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Jüdische Wochenschau · 1963-06-21 · 2017 (21.6.1963) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2017 (21.6.1963)
Date
1963-06-21
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 21 de Jnnio de 1963 JÜDISCHE WOCHENSCHAU AS« XXIV. — No. 2617 Musik in Buenos Aires „LA BOHEME“ IM COLON Fast alle verlstischen Reisser von Giacomo Puccini sind musikalisches Opium für die breite Masce; und speziell das von Luigi Uliea und Giuseppe Giacosa nach dem Henry Murgerschen Ro man „Scenes de la vie de Boheme“ bearbeiteten Libretto „La Boheme“ ist durch die Puccinischc Zukkerwasser - Komposition zu einer der in aller Welt meistgespielten Opern geworden. Banalste Werbung um die Gunst der „Bestie Publikum“ und gemeinverbindlich für die Aktion der Tränendrüsen der Lieschen Müller-Typen in den fünf Kontinenten. In der Rolle des Rodolfo machte der italienische Tenor Eugenio Fernandi sein argentinisches Debüt; er verfügt über eine umfangreiche. reine und überzeugende Stimme, spielt jedoch allzu konventionell. Raina Kabaxvanska sang eine rührend anzuschauende Mimi, sehr musikalisch und — mit Ausname der viel zu laut intonierten Sterbeszene — ausgezeichnet timbriert. Die Musette von Lia Montoya war eine hausbackene Biirgerstochter, die gerade dem Konservatorium entwichen ist. j BESTES THEATER, TIEF MENSCHLICH GEFUEHLT Das Deutsche Theater | brachte in einer sehenswerj ten Aufführung Somerset Maughams berühmte „Heili- I ge Flamme“, die mit fein i stem dichterischen Einfüh- ) lungsvermögen aus der Töj tung eines unheilbar Kran- ' ken und Gelähmten statt eintß Kriminalstückes ein ergreifendes fein gezeichnetes Seelendrama gestaltet. Die Handlung sei als bekannt vorausgesetzt. Die Aufführung verdient eine eingehende Besprechung. Hecy Crilla - Schlichter führt Regie und sorgt, dass jeder menschliche Zug aufgedeckt wird. Sie zeichnet das gehobene englische Ge- | eellschaftsmilieu mit gej dämpften Tönen. Nicht ein I mal rrn Schmerz wird ein i lautes Wort vernehmbar, auj sser den Anklagen der Kian- | kenschwestei. die den Mord nachweist, und deren Worte gleicn Hammerschlägen erschüttern. Die Schlichter, zu solch grossartiger Leistung muss man ,die Schlichter" sagen, spielt, nein, erlebt die lie bende Mutter, die sich zum grössten Opfer aufrafft, dem heissgeliebten Sohne zum ewigen Schlafe zu verhelfen, damit er vor einer Enttäuschung bewahrt bleibe, die sein Herz brechen würde. Wie oie mit tiefstem Verständnis für ihre Mitmenschen alle Schwächen versteht und verzeiht und so ist Eine überragende Leistung j gar mütterlich bejaht, war der Maicello von Angel Kammerspiel allerbester Mattiello, gross angelegt ge- Schule und konnte bei Rein- ' spielt und eberao gross j hardt kaum ergreifender ge-! durchdacht gesungen. Car.; boten werden. Wie sie Inder; los Feiler gab eine Kabij berühmten Schluss - Szene | nettsleistung in der Rolle ' mit stossweioe aus ihrem , des Wirts Benoit. und Gianj Inneren geformten leisen Piero Mastromei (Schauj Worten und manchmal nie nard) ebenso wie Jorge Al.! dergsschlagenen. mitunter gorta, der in der Mantelarie j weit aufgerisse’nen hellen grosse Momente hatte, in je j grossen Augen ihre Opfertat der Hinsicht überzeugend. gesteht, wie sie alle Schuld Die Regie von Enrique Siauf sich nimmt und alle an. vieri war logisch bedingt deren entlastet, ißt melster- und zeigte mancherlei neue haft gestalteter und gefiihl- Einfälle, von denen lediglich ter Ausdruck innigster und der den imaginären Ballsaal ergreifendster Mutterliebe, euggerieren sollende Zwij Unvergesslich! schenvorhang im letzten Ak» Neben dieser Meisterleizu beanstanden ist. Für I stung müssen alle anderen Bühnenbilder und Kostüme : zurücktreten, selbßt so her. j zeichnete der bekannte Ma- | vorragende Gestaltungen! ler Raul Soidi verantwortj wie die von Cissie Henckell I lieh der einen lebensfreu- und Frank Nelson. Die j digen Montmartre - Zauber Henckell als Krankenschwej entstehen liess. Colön-Chor! ster war wieder in ihrem ei- I (Tullic Boni) und Kindergentlichen Rollenfach. Auf chor (Valdo Sciamarella), I ihrem breit geformten Ant- I sangen vorbildlich und füg I litz mit den reinen Zügen | ten sich dem Taktstock von j spiegelten sich alle Gefühle j Juan Emilio Martini, der! sprechend klar wieder: Eiam selben Pult mit der sei- 1 fersucht, Liebe. Hass, Verben Fartitui vor mehr als I stehen und Verzichten. Eine zwanzig Jahren seine Kar-; eindrucksvolle Gestalt. Tiere als Opemdirigent be i Frank Nelson als Gelähm-! gann und eine Garantie für; ter im Rollstuhl mit totenausgiebig studierte und le- I bleich geschminkter hoher I bendig gebotene Wiederga- Stirn und Schläfen drückte j be mit feinster Nuancierung j mit seiner nie zu voller und grosser Werktreue dar- ■ Lautstärke erhobenen Stirni stellt. Das Colön-Orchester ■ me alle Gefühle eines Kran- ' hielt sich recht ordentlich. | ken aus. Seine grenzenlose i Und ebenso ordentlich wurj Liebe und Zuneigung, den! de auch geklatscht; oft nach | Verzicht und die Resignaj erfolgter Claquen Provoka- , tion, verbunden mit maka- | tion. j brem Humor, mit dem er j Curt B. M. Weissstein '< seine Lieben aufheitern will.! Theater IN BUENOS AIRES „TEATRO CORRIENTES 1639 ASTRAL" — T. E. 46-1316 SOMERSET MAUGHAM „DIE HEILIGE FLAMME“ Drama in 3 Akten REGIE: Hedi Crilla-Schlichter MITWIRKENDE: Cissy Adams Renate Garden — Cissie Henckell — Hedi Crilla-Schlichter, Karl Ewald — Frank Nelson — Frank Roesse — Max Wächter. WIEDERHOLUNGSVORSTELLUNEN: HEUTE, Freitag, den 21. Juni, um 19 Uhr; Samstag, 22. Juni, 17 Uhr; Sonntag, 23. Juni, 15 Uhr. Die Theaterkasse ist werktäglich von 10—12 und 15 bis 19 Uhr sonnabends von 10—12 geöffnet Vorverkauf für Nordstrecke; CUCARE, ^v. Libertador Gral. San Martin 15.335, Acassuso, T. E. 743 <663. Karl Ewald alcpensionierter Offizier des Indiendienstes wirkt eindringlich und lebenswahr wie die Verkörperung einer Novelle von Kipling. Max Wächter spielte den verständnisvollen Hausartz, seine hingehauchte Sentenz zum Tods atmete wahre Menschlichkeit. Renate Garden als liebende Gattin, die des Mordes an ihrem phyisisch gehemmten Manne beschuldigt wird, machte ihren Fehltritt glaubhaft und verzeichlich. Frank Roesse, ein Laienspieler, der wohl zum ersten Male auf einer erraten Bühne stand sieht sehr gut aus, was man von seinem zwar diskreten, aber hölzernen Spiel nicht behaupten kann. Solche Erlebnisse wie die der Schlichter im 3. Akt ma chen die Bühne, trotz Tonfilm und Fernsehen, unvergänglich. Solch Theater hat ewiges Leben! Das tief ergriffene Publikum verstand es to und brachte der Schlichter eine wahre Ovation. Dt. Karl Kost Literarische Notizen Rubinsiein-Konzei t Arthur Rubinstein, der vor 74 Jahren in Warschau geborene, seit seinem Debüt in Berlin im Jahre 1902 international anerkannte, ja gefeierte Pianist, gab im holländischen Nimwegen, unweit der deutschen Grenze, ein nicht nur künstlerisch vielbeachtetes Konzert (Beethoven - Brahms - Schumann - Chopin - Liszt) für — ausschliesslich deutsche Hörer. Als ihm vor genau 30 Jahren jegliches Auftreten in Deutschland unmöglich gemacht wurde, hatte er den gelübdeartigen Entschluss gefasst, deutschen Boden nicht mehr zu betreten. Jetzt aber war Rubinsteins Konzertagent auf den Ausweggedanken gekommen, die zahlreichen deutschen Musikfreunde des grossen Pianisten in die holländische Grenzstadt zu •bringen — selbst auf die Gefahr hin, holländische Rubinstein-Anhänger zurückzusetzen. Das Konzert wurde zu einem gewaltigen Erfolg. Rubinstein stellte sein Honorar dem Internationalen Roten Kreuz zur Verfügung. E. G. L. Konzerl in Chikago Das Chicago Conservatory veranstaltete einen Komponistenabend mit Werken Roman Ryterbands. Zur Auf führung gelangten neben einer Tryptique Contemporaine für Violoncello und Piano (1944) und einer Sonata in d Moll für Piano (1951) sowie Liedern nach Saul | Tseherniehowsky und Na- : than Mendeisshn auch drei | Hebräische Balladen für l Violine und Klavier (1946) j und eine Rhapsodie Helvetica für Posaune und Klavier | (1948). Roman Rytherband interpretierte selbst die Klavierwerke und begleitete die übrigen Solisten am Klaver. HEBRAEISCHER UNTERRICHT n ’ *13? 7 n jen (339) in ’Tifo •’Ti otf wapiti nh’iàn .nVs>nj?n m nxxa? inn -aínas D-atzr natf ,]isK in ro-tf? ntffe idt1? rrhtfa o-iai1?! V '• V *• : t : j .a-xîn -ann Q'tfnp’n ]t,î?b -tpa T*?fe in1? nisnn Vsaa ix nar nirnn n ” : v t : t t - - 1273 j-mxa is- -ja ma-sn T;. - ... - t : - D,l?ia- ,1*7133 niisa*? snntf iVpnin1? ixt sT-iinS riin Dv inix rnafca in in sna xin »qxtf Sxife-a i*?- -b-n itz? .jam iiixa misa*? ”-33 ainsm n-^3j?a d-i #inn ia naia-iiuxi mxa nDia Vs niban -d1?# T T : T VT- * S V mann nar p .naaa ixxiiio-”-33« ni*?fe'a pp in'? -isa nipp-pa1? pp ina -ian fein 1033-1-3 *?a .n*? TT V v : *• T T .pp ina lioppx pata d¡? Dpia *721*7 n*ba pp ni-fea *73i Pia niaai -¡?a d*?di ,pp in'? niapn ,pp ina nisi ninan n-*?3 (jvn’ls? nnas nna ruerna) TEATRO COLON Sábado 22 a las 21 horas: 4a. func. Ab. sáb. net.: “La Boheme“, ópera de Pucini. Dir. de orq.: Juan Emilio Martini. Reg.: Enrique Sivieri con Kabaivanska, Montoya, Fernandi, Mastromei, Crea. Domingo 23 a las 17.30 hs. func. extrao’din.: “El Lago de loe Cisnes“. Ballet de Tschaikovsky Coreograf. de Jack Carter Dir. de orq.: Roberto Kinsky. Vest. Norman MacDowell. Lunes 24 a las 21.30 hs.: 4ta. func. del Ab. noct. 8 conc. sinfón a cargo Orq. Filarm. de Bs. As. Dir.: Theodor Fuchs. Sol. Manuel Rego. tföfe’a öPfemp pp in *72i PisP -3nn tana ora V V S T T : V '2b .nPnannan *?xifera . s; - *• t : pi pp-ina iiapT niban np-nsn i-»n niain V»' -T3 a-xsaan tfipjan oij?a .Q-1T 13-ian Dip iDPfe D-a-a -ina l?l?snn'?i ipap iana Dixinffi* ,nPia^n“2ria pp ”»n .ii’jan in bti inips opiia n-fe2x^ ifein Dpi niian pii ,ofe ipaP la'pa innfen nanPaa .opfe'n dipan xini pp in tfaai -in'? finafe' awnn í^iijin xxasn np-ns7.n Ti?n nia T j . - » T * “ T * T ,*7X1fe- -1-3 T; npi ij^an in iap la^a ina xsas iT-pafe nosan —; t : t “v vv : ■ 1T333 ia^ ,nxi^n f]nia pp -naa npiipn löx-nism --iso niapi niafenn ni3 .D-san -T-p» PPntz? min . t - - s \ v T niaaa ^nian niTp nx niPiijiP pi3T niasa nixa DER ZIONS-BERG (Rechte Spalte) Der Har-Tzion (der Zions-Berg) dient heute als geistiges Zentrum für Pilger ave Israel und der Zerstreuung. Nach der Tradition ist König David auf dem Zionsberg begraben, von wo man die Reste der Altstadt und des Tempels sehen kann, die sich in fremder Hand befinden. Vor der Staatsgründung pflegte man auf dem Zionsberg am Schawuotfest zu beten, denn an ihm ist David gestorben. Die Araber gestatteten nur vereinzelten Pereonen den Ort aufzusuchen — und das gegen (Eintritts) Geld. Im Befreiungskrieg wurde der Zionsberg erobert und ist nun die wichtigste „Heilige Stätte“ ausserhalb der Mauern der Altstadt in jüdischer Hand. Ausser dem Davids-Grab und der Synagoge daneben befindet sich auf dem Berg der „Keller der Vernichtung“, in welchem Urnen mit Asche von Märtyrern aus den Vernichtungslagern und Fetzen von durch Nazis entweihten Torarollen aufbewahrt werden. Die Kellerwände bedecken hunderte Erinnerungstafeln an die Gemeinden (Linke Spalte) der Gola, die dort Ueberlebende der Gemeinden eigenhändig anbwichten. Auf dem Gipfel des Berges befindet sich die Jesehiwa „Har Tzion“, in der zum Gedenken an die 6.000.000 von den Nazis erschlagenen Märtyrer MLschna studiert wird . Die „Har Tzion - Kommission“ beim Religionsminißterium richtete die Institution der Verbrüderung der Barmitzwa- Knabon ein. Die Eitern eines Barmitzwa in der Gola können der Verwaltung des Har Tzion schreiben, und die verknüpft den Barmitzwa der Gola mit einem Jungen aus Israel, der auch in gleicher Zeit Barmitzwa wird. Beide Knaben erhalten „Mitzwa-Zeugnise“ und Gratulationen vom Har Tzion, von dem traditionsgemäss der Segen ausgeht. — Ebenfalls iftitiierte die „Har Tzion Kommission“ den Versand von Grundsteinen an die Synagogen in der Gola. Jede neu zu errichtende Synagoge fordert vom Har Tzion einen Grundstein an. Zur Zeit der Pilgerschaft ziehen Zehntausende von Pilgern mit Lied und Gesang nach dem Zionsberg und erhalten allesamt ein Dokument und eine Blume vom Har Tzion. EL MONTE DE SION (Columna derecha) En Monte Sión, en Jerusalén, es hoy día un centro espiritual que atrae a los peregrinos israelíes y de la diáspora. De acuerdo a una vieja tradición, en él se encuentra sepultado el rey David. Desde allí es posible observar las ruinas de la Ciudad Vieja y el lugar del Templo de Salomón qu; actualmente se encuentran en manos extrañas. En la época anterior al surgimiento del Estado, se acostumbraba a visitar y rezar en el Monte durante la fiesta de Shavuot, fecha en que según la leyenda, falleciera el Rey David. Los árabes permitieron únicamente a personas aisladas, visitar el Ju. gar sagrado más importante que se encuen. tra fuera de las murallas de la Ciudad Vie_ ja, que se halla en manos del Estado de Israel y fué conquistado en la Guerra de Liberación. Aparte de la tumba del Rey David y de la Sinagoga que se encuentra junto a ella, se halla también la Caverna de la Hecatombe, donde se reunieron urnas con las sagradas cenizas de las víctimas de los campos de concentración junto con los res_ tos de los Sifrei Tora (Libros de la Ley) profanados por los nazis. Cubren los muros de la Caverna las placas de recuerdo a las comunidades (Columna izquierda) exterminadas que fueron descubiertas por aquellos que quedaron con vida. En la cima del Mente se encuentra la Ieshivá Har-Tzión, donde se estudian las Mishnot (Comentarios de la Biblia) en re. cuerdo de los seis millones, víctimas del nazismo. La Comisión pro-Har Tzión del Ministe. rio de Cultos tomó la iniciativa de la Ac ción de Acercamiento de los Benei.Mitzvá (Jóvenes en edad del Bar Mitzvá): Los pa. ares de un jóven que llega a dicha edad, informan a dicha comisión y ésta los pone en comunicación con un muchacho israeli de la misma edad. Los dos jóvenes reciben conjuntamente sus diplomas de Bar Mitzvá y mensajes de bendición del Monte, de acuerdo a una antiquísima tradición se dice que todas las bendiciones surgen de este monte. Otra iniciativa de la Comisión es la de enviar rocas del Har Tzión a las nuevas sinagogas que se construyen en todo el mundo para que sirvan de “piedra fundamental’’. En los días de ascensión, Pesaj, Sucot y Shavuot, suben miles de peregrinos al Har Tzion con cancioncc de alegría en sus labios y todos reciben una flor y diploma del lugar de donde “saldrá la luz y la Pa. labra de Dios”.

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