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Jüdische Wochenschau · 1963-02-22 · 2000 (22.2.1963) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
24 (1963)
Issue
2000 (22.2.1963)
Date
1963-02-22
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEYRREDON 2190 — 1? izq. 2g. JknuzjtdJsh&elUa T. E. 832613 AÑO XXIV BUENOS AIRES, VIERNES 22 DE FEBRERO DE 1963 N». 2000 Unruheherd Mittlerer Osten Noch immer werden Kämpfe aus dem Irak gemeldet. Diktator Kassem ist in seinem Gesetz gestorben. Er wurde ermordet. Es war nicht das erste Attentat, das gegen ihn organisiert wurde. Wie man behauptete, sitzen die Organisatoren und Draht zieher in Kairo. Das Netz von Agenten und Häschern, das alle mittelöstlichen arabischen Länder überzieht, wird immer dichter. Dort gibt sich die politische Unterwelt ihr Stelldichein. Ungeheures Aufsehen hatte seinerzeit die Revolution Kassems erregt. Eigentlich war es keine Revolution, sondern ein grausames Blutbad, dessen erste Opfer der junge König und sein Ministerpräsident Nuri Pascha, einer der berühmtesten arabischen Staatsmänner, geworden waren. Als Königsmörder trat Kassem in die Geschichte, als ermordeter Diktator ist er abgetreten. Kassem führte die anti ägyptische Politik seiner Vorgänger fort. Er brach jedoch mit der westlichen Orientierung und suchte den ihnv sofort sich bietenden Anschluss an die Sowjets. In diesem Punkt unterschied er sich nicht wesentlich von der Nasserschen Politik, der ja auch die besten Beziehungen zu Moskau unterhält. Mit der Beseitigung des irakischen Königs und seines erfahrenen Ministerpräsidenten hoffte Nasser, der Irak werde sich wieder in seine Machtkonzeptionen einfügen lassen und in der Arabischen Liga mitarbei ten. Dieser Erwartung zuwider verstand es Kassem, sich allen Einflüssen Aegyptens zu entziehen und der starke Gegenspieler Nassers zu bleiben. Nach Kassems Behauptung waren die gegen ihn gerichteten Attentate das Werk Naesers. Jetzt hat. sein Nachfolger die Rolle des Vollstreckers des Willens Dritter gespielt. Die Lage bleibt undurchsichtig. Atier Nassers Triumphgeschrei lässt gewisse Vermutungen zu, Ob die Nachfolger Kassems wesentliche Aenderun gen der bisherigen Politik vornehmen werden, bleibt abzuwarten. Eine Verbindung mit einem Gross-Aegypten oder eine neue Vereinigte Arabische Republik, bestehend aus Aegypten, Yemen und Irak, zeichnet sich als Silhouette an einem «ehr fernen Horizont ab. Länder pflegen ihren eige nen Gesetzen zu gehorchen, die von der Regierungs- und Verfassungsform ebenso unabhängig ist wie von den Menschen, die gerade die Macht ausüben. Der Irak war immer und durch die Jahrtausende der klassische Gegenspieler Aegyptens. Hieran hat sich trotz der Beseitigung Kassems nichts geändert, auch wenn jetzt gemeinsame Proklamationen erscheinen sollten. Man darf erwarten, dass der auf Kuweit auogeübte Druck weiterhin l^estenen bleibt... Hiermit ist umso mehr zu rechnen, wenn man annimmt, dass Nasser auf die neue Regierung des Irak Einfluss nehmen kann. Kuweit, die reichste Oelqueüe der Welt, führt sein Luxusda- «ein sozusagen auf der Spitze der englischen Rajonette. Da »es hier um Geld, sogar um sehr viel Geld geht, dürfte nicht damit zu rech von B. B, SAMUEL nen sein, dass die Briten auf ihre Position verzichten. Die erfolgreichen Interventionen Aegyptens im Mittleren Osten, die dann von Fehlschlägen begleitet werden, dürften Veranlassung genug «ein, die Situa tion dieser in steter Unruhe befindlichen Zone einmal mehr zu analysieren. Es dürfte nicht schwer sein, diejenigen Kräfte zu erkennen, die hinter Kairo stehen. Man braucht nur an die übereilige Anerkennung der neuen Regierung des Yemen zu erinnern, die von Washington ausgesprochen worden ist, um zu beobachten und zu sehen, woher der Wind bläst. Seit Jahren, auch schon vor dem Sinai- Fetdzug, haben die Nordamerikaner alle Abenteuer Nassers gedeckt. Sie waren es, die seinen wackelnden Thron wieder aufrichteten, die alle seine Husarenritte sanktionierten, seine Angriffe auf alle anderen arabischen Staaten, seine Beleidigungen gegen Amerika« Verbündete und sogar seine wiederholten Abstecher nach Moskau. Die Hintergründe dieser amerikanischen Politik sind mannigfacher Art. Aber sie zeigen nur, dass zwischen der Verwaltung Eisenhower-Dulle« und dem neuen Team Kennedy Rusk kein prinzipieller Unterschied vorhanden ist. Noch glauben die Amerikaner, dass sie weiter auf ihr Paradepferd Nasser setzen müssen, um das Rennen im Mittleren Outen zu gewinnen. Die bisherige Entwicklung gibt ihnen eigentlich nicht Recht. An einem Frieden im Mit telosten sind sie aber ganz offensichtlich nicht interessiert. Sonst hätten sie schon längst einen Ausgleich herbeiführen können. Israel gibt «ich nicht allzu grossen Illusionen über die amerikanische Hilfe hin. Man ist dort der Auffassung, dass Washington die Realität ist. ein Ausgleich mit dem Ostblock eine bis heute jedenfalls trügerische Hoffnung. Man ist sich darüber im klaren, dass die entscheidenden Kräfte selbst einen Nasser nur als Spielball ihrer Interessen betrachten. Jedenfalls haben die Vorgänge im Irak, die zum Sturz Kassems geführt haben, erneut zwei Faktoren deutlich hervortreten lassen: die aggressive Politik Aegyptens lässt den Mittelosten nicht zur Ruhe kommen, und die Entscheidungen über den Orient werden nicht dort, sondern von auswärtigen Mächten geführt. Während auf anderen Kampffronten sich ,nur‘ Ost und West gegenüberstehen, ringen in Mittelost minde stens drei Westmächte und die Sowjetunion um den entscheidenden Einfluss. Das klassische Gebiet der internationalen Macht-Auseinandersetzungen ist weiterhin ein Spielball der Grossmäehte geblieben, wie er es bereits in alter Zeit gewesen ist. Die Ermordung Kassems ist nur eine Episode. Der wirkliche Kampf um die Macht über diese Gebiete hat noch garnicht begonnen. WIE ICH ES SEHE Plaedoyer für die Feigheit von JEHUDA GCTTHEIMER i. Der Kölner Kreis des Kon gresseis für die Freiheit der Kultur beschäftigte sich drei Tage und Nächte hindurch mit einem Thema, das auch unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt: „Widerstand und Verrat.“ Referate wurden gehalten, an die sich lange und lebhafte Diskussionen an«chlossen. Führende Politiker der Bundesrepublik und bekannte Persönlichkeiten des Widerstandes aus verschiedenen Ländern kamen zu Wort. Mehr als 500 Gäste und Hörer füllten das Auditorium maximum der kölner Universität; unter ihnen befanden sich nach den Berichten viele junge Menschen. „Widerstand und Verrat“ ist. nicht nur ein Thema des deutschen Kreises. Trotz des grossen Echos, das diese Veranstaltungen gefunden haben, beschäftigen sich auch in der Bundesrepublik längst nicht genug Menschen mit diesem Problem, welches nicht allein die Schicksalsfrage unserer Generation ist. Die Frage steht, wenn auch in einer anderen Form, auch vor denjenigen, die jene Zeit nicht mehr oder noch nicht mitertebten. Letzten Endes ist es die Frage nach der Moral im öffentlichen politischen Leben. Ein beachtlicher Kreis von jungen Intellektuellen quälen sich mit diesem Problem, für das es eine Lösung kaum zu geben scheint. So sind sie zu der Feststellung gelangt, dass die Vergangenheit nicht überwunden ist. Die „unüberwundene Vergangenheit“ ist nicht nur zu einem Begriff, sondern auch zu der Kernfrage künftigen staatspoiitischen und gesellschaftlichen Lebens geworden. II. Es wäre ein Irrtum, wenn wir Juden dieses Problem nur aus der Ferne betrachteten. Wir haben auch kein Recht zu der Annahme, dass wir nur Kritiker oder Zuschauer seien. Sicherlich ist die recht bequeme Einstellung verfehlt, uns ginge diese ganze Sache nichts an. Es handele sich nur um eine moralische oder politische Krise einer bestimmten Aussenpolitische Erklaerung Jerusalem. — Golda Meir sprach die Hoffnung aus, dass die gegenwärtigen Schwierigkeiten innerhalb des Gemeinsamen Europamarktes keine Verzögerung in den Verhandlungen über eine Beziehung zwischen den sechs Mitgliedstaaten und Israel verursachen würden. In Beantwortung von Fragen bei einem Bankett des Verbandes der Ausländskorrespondenten erklärte sie, obzwar die Differenzen, welciie durch Frankreichs Widerstand gegen den sofortigen Eintritt Englands in die EWG „allgemein Besorgnis erregen“, sähe sie nicht, in welcher Weise die Unstimmigkeiten zwischen Frankreich und Grossbritannien Israels Beziehungen mit Frankreich trüben könnten. Frau Meir streifte nur kurz die kürzliche Revolution im Irak, die sie als „innere Angelegenheit“ be zeichnete. Ihre Regierung sei daran nur unter einem Gesichtspunkt interessiert, «o stellte sie fest, nämlich ob die Ereignisse in den Nachbarländern die Sicherheit Israels gefährden könnten.“ (ITA) Schicht, eines einzelnen Vol kes oder eines Kontinentes, der für seine Sünden schwer gebüsst habe. Wir müssen einen völlig anderen, positiven Standpunkt in dioser Auseinandersetzung einnehmen und dürfen nicht vergessen, dass es unsere Sache ist, die hier debattiert, polenlisch behandelt und zu irgendwelchen Ergebnissen gebracht werden soll. Wo e*s aber um unsere Sache geht, müssen wir versuchen, einen eigenen Standpunkt zu beziehen, nicht allein, um uns immer wieder neu zu orientieren, sondern auch um unsere Stimme zu erheben, wenigstens jetzt, wo wir nicht mehr und nicht nur Objekt eines Geschehens sind. In Wirklichkeit bemühen sich auch immer wieder ehern ata führende Persönlichkeiten unserer Gemeinschaft darum. Planung in die chaotischen Jahre hineinzutragen, die dem Vernichtungsregime vorausgegangen sind. In dem kürzlich durch das Leo Baeck Institut herausgegebenen Erinnerungsbuch von Kurt | Blumenfeld .Erlebte Judenfrage“ ringt der Verfasser um die Klärung und Lö- «ung dieser vor ihm sich auftürmenden Frage, wie das alles, was kam, über haupt möglich gewesen sei. und welche Rolle nicht nur die anderen, sondern gerade die Juden bei diesem Marsch in den Abgrund gespielt haben. Blumenfeld, Lehrer und Wegweiser des deutschen Zionismus, macht Berner kungen zu unserem Thema, die als Ausgangspunkt für unsere Ueberlegungen und Erkenntnisse wichtig sind. Blumenfeld sagt: „Eta ist erstaunlich, wie wenig die deutschen Juden in diesen Jahren, ehe Hitler zur Macht kam, von Atmungen geplagt waren. Auch Nicht¬ Dr. W.: — Keine Schadensart wird so viel diskutiert wie der Gesundheitsschaden, der dann gegeben ist. wenn ein Verfolgter durch die Verfolgungen krank geworden und in seiner Gesundheit in einem vom Gesetzgeber festgelegten Umfang geschädigt worden ist. Es durfte pjich nur um Ausnahmefälle handeln, in denen Menschen, die Jahre hindurch in Konzentrationslagern misshandelt, menschenunwürdig untergebracht und als Arbeitssklaven eingesetzt .worden sind, aus solcher Katastrophe heil herausgekommen «ind. Jeder KZ’ler, so müsste man armehmen, erhält gerade diesen Schaden zugesprochen. Das ist aber durchaus nicht der Fall. Sowohl die Vertrauensärzte, die mit den „amtlichen“ Untersuchungen beauftragt worden sind, wie die deutschen Entschädiguugsämter und Gerichte machen gerade diesem Peosonenkreis die grössten Schwierigkeiten Hierbei gibt es die krassesten Fälle. Es werden weder ärztlich vertretbare noch juristisch haltbare Konstruktionen erfunden, um solche Schäden nicht anzuerkennen. Frs werden Anforderungen an die Beweislast gestellt, die mit dem ursprünglichen Geist der Entschädigungsgesetzgebung im Widerspruch stehen. Es werden Bescheinigungen über die Entstehung der Erkrankung verlangt, die niemand beschaffen kann, was den Behörden beoser als den Privatpersonen bekannt ist, und man gewinnt den Eindruck, dass sie es vielleicht gerade deshalb verlangen. Mitunter müssen die Antragsteller bei den „vertrauensärztlichen“ Untersuchungen die unangenehmsten Prozeduren über sich ergehen lasoen, die zweifellos abgestellt werden, sobald sich jemand beschwert. Aber die Tatsache, dass es zii solchen Beschwerden kommt, ist bedauerlich genug, weil schreckliche Erinnerungen an Experimente wachgerufen werden. An Experimente sich zu erinnern, bedeutet eines der finstersten Kapitel der nazistischen Verbrechen anzurschnaiden. Und doch gibt es selbst solche Fälle, in denen die Tatsache der Experimente nicht bestritten wird; die Folgen aber als überwunden gelten, obwohl sie noch vorhanden sind; vom ärztlichen Standpunkt aus seien die Folgen nicht mehr auf die Experimente, sondern auf die Veranlagung der betreffenden Person zurückzuführen... Das'wird niemand verstehen, auch kein Arzt. In den letzten Monaten hat sich immer mehr die Praxis entwickelt, sogenannte Obergutachten von bekannten Professoren, Universitätskliniken oder Heilanstalten anzufordern, die nun entscheiden sollen, ob ein verfolgungsbedingter Gesundheitsschaden vorhanden ist oder nicht. Di'toe Herren sehen den Kranken nicht, so können sie sich weder von ihm noch von seinem Verfolgungsschicksal einen persönlichen Eindruck machen. Sie sind auf ■ die Aufzeichnungen und Meinungen anderer angewiesen, wobei sie sich meist nicht den privatärztlichen, sondern den vertrauensärztlichen Gutachten anocblicssen. Obergutachten ist heute in der Praxis der Prozesse mit Ablehnung identisch geworden. Unterstellt man einmal, dass diese Qbergutachter gutwillig und gerecht sind, obwohl mau sie nicht kennt und es nicht ausgeschlossen erscheint, dass sich unter ihnen manch bewährter Nazi befindet. Der Obergutachter findet das ausführliche Gutachten des Vertrauensarztes, dem knrze Gutachten der Auslandsärzte, die den Patienten behandeln, gegenüberötehen. Kein privater Arzt hat und nimmt sich aie Zeit, zehn- und zwölfseitenlange Gutachten anzufertigen, und kein Antragsteller hat das Geld, solche Gutachten zu )>ezahlen. Die Entschädigungsämter verfügen über das Geld, das sich vom fiskalischen Standpunkt als gut angelegt erweist, denn jede dic»ser Ablehnungen entlastet den Staatshaushalt. Von einer gerechten Entscheidung kann nicht die Rede sein. Der Vertrauensarzt des Entschädigungsamtes hat prozessual betrachtet — jedenfalta in der Theone — keine andere Position wie der Hausarzt des Antragstellers. Beide sind Parteiärzte. Die Vertrauensä-rzte sind keine Gerichtsärzte. Eine objektive Entscheidung des „Aerztlichen Dierßtes“ oder eines Obergutachters aber ist aufgrund der Aktenlage nicht möglich. Die „Untersuchung von Aktendeckeln“ isteine Faree. Um auf diesem, vielleicht ernstesten Gebiet der Wiedergutmachung eines Schadens, der geblieben ist und bleiben wird, nämlich die Zerstörung der Gesundheit, zu in der Praxis brauchbaren Bedingungen und Ergebnissen zu gelangen, ist eine neue gesetzliche Regelung erforderlich, die sowohl die Fehler der Verwaltungsbehörden wie die bisherige Handhabung durch die Gerichte ändert. — juden, die die Zeichen der Zeit an sich besser deuteten, konnten sich nur in einzelnen Fällen vorstellen, dass echte Gefahren Leben und Dasein in Deutschland“ bedrohten.“ Die Deutung der kommen den Ereignisse, die Vorbereitung auf künftige Gefahren, der Versuch, gegen Entwicklungen zu opponieren, sind Aspekte zur Beurteilung der , Schuldfrage1, wer eigentlich den Nazis zur Macht verhalf und wer sich gegen diese Tendenz offen und mutig gestellt hat. Der Widerstand und der Verrat aber begannen eigentlich erst mit dem Augenblick der Machtübernahme. Damals wurden die politischen Or ganisationen des deutachen Lebens überrannt. Die Parteien konnten zum Verschwinden gebracht werden, weil sie in sich zusammenbrachen. Dagegen haben' viele einzelne Menschen, be kannte Persönlichkeiten und unbekannte Kämpfer für die Freiheit des Individuums damals einen heroischen Widerstand geleistet, unter ihnen auch zahlreiche Juden. Es gab also einen Widerstand vieler einzelner Menschen, aber keinen organisierten Widerstand von Gruppen oder bestimmten Kreisen und Organismen, von denen man erwarten musste und gehofft hatte, dass sie ein Volk ein Land oder die zivilisierte Menschheit nicht dem Ansturm der Barbaren preisgeben würden. Eine dieser trügerischen Hoffnungen war die alte Reichswehr, die .ihren billigen Frieden schloss und erst in einzelnen Teilen zu Aktionen überging, als die Welt in Trümmern lag. Eine der ganz wenigen Widenstandsgruppen wurde (Schluss auf Seite 2) VERHAFTET Oldenburg. — Der Poli zeiinspektor Emil Kassner wurde auf Ersuchen der Zentralstelle für Naziverbrechen in Ludwigsburg verhaftet. Er wird der Teilnahme an der Ermordung von 18.000 Ju den in der besetzten Ukraine beschuldigt. Kassner, der seit Jahren Mitglied der SPD ist, wurde aufgrund der gegen ihn erhobenen Anklage aus der Sozialdemokratischen Partei auw geschlossen. (ITA)

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