Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2016 (14.6.1963)
- Date
- 1963-06-14
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 14 dt Junio de 1963 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 2016 — 5 ¡fie Zeit des Schweigens RAYA JAGLOM besucht Argentinien (5. Fortsetzung) H. sw.: — Deutschland ist heute .praktisch“ ein Land ohne Juden. Vor dem Jahr 1933 lebten dort etwa 500.000 Juden, weniger als 1 Prozent der Bevölkerung des Reichsgebietes. Heute sind es ca. 30.000 Juden, die in Westdeutschland ansässig sind; der Prozentsatz zur Gesamtbevölkerung beträgt aliso 0,005 Prozent (Rechenfehler Vorbehalten). — Trotzdem also einst nur 0,9 % Juden in Deutschland lebten, bauten die Nazis ihre durch die „14 Jahre der Schmach“ mit grösster Lautstärke durchgeführte Propaganda auf die Lüge der „Verjudung“ des öffentlichen Lebens auf. Allmählich glaubten die vielen Lauen und Gleichgültigen, dass Wahrheit wäre, was von den Nazis behauptet worden ist. Jedenfalls stand das Thema „Die Juden“ Jahrzehnte lang auf der deutschen Tagesordnung. Ein völlig verzerrtes Bild vom Juden, seinem Wesen und seiner Gedankenwelt wurde wie ein einschläferndes Gift Jungen und Alten eingeträufelt, die sich nicht die Mühe gaben, die Wahrheit zu erforschen. Obwohl die Juden heute nur eine ganz verschwindende Minorität bilden, und ob wohl Antisemitismus vom offiziellen Deutschland als ein Anachronismus betrach tet wird, ist die Judenfrage ein aktuelles Thema geblieben, wenn auch in einem ganz anderen Sinne als früher. Die Judenfrage fällt wie ein tiefschwarzer Schatten auf den emsigen deutschen Alltag. Die Judenfra ge ist in Deutschland überall gegenwärtdig, sie ist spürbar und zeitnahe. Aber es ist eine Problematik, die sich nicht etwa mit den Ju den beschäftigt, die jetzt in Deutschland wohnen, sie ist keine Frage der jüdischen Gegenwart, sondern der deutschen Vergangenheit. Deswegen ist die Judenfrage im heutigen Deutschland kein jüdische«, sondern ein deutsches Problem geworden. Die meisten jüdischen Reisenden berichten aus Deutschland, dass ee kaum einen einzigen Deutschen gibt, der nicht von sich behauptet, er sei keil Nazi gewesen. Man braucht sie nicht danach zu fragen, sie selbst beginnen das Gespräch über diese, von ihnen im wahrsten Wortsinn nicht bewält'gte Vergangenheit. Die meisten versichern auch, dass sie nichts von den Greueln der Konzentrationslager und nichts von den Verbrennungsöfen gewusst haben. Seihst diejenigen, die unzweifelhaft dabei gewesen sind und alles gewusst haben müssen, bestreiten. Die Kriegsverbrecher - Prozesse bringen beinahe täglich hierfür die Beweise. Mir ist nicht bekannt, ob dies« Debatten nur mit Juden oder bei Verhören Beschuldigter oder Verdäch tigter geführt werden. Es besteht Grund zu der Annahme, das diese Auseinan dersetzungen zum üblichen Thema gehören. Hierauf deuten die vielen Theater¬ ERLEBNISSE UND ERKENNTNISSE EINER REISE stücke hin, die sich mit jü dischcr Thematik beschäfti gen. Sie alle ziehen viele Zuhörer an, ob es sich nun um „Andorra“, den „Stellvertreter“ oder den „Zehnten Mann“ handelt der seit Jan gen Monaten gezeigt wird. Die Frage nach dem Geschehen einer nahen Vergangenheit wird auch in sehr vielen deutschen Familien diskutiert. In Hamburg hatte ich Gelegenheit zu ei nem ausführlichen Gespräch mit dem früheren Hambur ger Senator und jetzigen Direktor der staatlichen Pressestelle der Freien und Han sestadt Hamburg, Herrn Erich Lueth, den ich bereits von früheren Begegnungen her kannte. Dieser aufrechte Mann, der von dem ehrlichen Wunsch nach wirklicher, ideeller Wiedergutma chung durchdrungen ist, ist als der Leiter der Bewegung „Frieden mit Ierael“ bekannt geworden. In zahlreichen Schriften hat er das deutsche Volk aufgerufen, die Schlacken der Vergangenheit abzustreifen und einen neuen Weg zu beschrei ten, den Weg zum „Frieden mit Israel“. Im Grunde genommen, ist Erich Lueth enttäuscht. Sei ne Appell« haben nicht jenen Rückhall gefunden, den er erwartete, und den man wohl auch hätte erhoffen dürfen. Noch zu viele alte Nazis sind in hohen Positio. nen. Die innere Läuterung blieb ihm ein nicht ver. wirkliches Ideal. Die rauhe Wirklichkeit sieht anders aus, wenn auch die alten Hassgeßänge verstummt sind. Vieles, was versprochen wurde, ist auch in materieller Hinsicht nicht er füllt worden. So versucht er in einer manchmal rührenden Weise, dort auszuglei chen, wo man nicht die Aktion eines einzelnen Mannes, «endern die Tat der Gesamtheit hätte erwarten müssen. An der Unterhaltung nimmt ein führender Wirtschaftler teil, der berichtet, wie diese Problematik der Vergangenheit das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern belastet. Die Jugend fragt ihre Eltern, ob es wirklich wahr ist, dass Deutsche in der Nazizeit die Verbrechen und Macsenmorde begangen haben, von denen man aus Zeitungen, in der Television oder in der Schule Kenntnis erhält. Mitunter sind es nur Blicke, vorwurfsvoll, unerbittlich, erschütternd. Warum habt Ihr, wenn Ihr schon nicht dabei wart, damals geschwiegen? Wir die Jugend, tragen hieran weder Schuld noch Verantwortung, so sa gen unsere, eo sagen meine Kinder, aber Euch wird niemand diese Schuld und Verantwortung abnehmen. — Ja, warum habt ihr alle eigentlich geschwiegen, die ihr nicht zu den Mördern gehört? Das ist die Frage der Jugend an die Erwachsenen. aber es ist auch unsere Frage. In Bonn war ich bei einer Versammlung der Jugend höherer Schulen, die anlässlich der Woche der Brüderlichkeit veranstaltet LUACH — (KALENDER) Freitag, den 14. Juni Sonnabend, den 15. Juni Parchat SCHLACH LECIIA 4 B M. XIII 1 22. Sivan 23. Sivan — XV, 41 Haftara Yehoshua 11, 1 — “¿4 Neumondsankündigung Tamus Sonntag, den 16. Juni 24. Sivan Montag, den 17. Juni 25. Sivan Dienstag, den 18. Juni 26. Sivan Mittwoch, den 19. Juni 27. Sivan Donnerstag, den 20. Juni 28. Sivan Freitag, den 21. Juni 29. Sivan ionnabend, den 22. Juni 30. Sivan Parschat KORACH 4. B. M. XVI. 1 — XVIII. 32 1. Tag Rosch chode.sch Tamus Haftara Yeshaychu LXVI, 1 — 24 worden ist. Alo Thema hatte die Jugend „Warum Kriegsverbrecher - Prozesse?“ gewählt. Pünktlich fand ich mich mit meinem jugendlichen Begleiter, ei nem Studenten der Rechte, in der Aula des Beethoven- Gymnasiums ein die Platz für mehrere hundert Personen bietet. Der Raum fiel mir wegen seiner Schlichtheit und Schönheit auf. Un willkürlich dachte ich an die finstere Aula des Köllnischen Gymnasiums zu Berlin, in die wegen ihrer dunkel bemalten Girofenster kein Sonnenstrahl eindringen konnte. Noch überraschter war ich. als zu einer für deutsche Verhältnisse späten Abendstunde (um 20 Uhr) Jungen wie Mädchen, in einer so starken Anzahl erschienen waren, dass vieile keinen Platz finden konnten. Der Verlauf des Abend« war ein wenig enttäuschend, wahrscheinlich weil der die Versammlung leitende Stu dienrat nicht sehr geschickte Fragen ausgesucht hatte, die von einem bekannten Staatsanwalt, der in mehreren solcher Prozesse tätig geworden war, auch nicht immer sehr glücklich beant wortet wurden. Aber soweit die Jugend eelbst die Mög lichkeit hatte. Fragen zu stellen, drangen sie an den Kern der Probleme, fassungslos über ein Geschehen, das kaum 20 Jahre zurückliegt. Ich erinnerte mich des Hamburger Gesprächs, wie war das möglich, war um habt ihr geschwiegen .. Die Tragödie ist: c« war möglich, und beinahe alle, von gezählten Ausnahmen abgesehen, haben geschwiegen! Da ich so viel von einem anderen, einem neuen Deutschland gehört habe, interessierte es mich, den Kontakt mit der Jugend zu finden. In Hamburg hatte ich einen ausgezeichneten Begleiter, der nicht allein wegen seiner Sachkenntnisse, eondern und vor allem wegen seiner menschlichen Qualitäten meine Aufmerksamkeit erregt hat. Rudolf Mews studiert Theologie, aber auch Philologie und Philosophie. Wie so viele, muss er sich sein Studium verdienen. Wir haben schnell Sympathien für einander gefunden, weil wir beide — jeder vom anderen — .etwas* wissen und lernen wollten. Mich interessierte, was und wie die deutsche Jugend heute nach all dem, was geschah. denkt. Mews wollte wissen, was ein Jude über Deutschland zu sagen hat, dessen Meinung äi-«serst kritisch ist, der aber auch wirklich das ausspricht, was er fühlt und denkt. Mews kannte Israel; er kannte es gut, das Land und seine Menschen, die Schwierigkeiten und die Probleme. Er war mehrere Monate mit einer deutlichen Studiengruppe in Israel, wie sie im Dienste einer freiwilligen Wiedergutmachung mit ih ren eigenen Kräften in einem Kibbuz gearbeitet haben. Er hatte Freundschaften in Israel geschlossen. Das Leben, die Denkweise, die Haltung, die Einstellung der Menschen, hatten ihn tief angesprochen. Die Suche nach neuen Lebensformen, nach einer anderen, besseren, gerechteren Ordnung hatte alle deutschen Studenten beeindruckt. Man che, nicht alle, wollen bald wieder in Israel arbeiten. Wie denkt die Mehrheit der Student n?, das inter essiert mich. Dass einige Gruppen nach Israel fahren, ist erfreulich, ob es aber wesentlich oder gar typisch für die Haltung der Studentenschaft ist, die eirot der Hort des Standesdünkels, des Konservatismus, des Chauvinis mus und der Unduldsamkeit gewesen Kt, dürfte auf einem anderen Blatt stehen. Haben doejx die Studentenverbände — nicht alle natürlich, aber die wichtigsten, — längst vor Hitler ihren nu merus clausus gehabt und den Juden Satisfaktion verweigert. Die Studentenschaft ist doch präsumptive, künftige Elite eines Volkes; jedenfal1« wird dies allgemein behauptet. Die Frage ist, so meinte Mews nachdenklich, nicht leicht zu beantworten. Natürlich gibt es konservative Zirkel Ob sie noch in nazistischen Kategorien denken, ist schwer zu sagen; wahrscheinlich halten sie die alte ,deu*i3ch nationale- Linie. Ihr Einfluss ist aber heute ge ring, in keiner Weise entscheidend. Die grosse Masse der Arbeiterjugend denkt anders. Sie will nichts mit dem, was war, zu tun haben. Aus diesen Kreisen kommt eine neue Generation, die durchaus nicht nur an den Drehbänken steht, die einmal ihre Stimme ge gen alle radikalen und die Völker trennenden -ismen erheben kann. Da ich weiss, dass man schwer generelle Urteile abgeben und Prognosen stellen kann, gebe ich mich mit dieser Antwort zufrieden. In diese Zeit pcost die alte Burschenherrlichkeit nicht mehr hinein. Alt-Heidelberg ist auch in Deutschland untergegangen. — Warum haben sie ge. schwiegen? — In Stuttgart lese ich in der Zeitung, dass die Evangelische Kirche zu dieser Frage Stellung genommen hat. Der Wortlaut der Erklärung, der von der Synode abgegeben worden ist, erscheint mir völlig un zureichend. Ich diskutierte sofort mit einem sehr hohen Beamten hierüber, der mir sagt, die Zeitvng habe wichtige Stellen der Erklärung nicht abgedruckt. In wenigen Minuten hat meine Begleiterin sich mit der Dienst stelle der Synode in Verbindung gesetzt, die sofort eine Fotokopie des Originaltextes herstellen läsot. der mir — kaum eine Stunde später — übergeben wird. Di« Evangelische Synode begrüsst die Durchführung der Kriegsverbrecher-Prozesse und die Verurteilung der Schuldigen. An einen Akt der Begnadigung kann der Staat erst denken, wenn dem Recht zuvor Genüge getan worden ist. Denn „Gerechtigkeit erhöhet ein Volk, aber die Sünde ist der Völker Verderben“ (Sprüche 14, 35), zitiert die Synode Niemand solle die Erinnerung an die Zeit und ihre unerhörten Verbrechen ver drängen. Niemand die Mit Verantwortung leugnen. „Es waren die Irrwege ur«eres ganzen Volkes . . die diese Verbrechen möglich gemacht haben“. Eigentlich sollte dieses Dokument überall abgedruckt werden, damit allen Deutschen ihre Schuld bewusst wird, auch denen, die noch „verstockt“ alles „verdrän gen" wollen, was damals im Namen des deutschen Volkoi von Deutschen an Verbrechen begangen worden ist. (Fortsetzung folgt) Die Zion'.rtische Frauen- Organisation Argentiniens wird in wenigen Tagen den Besuch einer hervorragenden Vertreterin der Exekutive der Welt-Wizo erhalten. Es handelt sich um Frau Raya Jaglom, die Präsiden tin des Leitenden Comités der Welt-Wizo und Chefin der Abteilung Institutionen und Dienste der Wizo in Israel. , , „ Angesichts der Bedeutung diese« Besuches, ist es an' Tod eines Schriftstellers In Warschau ist der in Kolomea geborene bekannte jüdische Schriftsteller und Kunstkritiker Joseph Sandei im 79. Lebensjahr gestorben. Sandei, der vor den Nazis aus Wilna nach Russland gegangen war, kehrte 1946 nach Polen zurück. Zionistischen Frauen-Welt organisation zu bekleiden. Frau Jaglom, die aus eine;m religiösen Heim russisch-zio nisLocher Tradition stammt, wanderte vor 23 Jahren nach dem damaligen Palästina mit der Absicht aus, ihre Studien an der Hebräischen Universität zu beginnen. Sie unterbrach ihr Studium jedoch bald, als sie sich in Tel Aviv verheiratete. Damals beschloss Frau Jaglom, sich der cozialen Arbeit zu widmen und der in ihr ruhende Drang führte sie der Tätigkeit im Aufga benkreis der Wizo zu. Ihre Arbeit begann mit der Organisierung ven Frauengruppen zur Ausbildung gezeigt, den Weg aufzuzeichnen, auf dem Frau Ja glom dazu gelangt ist, einen i so hohen Posten innerhalb I des weiten Rahmens der i_ i Konvention! der Liberalen | Tel Aviv. — Eine Resolution, in der die USA und Sowjetrussland aufgefordert 1 werden, Israel „angemesse ne Garantien“ für seine Sicherheit zu geben, wurde bei der kürzlichen Schlusssitzung der Jahreskonvention der Liberalen Partei angenommen. Es war die erste sechstägige Konvention seit Gründung der Partei. Eine andere Resolution ersucht die R-gierung, einen parlamentarischen „Obersten Rat“ für Sicherheitsfragen zu schaffen. Zu der Frage der in Aegypten beschäftigten deutschen Wissenschaftler bezog die Partei eine gemässigte Haltung und übte nicht wie andere Parteien Kritik an der Regierung, sondern bemängelte nur die Beschänkung der Debatte über diese« Thepia. In weiteren Resolutionen verlangt die Liberale Partei eine grössere Immigration, engere Bande mit den jüdischen Gemeinden in der Diaspora, den Ausbau der Erziehung und Stärkung der; zionistischen Bewegung. Zu Kopräsidenten wurden Pinchas Rosen und Peretz Bernstein gewählt. (ITA) Für die Hadassa-Klinik Für den Ausbau der medizinischen Hadassa-Klinik in Ejn Hakerem bei Jerusalem spendete Louis Minz, London, 100.000 Pfund Sterling. in Handfertigkeiten für die Wizo-Bazare, eine Aufgabe, die Frau Jaglom aufgrund ihrer Erfahrung in einem Zweig der plastischen Künste, der Skulptur, mit Erfolg durchzuführen wusste. Im Jahre 1947 trat Raya Jaglom in die Transport-Abteilung der Hagana ein, und ihre Mitarbeit bei der Landung von Immiganten gestaltete sich äußserst wertvoll. Während des Befreiungskrieges leistete sie hervorragende Dienste bei gefährlirhen Missionen in der Region von Galiläa. Nicht weniger bedeutend war ihre Arbeit zugunsten der Nahal. Nach Beendigung des Krieges nahm der Touricmus in Israel neue Formen an, und Frau Jaglom leistete auch auf diesem Gebiet der Wizo wichtige Dienste; dank ih-' rer gründlichen Kenntnis des Landes und der Beherrschung mehrerer Sprachen erwies sie sich als eine ausgezeichnete Führerin für die Touristen, die aus allen Teilen der Welt nach Israel strömten, von dem Wunsch beseelt, mit eigenen Augen das staunenswerte Bild zu betrachten, welches das wiedergeborene Heimtland bot. In dem Jahrzehnt zwischen den Jahren 1948 bis 1958 war Raya Jaglom Präsidentin des Empfangscomite,3 der Wizo für Touristen auf der Konferenz der Israelischen Föderation und Direktorin der Abteilung für Tourismus. Im gleichen Jahr, als Israel unter den Auswirkungen verhängnisvoller Uebersehwemmungen litt, übernahm Raya Jaglom die Verantwortung bei der Hilfe für die Geschädigten in der Repräsentanz der Wizo. Im Jahre 1957 wurde Frau Jaglom in die Exekutive der Weltwizo gewählt, wo ihr das Amt einer Assistentin der Schatzmeisterin übertragen wurde. In einer Plenarsitzung im Jahre 1958 wurde sie zur Ebren-Schatzmeisterin der Weltwizo gewählt und betätigte sich zur gleichen Zeit als Präsidentin des Finanz - Comités der ■Weltwizo. Seit 1960 geht die Aktivität Frau Jagloms über die Grenzen Israel hinaus, als sie zur Vex-treterin der Wizo in wichtigen Missionen in Skandinavien, Frankreich und der Schweiz ernannt wurde, und 1963 ernannte sie das Präsidium der Wizo zur Repräsentantin in der Jewish Agency. Ausserhalb des Rahmens der Wizo spielt Frau Jaglom eine hervorragende Rolle in Küretierkreisen: sie gehört dem Damencomité des Museums von Tel Aviv und dem Comité des Orchesters von Tel Aviv an. Die Dekoration des Empfangsalons des Philharmonischen Orchesters von Israel wurde kürzlich von Raya Jaglom gestiftet und trägt ihren Namen. Ihr Heim ist der Treffpunkt von Künstlern und Diplomaten und hervorragender Besucher aus dem Ausland. Dies bietet die Zusammenfassung der Arbeit einer Frau, die in voller Jugend eine fruchtbare Arbeit für die Gemeinschaft und das Volk ihres Landes vollbrin, gen konnte, die der kategorischen Stimme der Berufung folgte und eich mit den Idealen des heutigen Zionismus vollauf identifizierte. Die Anwesenheit Raya Jagloms wird dazu dienen ein festes Band zwischen dem Geist der Frauen Israels und der Frauen in Argentinien zu knüpfen, und es steht zu hoffen, dass das Ziel ihrer Mission unter uns sich erfolgreich verwirklichen möge.