Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 24 (1963)
- Issue
- 1993 (1.1.1963)
- Date
- 1963-01-01
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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•* Dr. W.: PUEYRBEOON 2130 — 1® iz<I- Jûx Jk^nxíhx* D&u&&litcL 1 E. 83 2613 AN« XXIV BUENOS AIRES, VIERNES 4 DE ENERO DE 196:5 N», i Der Menschenhandel blüht I S Dass trotz aller nationalen; Gesetze und internationalen ( Konventionen der Mensehen-1 handel noch weiter betrie i ben wird, ist kein Gehemnis. Das Thema wurde wieder aktuell. Der britische Unterhausabgeordnete John j Biggs-Davison hat seine Rej gierung aufgefordert, diese Frage vor die Vereinten Na tionen zu bringen. Er Sag-' te, dass seit dem ..afrikani- I sehen Jahr" 1960 die meisten Staaten des Schwatzen Erdteils ihre Unabhängigkeit erhalten haben, dass! aber in der gleichen Perio de mindestens eine haibe Million Schwarze ihre Freiheit verloren, weil sie als Sklaven verkauft worden sind. Sklaverei ist eine uralte Institution. die in den R-eehtssystemen der antiken Kulturstaaten, vor allem bei den Römern, fest verankert war. Sklavenaufstände gehören zu den ältesten f ormen der Austragung sozialer Gegensätze. Der beräumte Sklavenaufstand unter Spartacus erschütterte ernst das römische Weltreich. Das Christentum blieb der Sklaverei als einer Inst’tution des staatlichen Lebens gegenüber neutral, so dass diese das Römische Reich überdauerte. Die Einfuhr der Sklaven als Arbeitskräfte war ein entscheidender Faktor für die Erschliessung der Neuen Welt. Der Kampf der Sklaven um ihre Befreiung in Nordamerika stellt einen | wesentlichen Teil der nordamerikanischen Entwlck- | lungsgeschichte dar. dessen 1 Folgen trotz der längst I durchgeführten Sklavenbe-! freiung, und der Abschaf-! fung der Sklaverei noch! heule beinahe täglich zu bc- 1 obachten sind. I Die Engländer, einst die! grössten Sklavenhändler, i waren auch diejenigen, die; später mit der grössten Entj schiedenheit gegen den Skiai venhandel auftraten i nd j die anderen Kolonialmächle ' zwangen, den Handel init Sklaven abzuschaffen. Aber in Brasilien, um ein Beispiel zu nennen, wurde der Sklavenhandel erst 1888 beseitigt. Was Sklaverei seihst in der freien Welt Amerikas bedeutete zu einer Zeit, da die Proklamation der Menschenrechte in den amerikanischen Unabhängigkeitskriegen längst zum Grundgesetz des Staates geworden war. mag jeder, der sich hierfür interessiert in dem ergreifenden Buch * on Roi Ottley ..Die schwarze Odyssee“ nachlesen, geschrieben von einem amerikanischen Neger - Journalisten, der das Problem nicht nur historisch darstellt, sondern vor allem von oer menschlichen Seite aus schildert. Dieser Fragenkomplex ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt des heute noch blühenden Sklavenhandels von grösster Aktualität. Gibt es doch afrikanische Länder. in denen vielleicht nicht der eigentliche Status des Sklaven vorhanden ist. wohl aber die schwarze Bevölke rung zu einer beinahe völligen politischen Rechtlosigkeü verurteilt bleibt. Das klassische und tragische Beispiel hierfür ist Südafrika. ein Land mit einer ,, fortschrittlichen'* weissen Bevölkerung europäischen Ursmungs. aber auch ein Land der Schwarzen, in dem die überwältigende Mehrvon B. B. SAMUEL heit der Bewohner politisch entrechtet ist. Die ungeheuren Schwierigkeiten und Komplikationen, die nch aus dieser Situation e-geben, haben die Weltöffentlichkeit bereits zu wiederholten Malen alarmiert und beschäftigt, ohne dass es gelungen wäre, zu einer Lösung oder einem Kompromiss zu gelangen, zu einem modus vivendi, der die Grundlage für eine ruhige innenpolitische Entwicklung dieses Landes bilden könnte. Diese Frage berührt in starkem Umfang auch die Interessen des jüdischen Volkes, da sich die südatrikanisc-he Judenheit in einem schweren Konflikt befindet. Angefeindet von den weissen Extremisten, die ei nem primitiven Antisemitismus frönen, haben sich die Juden dieses Landes bereit gefunden, — manche meinen, sie haben sich bereit finden müssen. — eine Art Burgfrieden mit den weissen Nationalisten zu schliessen, da diese auf eine Einht itsfront der weissen gegen die schwarze Rasse im Angesicht der wachsenden Be drohung ihrer Position angewiesen waren. So stehen die Juden in der doppei.en Gefahr, Opfer einer Raszenpolitik zu werden, die sie ablehnen, und anderer-eits von den weissen Antisemiten eines Tages als die Schuldigen ihrer eigenen Fehler verfolgt zu werden. Die Südafrikaner haben alle Ermahnungen der Vereinten Nationen und ihrer engsten Freunde, der Eng länder. in den Wind geschlagen. Sie haben sich in ih- ' rer Verblendung so weit treiben lassen, aus dem Commonw'ealth auszutreren. Die Entscheid,ung aber konnten sie nur hinau-zögern. Die unierdrü ekien Massen werden eines Tages aufstehen und ihre weissen Peiniger verjagen oder erschlagen. Diese Ansicht wird von den besonnenen weissen Afrikanern vertreten, die aber immer noen in einer hoffnungslosen Minderheit sind. Es gibt afrikanische Lander, die keine energischen Massnahmen ergreifen, um den Menschenhandel zu un terbinden, dessen Opfer ihre eigenen Brüder sind. Die Händler verkaufen ihre „Ware“ vor allem nach Saudi Arabien, ein Land, das sich in besonders gehässiger Feindschaft zu Israel befindet. Auch in andere arabische Länder werden noch heute schwarze Sklaven gebracht. Hier gibt es -besondere Zollgebühren, die danach gestaffelt sind, um weiche Sklavenart es s ch handelt, ob Mann, ob Mädchen, welches Alter usw. Der sauditische Staat, der ■ ungeheure Einnahmen an I seinen Oelquellen hat. zi"ht | auch aus dem traurigs'en j aller Geschäfte, dem Menschenhandel, seinen Profit. .. Auf dem Sklavenmarkt der sauditischen Hauptstadt Riad kostet ein Mädchen zwischen zehn und fünfzehn Jahren rund 2.000 Dollar; die Preise sind nämlich in den letzten Jahren erheblich gestiegen, zumal durch die UN Konvention gegen den Menschenhandel .on 1956 das’ Geschäft etwa drei Jahre lang stockte. Ein kräftiger männlicher Sklave kostet auch nicht viel weniger. Diese Sklaven werden in afrikanischen Ländern, die nicht näher bezeichnet sind, zusammenget rieben. Treibjagden auf schwarze Menschen sind also auch heute keine Seltenheit. Meistens werden die Sklaven sogar in Flugzeugen an ihren Bestimmungsplatz gebracht, weil dies billiger als lange Karawa »entransporte ist und weil die armen Menschen kaum eine Fluchtmöglichkeit haben. Die Verfrachtung in Flugzeuge vollzieht sich vor den Augen der staatlichen Behörden. Dieser Menschenhandel wird von Staaten geduldet, die den UN angehören. Weder sind die Vereinten Nationen bisher gegen die Länder eingeschritten, die len Export der Sklaven erlauben, noch gegen diejenigen, die sie einführen. Auch aas ist ein Beitrag zur Kulfur- und Sittengeschichte unserer Zeit. WIE ICH ES SEHE Niemand wollte von JEHUDA GOTTHEMER _ . Für den Tatbestand Cer Ermordung und Beraubung der europäischen Juden durch die Nazis aud ihre Schergen gibt es keine historische Parallele. Deswegen mussten sich die verantwortlichen Führer eines neuen und demokratischen Deutschland darüber «dar sein, dass eine politische Rehabilitierung nur unter oer Voraussetzung möglich sein wird, wenn die neugegi maete Bonner Republik das ungeheuerliche nazistische Unrecht in irgendeiner Form „wiedergutmacht“ Der politische Mantel hierfür waren die Reparationen an Israel. Das kann man als einen echten Fall der Wiedergutmachung betrachten. Ganz anders jedoch sind die Schäden zu behandeln, die einzelnen Personen zugefügt wurden. Während man bei den Reparationsleistungen zugunsten Israels sagen kann, dass hierbei der politische Charakter der Abmachungen hervortritt, ist dies bei den Individual Entschädigungen durchaus nicht der Fall. Denn für jeden Entschädigten besteht — mag auch der Hintergrund der Entstehung seines Schadens mit dem seiner Leidensgenossen in ähnlicher Situation zusammenfallen — ein eigener, selbständiger, gesonderter Anspruch auf Schadenersatz gegen denjenigen, der den Schaden verursacht hat. Wer dieser Verbrecher war, kann heute nicht zweifelhaft sein, und war es auch niemals: das Dritte Reich, das durch eine Unzahl von Gesetzen, Verordnungen, Verwaltungs- und Polizeimassnahmen, durch seine zuständigen und nichtzuständigen Organe, von den höchsten bis zu den niedrigsten Stehen, das Unrecht verübt hat. Um Schadenersatz für das einem Juden zugefügte Unrecht zu verlangen, war eine Entschädigungsgeset-gebung durchaus nicht erforderlich. Die Bestimmungen des allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches reichen völlig aus, um jedem einzelnen Geschädigten zu seinem Recht zu verhelfen. Man darf ruhig sagen, dass ohne die Ent schädigungsgesetze die Sach- und Rechtslage der Geschädigten ausserordentlich viel günstiger wäre. Die Entschädigungsgesetze haben nicht neue rechtliche Tatbestände geschaffen, sondern die allgemeinen Berechtigungen erheblich eingeschränkt. Unter diesem Aspekt betrachtet, muss man zu der Feststellung gelangen, dass die Entschädigungsgesetze die Rechte der geschädigten Juden eingeengt, beschränkt und in vieler Hinsicht gemindert haben. Die vom Entschädigungsgesetz eingeführten Fristen, die mit einer ungewöhnlichen Strenge und Härte ar-gewandt werden, stellen ein absolutes Unrecht dar. Dabei fällt auf, dass auf anderen Cebieten. in denen deutsche Bürger, die keine Juden, sondern in ihrer überwiegenden Mehrheit alte Nazis sind, die allgemeinen Fristen, die es ursprünglich gegeben hat. längst aufgehoben worden sind. Wir brauchen hier nur auf die Ansprüche auf Lastenausgleich zu verweisen, die seit längerem nicht mehr an Fristen gebunden sind. Niemand kann bestreiten, dass sich die Berechtigten für den Lastenausgleich zu einem erdrückend grossen Prozentsatz aus ehemaligen Hifleris-ten zusammensetzt, die selbst wahrscheinlich an nen Unrechtstaten des Dritten Reiches beteiligt waren. Warum wurden also die Fristen für den Lasfenausg.tich aufgehoben?, und warum wurden die Fristen für die Anmeldung von Entschädigungen und Rückerstattungen zugunsten der Opfer der Verfolgungen immer noch mellt beseitigt? Wie wir hören, sind die Rechner noch damit beschäftigt, auszukalkulieren, welche Beträge notwenJig wären, um die Fälle zu erledigen, die nicht zu rechter Zeit angemeldet worden sind. Wiedergutmachung nach finanztechnischen Gesichtspunkten hat die Entscm.digungsgesetzgebur.g als eine Sonder-Gesetzgebung entstehen lassen. Sollen die Deutschen weniger Geic. für Waffen und Atombomben ausgeben oder sollen sie ihren Verpflichtungen nachkommen, die durchaus nicht nur moralischer Art sind, sondern reale, rechtliche, sich aus deutschen Gesetzen ergebenden Pflichten. (Im nächsten Artikel „Berechtigte und Verpflichtete“ wird zu weiteren Problemen der Wiedergutmachung Stellung genommen i. — Am End« dieses Monats werden dreissig Jahre vergangen sein, dass Hitler am 30. Januar 1933 zum deutschen Reichskanzler ernannt worden ist. Das war der offizielle Beginn des „Umbruchs“, der Anfang der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland. Es war auch d?r Beginn eines mehr als bitteren Endes für viele oder alle Zweige eines einst blühenden Lebens in Europa. Die durch das nazistische Gewaltregime geschaffenen oder verschärften internationalen Probleme blieben bis heute im wesentlichen ungelöst. Sie werfen auch jetzt noch ihr« finsteren Schatten auf eine Menschheit, die seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe gekommen ist. Wie war das alles nur möglich?, ist eine der vielen Fragen, die ihre Berechtigung auch heute nicht verloren hat. Wenn man das Geschehen« noch einmal überprüft, wird man der. lästigen Gedanken nicht los, dass vieles, sehr vieles nicht hätte Vorkommen dürfen, wenn die Völker und die Verantwortlichen rechtzeitig aus ihren verhängnisvollen Illusionen und ihren unbe gründeten Kombinationen erwacht worden wären. Gewiss ist es leichter, ’-ost festum zu kritisieren als im gegelreiien Augenblick aas Richtige zu tun. Niemand wird aber bestreiten wollen, dass die deutsch« Demokratie. die deutsche Opposition, die deutschen Militärs ebenso wie di« westlichen Pocriker aus vielen Gründen all zu lange warteten um einem blutrünstigen Regiment entgegenzutret.ui, das vom ersten Tage seiner Ma”htentfaltung ab, und schon längst vor dem grauen 30. Januar 1933 das Verbrechen an die Stelle des Rechtes gesetzt hatte. Da für unser Leben diese Vorkommnisse das Schicksal bedeuteten, da wir gile unmittelbar von den Ereignissen betroffen worden sind, dürfte die Zeit herangenaht sein, um über u.ise. re eigenen Erlebnisse zu sprechen. Dreissig Janre sind zwar im Leben von Völkern keine lange Zeit spanne: diese dreissig Jatre sind jedoch von einer so einschneidenden Bedeulung gewesen, dass schon der erforderliche Abstand gefunden sein dürfte, um die eigene Position zu beziehen. Im Leben des einzelnen Menschen bedeuten 30 Jahre einen langen Abschiitt. Wir haben nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, lins Rechenschaft zu geben, uns der Entwicklung zu erinnern. um auch einmal Anlass zu nehmen, unseren Kindern von dieser Zeit zu berichten, in der die Wurzeln unserer eigenen Existenz ausgelassen wurden. Bevor wir das Gewesene vor unserem geistigen \uge neu entstehen lassen, wollen und müssen wir begründen. aus welchen Gründen wir den schwarzen Tag der dreissigsten Wiederkehr der nazistischen Machtergreifung zum Anlass nehmen, über unseren Weg nachzudenken. Zunächst einmal ist die allgemeine Erwägung immer richtig, dass vielleicht doch aus dem eigenen Erlebnis die richtigen Schlüsse für die Zukunft gezogen werden. Gerade ein Volk mit einer so laugen Geschichte und Tradition wie das jüdische, hat die i Seinen immer dazu aufge- ’ rufen, sich der historischen | Ereignisse bewusst zu bleii ben. die Marksteine seiner; Entwicklung gewesen sind. Nicht allein die Kraft des I Glaubens, die z. B. duich das Chanukka-Licht symoolisiert wird, das wir in der vorigen Woche entzündeten, auch die Wucht der Erinne rung ist eine der Ursachen und zugleich Fundamente, die unser Volk all die Schrecken der Jahrtausende. die Leiden, die Schmerzen und die Verfolgungen überleben liess. Wir sind ein Volk mii einem langen Gedächtnis. Unsere Feier- und Festtage tragen neben religiösen Elementen immer historische Motive, die an bestimmte Epocheivxler Volksgeschichte erinnern, an die Ge*etzgebung am Sinai, an den Auszug aus Aegypten, an den Befreiungskampf der Hasmonäer, an die Gefahren zur Zeit der Königin Ester, an die Zerstörung des Tempels und andere ge schiehtliche Vorgänge mehr. Hat sieh die heutige Generation, die doch selbst die schwerste Leidenszeit durchlebte, als Volk des Gedächtnisses bewährt? — Wenn die Judenheit aufgerufen wird, an einer Erinnerungsfeier für die Helden des Warschauer Ghetto teilzunehmen, dann sind diese Kundgebungen gut oder sogar sehr gut besucht. Denn an diesem Tage wird der sechs Millionen Märtyrer gedacht, die dem nazistischen Regime zum Opter gefallen sind. Aber wie viele Juden des zentraleuropäischen Kreises nehmen an solchen Sehmer - zenskundgebungen teil?, obwohl doch auch sie Opfer der Nazis sind, obwohl a ach ihre Angehörigen denselben Weg gingen wie alle ar.de ren, obwohl sie doch auch von den gleichen Gefü bien der Ehrfurcht, der Pi?iät, der Tradition wie die anderen bewegt werden. Die Berechtigung der aufgeworfenen Frage wird noch deutlicher, wenn wir Uber, prüfen, wie viele zentraieuropüische Juden zu den Feierstunden kommen, die der Erinnerung an die Nacht vom neunten zum zehnten November 1938 in unseren Syflagogen oder bei sonstigen Veranstaltungen gewidmet sind. Noch nicht einmal bei dieser Gelegenheit finden diejenigen den Weg ¿ur Erinnerung, die diese Zeit selbst durchlebten. deren Eltern verjagt worden sind, die fliehen mussten, um einem sicheren Tod zu entgehen, obwohl doch in jener Novembernachfc das deutsche Judentum vernichtet Prozess gegen SS-Moerder Koblenz. — Nach einer Unterbrechung von mehreren Wochen wird ner Prozess gegen Georg Heuser und elf andere ehemalige SS-Angehörig« am 7. Januar wieder aufgenommen werden. Als erstes ist di« Einvernahme von 24 Zeugen angekündigt worden. Diese Mitteilung stammt von dem Gerichtspräsidenten Randebrock. UTA i wurde, das beinahe zweda: send, sicherlich aber nieli als eintausend Jahre u deutschem Boden gelebt gi arbeitet, geschaffen und g< litten hat. Ist dieses gios: artige deutsche Judentur mit all seinen bewundern^ werten Leistungen und bei vorragenden Männern wi Frauen nicht diese Erinne rung wert? Oder sind di früheren deutschen Jude auf einem so niedrigen Nf veau angclangt, dass si den Respekt vor ihrer e„g< nen Vergangenheit, vor;1 Mm schwersten Erleber vor sich selbst verloreu m ben? — Vielleicht sind eit se Fragen noch , nicht g; stellt worden, vielleicht Iia te noch niemand den Mu1 uns selbst deii Spiegel vor zuhalten und jene Fragen a uns zu richten. Ober s t> dies« Fragen unberechtigt? sind sie falsch formuliert? Dass man vergessen vo (Schluss auf Seite 2i - &ÉS