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Jüdische Wochenschau · 1963-03-08 · 2002 (8.3.1963) · p. [Seite 12]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2002 (8.3.1963)
Date
1963-03-08
Page
[Seite 12] (sequence 12)
Language
German, Spanish
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I Correo Argentino Central B FRANQUEO PAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 MANA ISRAELITA ASO XXIV BUENOS AIRES, VIERNES 8 DE MARZO DE 1963 No. 2002 EL EJEMPLAR líl en toda ta República PUEYRREDON 2190 19 te«. T E. 83 2613 Buenos Aires Die israelische Schiffahrt Wenn man von der Schifffahrt redet, meint man mehr die Schiffe als die See leute, das technische und übrige Schiffs personal, das die Schiffe in Betrieb hält. Aber bei jeder Erweiterung der Flotte benötigt man auch weitere und bessere Ausbildungsmöglichkeiten für Seeleute. Kürzlich wurde mitgeteilt, dass die israelische Han dels- und Fischereiflotte in dem Masse vergrössert werden soll, dass eine doppelte Anzahl von Kadetten. Offizieren und Matrosen erforderlich sein wird. Das Transpoftministerium gab bekannt, dass diese Massnahme notwendig sei in Anbetracht der weitgehenden Entwicklung der Schiffahrt in den letzten Jahren und der geplanten Vergrösserung des Tonnengehalts in den nächsten drei Jahren. Israels Handelsflotte, die; im Jahre 1959 aus 43 Sehif- \ fen mit einem Inhalt von; 273.000 Tonnen bestand, i wuchs im Jahre 1960 auf 53 , Schiffe mit einer Tonnage; von 500.000 t an. 1961 betrug i die Tonnage 700.000 t. 1963! wird sie eine siebenstellige ■ Ziffer erreichen.! Israels Handelsmarine, ■ die besser unter dem Na- ' men „The Israel Navigation; Co. Ltd.“ (ZIM) bekannt ist. j wurde im Jahre 1945 vor der Entstehung des Staates Is- I rael von dem verstorbenen J David Remez gegründet, der Israels erster Transportmi- ] nister war. I Von Anfang an brachte [ ZIM Einwanderer nach Pa- , lästina, später half sie bei der von der englischen Man-! datsverwaltung als „illegal“! Gezeichneten Einwanderung,; indem sie Flüchtlinge aus : Nachkriegseuropa nach Pa-; lästina brachte. Die Firma \ wurde gemeinsam von der , Jewish Agency, der Hista-; drut und der Seeliga gegrün-; det. j Im Jahre 1948 besass die Gesellschaft nur einen Per- ' sonendampfer von 3.500 t. : der 260 Passagiere und ei- ' ne Mannschaft von 150 fassj te. Seitdem hat sich nicht : nur der Tonneninhalt, die j Zahl der Schiffe und der j Plätze für Passagiere vergrößert, sondern es sind , auch Schiffe für verschie- \ denartige Zwecke erworben j worden, nämlich solche mit , Kühlanlagen für den Transvon MALKAH RAYMIST j port von Früchten, für die' I fachmässige Verschiffung i von Chemikalien, Tanker ] usw. Auch die Routen sind i zahlreicher geworden; sie | erstrecken sich heute über! den ganzen Erdball. j Eine Anzahl von Hilfsdiensten für die Schiffahrt, die ’ Hunderte von Menschen beschäftigen, wurde ins Leben gerufen. Dazu gehören „Alchut-Jam“, die die elektronische Ausrüstung für Schiffe und Werften liefern, „Ha.iam“ und „Ogen“, die Schiffsreparaturen ausführen, die Schiffslieferanten ,Lajam“, die Wäscherei, „Kishon“ und einige andere Firmen. Sie gehören ZIM entweder ganz oder zum Teil. „Shoham“ ist die Passagierabteilung von ZIM, und die Firma „Dizengoff“ hat den Frachttransport von ZIM übernommen. Seit dem Beginn ihrer Tätigkeit im Jahre 1945 hat ZIM eine Reihe von Tochtergesellschaften gegründet, die Passagiere oder Fracht oder beide über den ganzen Erdball befördern. Im Jahre 1961 kaufte Israel Schiffe im Gesamtwert von 44 Millionen Dollar und vergrösserte die Zahl seiner Passagiernd Frachtschiffe um fast zwei Fünftel. Der Plan, die Zahl der Plätze auf Personendampfern zu verdoppeln, sieht auch eine Beschleunigung der Ausbildung von Seeleuten vor. Zurzeit lernen 700 künftige Matrosen in zwei Marineschulen. Im Jahre 1961 besuchten 400 im Dienst stehende Seeleute intensive Fortbildungskurse an Land. Ausserdem wurden 200 Kadetten zur Ausbildung auf Schiffen angenommen. MANGEL AN SCHIFFSOFFIZIEREN 40 Prozent der höheren und etwa 30 Proznet der Unteroffiziere der israelischen Handelsflotte sind Aus'än der. Jedoch besteht keinerlei Mangel an gewöhnlichen Seeleuten. Die Offiziersausbildung wird jetzt beschleunigt, und man hofft, dass im Jahre 1967 bis zu 90 Pro- Seeleuten. Die Offiziersausgrade mit Israelis besetzt werden können. Der Bau von Schiffen geht heute schneller vonstatten Das Fernsehen in Israel Jerusalem. — Das Kabinett bestätigte seinen Beschluss, das Angebot des Rothschild Fonds für die Einrichtung eines Bildfunknetzes zu erzieherischen Zwecken in Israel zu akz:ptieren. Gleichzeitig wurden die Koalitionsparteien angewiesen, nicht gegen das Projekt zu stimmen, wenn es neuerlich der Knesset zur Debatte vorgelegt wird. Eine Entscheidung hierüber musste in den vergangenen Wochen mehrmals vertagt werden, und inzwischen hatten verschiedene Mitglieder der Koalition um die Erlaubnis ersucht, gegen .den Antrag stimmen zu dürfen. Das Kabinett hatte bisher seinen Mitgliedern, die gegen diesen Plan sind, die Erlaubnis er.eilt, sich der Stimme zu enthalten, solange die Fraktionen der Opposition in der Knesset ihren Mitgliedern Stimmfreiheit gestatten In keinem Fall können sie jedoch gegen das Projekt stimmen. Ben Gurion widersetzte sich nicht mehr dem Vorschlag. Wie eine soeben hier eingetroffene Nachricht besagt, ist die Einführung der Television in Israel für erzieherische Zwecke mit 55:43 Stimmen in der Knesset genehmigt worden. als die Schulung des Personals, die nicht unbegrenzt beschleunigt werden kann. Auch kauft ZIM oft Schiffe aus zweiter Hand, die dann von einem Tag auf den anderen mit Schiffspersonal besetzt werden müssen. Die Aufgabe der israelischen Marineschule, deren Gebäude und Schülerzahl vor kurzem vergrössert wurde ist die Ausbildung von Offizie ren für die israelische Marine. Da aber die Möglichkeiten in der Marine sehr begrenzt sind, gehen die meisten Absolventen der Schule zur Handelsmarine. Die Fischereischule, die ausser Fischern auch spezialisierte Techniker ausbildet, stellt einen beträchtiehen Teil des Personals der Han delsmarine. Ingenieure, Unteroffiziere, Mechaniker, Elektriker. Funker usw. gehen in ständig wachsender Zahl aus dieser Schule hervor. Die ZIM ist heute m der ganzen Welt vertreten und ihre Schiffe laufen planmässig Hunderte von Häfen an, von den nahen Häfen im Mittelmeer bis zu den ent ferntesten am anderen Ea. de der Welt. Die kürzeste Linie ist die zwischen Haifa, Piräus, Neapel, Genua und Marseille. Die nächstlängere ist die zwischen Haifa und Holland, Deutschland, Polen. Dänemark, England und Finnland Eine weitere Linie be j fördert Passagiere und Frachten nach New York, i New Orleans, Houston, Florida Los Angeles usw. Is- . raelische Schiffe fahren nach Burma, den Philippi- : nen und Japan. Neue Ge- : Seilschaften, die zum Teil der Israel Navigation Co. j gehören oder Teilhaber in nicht israelischen Firmen sind, bringen Passagiere und Waren zu neugewonne; nen Märkten oder Frachten j von einem Land zum anderen. I Israelische Schiffe laufen auch afrikanische Häfen an. Die „Black Star Line“, die Israel und Ghana gemeinsam gehört, versieht den Dienst zwischen Westafrika. England und verschiedenen europäischen Häfen. Die Frachtlinie „Gold Star“ verbindet Elat mit dem Fernen Osten. Sie bringt haupt sächlich israelische Phosphate nach Burma und Japan und kommt mit Reis und verschiedenen anderen Waren zurück. Die Linie „Seven Stars“ wurde erst vor zwei Jahren gegründet, um Frachten von Westafrika nach Nordamerika zu bringen. Die „Burma Five Stars Line“ fährt von Elat nach Rangoon. Singapore, Hongkong, Kobe und Osaka. Eine andere Linien arj beitet mit der „Atid Ship ping Co.“ zusammen und bringt Frachten nach und j von England, Italien. Spa-; nien, Portugal und Frankreich. j Die israelische Schiffahrts-! gesellschaft „Somerfin“, die sich bisher nur mit Fisch- : fang und Frachttransport S befasste, hat vor kurzem 1 einen Auftrag im Werte von j I 6 Millionen Dollar für den; Bau einer Passagier- und! Autofähre an eine belgische i Schiffswerft vergeben. Die Fähre wird Touristen und ihre Wagen in zwei Tagen von Italien nach Israel und ebenso zurückbefördern. Familien, die zusammen reisen, können ihre Wagen ohne zusätzliche Kosten mitnehmen. Das Schiff wird mit allem Luxus ausgestattet sein. Vor kurzem hat ZIM drei Liberty-Schiffe für die Fern ostlinie überholen lassen und ein viertes Schiff für die burmesische „Five Stars Line“, die mit ZIM zusammenarbeitet. Zwischen Elat und den ostafrikariiscben. Häfen wurde die erste Pas sagierlinie eröffnet. NICHT NUR QUANTITA- | TI VE ENTWICKLUNG | Heute besteht zwischen | Schiffs- und Luftfahrtsge j Seilschaften eine lebhafte I Konkurrenz, und so auch | ¿wischen ZIM und El Al. j Immer grössere und bessere j Schiffe werden in Betrieb j genommen und der Dienst I verbessert. Preise werden neu kalkuliert und erniedrigt, um mehr Passagiere anzuziehen. Vom Sommer 1963 an wird ein neuer Pas sagierdampfer, die „Schalom“. auf der Strecke Haifa, New York, Neapel, Mar seille und Madeira in Dienst gestellt werden. Der Auftrag für dieses Schiff wurde an eine französische Firma vergeben; es wird einen Ton nengehalt von 23.000 t haben und 16 Millionen Dollar ko sten. Sobald das Schiff in Betrieb genommen werden wird, werden neue ZIM Vertretungen in verschiede nen amerikanischen und europäischen Städten eröffnet werden. Ausser den bereits seit einigen Jahren in Betrieb befindlichen Petroleumtankern wird Israel auch Tank schiffe für Chemikalien erwerben. Der erste dieser Tanker wird vom Frühjahr 1962 an zwischen den USA und Israel verkehren. Er gehört gemeinsam einer israelischen und einer amerikanischen Gesellschaft. D*ie Konstruktion des Schiffes ermöglicht den Transport von 24 verschiedenen Chemikalien in fester oder flüssiger Form. Die israelische Handelsmarine wird auch eine Frachtlinie zwischen Elat und Australien eröffnen, die ihren Dienst mit drei Schiffen beginnen wird. Diese Schiffe werden unterwegs"' verschiedene Häfen anlaufen, hauptsächlich israelische Pottasche nach Australien bringen und mit industriellen Erzeugnissen zurückkehren. Israel vergrössert nicht nur den Tonnengehalt seiner Handelsflotte sondern eröffnet auch neue Zweige der Schiffahrt und ständig neue Linien. Der Ankauf von 35 neuen Schiffen innerhalb von drei Jahren wird die Zahl der Schiff« auf 100 und den Bruttotonnengehalt auf eine Million Tonnen vermehren. Weitere 15 Schiffe wurden gechartert, um zusätzlichen Schiffsraum zur Verfügung zu haben. Der Frachtver kehr ist so gross, dass Israel auch in absehbarer Zukunft weiterhin diese gemieteten S?hiffe benötigen wird. Israel, das seine Schiff- Die Neger und die Juden von BORIS SM0LAR New York. — Die Beziehungen zwischen Negern und Juden in den Vereinigten Staaten geben zu einer Reihe der verschiedensten Fragen Anlass. Vor allem muss man fragen: „Was tun die Organisationen der Neger, die sich der weitestgehenden Unterstützung der jüdischen Führeeerfreuen, um die antijüdischen Gefühle unter den Negern zu verringern?“ Es ist kein Geheimnis, dass' die den Juden feindliche' Gesinnung der Neger in New York wie auch in anderen Städten im Zunehmen und nicht etwa im Abnehmen begriffen ist. Zu einem guten Teil muss diese Erscheinung auf die hetzerische antijüdische Propaganda der schwarzen Mohammedaner und anderer Extremisteu zurückgeführt werden. Indessen muss man auch oft die antisemitische Einstellung unter den schwarzen Intellektuellen konstatieren, was besonders auf die farbigen Studenten an den Universitäten zutrifft. Eine unter den schwarzen Studenten der staatlichen Morgan-Universität in Maryland durchgeführte Rundfrage ergab, dass es viele Antisemiten unter ihnen gibt. Die Befragung, die in Händen des Psychiatrischen Institute dieser Universität lag, stellte fest, dass unter der studierenden Negerjugend vorwiegend die Ansicht herrscht, „die Juden sollten ernsthaft versuchen, ihre schädlichen und irritierenden schlechten Eigenschaften abzulegen“. Zu diesen Ergebnissen wurden auf dem kürzlichen Weltkongress für Soziologie viele Kommentare laut, und auch auf der unlängst in Chikago abgehaltenen Konferenz über Rasse und Religion sprach man über den Antisemitismus bei den Negern, obwohl diese Frage, die ein nichtjüdischer Delegierter aufwarf, absichtlich nicht zur öffentlichen Diskussion gestellt wurde. Die Konferenz, welche unter dem Patronat des Amerikanischen Synagogenrats und der entsprechenden protestantischen und katholischen Verbände stand, verfolgte das Ziel, durch Kirchen und Synagogen grösseres*Interesse für den Kampf um die Rechte der Farbigen wachzurufen. Eine Debatte über die Bekämpfung der antijüdischen Gefühle der Neger würde die Zeit der Delegierten. die sich zu anderen Zwecken versammelt hatten, ungebührlich in Anspruch genommen haben... Dies will natürlich nicht heissen, dass das Problem nicht existiert und viele Leute die Frage stellen, warum die Neger-Organisationen, welche mit den jüdischen Organisationen im Kampf um die Gleichheit der Farbigen brüderlich Zusammenarbeiten, nichts oder wenig tun, um den wachsenden Antisemitismus unter den Negern zu bekämpfen. Nicht nur haben sich viele jüdische Organisationen, mit Wort und Tat, energisch für die Rechte der Neger eingesetzt, sondern sie haben auch immer wieder die Frage der Gleichberechtigung der schwarzen Bürger vor den Gerichten vertreten, wo immer ein schwerer Verstoss vorgefallen ist. Erst unlängst haben sich das American Jewish Committee und die Liga gegen Diffamierung der Bne Brit als Nebenkläger vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten, präsentiert, vor dem der Fall einer nordamerikanischen Fluggesellschaft anhängig ist, die gegen die Neger diskriminiert. Der Jüdische Weltkongress unterbreitete in dieser Angelegenheit ebenfalls schriftliche Einwände. Antijüdische Massnahmen in Marokko Casablanca. — Ein Ersuchen, die rabbinisehen Gerichte im Lande aufzulösen, wurde von Allal el Fassi, dem Präsidenten der Oppo sitionspartei Istiklal, in der Parteizeitung an die marokkanische Regierung gerichtet. Fassi weist darauf hin, dass die rabbinisehen Gerichte in Tunis aufgelöst worden sind. Er nennt diese Gerichte Ueberbleibsel des Kolonialismus und behaup tet, dass sie nicht im Einklang mit den Gesetzen stellen. Tatsache ist, dass die rabbinisehen Gerichte im März 1957 offiziell zugelassen worden sind, um über Personenstands Fragen und Erbschafts -Angelegenheiten der marokkanischen Juden zu entscheiden. (ITA) fahrt im Jahre 1948 mit einem alten, kaum seetüchtigen Schiff begann, ist innerhalb von vierzehn Jahren zu einem seefahrenden Volke geworden, dessen blau-weisse Fahne ständig auf allen Meeren wellt. | Israels Luftwaffe! Tel Aviv. — Ueber 156 Flugzeuge der israelischen I Luftwaffe werden bei den i Feiern zum Unabhängigkeitstag Haifa überfliegen, i Bei dieser Parade werden die modernsten Apparate gei zeigt werden, über die die | Israelis heute in dieser Waf-! fengattung verfügen. (ITA); Kanadische Wahlen; zu Pessach j Ottawa. — Die von dem; scheidenden Premiermini j ster' John G. Diefenbaker ' für den 8. April festgesetzten allgemeinen Wahlen : werden auf den ersten Se.; derabend fallen. Der Kana ■ dische Jüdische Kongress ■ stand mit dem Büro des Mi j nisterpräsidenten vor dei | Ankündigung des Datums in i Verbindung. Die Wahllokale; werden von 8 bis 19 Uhr ge öffnet sein, und viele Juden 1 werden zu dieser Zeit Vori bereitungen für den Seder , treffen. Auch wurde betont, dass die frommen Juder. i nicht als Wahlhelfer herangezogen werden können. — i (ITA) Registro de la Propiedad Intelectual No. 735 104 Impreso eu la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 831 . . --uX-aá v 0

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