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Jüdische Wochenschau · 1962-11-23 · 1987 (23.11.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1987 (23.11.1962)
Date
1962-11-23
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 Viernes, 23 de Noviembre de 1962 SEMANA ISRAELITA NEUE BUECHER A 8* Mill. _ Ne. 1987 The Yellow Star (Der gel be Stern), von S. Unsdorfer T. Jose!off N. York, 1962. Mit Erschütterung liest man die Erlebnisse des Verfassers, der von der Slowakei mit vielen slowakischen Juden nach Auschwitz deportiert wurde. Sein tiefes Gottvertrauen half ihm. die schrecklichen Leiden zu er tiagen, die Unsdorfer in tief bewegenden Worten wiedergibt. Es ist ein Buch, das man nicht so leicht vergisst. — :o: — Juden. Christen, Deutsche: Kreuz Verlag. Stuttgart 3962. H. J. Schulz hat hier eine Sendereihe des Süddeutschen Rundfunks in Buchform her ausgegeben. Das Werk d’ent der Verständigung zwischen Juden und Christen bzw. Deutschen. Ueber das Verhältnis zwischen Deutschen und Juden schreibt vom deutschen Standpunkt aus Carlo Schmid. vom jüdisch-en Max Brod Jüdisches Gedankengut bringt uns M Buber näher mit seiner Abhandlung über den Chassi dismus. Schalom ben Chorin beleuchtet das jüdische Verhältnis zu Jesus. Das Buch enthält ferner gut ge schrie bene Würdigungen von Männern wie Freud, Herrmann Cohen. Leo Baeck, Einstein und Rathenau. Studies in Torah Judaism, von Dr. Elieser Berkovitz. Jeshiva University, New' York. 1962. In dem Buch von Professor Dr. Berkovitz handelt es sich um eine kritische Studie der Philosophie Martin Bubers. Martin Buber ist bekanntlich der Begründer der Philosophie des Du und Ich. des Dialogs zwischen Gott und Mensch. Aber der Gott Bubers ist nicht der persön liehe Gott der Bibel. Professor Berkovitz nimmt zu dieser Auffassung Bubers vom orthodoxen Standpunkt aus Stellung. Berkovitz lehnt den Gottesbetriff Bubers in sehr scharfsinniger und klarer Ehrenvoll« Berufung Sao Paulo. — Prof. Fritz Feigl, der bekannte Chemiker und verdiente jüdische Gemeindeführer in Brasl lien. hat eine Einladung vor. der Hebräischen Universität in Jerusalem erhalten, um dort ein Jahr lang als Gastprofessor für analytische Chemie Vorlesungen zu ha! ten. (ITA) Darstellung ab und hebt den Standpunkt des traditionellen Judentums hervor. The Rise and Fall of the Judaean State, von Salomon Zeitlin, Jewish Publication Society, Philadelphia 1962. Wir haben es hier ohne Zweifel mit einem monumentalen Werk eines grossen Gelehrten zu tun. Professor Zeitlin, ein grosser Talmudist, beherrscht zu gleich die klassischen Sprachen, Griechisch und Latein. Diese Kenntnis hat ihn befähigt, eine ausführliche Geschichte des Aufstiegs und Niedergangs des jüdischen Staates zu schreiben. Zeitlin beginnt seine Dar Heilige Staetten in Israel Das Leo Baeck - Institut sucht DOKUMENTE-URKUNDEN CHRONIKEN BILDER über die Geschichte des ehemaligen deutschen Judentums sammelt das LEO BAECK-INSTITUT PUBLIKATIONEN DES I.EO BAECK INSTITUTES SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TU EBINGEN YEAtt BOOK VI I960 — VOM L.B.-INSTITUT HERAUSGEGEBEN: BY THE EAST AND WEST LIBRARY, LONDON mit einer Fülle hervorragender Beitrage in englischer und deutscher Sprache. (416 Seiten) WERDE AUCH DU MITGLIED des Leo Baeck-Instituts Anmeldungen bei Herrn CURT WILK. Moreno 2256. und im Büro der IUEDISCHEN WOCHENSCHAU. Pueyrredon 2190. 1. uq. (83/2613) Die wichtigsten heiligen') Stätten des Judentums be finden sich ausserhalb des Staatsgebietes auf Territorium, das unter transjordani-! scher Herrschaft steht, nämlich der Berg Moria mit dem Tempelplatz, die Westwand des Tempels, die sogenannte Klagemauer, das Grab der Stammutter Rachel. die Höhle Machpela und der Friedhof am Oelberg. auf dem viele Gräber von Transjordaniern ge schändet wurden, indem sie Grabsteine entwendeten, um sie als Baumaterial für ihre Häuser zu verwenden. Innerhalb des israelischen Staatsgebietes gibt es auch gewisse von der Tradition stelung nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien nach Palästina und führt sie im ersten Band fort bis zum Ende der Hasmonäer. Das Buch Prof. Zeitlins bringt ganz neue Gesichtspunkte, liest sich spannend und fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. The Jews of Ancient Rome, von Harry J. Leon. — Jewish Publication Society. 1960. Der Verfasser gibt uns in dem Buch ..Die Juden im alten Rom“ eine ausführliche Geschichte und Beschreibung der jüdischen Gemeinde im alten Rom. Beruhten bisherige Darstellungen dieses immer wieder interessanten Themas auf zeitgenössischen römischen Schriftstellern wie Cicero und Tacitus, so hat Profes sor Leon die Inschriften der Katakomben benutzt. Dem Verfasser ist es gelungen. uns ein glänzendes! Bild von den Juden im alj ten Rom zu geben sei es j in politischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Dr. C. Vogel Jesias Trunk: Gestalten und Ereignisse. Buenos Aires. Verlag des Polnischen Judentums. In seinem Buch „Gestal" ten und Ereignisse“ bietet Trunk eine Studie über den Beginn jüdischer Geschichts forschung im letzten Jahrhundert. Der Verfasser be zieht sich hauptsächlich auf die Geschichte der Juden in Polen und im übrigen Osteuropa und unternimmt eine sehr interessante Analyse des Lebens der Juden in den Ghetti während der deutschen . Schreckensherrschaft. wobei ihm zu einer exakten Berichterstattung die betreffenden Unterlagen fehlen, da wir keine Ueberlebenden besitzen, die erschöpfende Auskünfte über das kulturelle und soziale Leben der dort eingepferchten Juden erteilen könnten. Der Versuch, dieses I^e ben in seinen Einzelheiten zu rekonstruieren, ist bisher von keinem Geschichtsforscher gemacht worden. Auch Trunk kann sieh nur auf die wenigen aufgefundenen Ta gebücher und sonstigen Aufzeichnungen stützen, die von den unglücklichen Opfern vergraben und nach der Befreiung aufgefunden wurden. Besonders interessant sind die Aufzeichnungen des Schriftstellers Emanuel Ringelblum. dessen Tagebücher in Milchkannen versteckt der Vernichtung entgangen sind und ausgegraben wer den konnten. Sie bieten ein getreues Bild vom täglichen Leben und Leiden in den Ghetti. und Trunk analysiert dieses Leben in sozialer, kultureller, künstlerischer. politischer und gesellschaftlicher Hinsicht, wie es sich nach menschlichem Ermessen abgespielt »aben müsste. r Eine besonders krasse Be Schreibung gibt Trunk vor. von MEIR FAERBER geheiligte Plätze, und die meisten Touristen versäumen nicht, sie aufzusuchen. Besonders der Berg Zion mit seinem — allerdings nicht historischen — ,Grab des Königs David“ ist ein Wallfahrtsort für gläubige Menschen vornehmlich der sefardischen und aus orientalischen Ländern stammenden Gemeinden. Touristen können vom Dach des Ge bäudes aus einen Blick in die jerusalemer Altstadt werfen, auch in der Richtung der Klagemauer, die selbst aber von hier aus nicht sichtbar ist. An den drei Wallfahrtsfesten finden Massenwallfahrten aus dem ganzen Lande nach Jerusalem statt, die den Zionsberg zum Ziele ha ben. auf dem auch Sonder- Gebetsversammlungen abgehalten werden. Auf dem Zionsberg wurde u. a. eines der alten unterirdischen Gewölbe als Gedächtnisstätte für die Opfer dsr Katastro phe der europäischen Judenheit zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft ein gerichtet. Auch ein Museum kann hier besucht werden, in dem die Erinnerung an zerstörte Synagogen wachgehalten wird und ein Modell des Zweiten Tempels zu besichtigen ist. Im Gedenkkeller, dem ..Martef Ilaschoa“ entzünden gläubige Beter Kerzen als Zeichen dsr Trauer um ihre Angehörigen, wählend die Sefarden. Jemeniten etc. ihre Kerzen am ..Grabe des Königs David“ entzünden, wo sie Psalmen sagen und Gebete verrichten. In einem unteren Stock werk des gleichen Gebäudes wird ein Säulensaal gezeigt, in dem nach katholischer Ueberlieferung Jesus das der antisemitischen Einstellung und Raubgier der christlichen Bevölkerung Osteuropas, die zwar gegen die Besetzung ihrer Territo rien durch die Deutschen erbittert kämpfte, doch bei der von der nationalsozialistischen Ideologie vorgeschriebenen Lösung der „Judenfrage“ mit den Deutschen zusammenarbeitete, und diesen Handlangerdienste leistete, um sich an jüdischem Hab und Gut zu bereichern. Eine Geschichte der Ver nichtung des europäischen Judentums während des Zweiten Weltkrieges ist noch nicht geschrieben worden, und Trunks Studie ist ein interessanter Beginn für die Vorarbeit zu einem Werk über diesen so wichtigen Zeitabschnitt unserer Geschichte in der Galut Europa. letzte Abendmahl abgehalten haben soll. Der Saal des Abendmahles wurde vor einiger Zeit renoviert und wird besonders von christlichen Pilgern besucht. Unter den Gräbern, die teils Wallfahrtsstätten,’ teils wirklich historische Stätten sind, ist vor allem das Grab des Rabbi Schimon Ben Jochai in Meron zu erwähnen, wo an Lag Be Omer zehntausende Menschen zusammenströmen, um das traditionelle Fest mit Gesang, Opferfeuer und Gebet zu begehen. Auch die „Höhle des Propheten Elijahu“ am Karmel bei Haifa ist das Ziel von zehntausenden Wallfahrern. Historisch sind die Gräber von Maimonides und seinem Vater in Tiberias, und gerade diese befinden sich immer noch nicht in befriedigend gepflegtem Zustand, obwohl in ihrer Nachbarschaft jetzt ein Gärtchen angelegt wurde. Um oie Eigentumsrechte am Grabe des Rambam gibt es einen unentschiedenen Streit, so dass bauliche Aenderungen dort noch nicht vorgenom.nen werden dürfen. Vielleicht könnte die Regierung zusammen mit der Stadtverwaltung da doch mit „starker Hand“ eingreifen. (Jad Chasaka „Starke Hand“ ist eines aer bedeutendst :-n Werke des Rambam). Das malerisch am Kineret-See liegende Grab von Meir Baal Haness in Tiberias ist ebenfalls Ziel gläubiger Beter und vieler Touristen. Es befindet sich in einem grossen Gehöft mit einer repräsentativen Synagoge, Studier- und Wohnzimmern und liegt in unmittelbarer Nähe der Thermalbäder, so dass kaum jemand versäumt, diese eindrucksvolle Stätte zu besuchen Das Religionsministerium sorgt — leider nicht in genügendem Masse — für die Reinhaltung der Gräber von Rabbi Jochaj, dem Vater des Rabbi Schimon, Rabbi Jischmael Ben Rabbi Jossi Hagaliii in Daiton, Rabbi Chaja und seiner Söhne in Tiberias, Rabbi Abba Chalfata und seiner Söhne in Kfar Chananja, Rabbi Jossi Ben Simra in Kerem Ben Simra u. v. a. In Pekiin. einem alten Ort. in dem seit über zweitausend Jahren bis zum Freiheitskrieg stets Juden lebten, wird das Grab des Rabbi Jossi von Pekiin und eine Höhle gezeigt, in der Rabbi Schimon Ben Jocliai gelebt haben soll, sowie eine uralte Synagoge. In Schaff - Am zeigt man die Höhle des Rabbi Chuni Hameagel und ebenfalls eine uralte Synagoge. in Jawne im Süden, ein Grab, von dem behauptet wird, dass dort Rabban Gamliel beerdigt sein soll. L U A C H (KALENDER) Freitag, den 23. November Sonnabend, den 24. November 26. Marcheschwan 27. Marcheschwan Schabbos CHAYE SARA 1. B. M. XXIII 1 — XXV 18 Haftara I Könige 1 — 31 Neumondankiindigung Kislew Sonntag, den 25. November 28. Marcheschwan Montag, den 26. November 29. Marcheschwan Dienstag, den 27. November 30. Marcheschwan 1. Tag Rosch Chodeseh Kislew Mittwoch, den 28. November 1. Kislew 2. Tag Rosch Chodeseh Kislew Donnerstag, den 29. November 2. Kislew Freitag, den 30. November 3. Kislew Sonnabend, den 1. Dezember 4. Kislew Schabbat TOLDOT 1. B. M. XXV 19 — Haftara Maleachi II — II 7 Sonntag, den 2. Dezember Montag, den 3. Dezember Dienstag, den 4. Dezember Mittwoch, den 5. Dezember Donnerstag, den 6. Dezember Freitag, den 7. Dezember Sonnabend, den 8. Dezember Schabbat WAYETZE 1. B. M. XXVIII 10 Haftara Hosehea XII 13 — XIV Sonntag, den 9. Dezember XXVIII 9 5. Kislew 6. Kislew 7. Kisiew 8. Kislew 9. Kislew 10. Kislew 11. Kislew — XXXII 2 10 12. Kislew

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