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Jüdische Wochenschau · 1962-12-14 · 1990 (14.12.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1990 (14.12.1962)
Date
1962-12-14
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Vie»««, J4 de Diciembre de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1996 BUEN0S A,RES NEUE BUECHER'Ju¿oistisches Delitzsch - Institut SAISON-SCHLUSS KON ÄERT: „COLLEGIUM MUS1CUM“ Die Tatsache, dass die letzte Veranstaltung der vereinigten Collegia Música „De los Jóvenes“ und .De los Niños“ im grossen Teati-o Presidente Alvear bei ausverkauf tem Hause vor sich ging, beweist, in welch steigendem Masse sich die Institution der Sympathie nicht nur ihrer Angehörigen, sondern auch von . Freunden und Fremden er" j freut. Ein Monstre - Proj gramm, das einen ganzen i Sonntag-Vormittag;n An j Spruch nahm, jedoch weder! Milwirkende noch Hörer er- I rniidete, gab einen aufj scblussreiehen Querschnitt | durch das vielfältige und j vielseitige Wirken der Verj einigung. ln der szenischen Kantate von Oscar Fessler: ..De Sol a Sol“ wurden die Kleinen und Halbwüchsigen nicht nur zu Sängern, Schauspielern und Musikern, sondern auch das tänzerische Element — „Expresión Corpora!“ — trat in diesem Kreis zum ersten Mal in Erscheinung. Das sympathische Werk, auf folklorischen Motiven konzipiert, w’urde krei ert und ausgeführt von den j Leitern der verschiedenen i Sparten des „Colegium Mu- ¡ sicum“: Guillermo Gr net-; zer. Perla Jaritonsky. Hel-; ga Epstein. Mario Videla, | Patricia Stokoe. Dr. Ernesto | Epstein. Violeta Gainza. Ju j an Schuliis und andere \ koordinierten die 100 .Mann*! zählende jugendliche Schar ¡ und garantierten einen völ- | lig reibungslosen Ablauf der; Kantate, bei deren Aufstel- | lung und Einstudierung das i „Schulwerk Carl Orf“ Pate gestanden hat. Das Programm wies ferner „Rítmica 1 und II“ für Schlagzeug Vereinigung von! Amadeo Roldan auf. die un- ' ter Leitung von Antonio Ye- I pes und der extra erw-ähn-! ten Mitarbeit von León Au- I gusto Jacobson und einer! jugendlichen Spezial Grup- I pe für diese Instrumente hervorragend wieder gegeben wurden. Ljerko Spüler dirigierte das von ihm ins Leben gerufene ..Orquesta del Collegium Musicum de los Jóvenes“. welches sich auf beachtlicher Höhe befindet. Nach einem Schubert sc nen deutschen Tanz hörte man den ersten Satz des Haydn- Violin-Konzerts c-dur. als dessen Solistin die selbstsichere und eine Virtuosin vorausahnen lassende Hay dée Seibert wirkte. Sie batte donnernden Applaus. Abgeschlossen wurde die entzückende Matinee durch das ..Magníficat“ von Antonio Vivaldi mit genanntem Orchester und den schon erwähnten Chören, zu de.ien noch der „Coro Juvenil de Casteiar“ trat. Vokalsolisten waren Maria Luisa Gondell, Lily Praganza. Maria Elena de Vega, und Roberto Britos. die durchvvpgs ihrer Aufgabe gewachsen w aren, und die glänzend spielenden jugendlichen Oboisten waren Andrés Spüler und Sofia Koliren. Das gut interpretierte Oratorium stand unter Leitung von Juan Schultis. Die Vearnstaltung, die ungemein herzlichen Beifall hatte, wurde vom Präsidenten des „Collegium Musicum“. Dr. Ernesto Epstein, klar und ausführlich — und vor allem dem „kleinen Auditorium verständlich — erläutert. LIEDER REZITAL MARIA TULY Ais Abschlusskonzert des Zyklus ..Pequeños Recitales de Música Contemporánea y Latinomericana 1962“ gab die Mezzo-Sopranistin Maria Tuly ein Rezital. Nach Dan kesworten von Benjamin Chamorro von der staatlichen Kultur-Kommission an YPF. in deren Saal sich der Zyklus vollzog, absolvierte die sympathische Künstlerin. die ihre solide gesangliche und musikalische Aus bildung Hilde Mattauch ver- Robert J. Donovan: Kennedy auf PT 109, Das Kriegserlebnis des amerikanischen Präsidenten, er schienen bei Kindler, 1962. Das Buch schildert die Erlebnisse und das Schicksal des jetzigen amerikanischen Präsidenten als Kommandant eines amerikanischen Schnellbootes während des 2. Weltkrieges. Das Boot wurde von einem japanischen Zerstörer gerammt und ging unter. Kennedy erreichte schwimmend mit ei nigen Kameraden die rettende Küste. Heute als Präsident der USA richtete er an den Autor einige Zeilen, in denen er ausdrücklich „eine äusserst zutreffende Schilderung der Kriegsereignisse“ unterstreicht. Deswegen geht das Buch über eine Episode-hinaus und liefert einen Beitrag zur allgemeinen Darstellung der Geschichte und des Ablaufs des 2. Weltkrieges. Die romantische. und doch so ernste Odyssee des jetzigen amerikanischen Präsidenten, liest sich wie ein spannender Roman. Auf die schönen Bilder des Buches sei besonders aufmerksam gemacht. LA.) i i :ü: Louis Aragon1 Die Reisen-; den der Oberklasse, erschie- | nen im Kindier Verlag. — ‘ Dieser Roman, der mehr als ein Roman ist, verdient grosse Aufmerksamkeit, und dies allein schon wegen seines Autors, der zu den gro-! ssen und anerkannten Erj Zählern in Europa gereelnet ' wird. Auch das Thema, das! den Hintergrund des romanrv OLAMINU TEL AVIV POB 3002 NEUERSCHEINUNGEN Prof. Dr. H. Sternberg: 4 rr ♦ 4 4 4 ISRAEL« DES VERLAGES * Zur Geschichte der Juden in Czernowifz « Reich illustriert Kart. Prof. Kamilo Lantltnann: Israel und die Juden der Welt SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG: 3 —$ 4 4 4 4 4 4 4 Kart. 2 GESCHICHTE DER IUDEN IN WIEN Herausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken von Proi. Dr. Zwi Perez Chajes Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der Geschichte der Wiener Juden. ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: VOR Erscheinen.$ 15. Nach Erscheinen. $ 20. Alle Zuschriften u. Anfragen sind ausschliesslich cui den Verlag, Tel Aviv» P.O.B. 3002 (Israel) zu richten. | dankt, und die wiederholte! Male zur weiteren Ausbildung in Europa weilte, ein vielsprachiges und heterogenes Programm. Arnold Schönberg war mit drei Kompositionen aus opus 1 3: „Freihold“, „Warnung“ und „Die Aufgeregten“ sowie mit „Nun sag ich Dir zum ersten Mal“ und dem „Lied der Waldtaube“ (Gurrelieder) vertreten. Maria Tuly sang einfühlsam und sehr sicher die schönen noch der romantischen Ae" ra des zukünftigen Schöpfers der Zwölfton-Musik verhafteten Lieder in ihrer Originalsprache. Es folgten, nicht minder zuständig interpretiert. Valdo Sciammarella mit Muerte de Elena“, Pedro Saenz („Idilio“). Alberto Ginastera („Zamba“) — spanisch vorgetragen — und drei in indianischer Sprache abgefasste Lieder von Heitor Villalobos. Die Pianistin Eva Stegmann war ihrer Partnerin nicht nur eine Begleiterin, sondern ebenbürtige Mitarbeiterin und stellte ihre künstlerischen Fähigkeiten speziell in den fünf „ländlichen Szenen“ des grossen Bela Bartok unter Beweis, übersät mit technischen Schwierigkeiten, die W'eder für Eva Stegmann noch für Maria Tuly Hindernisse bedeuteten. welche sie eindrucksvoll in ungarischer Sprache und mit ungarischem Temperament vortrug. Beide Künstlerinnen konnten sich für anhaltenden Beifall bedanken und verstanden sich zu einer Zu gäbe, einem Lied von Ro~ dolf Arizaga. c-n hatten Geschehens bildet, verdient durch seine außergewöhnliche Aktualität ernste und gründliche Betrachtung, zu der das Buch Ara gons anregt. Die Gesell. Schaft unseres Jahrhunderts, ihr (vielfach äusserer) Glanz und ihre vielen Schlacken werden von einem Künstler der G-ertal j tung und ungewöhnlich le- , bendigen Darstellung zum! Hintergrund menschlichen j Erlebens und Ringens ge- ■ macht. Mitunter in einer j überzeugenden ironischen I Form, mitunter durch oeri I ssenden Spott wird das Hoh- \ ie. Schale, Welke kritisiert. | Wie die Menschen an der : Oberfläche haften bleiben. | wie Bildung nicht Bindung I bedeutet, wie die Flucht aus; dem Ich zu Einkehr werden | kann, wie anstelle der unse-! re Zeit kennzeichnenden; Aeusserlichkeiten nur die ' Erkenntnis der wahren | und bleibenden, deswegen menschlichen Werte auch i die innere Ruhe dem einzelnen wie der Gesellschaft gegeben werden kann, das wird dem Leser in einer künstlerisch schönen und doch spannenden Form nahegebracht durch einen Dichter, der zu den Grossen in unserer Epoche gerechnet werden darf. (p. k). A. J. Cronin: Der Judasbaum. erschienen im Zsol" nav Verlag, Hamburg — Wien. 1961. — Roman eines schwächlichen Menschen, der nicht die Kraft zu eigener Entscheidung besitzt. Ein unterhaltendes Buch, das soannend geschrieben ist. (E). Merkur. — Anatomie ei nes Wunders. Deutschlands Wiederaufstieg darf nicht gefährdet werden, verlegt hei Kindler, 1962. — Der lange Titel dieser Studie zeigt Inhalt und Tendenz des Buches an. das sicherlich weite Kreise interessieren wird. Alle Aspekte des deutschen Wirtschafts Wunders werden aufgezeigt. Die Darstellung ist klar und leicht verständlich. <k. p.) Ein Wunsch der jüdischen Ueberlieferung lautet: „ZIach urchav al devar emet“ („Gelingen heim Reiten auf dem Wege der Wahrheit“). Dieser Satz kam mir kürzlich bei der Feier zum 75jährigen Beste hen des Institutum Judaicum Delitzsehianum in Münster zum Bewusstsein. Das Institut wurde 1886 von dem Alttesta montier Franz Delitzsch (1813—1890) in Leipzig gerundet. Professor Delitzsch, der grosse Bi belexegete und Kritiker, war ein besonderer Freund des Judentums und trat den antisemitischen Strömungen seiner Zeit — der Blutbeschuldigung und Rohlings „Talmudjude“ — mutig entgegen. Sein Sohn Friedlich (Delitzsch (1850—1922; veröffentlichte die Aufsehen erregenden Babel- und Bibelvorträge (1902—5), die die Abhängigkeit der jüdischen Religion von der babyloni. sehen Kultur beweisen soll te. Prof. Delitzsch sen. übersetzte im Jahre 1877 das Neue Testament ins Hebräische. Prof. Rengstorf hatte das Institut, nachdem es 1936 geschlossen wurde, 1948 in Münster neu begründet und ist jetzt dessen Leiter. Die Bewegung, die von Delitzsch und den um ihn gescharten Kreis ausging, drängte auf die „Evanaeli sierung der Juden“. Das heutige Institut — so führlVerk „Wir haben es gesehen“ geschrieben woroen, das mehr Erlebnisse darstellt, das eine beinahe unentbehrliche Hilfsquelle für jeden bildet, der einmal über diese Zeit schreiben wird. Denn hier kommen nicht nur Dokumente zur Geltung, sondern auch der Mensch selbst, der zum Spielball hasserfüllter Leidenschaften geworden war. Kaufen Sie sich dieses Buch und lesen sie es: Wir haben es gesehen. (Dr. W.). te Prof. Rengstorf auf der Jubiläumsfeier aus — ist eine legitime Fortsetzung des von Delitzsch in Leipzig gegründeten. Es steht mit den Instituta Judaica in Berlin und Tübingen in enger Verbindung und befindet sieh in Personalunion mit der Evangelischen Theologischen Fakultät der Universität Münster, ln den Gesprächen zwischen Judentum und Christentum gehe es um die Frage, von welcher Seite mit Recht der Anspruch, über Gott und die Menschen die letzten Wahrheiten zu besitzen, erhoben wird. In seinen Begriissungsworten schickte Landesrabbiner Dr. Chanoeh Meyer die folgende kurze Erklärung voraus, nachdem tast alle Redner die missionarischen Tendenzen des Instituts hervergehoben haften: „Keine Religion oder Kon. fession kann ohne Unruhe vernehmen, wenn solche Tendenzen ausgesprochen oder gar praktiziert werden. Hier irrte, sogar Franz Delitzsch“. In Würdigung der Persönlichkeit von Professor K. Rengstorf äusserte Dr. Meyer, er „reite fiir die Sache der Wahrheit“, worauf dieser erwiderte, wenn auch nicht alles akzeptiert werden könne, was gesagt wurde, so hoffe er doch, dass alle gemeinsam das Wort „Reite für die Sache der Wahrheit“ zum Ziel setzen würden. Mit dem Jubiläum w7ar ein drei Tage dauerndes wissenschaftliches Symposion verbunden, in dem folgende jü dische Gelehrte zu Wort kamen: Rabbiner und Dozent Dr. E. Schereschewsky über „Neue Arbeiten zur Geschichte der jüdischen Medizin in hebräischer Sprache“. Prof. Dr. Kirch (New York und Basel) über „Zasius und Reucblin“. Pnof. Rosenthal (Oxford) über „Mittelalterliche Exegoten und ihr« Beziehungen zum Christentum'“. Die Preise sind in U&A'Dollor angegeben. j VERKAUFE; Konzert-Flügel . Ed. Seiler (Blüthner) * PERFECTO ESTADO * T. E. 35 0714 I Sr. Kahan ) Wir haben es gesehen. — Augenzeugenberichte über Terror und Judenverfolgung im Dritten Reich, herausgegeben von Gerhard Schönberner, erschienen bei Rütten und Loening in Hamburg, 1962. — Ohne Zweifel gebührt dem Verlag Rotten und Loening, dessen grosse verlegerische Arbeit noch vielen aus der Vorkriegszeit bekannt sein dürfte, ein besonderer Dank für die Veröffentlichung die ses Buches, das in seiner Art und in seinem klaren Aufbau nur als ungewöhnlich bezeichnet werden kann. ..Wir haben es gesehen“ ist eine Auswahl von Zeugen- und Erlebnisberichten über die Grauen der Verfolgungsjahre. Hier kommen Menschen zu Werte, die sonst nicht oder .-ehr selten gehört werden, Menschen, die dabei waren, die es gesehen haben, was ge schah. die überlebten und nun sprechen oder schreiben. Die Sprache ist im Angesicht des Erlebten und ..Durchgemachten“ gemässigt und gerade deswegen wirkt sie oft erschütternd. Gerhard Schoenberger. der das Material sammelte und sichtete, und der aus einer kaum übersehbaren Fülle das Richtige wählte und auf einem tragischen Durcheinander eine geschlossene Tragödie formte, ist uns als Autor des Buches „Der Gelbe Stern“ bekannt, mit dem er sich wie der Verlag Riitten und Loening ein bleibendes Verdienst ge schaffen haben. Mit dem gleichen Ernst 1st dieses “ " 2 Unser Sohn M A T I wird s. G. w. am 1. Schahbat Chanukka BARMITZVA. Morgengottesdienst am 22. XII. 62 im Bet Israel, Conde 1345, um 8 Uhr 30. — Beginn der Tora Vorlesung um 9 Uhr. Wir werden uns freuen, recht viele unserer Gemeindemitglieder und Freunde in dei Synagoge und abends im Pestalozzi-Saal, Freire 1848, zu sehen, wo wir einige frohe Stunden bei einer CHANUKKA¬ FEIER verbringen werden. Lichtzünden und Ansprache des Barmitzva um 20 Uhr 50 pktl. Rina Rosenberg geb. Benjamin Rabbiner Dr. Meir Rosenberg DENNY GABRIEL BRAUN EVA RAIA HORVATH de BRAUN VERMAEHLTE Trauung: Chaim Weizmann-Synagoge, Ai cos 2319, Sonntag, den 23. Dezember 1962 um 17 Uhr 30. Empfang: nach der Zeremonie bis 21 Uhr in Olazaba) 3063. LU ACH — (KALENDER) Freitag, den 14 Dezember 17. Kislew Sonnabend, den 15. Dezember 18. Kislew Schabbat WAYISCHLACH XXXII 3 — XXXVI 43 Haftara Owadya I 1—21 Sonntag, den 16. Dezember 19. Kislew Montag, den 17. Dezember 20. Kislew Dienstag, den 18. Dezember 21. Kislew Mittwoch, den 19 Dezember 22. Kislew Donnerstag, den 20. Dezember 23. Kislew Freitag, den 21. Dezember 24. Kislew Entzünden des 3. Chanukka Lichtes Sonnabend, den 22. Dezember 25. Kislew 1. Schabbat Chanukka Schabbat WAYESCHEW I. B. M. XXXVII 1 — XL 23: 4. B M. Vil 1 — 12 — Haftara Seeharya 11 14 — IV 7 Neumondankündigung Tewet Entzünden des 2. Chanukka-Lichtes

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