Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1962-11-30 · 1988 (30.11.1962) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1988 (30.11.1962)
Date
1962-11-30
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/9616703-9612947-9613600--2485-9613607
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

1 iToten Meer FREEDEN flock zu ihrer Wirtschaft Ü, Aber baid„ste“leJich, aVon Mensch aswn«n Ein. üe Siedlung — wörtlich °ase des Be. hüllten tits heraus, dass der Verkauf von Fleisch allein nicht genügte, um aus dieser Versuchsfarm ein Dorf zu machen. So begannen sie, das erste Stück vom Dsehungelgestrüpp wilder Pflanzen zu s lisches M;re. die fast ssehen und e unbekannt den Grund- ■eite Pilsen den Tenr i der Nazissen Bab, tullah, zur -bettet wurnde pilgern in Heiligtü und Akko. S| Adepten aber auch luristen aus Welt, >ie nicht“, värter dem iligen Stättischen Be. religiösen ich, .die es groiseI1 Erdball ist ein emzin Bürger id. Darum r der Lieferen Va' der Liebe ^hindern en. Der Versuch gelang, aber es kamen Rückschläge, und sie mussten ihr Lehrgeld zahlen, bevor sie ge iernt hatten, welche Gemüsesorten sich mit salzhaltigem Wasser ziehen lassen, wie etwa die mit Salzquellen bewässerten Melonen, die sich durch besondere Süsse auszeichnen. Aus Persien importierte Dattelpalmen schienen ebenfalls gut zu gedeihen, und im Augenblick sind ca. 60 ha. Land, die vom Keren Kajemet gesäu bert und vorbereitet wurcen, unter landwirtschaftlicher Nutzung. Der nächste Schritt dürfte die Anlage von Fischteichen sein. Wir standen auf einer Anhöhe, von der man die Felder von Neot Hakikar sieht, — mit der Präzision einer Uhr bewegte sich eine Sprenkleranlage, die Furchen waren fein säuberlich für die Gemüsebeete gezogen, die Dattelpalmen standen in. Reih und Glied, man glaubte, eine Fata Morgana in einer Wildnis von Meer Sumpf und Wüste zu sehen Die einzigen menschlichen Behausungen weit in der Ferne waren transjordanische Dörfer, auf dem Wege von Hebron nach Akaba. Jetzt erst hörten wir, 'varum der eigentliche Bauern Hof so vernachlässigt war — die Wirtschaftsgebäude sollen etwa 1 km entfernt von dem bisherigen Provisorium errichtet werden. In den kommenden Monaten soll das erste feste Haus auf der Stelle oberhalb der Felder, auf denen wir standen, gebaut werden. Der Plan sieht einen Wirtschaftshof vor, von einem Perimeter eingeschlossen, in dem sich Wohnräume, Küche, Werkstätten, Büro und der gemeinsame Essaal befinden. Die meisten Menschen, die sich hier aus allen Teilen der Welt zusammengefunden haben, sind zu jung, um schon Familien zu haben. Es gibt bisher nur zwei Kinder — drei und eineinhalb Jahre alt — deren Vater Ro ger ein Agrarwissenschaftler aus Neuseeland ist. Als wir seine amerikanische Frau, die das dritte Kind erwartet, fragten, warum sie hier- Ftierlagt im Jahre 5722, 5723 Dez«"^ 1 Dezember 1' Dezember janusr IS® 9 Februar , 7. Mün März März 6. Apr» April . Aprü 10. Apnl , Apr«., 6. Apnl 1. Aprü I. Aprü 2 Mal 8, Mai ¡9. Mai j 30.},a! Juli 0 J“1’ M iS** Erew Chanukka 1. Tag Chanukka 8. Tag Chanukka Fasten Assara be‘Tewet Schabbat Schira — Chamischa assar be Schwat Fasten Esther Purim Schuschan Purim Sehabbat hagadol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Gedenken des Aufstandes im Warschauer Ghetto Yom Ha’atzma’ut Lag Be'Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Erew Tischa Be’Aw Tischa Be'Aw Erew Rosch Haschana 5724 hergekommen ist, sagte sie kurz: „Weil mein Mann es wollte.“ Was einmal sein wird, wenn die Kinder in die Schule gehen müssen, liegt noch in weiter Zukunft. Warum „Neot Hakikar“ nach drei Jahren Existenz noch immer kein festes Haus hat? Die kleine Gruppe von Menschen muss ei nen hohen Preis für ihre „Privatinitiative“ zahlen, denn sie gehört keiner Siedlungsbewegung an, und so steht keine politische Partei und keine Organisation, hinter ihr, um sie zu finanzieren, und was nicht weniger wichtig ist. den notwendigen Druck auf die öffentlichen Institutionen auszuüben, den Siediungspunkt unter ihre Fittiche zu nehmen. Was bisher an Entvvicklungsar beit geleistet wurde, ist in erster Linie dem Keren Kajemet und dann dem Landwirtschafts-Ministerium zu verdanken. Erst jetzt wird sich die Siedlungsabteilung der Jewish Agency einschalten und sich am Bau der Häuser beteiligen. Nach drei Jahren endlich hat ihr Leiter der Farm den ersten Besuch abgestattet. Selbst Ben Gurion, der an der Entwicklung des Negew besonderen Anteil nimmt, hat bis zu seinem k’irzlichen Besuch in Neot Hakikar nichts von diesem Unternehmen am Toten Meer gewusst, so sehr geht es „unter Ausschluss der Oeffentlichkeit“ vor sich. Die einzigen, die diese „Oise“ entdeckten, waren die Franzosen; ihr „Mittelmeerklub“. der ein Ferienlager am Mittelmeer im westlichen Galil unferhält, will hier eine „Filiale“ errichten, von der aus Tour!«ten die Ufer des Toten Meeres kennen lernen sollen. Welche endgültige Sied- Jungsform diese Farm annehmen wird, ist noch nicht gewiss, aber wahrscheinlich wird sie in ein Koopera tivdorf verwandelt werden. Die örtlichen Quellen sind zu salzhaltig, um als Trinkwasser zu dienen. In kurzer Zeit hoffen die Siedler, eine Entsalzungsanlage zu erhalten, die nach der elekirodialytiscbsn Methode ungefähr tausend Quadratmeter Wasser am Tage entsalzen kann, wobei sich die Kosten auf einem Kubikmeter nur auf ein halbes Israel-Pfund belaufen. Vorläufig wird das Wasser, etwa 30 km weit, von Dimona gebracht. Durstig von Staub und Hitze nahmen wir, die gefülPen Gläser. Es war das teuerste Wasser, das wir jemals getrunken haben, über 7 Dollar pro Kubikmeter. Es war leicht, sich auszurechnen, dass jedes Glas, das wir leerten, 5 Agorot kostete. Französischer Literaturpreis Paris. — Anna Langfus, eine jüdische Schriftstellerin polnischer Abstammung, erhielt für ihren Roman „Equipage de Sable“ den Goncourt - Preis, die höchste literarische Auszeichnung Frankreichs. Die Heldin des Romans ist eine junge jüdische Emigrantin. ln den 59 Jahren seit der Verteilung des Goncourt- Preises ist Anna Langfus die dritte Frau, der diese Ehre zuteil wird. Sie war Mitglied der Widerstands- Bewegung in Polen und •wurde von der Gestapo verhaftet, aber sie kam mit dem Leben davon. Nach der Befreiung Polens Hess sie eich in Paris nieder. (ITA) Ehrung für Eleancr Rcosovett Jerusalem. — Die Gatlin des Staatspiäsiden ten, Rachel Ben Zwi, sprach auf einer Gedenk feier für Eleanor Roosevelt. Sie würdigte die überragende PersönPchkeit der Verstorbenen und unterstrich, dass ihre tiefe Menschlichkeit ihre stete Hilfsbereitschaft. und ihr lebhaftes Interesse an dem jüdi sehen Staat ein wertvoller Ansporn für Israel gewesen seien. Mosche Kol, der Direktor der Jugendalija, der zu dieser Trauerfeier eingeiaden hatte, verwies auf die nie erlahmende Förderung, die Frau Roosevelt der Jugendali ja angedeihen liess, und kündigte weitere Veranstaltungen an, durch die diese Organisation das Andenken ihrer Gönnerin zu ehren plant. UTA) Musik in Buenos Aires 0 PRESSEKONFERENZ IM TEATRO GENRAL SAN MARTIN Pas städtische Theater, welches ja nicht nur dem Schauspiel, sondern mehr und mehr der Musik dienen will, veranstaltete eine Konferenz, bei welcher vom Kultursekretär und unter Anwesenheit seiner Leiter und der des Teatro Colon die Pläne für die Spielzeit 1963 bekanntgegeben wurden . Ausser den Schauspielprogrammen in beiden Sälen —> „Martin Coronado“ und „Casacuberta“ — wird zwischen dem 16. Januar und dem 15. März das Ballett des Teatro Colon Vorstellungen bzw. Konzerte geben. Für die Hauptsaison ist ein Zyklus für Mittwoch- und Sonnabend Abende organisiert worden, in dessen Verlauf die wertvollsten Vereinigungen von Ballett, Kammermusik und Kammeroper zu Wort kommen sollen; des weiteren werden Veranstaltungen junger argentinischer Komponisten — Konzerte, Vorträge und Debatten über ihre Tätigkeit — stattfinden. Schliesslich ist in Aussicht genommen, das in Buenos Aires schon seit, langem notwendige Experimental- Opern-Theater, sowie ein eigenes Kammer-Ballttt zu gründen. — — j THEODOR FUCHS DIRI¬ GIERT NATIONALES SYMPHONIE ORCHESTER Mit der für ihn typischen Begeisterungsfähigkeit eines Jünglings leitete Theodor Fuchs das 2. Konzert ausser Turnus der „Orquesta Sinfónica Nacional“, das im Zeichen des „Dia de la Música" stand. Nach einer ausserordentlich schwungvoll gespielten, ihrem romantischen Charakter voll Rechnung tragenden „Freischütz“ Ouver. Iure spielte Dora Andreau das 1. Beethoven-KIavier- Konzert, opus 15, c-dur. Die äusserlich recht attraktive Pianistin, die sich im Verlauf ihrer Karriere für den tieferen Sinn Beethoven- .scher Musik interessieren sollte, bot eine technisch nahezu einwandfreie, aber sehr oberflächliche Wiedergabe des unsterblichen Werkes, in déssen Verlauf wieder einmal die Ueberlegenheit des Dirigenten offerbar wurde, mit der er den Kon takt zwischen Solistin und dem — in , ausgezeichneter — Form befindlichen — Orchester wachzuhalten wuss (e. Dio ,Diez Improvisaciones breves“, eine tiansparent konzipierte Schöpfung Hebraetscher Unterricht nnsï n n 3 s n : T T —- ceo Vian a1™ aa ’ T 4 onrsn paa -aon rnjn rnnia rmnna nsjsnn nx rrrPtfaan öP tt“““ v * : “ : v .nirra nanxnam naian 2 T ’;-: t ntfxnn rPap inx^ traían onoaa a^ian nosann ori ds? .nosan1? T t :- T T : - s apian niar*?? nx erpaia ,anra rrns¡? npna ^an xxr •p trän Ts?a .o^isn tix1? - v : t t - i,naop Tr nos x^x i3rx ¡pnaa crtftx ■•if’ra pa1? ^x Innsi ]V?n irrnn o’jton rnrra nx D*xn iaaas?! Pxafer’ r ** T 5 * orn ivn nraan aip Txa taaoa pxairn *?ian aato ,paxn rvnrr bti mnsmnn ninsnn roarr .a^isa traían haaim (ir'öbis ivnas ma rxxina) •t **• i* * is;a aaaan axän paa -mi?* nip^nan nnx nasitf -ian nnwn- : axän nir nn» ht naan it np^na .^x1? -p natf nnttartr«# nx^a' : TT - : : : | -#n *7# np»mna?ön .naio Pia nosan xm 'xVian nn pxnfcr t : •: ina1? anx apsaa nan ¡ natf na jpxatrn ^lan t t niaimaa nsnin naoasna t t t v v : - : . niaasn ntfan ïv inaai T” -T- - :"T| &PX *7Di »o^ttfan aPia1?, -snn .rnisasn tt^an1? ‘,xn?a T- T T- * “ : na»i 'T-bv nipaaa nia? ^xçia n*?ap o» .naTa *?x aais aPian nnao( ars*? nisj^n naan1? an^n; T “ “ T “Î » ♦ T - f > nx *73p_a Tsn .aPian nop nxi aPia^ xtoian1 ppn xn i]X ,nosann nanaa Ppaan pixaa DTaxn i t; - ASI NACIO LA ESTAMPILLA ISRAELI (Columna derecha) En el edificio del correo central en Ja fa se halla uno de los más interesantes departamentos del correo: el “Servicio Filaiélico“. Esta sección festejó recién su décimo segundo aniversario de su fundación. La tarea principal del Servicio Filatélico es la impresión de las estampillas israelíes. Vamos a seguir el proceso de creación (1) de ia estampilla israelí. Cada año se publica un aviso en la prensa y por la radio llamando a concurso (2) para propuestas para nuevas estampillas y to da persona puede aportar sus ideas. Las propuestas son examinadas por una comisión especial. Aceptados los temas para las series de (las) estampillas, se mandan a los dibujantes que preparar sus proyectos de diseño de las estampi Has. A cada dibujante se le indica el tema de las estampillas y el sistema de impresión, pero el es independiente en (su) realización (gráfica), en la eieccóin de los colores etc. (Columna izquierda) Existe una comisión gubernamental para el estudio de emblemas la que elige el mejor y más adecuado de los diseños en competencia. Después de la aceptación de la propuesta del diseño (de las estampillas) se procede a la impresión de las estampillas. Al terminar la impresión, se revisan las hojas de estampillas con la máxima precisión. Así nace (3) la estampilla israelí. En los ojos de muchos es sin embargo nada más que un pedacito de papel, pei;o para millones de-personas dispersas en el mundo, ella sirve como una ventana y puerta a través de la cual se ve el Estadc de Israel. Desde la fundación del estado hasta hoy, la estampilla israelí se encuentra en el centro del interés tanto del pueblo de Israel en Tzión y en la diasporá como en el de Iqs aficionados de la filatelia de todo el mundo. (1) literalmente; nacimiento (2) „ para la entrega (3) „ sale a la luz del mundo SO ENTSTEHT DIE ISRAEL- ) BRIEFMARKE (Rechte Spalte) <i Im Gebäude de Hauptpost in Jaffa befindet sich eine der interesantesten Abteilungen der Post: der „Briefmarken* Dienst“. Diese Abteilung feierte vor einiger Zeit (1) ihr 12jähriges Bestehen. Die wichtigste Aufgabe des Briefmarkendienstes ist der Druck der Briefmarken Israels. Verfolgen wir den Werdegang der Israel-Marke. Alljährlich wird durch Presse und Radio eine Aufforderung zur Einreichung von neuen Briefmarken Vorschlägen veröffentlicht, und ein jeder kann seine Vorschläge einreichen, di® durch eine Spezial-Kommission geprüft werden. Nach Annahme der Themen für die Marken-Reihen wendet man sich an die Graphiker zwecks Vorbereitung der Briefmarken-Entwürfe (2). Der Zeichner ist nur an das Thema der Marken und an die Druck-Art gebunden (3), aber er ist frei in der graphischen Ausführung, der Farbenwahl etc. (Linke Spalte) Zwischen den zur Konkurrenz stehenden Entwürfen (4) wählt die „Regie* rungs-Abteilung für Embleme“ den besten und geeignetsten (Entwurf) aus. Nach der Annahme desselben, werden die Marken dem Druck üBtrgeben, nach dessen Beendigung werden die Briefmarken- Bogen allergründlichst untersucht. So kommt die Israel-Marke ans Licht der Welt. In vieler Augen ist sie zwar nur ein Stückchen Papier, aber für Millionen Menschen in der ganzen Welt dient sie als (5) Fenster und Tor, durch das man Medinat Israel sieht. Seit der Staatsgründung bis zum heutigen Tag steht die Israel-Marke im Interessenmittelpunkt des Judentums im Lande und in der Diaspora, sowie auch in dem der Briefmarkenliebhaber in der ganzen Welt. (1) wörtlich: gerade jetzt j *2) „ Vorschläge zur Zeichnung ( der Briefmarken (3) >» empfängt die Themen und die Druckart f4) ,, Zeichnungen (5) ,, ist sie des vor kurzem in sein 70. Lebensjahr getretenen José Maria Castro leiteten zu einer schwungvoll und mit Enthusiasmus seitens aller Beteiligten hingelegten ,Sommernaeht6traum‘ -Suite von Mendelssohn über, deren Interpretation, ebenso wie die übrigen Programm, teile, mil lebhaftem Applaus quittiert wurde. Hebraeische Dichter Rio de Janeiro. — In einem brasilianischen Verlag werden von der brasilianischen Dichterin Cecilia Meirelle ins Portugiesische übersetzte Gedichte von 24 hebräischen Dichtern — von Bialik bis Shin Shalom — in einem von dem brasilianischen Künstler Porlinarj illustrierten Band veröffentlicht. Folklore-Abend Bis Mitte Februar 3963 werden die im Laufe des Jahres regelmässig veranstalteten und sehr beliebten Folklore-Abende in Tel Aviv und Jerusalem nicht stattfinden. Auf ganz speziellen Wunsch werden jedoch Folklore Abende für organisierte Gruppen auch in den Wintermonaten durchgeführt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.