Sozia len Union in Augsburg-Ober hausen, der Angestellte Ot to Rösch, ist von seiner Arbeitgeberin, der Lanöesver Sicherungsanstalt Schwaben, Anfang dieses Jahres fristlos entlassen worden, weil er Kollegen gegenüber die nationalsozialistischen Massnahmen gegen die Juden ge billigt hatte Sein Einspruch gegen die Entlassung wurde kürzlich vom Augsburger Arbeitsgericht abgewiesen. In der Begründung des Urteils hiess es, dass sieh ein Angestellter im öffentlichen Dienst so zu verhalten habe, wie es die freiheitli che demokratische Orcuung nach dem Grundgesetz von ihm verlange. Rösch hatte zu einem Kollegen gesagt, er verurteile zwar mapches, was Hitler getan habe, aber mit dei Vergasung und Vernichtung der Juden habe er recht ge habt. (AWZ) für sein, dass man neben der Treue zu den engeren Aufgaben sehr wohl Ver ständnis und Mitarbeit für die grossen Gesamtziele des jüdischen Volkes aufbringen, dass man der so wertvollen und in die Zukunft weisenden KKL-Arbeit nüt zen kann. Wir erhoffen von ihnen Anregungen und Hin. weise, die wir mit Ernst aufnehmen werden, weil wir wissen, dass sie im Grunde bei jeder ihrer jüdischen Aktivitäten das Wohl der Ge samtheit und die glückliche Zukunft des jüdischen Volkes und seines Landes zum Ziel haben. Das von ihnen gebildete KKL-Comitö, des sen Geschäfte wir ausfüh ren, das sind sie selbst, die Vorstände der Organisationen, die uns ihr Vertrauen schenkten, damit wir mit ihrer Unterstützung gute jüdi sehe Arbeit leisten. KEHILLA PASTEUR 633 T. E. 47 - 9096-99 MONTAG, DEN 1. JULI, UM 21 UHR 15 spricht im TEATRO BUENOS AIRES, CORRIENTES 1755 der bekannte newyorker Pädagoge und Erzieher, Gast der Kehilla und des Vaad Hacbinuch, Professor JUDEL MARK über das Thema „Der Dichter Leiwik und sein Werk“ Die Einheitskampagne TST KEINE KAMPAGNE NEBEN ANDEREN, SONDERN EINE IN DER GANZEN FREIEN WELT DURCHGEFUEHRTE FINANZIELLE MOBILISIERUNG1 FUER Einwanderung u. Einordnung DER NACH ISRAEL GELANGENDEN. Zeichnet sofort! COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL Sarmiento 2376, 3er. p. — T. E. 47-3829 (Bürostunden von 11 bis 19 Uhr 30)