Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 2014 (31.5.1963)
- Date
- 1963-05-31
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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LA SEMANA ISRAELITA * — Viernes, 31 de M*>V de 1*63 Afie'XSHV. No. 2*14 Vi* Musik in Buenos Aires ..OTHELLO“ IM COLON „Othello“, wie er bei Verdi und Arrigo Boito heisst, ist nicht nur die dramatischste Schöpfung des grössten italienischen Musikromantikers, sondern das bei weitem dramatischste Werk jener gesamten italienischen Epoche schlechthin. Seine Aufführung b3darf vor allem eines dynamischen, je j ne an dramatischen Akzen-! ten und Exzessen überrei-; chen Partitur restlc« ausi nützenden Dirigenten. Wir kennen Berislav Klobucar j als gediegenen, soliden,; aber schwunglosen Orato riendirigenten. Aber für ei- ■ neh Othello bedarf es eines! temperamentvollen Stür-! mers; das Andenken der , „porteños“ an Fritz Busch j »nö an „Sir Thomas“ ist; unvergessen. Hier wurde es j nur zu lebendig. Ich'kenne Jon Vickers von j der ,vMet“ her und kann da-! her bescheinigen, dass er I einen klaren, starken, durch | achia genden und bezwingenj de» Tenor sein eigen nennt. Sem argentinisches Debut , in der Titelrolle litt unter 1 momentaner Indisposition, 1 aber man vermochte die au-! sserordentliche Kategorie ] von Vickers unschwer zu er- ¡ kennen. Sein Spiel nobel, brüsk und beherrscht zu gleich. Die mitunter auftretende Rigoletto-Positur ist fehl am Platz. Sein Gegenspieler Jago war der eben falls hier debütierende Louis Quillico, stimmlich souverän, jedoch noch unpersönlich und unausgeglichen. Ja gos „Teufels“ Credo schlug nicht ein. Sein kanadischer Akzent im Italienischen bedarf der Ausrottung. Raina Kabaivanska, ebenfalls neu in Buenos Aires, war eine äusserlich durch Schönheit und Charme eben- *o wie als Sopranistin be zwingende Deedemona. Ihr Gebet vor der Erwürgungs- Szene liess Meisterklasse erkennen. Carlos Cossutta, der ven Jahr zu Jahr besser wird, sang einen profilierten Cassio. Die anderen kleinen Rollen waren zufriedenstellend besetzt. Das Colon-Orchester hielt sich gut, und der Chor, dem Verdi wie in kaum einer seiner anderen Ein vielversprechender Man; | ffehraeischer Unterricht Das Deutsche Theater ertestes Tempo gesorgt, mit « U # \S KiCI # I Vfl C Das Deutsche Theater eröffnet« sehr erfolgreich seine neue Spielzeit mit einer angenehmen Komödie, die von heimischen Künstlern brillant dargestellt wurde. Man feierte mit drei Schauspielerinnen Wiedersehen, die hier lange nicht auf der Bühne standen: Hedy Crilla- Schlichter, Gisßie Henckell und Elsa Moltzer. Die Komödie, Wenn der Storch kommt“ ist echter André Roussin, ein sehr ge konntes, spritziges, oft gewagtes Lustspiel, das unaufhörlich Anlas« zum Lächeln, verständnisinnigem Schmunzeln und befreiendem Lachen bot. Witziger Dialog und komische Situationen, recht nach dem Geschmack des hochzufriedenen Publikums, wirken unmittelbar auf die Lachmuskeln. Roussin meistert mit geschickter Hand alle Effekte, unter Verzicht auf tiefere Charakteristik der handeinen Per sewen. Die Satire auf französische Minister findet im fernen Buenos Aires überraschend viel Anklag und Verständnis, die sich in rau sehendem Beifall auf offener Szene äussern. Die Aufführung war spritzig und brillant: Hedy Crilla Schlichter hatte für flottestes Tempo gesorgt, mit trotzdem guter Aussprache, die keine Pointe verloren gehen liess, und scharfer Typisierung aller Darsteller. Sie gab dem Werk eine Eigenschaft, die man seit Jahren an ihr geschätzt hat: Nerv, viel Nerv, und sorgte so für eine viel belachte, höchst beifällig aufgsnom- | mene Vorstellung. | Das «panische Theater mit seinem System von ein oder | zwei Starschauspielern, die! vco, bestenfalls, Mittelmässigkeit umgeben sind, kann solch eine ausgeglichene Aufführung nicht bringen. Die beiden Nebenrollen, Ines Schönberg und Irene Ree, waren ordentlich besetzt, die beiden Chargen, Max Wächter alß mit seiner überschäumenden Suada die Szene beherrschender „alter“ unter V. der Kinderchor Sciamarella. Die Massengruppen wurden von dem Regisseur Ernst Poettgen nach grossangelegtem, atemraubenden Konzept bewegt. Der Spiel leiter zeichnete (zum erste« Mal) ebenfalls als Bühnenbildner verantwortlich. Er will diese Bilder freilich nicht als blosse Dekorationen, sondern als psychologi-; sehen Raum verstanden wis i een, der dem | sehen und dramatischen! Zweck dienlich ist. Auf der; für ib« typischen schrägen | Ebene zauberte Poettgen : mit lächerlich wenigen Mitj teln (Taue, Feuerball, Lani dungssteg) ein aufregendes | erstes Bild her; bemerkenswert nicht nur die grossartij gen Lichteffekte und Ausj leuchtung überhaupt im \ ganzen Werk, sondern die i bis ins kleinste Detail durch-! dachte Führung der Akteui re und speziell der Massen, sowie die „hell-dunkle“ An- Schöpfungen breitestes Feld I « «hlung Jagos, sobald er einräumtf war von Tullio; S!ch an der Peripherie be- Boni in gewohnter Meisterj vveÄr- Schaft vorbereitet. Gut auch * Curt B. M. Weissstein Deutfte TMer IN BUENOS AIRES TEATRO ASTRAL CORRIENTES 1639 — T. E. 46-9964 A. Roussin ir WENN DER STORCH KOMMT Grosspapa und Etea Moltzer, als sehr menschlich gefühlte „Erinnerung“ aus vergangenen Zeiten, war in ihren kurzen Szenen brillant und die vier Hauptdarsteller einwandfrei gut. Karl Ewald spielte den Minister für Erziehung, der nicht nur politische Schwierigkeiten hat mit seinem' Sich-einsetzen für moralische Sittlichkeit, sondern auch viele private Nöte in einer Familie, in der die Störche in schon unangenehmen Situationen Dauer, gäste sind. Eine feine Studie ohne jede Uebertreibung. Cissie Henckell erfreut immer wieder mit ihrer natür. liehen Fraulichkeit; sogar in einer Roll«, die nicht eigentlich in ihrem Fach liegt, er weist sie sich als die erfahrene Schauspielerin, die jede Situation zu meistern veroteht. Dabei gerät sie auf der Bühne dauernd in dramaturgl- Lagen, die nicht nach ihrem, wohl aber nach dem Geschmack des jubelnden Publikums sind. Frank Nelson spielt den rebellischen Sohn, der die hochfeine Aufführung des ministeriell vornehmen Hauses nicht mitmacht. Er gibt seinen Nöten d aher ungekünstelt und temperament-! voll Ausdruck und tollt wie | ein Wirbelwind über die; Bühne. Er hat dafür sein > menschliches Herz bewahrt, was Frank Nelson natürlich und überzeugend zum Ausdruck bringt. Lilly Wiehert gibt die 20jährige Tochter, die wie al le Personen, — ausgleichendes Gerechtigkeitsgefühl des Autors, — auch nicht frei von Sünden ist. Sie dirigiert grcßsartig Eltgrn, Bruder und Grossvater. Lilly Wiehert sieht entzückend aus und beweist, dass sie eine sehr feine Komödien-Schauspielerin geworden ist. Es war eine grosse Premiere mit einem Wald von Blumen. Da« sehr gut gelaunte Publikum fand, dass alle Blumen wohl verdient waren bei einer so gut gelungenen Regie-Gestaltung und Ensemble-Leistung. Br. Karl Kost n n : V n man nfrtts b'ä nbtf1? iTpsri .D^ix x1Ç0 D^xn ansia n,snn □•’tftxn . T V “ * . * T-: T rrsaisn 'tfan nninan fix .niprn P*] b^tîj atrn anaa an nXï nas?*? Tpx1? anjean anw^n baa ”xn a^rn ■»«tox .rvfrinan tvs bb jfe^b anrñtf nb n ,nmDii ntfmna t : t : t t ¡ "! bai nrrbs? naW n .Dttftn t; ntfnn rntfa binan nat?a nana bs; nib^i pntpa .rrntfr ban bxnftr tv: -j t : (rraVt» rvnas? ma n*sina) a^awn nVb rrn wawa »nab'.anate a^xba nç? .vpti nw .ni"T annni isbn ninn pan bs aaaian train ** V T » T * naab nssa on .nbpab t - : : v v t \ : nnxn nax nienb ,aspan t v t - t 1 ” : t : snb bM?' ."rna janoan" xw .nanxn bp p& nan .*rnai ibw pfen nx TXtfà ••itf pa nbnann ft ntrfr nnibiaa .binan~natfa "böx tv : : " " î * “ aba .nnnx bxnftn bf nâpb nnx bia*» niainan - t - T * : - biaan*natt?a ,mbj?a onlx la Guardia fronteriza DIE GRENZWACHE (Columna derecha) VI Komoedie in 4 Akten REGIE: Hedi Orilla - Schlichter MITWIRKENDE: Cissie Henckell — Elsa Moltzer — Irene Ree — Ines Schönberg — Lilly Wiehert — Kerl Ewald — Frank Nelson — Max Wächter. WIEDERHOLUNGS-VORSTELLUNGEN: HEUTE, Freitag, 31. Mai, um 19 Uhr Samstag, 1. Juni, 17 Uhr, Sonntag. 2. Juni, 15 Uhr. AbonnementG- und Einzelverkauf an der Theaterkasse (werktäglich von 10—12 und 15—19 Uhr, Sonnabend von 10—12 Uhr). Vorverkauf für Nordstrecke: CUCARE. Av. L)bertador Gral. San Martin 15.335. Aeassuso, T. E, 743 7663. Montag, 3. TunL 21 Uhr Einmalige Vorstellung in MONTEVIDEO TEATRO ODEON PAYSANDU 767 — Tel. S—076« Karten an der Theaterkasse Teatro San Telmo Noche silenciosa. Las estrellas brillaban en el cielo. De pronto se escucharon dos disparos. Luego volvió a reinar el silencio. Dos figuras se recortaron en la oscuridad, en sus manos dos fusiles, preparados en todo momento a entrar en acción. Detuvieron sus pasoc unos instantes. Finalmente dijo uno de alias: “El merodeador huyó“. “Fíjate! ves ese saco en el suelo? Seguramente lo dejó allí y escapó“. Esta conversación se desarrolló entre dos hombres de la Guardia Fronteriza. Los límites de Israel son muy extensos. En muchos puntos de su gran recorrido es muy fácil atravesarlos. La misión de esto« guardianes es (Columna izquierda) la de impedir que los enemigas lo hagan impunemente. Las personas que viven en las ciuda. des ven a estos muchachos muy de vez en cuando. Pese a ello, son conocidos muy bien en toda« las localidades que se encuentran a lo largo de la frontera. Los habitantes de esas aldeas pueden dormir tranquila y seguramente pyes saben fehacientemente que los hombres de gorra verde; guardan a ellos y a sus propiedades. La Guardia Fronteriza es la que permite que exista ese sentimiento de pro. tección y de paz en el Estado de Israel y en sus habitantes. Rechte Spalte) Es war lautlose Nacht. Der Himmel voll von Sterne»). Plötzlich ertönten zwei Schüsse. Wieder Stille. Zwei Gestalten huGchten in der Dunkelheit vorbei und in ihren Händen Gewehre — augenblicklich aktionsbereit. Sie blieben für einige Augenblicke stehen. Endlich sagte der eine: „Der Infiltrant ist entwischt” — „Achtung! Da ist ein Sack auf der Erde. Seinen Sack hat er gelassen und ist davon.“ Das Gespräch wurde zwischen zwei Manni der Grenzwache geführt. Und Is» raels Grenzen eind lang. An den meisten Punkten kann man sie leicht überqueren. Die Aufgabe der Grenzwache ist, (Linke Spalte) , die Landesgrenzen vor Feinden zu schützen. Menschen, die in der Stadt leben, sehen die Burschen mit ihren grünen Mützen nur selten. Dagegen sind sie in allen Grenzsiedlungen wohl bekannt. Die Bewohner der Siedlungen gehen jeden Abend mit dem angenehmen und sicheren Gefühl schlafen, dass man auf sie und ihren Besitz aufpasst. »Die Grenzwache verbreitet ein Gefühl der Sicherheit und Buhe in Medinat Israel und unter ihren Einwohnern. Edición del Brit Ivrit damit) TEATRO COLON Viernes 31, a las 21 hs.: 4a.> func. de Gran Abono: “Carmen“ Opera de Bizet. Dir. de orq.: Pierre Dervaux. Reg.: Louis Erlo. Dir. de Coro: Tulio Boni. Decor, y Vest.: Ives Bonnat, con: Biserka Cvejik, Lia Montoya. Jon Vickers, Ernest Blanc. Die Gewinner des Plakat- Wettbewerbs, der von dem „Grupo del Sur“ im Teatro San Telmo anlässlich der bevorstehenden Erstaufführung des Stücke« von Max Frisch „Andorra“ ausgeschrieben wurde, sind nunmehr bekannt gegeben worden. Die Preise, welche von „Mallas Bainea“ gestiftet wurden, sind am vergangenen Dienstag im Teatro San Telmo überreicht wor den. Die Jury, die aus Juan Carlos Gêné, Carlos Gorostiza, Kive Staif, Onofrio Pa-; eenza, Lydé Lizant, Luks j Diego Pedreira und Jacob j Mirelman bestand, erkannte! den ersten Preis der Arbeit von Graciela Leyboff, Miguel Angel Rolfe und Eduar-f Nota: para e«ta función es obligatorio traje de etiqueta para damas y caballeros en platea y palcos. Sábado 1 a las 17.30 hs.: 2do. comj, del ab. a 8 de solistas: recital de Ronald Tu. I rini. A las 21 horas: 2da. func.! Ab. sábado noct.: “El Lago de los Cisne«“ Ballet de ' Chaikovsky-Carter. Vers, in- | tegral en 4 actos. Dir. de 1 orq.: Roberto Kinsky, con 1 Norma Fontenla, Esmeral-; da. Agoglia, Enrique Lommi. I Domingo 2 a las 17 hs.: 3ra. func. ab. domingos ves. ¡ pert.: “Carmen“ de Bizet, j con el reparto del viernes. Lunes 3 a la« 21.30 hs.: Ira. fuñe. ab. noct. a 8 conc. Orq. Filarm. de Bs. Aires. Dir. Istvan Kertesz. Sol.: Aifred Brendel. Miércoles 5 a. las 21 bs.: func. extraord. “Carmen“ de Bizet, con el reparto del viernes. Nota: Los espectáculos darán comienzo a la hora indicada, no permitiéndose el' acceso a la sala una vez iniciados ios mismos. <k> Bekinstein zu. Den zweiten Preis gewann Walter A. Köhler. Eine erste Erwähnung er hielt das von den Architekten Juan Carlos Fabbri Miranda und Alfredo Juan Kleinert gezeichnete Plakat, eine zweite Erwähnung die Arbeit der Herren Hector Compaired und Gonzalo Arits und eine dritte Erwäh nung Carlos F. Tucci. „Andorra“ ist nach „El deeimo Hombre“ von Paddy Chayefsky auf den Spielplan des Theaters geeetzt worden. LILIANETTE geht nach Europa!!! Sie verabschiedet «ich vön ihren, Freunden mit ihrer vollkommen neuen Revu$ DIE DAME VON EINST DIE DAME VON HEUT Am Fluegel: Herrmann Ludwig Sonnabend den 8. Juni um 21 Uhr. Sonnabend den 15. Juni um 21 Uhr. Sonntag den 16. Juni um 17 Uhr. SALON CHARCAS 1155 Vorverkauf Librería "PigmaUon” Corriente« 515 ___ Idk-idfcfciJi und ln Mqrano: tibrtr.o "OtcoA*' Cabildo 2424 Ber! ziger' die St: reich? »€. ot zeugt Ist, V kern, zu zie stellu tiert Auffü Name tor Bi snden noch : heute Theat« Name: Schau: Küast: beiden Kunstl und L gen, i ein Zi twig, Reichs zentru und -dem : ihr & Ber tin 1 ■dkch Bort ms, 4er spielt Chain chak ersten tes 1 Shaza hohe Ein Glanz ist a Stadt beste: wird, meist Grum Abom ben ' sind, der ii ser i wähl wenig sind r % i Zahl i kehrt beitet seurl geleg« Bergn wiedei Auf d. Jtaissa ein St Tenne Nacht ben, Unter] in ei sehes