Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1997 (1.2.1963)
- Date
- 1963-02-01
- Page
- [Seite 11] (sequence 11)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, i° de Febrero de 1963 SEMANA ISRAELITA Abo XXIV. — No 1997 — 11 Rahe! Straus im Deutschen Rundfunk von Dr. E. G. LOWENTHAL Als Benno Mäscher die auf eine halbe Stunde gut zusammengedrängte Hörfolge „Wir lebten in Deutschland“ (nach dem gleichnamigen Buch von Dr. Rahel Straus Jereusam, Deutsche Verlags - Anstalt, Stuttgart 1961) im Südwestfunk (Baden-Baden) eröffnete, meinte er, Dokumente, und zwar nicht bloss solche der ausserordentlichen Leistung (Herman Cohen, Einstein, Gundolf, Wolfskehl, Mombert), sondern auch und insbesondere persönliche, nicht notwendigerweise künstlerisch oder literarisch bemerkenswerte Erinnerungen an das „einfache“ Miteinanderleben von Juden und Christen in Deutschland, könnten der Jugend zumindest helfen, die jüngste Vergangenheit zu begreifen. Er erinnerte an das Jahrhundert des von Emanzipation und Assimilation geprägten Integrationsprozesses und zitierte Carlo Schmids Aeusserung über die deutsch- Peujade zweimal verurteilt Paris. — Pierre Poujade ist von einem Gericht in Limoges wegen Beleidigung des französischen Staatsehefs zu 15 Tagen Gefängnis mit Bewährung und zu 1600 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Er ist der Führer der rechtsradikalen Poujadistenbewegung, die nach ihrem Aufstieg in der Vierten Republik nach der Machtübernahme de Gaulles ihre politische Bedeutung last völlig wieder einbüsste. Poujade hatte nach Ansicht des Gerichts in der Zeitung „Fraternité Française“ einen Hetzartikel gegen de Gaulle veröffentlicht. In einem zweiten Prozess verhängte dasselbe Gericht gegen Poujade eine Geldstrafe von 1600 Mark wegen Aufreizung zum Rassenhass in zwei Artikeln der gleichen Zeitung. Industrie in Israel Jerusalem. — Die Industrieproduktion wuchs auch im abgelaufenen Jahr. Ihr Gesamtwert betrug 3.013 Milliarden Israel-Pfund. Im vorhergegangenen Jahr waren es 2,618 Milliarden IL. Bei der Ausfuhr von industriellen Erzeugnissen war eine Zunahme von 20.3 Prozent zu verzeichnen. jüdische Symbiose, durch die die Juden „in die Le bensordnung der deutschen Staatswelt einbezogen“ worden seien. Rahel Straus' eindrucksvolles Buch wurde mehrfach wörtlich zitiert; die warme Stimme namentlich der Sprecherin (es wirkten mehrere Sprecher mit) war geeignet, die Menschlichkeit und Innerlichkeit in der Sprache der Autorin wiederzugeben: in ihren Erinne rungen an ihre Eltern und die Ahnen ihres Mannes, den kulturellen Hintergrund all dieser Menschen, an Rahel Straus’ zeitweise unbeschwerte Studienzeit in einer Sphäre der, wie es der Manuskriptschreiber ausdrückte, „zwüegesichtigen Zugehörigkeit zu Judentum und Deutschtum“, dann an das frühe Sichhingezogenfühlen zu zionistischen Gedanken. Immer wieder kam, bei aller Betonung des Jüdisch-Religiösen, das im Elternhaus Goitein wie in der Straus - Familie eine entscheidende Rolle spielte, später auch des Nationaljüdischen, und bei aller Gruppenspannung die alte kulturelle Verbundenheit von deutscher und jüdischer Geschichte und Interessenaus richtung zum Vorschein, für die es kaum ein besseres Beispiel als die Atmosphäre im Hause Straus in Baden und in München hätte geben können. Die Sendung schloss die ebenso ereignisreiche wie geistig fruchtbare Periode zwischen 1918 und 1932 in kurzen Zügen mit ein, eine Periode, die die Vorstufe zu dem für das deutsche und europäische Judentum teuflisch tragischen Zeitraum bildete... Wenn auch Jacob Burckhardt (1818 — 1897), der schweizer Kulturhistoriker, so schloss die Hörfolge, davon spreche, dass die Be sehäftigung mit der Geschichte nicht klüger mache, so könne man von den an Gedanken reichen Me moiren von Rahel Straus sagen, sie seien von einem überlegenen und gerechten Geist geprägt. In der Sendung wurde ausdrücklich darauf hinge wiesen, dass „Wir lebten in Deutschland“ eine Veröffentlichung des Leo Baeek- Instituts ist, und erklärt, wer der deutsche Jude war, dessen Namen es trägt. Plötzlich und unerwartet entschlief am 21. Januar mein geliebter Mann, unser guter Vater, Grossvater. Bruder, Schwiegervater, Schwager und Onkel, Herr Hermann Deutschkron im Alter von 75 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen SOFIA DEUTSCHKRON geb. NATHAN Gleichzeitig danken wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die erwiesene Anteilnahme. Pasaje Lapacho 2220, Buenos Aires. Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722/5723 Sonnabend, den 9. Februar Donnerstag, den 7. März Sonntag, den 10. März Montag, deh 11. März Sonnabend, den 6. April Montag, den 8. April Dienstag, den 9. April Mittwoch, den 10. April Montag, den 15. April Dienstag, den 16. April Sonntag, den 21. April Montag, den 29. April Dienstag, den 12. Mai Dienstag, den 28. Mai Mittwoch, den 29. Mai Donnerstag, den 30. Mai Montag, den 29. Juli Dienstag, den 30. Juli Mittwoch, den 18. September Schabbat Schira — Chamiseha assar be Schwat Fasten Esther Purim Schuschan Purim Schabbat hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken des Aufstandes im Warschauer Ghetto Vom Ha’atzma’ut Lag Be’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Erew Tischa Be’Aw Tischa Be’Aw Erew Rosch Haschana 5724 Ml wmm ÜIÄ iffigflf ÜIS* ::îS*S--wx-: Äs»: llllJÄ mm 1IPS1 gftppl ÉSIÜ i» ÜÜÜ S®1H1É sSgraj; Iplippl Die Hehraeische Universi tae! und die anderen Hochschulen nehmen einen ungeahnten Aufschwung. Die wissenschaftliche Forschung in ISRAEL ist führend in der Welt. SCHULEN HAUPTSAECHLICH HIN- Dies alles ist moeglich durch die Opfer der Juden in der ganzen Welt zum Aufbau des nationalen und staatlichen Lebens in ISRAEL durch die: ANNAHMESTELLEN: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376,3<?. T. E. 47-3820 UNO SAEMTLICHE SEKRETARIATE DER ANGESCHLQS* SENEN ORGANISATIONEN UND GEMEINDEN Gentileza de LA SEMANA ISRAELITA