Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1963-04-13 · 2007 (13.4.1963) · p. [Seite 5]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2007 (13.4.1963)
Date
1963-04-13
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/9616703-9613667-9613824--2707-9613829
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

J1R «ä KUNST 'dot ms Heines Familie >'ontó S. BRAUN nn »d wann Mn ich nach der " A§adc, dem JL i Pn>ff9M«.u :• * "‘ßämeniDA. en -Erbstück ait f” w*infleckenus f ihres Grosaaw»rin so «kJ s>* seht» als Uficiltnam Paüa- 0?eme betratke- [aufmann hat ä.-h e Haggada desLa- 1 G«ld«rn in rächt Sprache güuer in einer saehiernen Fussate!r* „Das Ksßtsieh im ßesfee i Rabb. Dr. 4. Coeln befinH, 1 meiner 1888 danommenen Copie ¡den Setreihever- gehört äem..M » Juspe Diissel- 1 Schwiegersohn n s.A. aus Wien.“ ich). — Der Rab- Abraham Frank ahe 1917 in Köln. Tode gab er die einem Sohn, dem alt Dr. Heinz ¡öln. Als ich ein. er Plauderei hei viel beschäftigten Gemeinde S3ss, is dem Biicberie Haggada und mit sichtlichem den Besitz die Weinflecken“, [eine gesprochen erklärenden Beöt, Franks siid nem Gedächtd^ 'en, so dass ith . auf welche Weiih in den Besitz rs gelangte. ■ank wurde von aus Holland deid kehrte nicht :k. Ob einer sei- Söhne am Üben it sich meiner eben aber scheint n, dass mit der in und wertvollen uch die Haggada t worden ist. bibliothek in Jerusalem zu sehen. Das Ex Libris darin trug den Namen Bauer aus Madrid. Es Hess mich darüber naehdenken, wie seltsam doch zuweilen die Wege sind, welche das Werk von Menschenhand geht, ehe ihm Ruhe gegönnt wird. Freilich, der Name Madrid sagt nur etwas über die letzte Strecke des Weges aus. Welches die Etappen der Wanderung dieser Haggada von ihrer Entstehung an gewesen eind. hierüber sind wir durch die Arbeiten von einigen Gelehrten unterrichtet. Es ist bemerkenswert, dass unter ihnen Prof. David Kaufmann fehlt. So weit ich sehe, hat er von der Existenz des Buches nichts gewusst. Dagegen finden wir eine eingehende Darstellung über das Tnema in dem Textband, welcher der Darstädter Haggada beigegeben wurde. Darin berichtet Adolf Schmidt über die Geschichte der Haggada. Unter anderem schreibt er: „In Hüpscbs Besitz war sie schon 1788. Der Lehrer Bachrach-Hameln und Prof. Freimann-Frankfurt a. M. haben dureh Entzifferung schwer lesbarer Beeitzeintragung nachgewiesen, dass die Haggada im 17. und 18. Jahrhundert in jüdischen Händen war, u. a. eines Chajim Kassel. Nach Davjd Kaufmann hielt sich Simon van Geldern 1775 zu Fessaeh bei Lsrael Kassel zu Heidingsfeld in Unterfranken auf. Auch 1762 war er dort wieder zu Gast. Er ernährte sieh vom Verkauf von Büchern. Man darf also vermuten, dass jener Chajim Kassel ein Verwandter Israel K. in Heidingsfeld gewesen, und dass Simon van Geldern dort die Haggada erworben hat. Da er wiederholt am Rhein weilte und sicher auch in Köln so könnte er recht wohl auch mit Baron von Hüpsch persönlich bekannt geworden sein und ihm die Haggada verkauft haben.“ Zweifellos dienten die Ausführungen Adolf Schmidts mit als Material zu einem Buch, das leider heute kaum mehr zu haben ist und von dem zu wünschen wäre, es würde wegen seines ungewöhnlichen Wertes neu aufgelegt. E.3 ist das Buch ,,Der Chevalier von Geldern“ von Fritz Heymann (Querido - Verlag, Amsterdam 1937). Ueber den Autor und sein Werk veröffentlichte Franz Kobler im Bulletin des Leo Baeck-Instifuts (Nr. 13, April 1961) eine ausgezeichnete Studie unter der Ueberschrift: „Fritz Heymann und seine Chronik vom Abenteuer der Juden“. Der Leser möge nach diesem Bulletin greifen, nicht nur wegen der glänzenden Analyse der Ideen Heymanns, sondern auch wegen der biographischen Hinwei se, die uns ein plastisches Bild von dem Feuerkop! geben, der als 16jähriger Junge sich freiwillig zum Heer meldet, verwundet und zum Offizier befördert wird und nach dem Ersten Weltkrieg eich daran macht, Quellen zu dem Thema „Abenteuer der Juden“ zu sammeln und zu sichten. 12 Jahre lang gab er sich dieser mühevollen Arbeit hin, und dann schrieb er das Buch. Heymann wurde, nachdem er sich eine Weile in Holland versteckt hatte, nach Auschwitz verschleppt. Die Ausführungen Heymarms zu dem Thema der „Darmetädter Haggada“ seien hier wiedergegeben, Heymann schreibt u. a.: „Der Vater (d. i. Lazarus van Geldern — S. B. hatte Simon (seinem Sohn, dem ChevaHer van Geldern — S. B.) einige wertvolle Bücher gegeben. Ob als Geschenk oder zum Verkauf ist nicht klar. Aber es war ein Band darunter, dessen Erlös heutzutage dem Besitzer viele ruhige Jahre sichern würde. Und Simon wusste darum. Die sogenannte Darmstädter Pessach-Haggada, der Codex orientalis 8 der Landesbibliothek zu Darmstadt, ist eine der köstlichsten Werke mittelalterlich jüdischer Buchkunst. 58 Pergamentseiten, bei Beginn des 15. Jahrhunderts in Heidelberg geschrieben, mit prächtigen Miniaturen, Randleisten, Initialen geschmückt und in einen reichen Lederband der Zeit gefasst. Ale Michael van Geldern (ein Bruder Simons) das Buch bei der Erbteilung reklamierdte, bestand Simon auf dem Besitz. Aber er fand niemanden, wie er schreibt, der solche bibliophile Rarität genug zu würdigen verstand, um sie angemessen zu bezahlen. So blieb ihm die Haggada im Gepäck auf allen seinen Fahrten, durch weitere 20 Jahre.“ Wie dann schliesslich die Haggada nach Darmstadt kam, auch hierüber belehrt uns Heymann, wenn auch abweichend von den Angaben Schmidts. Er schreibt: „Von Buxweiler brachte sie ein Handelsmann mit einigen Dutzend Büchern nach Deutz zum Bruder Michael. Von ihm erwarb sie der Kölner Sammler Baron von Hüpsch. Hüpsch vermachte eeine wahrhaft kostbare Sammlung der Stadt Köln“. Zuguterletzt aber änderte der Baron das Testament und setzte den Landgrafen von Hessen als Erben ein. Damit lässt Heymann die Haggada ihren Weg von Buxweiler nach Köln einschlagen, während Schmidt sie von Heidingsfeld dorthin gelangen l&sot. Ueber den Schreiber der Haggada sind wir durch das Kolophon — so nennt man die am Schluss mittelalterlicher Handschriften und Frühdrucke über Schreiber, Verleger, Drucker und MAYOR EXITO TEATRAL DE 1962 i decimo HOMBRE PA# chatefsky de OSCAR FESSLER POR UR MES SOLAMENTE en el TEATRO SAN TELMO CHACABUCO 966 — T. E. 33-2804 22 hs. (excepto Lunes). Sábados, Domingos y feria— JosJ°s jg ¡ns. y 22 hs. Localidad, en venta con 5 días de anticipación.. id las 70TS Am 25. Nissan, dem 19. April, gedenken alle Juden in der Welt der heldenhaften Kämpfer des Warschauer Ghetto, die sich gegen ihre Unterdrücker erhoben haben. An diesem Tage, dem symbolischen Jahrzeitstag zum ehrenden Gedenken an die sechs Millionen von den Deutschen ermordeten Juden, werden sechs Lichter für die Märtyrer unseres Volkes entzündet, die ermor. det wurden, w°il sie Juden waren. Literarische Notizen Annes „Tagebuch" aui Arabisch Das „Verlagsbaus für arabißche Literatur“ in Israel beabsichtigt, hebräische und Werke der internationalen Auslandsliteratur in arabischen Uebersetzungen herauszubringen. Zur Publikation sind u. a. „Das Tagebuch der Anne Frank“, „Die Menschen von Pekiin“ von Rivka Alpert, „Ein Dorf an den Ufern des Jordan“ von Yoseef Baratz und „Hinter dem West-Ufer“ von Binyamin Tamouz vorgesehen. Das Verlagshaus gibt bereits heute mehrere Zeitschriften und die arabische Tageszeitung „Al Yom“ her aus. — K. K. B. Habima In Dürren matt»; „Physiker“ in der Ha'bima werden Israel Becker, Schimon Fin kel und Schragai Friedmann die Hauptrollen spielen. Gastspiel Unlängst trafen in Haifa 25 Mitglieder des Warschauer Pantomimen - Theaters ein, die eine Reihe von Aufführungen in den Städten und grösseren Kibbuzim in Israel veranstalten. Druckjahr Nachricht gellende Formel — orientiert. Er beendet seine Arbeit mit den Worten: „Ich aer Schreiber Israel bar Meier sieftrono liwrocho aus Heidelberg“. Die Miniaturen aber — so lecen wir im Jüdischen Lexikon — scheinen von zwei verschiedenen Händen gearbeitet zu sein; sie sind nicht alle fertiggestellt und nicht gleichwertig. Sie müssen in der Zeit von 1420—30 am Mittelrhein entstanden sein. Das Lexikon bringt auch ein paar der charakteristiechsten Bilder aus der Haggada, und der Beschauer spürt sogleich, wie stark der Einfluss christlich-katholischer Illustrationßkunst hier gewesen ist. Besonders gute Reproduktionen befinden sich in dem Katalog zur „Synagoga“ (Ner Tamid-Verlag, Frankfurt a. M.), der auch sonst ausgezeichnetes Material über jüdische Altertümer, Handschriften und Kultgeräte enthält. E.3 ist in dieser Betrachtung von den Besitzern der beiden Haggadot die Rede gewesen, jenen Männern, die zu den Ahnen Heinrich Heines gehörten. So mag es denn angebracht sein, zum Schluss die Generationenfolge ins Gedächtnis zurückzurufen, die zu dem Dichter hinführt. Lazarus van Geldern war ein Sohn des Juspa Jauch van Geldern und seiner Gattin Breindel. Er war Hofkammeragent in Düsseldorf und Hoffaktor in Hannover. Lazarus Gattin Lea Hanna war eine Tochter des Simon Pressburg aus Wien und der Sara Menzeles. Dei Ehe entstammten u. a. Simon van Geldern und Dr. med Gottscbalk van Geldern. Simon ist jener Chevalier oder Morgenländer, dessen abenteuerliches Dasein und sein unstillbarer Drang zum Umberschweifen durch Hunderte von Städten und Dörfern in Europa und zur Erfüllung einer Sendung fragwürdiger Hebraeischer Unterricht rnnayn nssri] (aso D^irrnsp nstöa rnro tzrontf ynn ropa rröj? ‘p] .pxn -»an nppnn-nsj? (i9ii) rnt»T ruro ntfx ,nptf ,-)3n *73^ JYWD*] ,sna¡? op Droyronpnp rnaJMp rnpiri rorop p niitfxan roVpn roaaiyp rvnanon -ns¡? nxx; /1920 nWa) nropn xro .arop1? ro*?inn -•iai nnpp-roa ,roxsro? rpiy oro .rftafö npin -n?a nisrun ,rotfsan pop nrotf-fpi p^p *?y ,nrn px) roxspp «p?x*? ai-ipT .Q-'Xpn ros nVnnm nnan naptfö *?» Ven ,ropann npy uian nx Dp1? o^irrnsp rrönxo wa aap ,o"royn T-: •* T T \v T ,roxiD“i nrna» niPm : t * : t v: v roxisp nroy an1? tfpnro .mxroa rpro-rm; "t: s t t : - 5 (mb\s nn as nna rmina) ▼ : 1 - r 2 \ SEGURO CONTRA ENFERMEDADES (Columna dereeh)a El camino de los hombres de la segunda alfa que colocaron los fundamentos del movimiento obrero y de la colonización obrera, no era fácil. Llegaron a Eretz Israel cuando el país estaba abandonado y desolado bajo el régimen turco. Los pioneros de (eeta) alía tenían que adaptarse a un clima caluroso y una forma de vida a la cual no estaban acostumbrados. En los pantanos y gran parte del país abundaban los mosquitce y enfermedades. Los obreros que vivían en establos o miseros ranchos árabes, contraían malaria, fiebre tifoída, disentería y enfermedades de la piel, más no había nadie que cuidaba de los enfermos. Los casos gravee se llevaban con carros al hospital, un viaje de dos días por caminos difíciles e casi intransitables. No es de extrañar que muchos de les enfermos morían y los obreros llegaban a la desesperación y desilusión. Un día los obreros se reunieron y decidieron fundar una caja de seguro contra enfermedades (Columna izquierda) que daría ayuda a les obreros en caso de necesidad. Así nació en el año 5670 (1S11) la primera caja de seguro .contra enfermedades que procuraba asistencia médica a cada socio que había abonado su cuota. Cuando al terminar la primera guerra mundial con sus miserias, se fundó la Organización General de los Obreros (en el año 1920), el seguro contra enfermedades amplió su radio; estableció sus propios policlínicos, farmacias y hospitales. Hoy, el número de los asegurados llega a un millón y a su disposición están casi 1000 consultorios policlínicos y 2000 médicos. Después de la fundación del estado y del comienzo de la inmigración en masa, la caja de seguro contra enfermedades fué encargada de atender a la enorme cantidad de inmigrantes que en su mayoría provenían de países higiénicamente . atrasados y de prestarles asistencia médica y cuidados higiénicos. irnntf ,rntfn np?yn "^x Dpyiorrnyp1? Tiop nx ^iniyn masrnnro ropay n an .nfp. 03*n nron x*? ,2X*wrnxl? ^1? ~inn pü^a nron Tpxntí .nanm nrota nroro o’*? ^änpn1? ^xi np?yn n^n-rnx1?} on o^px^j nía nn rosan ña V?nn ¡Tpn orotfn pnxn-^na -isn .nV?np rptfi o^ro ix ntnxa rwtf iD"1?» V?n ,niaV?» nrany ninpaa nrorona ,0^03 ,roncos ■»o ron xro ro^rro^npai -do roron .o^ina -roa1? n^iya ^ron rooa D'p-na root ^no, ersinn' x1? .ros?a©ro ro#£ ^"Mnn pao a"an inotf, napx "T1? wan npyism anaiyn rapxnn nnx or ¡ ,"D"rón-np¡?' aro1? itTOpnro DIE KRANKENKASSE (Rechte Spalte) Die Männer der 2. Alija, die die Grundlagen für die hebräische Arbeiterbewegung für die selbstarbeitende Kolonisation legten, sahen keinen leichten Weg vor sich. Sie kamen nach Erez Israel, als das Land unter türkischer Herrschaft vernachläsigt und öde war. Die Pioniere der Alija mussten sich einem heissen Klima und einer Lebensart anpassen, an die sie nicht gewöhnt waren. Die vielen Sümpfe wie auch andere Landesteile dessen die Mücken sich ausbreiten und die Krankheiten sich vermehren. Die Arbeiter, die in armseligen arabischen Ställen oder Hütten wohnten, erkrankten an Malaria, Typhus, Dysenterie und Hautkrankheiten, doch niemand war da. um die Kranken zu pflegen. Schwerkränke wurden auf Wagen ins Krankenhaus gebracht, eine Reise von zwei Tagen auf schwierigen und schlechten Wegen. So war es nicht zu verwundern, dass viele von den Kranken starben, und die Arbeiter kamen zur Verzweiflung und Enttäuschung. Eines Tages versammelten sich die Arbeiter und beschlossen, eine Krankenkasse zu gründen, (Linke Spalte) die den Arbeitern im Bedarfsfall Hilfe bringen sollte. So entstand im Jahre 5670 (1911) die erste Krankenkasse, die jedem Mitglied ärztliche Hilfe bot, das den Beitrag gezahlt hatte. Als mit dem Ende des 1. Weltkrieges und seinen Nöten die allgemeine Arbeiterorganisation (im Jahre 1920) gegründet wurde, erweiterte die Krankenkasse ihren Radius; sie errichtete eigene Polikliniken, Apotheken und Krankenhäuser. Heute erreicht dis Zahl der Betreuten eine Million und zu ihrer Verfügung stehen an 1000 Polykliniken und 2000 Aerzte. Nach der Staatsgründung und dem Beginn der Masseneinwanderung wurde der (d. Aufgabe) übertragen, die Einwanderermengen, die aus hygienisch rückständigen Ländern kamen, zu erfassen und ihnen sowohl medizinische Hilfe als auch hygienische Betreuung zu gewähren. Natur nach Erez Israel und wieder zurück nach Europa — als „Schaliach leazmo“ — Heines Phantasie beilü. gelte, als er diesem Großsoheim in den „Memoiren* ein Denkmal setzte. Sein Bruder Gottschalk, welcher als Arzt in Düsseldorf sich vieler Sympathien erfreute, heiratete Sara Bock aus Siegburg. Dadurch stellte sich die Verbindung zu der alteingesessenen Familie Familie Levison Siegburg her. wie in dem Buch von Prof. W. Levison: „Die Siegburger Familie Levison und verwandte Familien“ (Bonn, 1954) dargestelit ist. Der Ehe entspross Peitrle, oder Betty, die Samson Heine heiratete, die Mutter des Dichtens.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.