Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1985 (9.11.1962)
- Date
- 1962-11-09
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9612947-9613561--2448-9613570- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 2× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
OCR text
Viernes. 5 de Noviembre de 1962 SEMANA ISRAELITA An« XXIII. — No. 1985 W. Hebung der Staatseinnahmen Israel Regierung bemüht sieh mit allen erreichbaren Mitteln, möglichst viel Geld aus dem freien Verkehr zu ziehen, die sogenannte überschüssige Kaufkraft abzu schöpfen, um der langsamen Inflation, die eine Folgeerscheinung der Entwicklungs- Investitionen ist, einen Damm entgegenzusetzen. Zur Drosselung der Nachfrage durch „Abschöpfung der Kaufkraft“ sollten — neben ihrer Aufgabe, dem Staate Geld zu bringen — Zölle, Azise, Kaufsteuer, Zwangsanleihe und kürzlich auch noch ein Sparzwangsgesetz dienen. Die Zwangssparraten werden in einem Masse gestaffelt errechnet, dass sie bei mittlerem Einkommen etwra so hoch sind wie die gleichzeitig in Kraft tretende zusätzliche Teuerungszulage, die vom Le- Finanzhilfe aus USA Tel Aviv. — Die Vereinigten Staaten wären bereit, zum Erwerb der Israel zugesagten Hawk- Raketen für die Luftabwehr der israelischen Regierung in irgendeiner Form Finanzhilfe zu leisten, wie jetzt verlautete. Die Beratung hierüber dürfte nach dem 6. November, dem Tag der Wahlen in USA, auf genommen werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass die USA keinen politischen Vorteil als Gegenleistung für den Verkauf dieser Raketen erwarten, wie z. B. eine Aenderung der israelischen Position zum Projekt für die Bewässerung des Landesnordens oder in der Frage der arabischen Flüchtlinge. (ITA) von MEIR FAEHBER benshaltungsindex abhängt. Eingezogen wird die Zwangssparrate zusammen mit der Einkommensteuer und daher von der Bevölkerung wie ei ne Steuererhöhung empfunden, obwohl die staatlichen Sparguthaben nach Abiauf einiger Jahre einlösbar sein werden. Einen Plan, das Zwangsspargesetz noch zu verschärfen und die Sparraten zu erhöhen, hat das Finanzm nisterium inzwischen fallen gelassen und wendet einem anderen, viel populäreren Programm sein Augenmerk zu. das grosse Mittel aus privaten Kreisen, auch aus dem Ausland, der Staatskasse zuführen kann: Dem Staate gehörende Bauparzellen werden an Private verkauft werden, und das auch zu Bedingungen einer Sparaktion. In den Entwicklungsorten, besonders aber in Jerusalem, Beer Schewa, Safed, Ashka’on, wird die Regierung Bauparzellen gegen Abzahlungen verkaufen, die sich über 3 bis 5 Jahre erstrecken. Das ist wirklich ein Sparplan. der von jenem Teil der Bevölkerung, der sich leisten kann zu sparen, mit Freude aufgenommen werden durfte. Die Regierung verliert nichts dadurch, dass sie den Sparern die Bauplätze gibt: 1. bekommt sie den vollen Gegenwert für den Platz. 2. wird sie, wenn der Eigentümer den Platz eines Tages weiterverkaufen will, um seinen Gewinn zu .versilbern“ und sich seiner gelungenen Spekulation und sei nes Verdienstes zu erfreuen, von ihm hohe Immobilien- Wertzuwaehssteuer erhalten, die sie zum Teilhaber an seinem Geschäft macht, in das sie eigentlich doch nichts investiert hat, und 3. erweckt sie im Käufer ein aufrichtiges und lebhaftes Interesse an der Entwicklung des Landes im allgemeinen und insbesondere an der des Ortes, in dem er seinen Boden hat. Der Eigentümer des Bauplatzes wird alles tun, um den Ort zu fördern, dessen Entwicklung ihm nun auch aus egoistischmateriellen Gründen so am Herzen liegt. Viele, die jetzt ein Grundstück aus spekulativen Motiven kaufen wer den, wird in einigen Jalften die schnelle Entwicklung des Ortes veranlassen, sich dort tatsächlich niederzulassen und sich auf ihrem Grund und Boden ihr Heim zu bauen. Die schöne Vision von der Verbannung der Bodenspekulation aus Israel durch den Jüdischen National- Fonds liess sich ohnedies nicht verwirklichen, denn die auf Böden des JNF. errichteten Häuschen, z. B. im nördlichen Tel Aviv, werden zu horrenden Preisen an Bauunternehmer verkauft (eigentlich ist es eine vVeiterverpachtung für 99 Jahre mit laufendem Optionsrecht zur Fortsetzung des Pachtvertrages). So gibt es manche Wohnungen in Ge meinschaftshäusern, deren Sptizenpreise zu 40—45 Prozent aus dem Anteil des Preises für den KKL-Boden an den Baukosten des Hauses bestehen. Der Anreiz, durch die steigenden Bodenpreise zu verdienen, wird viele Bürger anlocken, die sich nur irgendwie leisten können, sich etwas abzusparen, und sie werden ihr Geld gern in die se gute Chance investieren. Dadurch wird die Regierung mehr „Abschöpfung freier Kaufkraft“ erreichen, als durch Zwangsanleihen and Zwangsgesetze, ohne die Be völkerung zu verärgern. Die Politik der staatlichen Bodenbehörde geht darauf aus, vor allem vereinzelte und verstreut zwischen privaten Böden liegende Grundstücke in bereits bewohmen Orten zu veräussern, die auch leichter verkäuflich sind, so in Jaffa. Jerusalem. ♦♦♦*♦ ♦ ♦ ♦-< Israels Wirtschaft in deutscher Sicht Neuartige Telefonautomaten Tel Aviv. — In Israel kom men auf je 1000 Einwohner nur 50 Telephone In kras sem Gegensatz dazu steht die Tatsache, dass die im Lande getätigten Gespräch pro Apparat und Jahr die in den USA fast um das Doppelte übersteigen. Daher ist der Bedarf an öffentlichen Telephonen in Israel besonders stark. Zwei Ingenieure der technischen Abteilung der israe iischen Post in Haifa, M Meirowitsch und L. Will schek, haben einen neuartigen Telephonautomaten er funden, der den Vorteil bietet, dass mit ihm nicht nur Lokalgespräche, sondern auch Ferngespräche durch automatisches Wählen hergestellt werden können. Drei dieser Apparate wer den in der Hauptpost in Jerusalem. in der Hadar-Post im Rechow Hanwim in Haifa und in der Hauptpost im Rechow Allenby in Tel Aviv ausprobiert. Was die Installation neuer Telephonapparate anbetrifft sagte unlängst der Genera! direkter des Postverwaltung, Ch Ban-Menachem, kann die Post vorläufig nur 700—800 neue Apparate monatlich liefern, obwohl die Nachfrage bedeutend grösser sei. Man hoffe, innerhalb von drei Jahren im Rahmen des Fiinfjahresplnnes zur Entwicklung der Telephondienste allen Bestellungen nachkommen zu können. Internationale Kongresse Tel Aviv. — Wenigstens 20 internationale Konferenzen werden im Laufe des Jahres 1963 in Israel abgebalten werden, wie hier verlautete. Die w'ch tigsten sind ein Kongress des Verbandes der Handelskammern, dem etwa 300 Delegierte beiwohnen werden, eine Baptisten- Konvention mit der giei chen Teilnehmerzahl, eine Tagung der Bahai-Religion. eine internationale Buchausstellung in Jerusalem und ein internationales Musiker-Treffen. — <ITA) hotel ARMON ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL ♦ Die beste Küche Angenehmer Aufenthalt Tel. 23711 1 Tel Aviv, Jarkonstr. 90 T 2 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt T erforderlich) [HOTEL DAPHNE\ X IHR HOTEL IN J j HAIFA - Israel ♦ : VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM \ ♦ HAIFA. Hadar Hakarmel, Nordaustr. ♦ * ♦ ♦ ♦ ♦ «.«»,«♦ ♦ * * * * * ******* Dr. MAX FLESCH I ♦ 4 Berater für Investitionen und Finanz- } geschaefte in Israt \ — Lang- und kurz- ♦ fristige Anlagen — Auskünfte jeder Art? 4 4 TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Str. 4 4-4-4 -4-4^ Wenn das zwischen der Bundesrepublik und dem Staat Israel am 10. Septem ber 1952 geschlossene Luxemburger Abkommen, der sog. Israel-Vertrag, im nächsten Jahr abläuft, besteht bei dem Interesse, das Deutschland der Entwick lung Israels entgegenbringt, die Notwendigkeit, die israe. liseh-deutschen Wirtschafts¬ und Handelsbeziehungen auf eine kommerzielle Grundla ge zu stellen. Material, das für die Anbahnung und Aufrechterhaltung 'von Geschäftsbeziehungen mit Israel von grundsätzlicher Be deutung ist, vermittelt eine soeben in der Schriftenreihe der Bundesstelle für Aussen, handeisinformation (,.Aussenhandel und Weltwirtschaft.’’) in Köln erschienene Arbeit mit dem Titel „Die Wirtschaft Israels“ (Erich Schmidt-Verlag, Bielefeld). Die Darstellung beruht auf Eindrücken und Erkenntnissen. die der Verfasser, Diplomkaufmann Dr. Hans Günther Meissner vom Insti tut für Aussenwirtschaft an der Universität Köln, während einer im Auftrag der Bundessteile unternommenen Reise durch Israel ge wonnen hat. Der Aufbau der israelischen Wirtschaft, ihre Struktur und ihre besonde- íen Entwicklungsprobleme (Landwirtschaft, Industrie und Verkehr) werden hier in der Form ganz kurz gefasster Feststellungen verstand lieh gemacht. Auch auf die Stellung des jungen Staatswesens in der Weltwirtschaft und seine Beziehungen zu den Entwicklungs-Ländern wird eingegangen. Im An hang sind neuere Statistiken, die mindestens bis in das Jahr 1960 reichen (der neue Wechselkurs des Israel- Pfundes vom 10. Februar 1962 ist schon berücksieh tigt!) sowie eine Reih? von Begriffs- und Namenserklärungen und eine Wirtschafts karte beigegeben. Der Herausgeber der Schriftenreihe. Professor Dr. Karlrobert Ringel, Köln, hebt im Vorwort hervor, die Wirtschaft Israels habe in den letzten zehn Jahren die höchsten Wachstumsraten erreicht, die überhaupt in der Welt erzielt worden seien; sie sei damit zur wohlfundierten Grundlage der Existenz des Staates gewor den. In der Bundesrepublik würden die Bemühungen Israels auf dem Gebiet der Entwicklungshilfe fiir die aufstrebenden Völker der afro-asiatischen Welt mit Interesse verfolgt; gerade hier ergäben sieh neuartige Ge meinsamkeiten, „die über die tragischen Ereignisse der Vergangenheit hinweg Brücken für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit und für neue Formen einer sinnvoll produktiven Arbeitsteilung bauen“, so heisst es- Safed, Haifa. Akko und Tiberias. wo es viele verlassene arabische Objekte gibt. Im vergangenen Finanzjahr wurden solche Immobiiien im Gesamtbetrag von 16 Millionen IL verkauft, für dieses Jahr waren 25 Millionen IL Erlös aus solchen Verkäufen vorgesehen, aber wenn der Verkauf schwungvoll organisiert wird, liesse sich bis zu hundert Millio nen IL im Jahre daraus cinnehmen und bei Parzellierungen für moderne Viiienvororte an den Grenzen der i Grosstädte wohl noch viel j mehr. ] Eine Mietswohnung, de- | ren Eigentümer der Staat ist, konnte bisher von ihrem Besitzer zwar erworben werden, doch drängte ihn nichts dazu. Aufgrund der Novelle zum Mieterschutzgesetz wird die Miete für diese Wohnungen ab 1. 3. 1983 um etwa 30 Prozent steigen, so dass es jetzt günstiger erscheint, die Wohnung zu erwerben. Der Kauf kann gegen auf 10—12 Jahre auf geteilte Abzahlungsraten erfolgen. Von 63.000 Besitzern von Eigenheimen auf Regierungsboden haben bisher nur 2.000 von ihrem Recht Gebrauch gemacht, den Boden käuflich zu erwerben, da die Hälfte des Betrages sofort und die zweite Hälfte nach einem Jahr zu zahlen war. Jetzt kann die Zahlung auf drei Jahre aufgeteilt werden. Die Beträge sind recht hoch. So kostet der Boden z. B. in Ramat Aviv bis zu 2.000 IL pro Wohnung im Gemeinschaftshaus. Die verfügbare Reserve Industrie im Landessüden Tel Aviv. — Ein Bergbau-. und Industrie-Komplex wird in Oron im Negew mit einer Investition von insgesamt 70 Millionen IL in den nächsten drei Jahren geschaffen werden, wie Aufbau-Minister Josef Almcgi ankündigte. Zu den Installationen werden eine Anlage zur Verarbeitung von Phosphaten, eine andere für kohlensaures Salz und eine zur Herstellung von Superphosphaten gehören. Der Bau der ersten dieser Fabriken wurde bereits in Angriff genommen. Das Unternehmen wird mit Entwicklungs-Geldern und internationalen Anleihen finanziert. Zu den Geldgebern gehört auch die Ex Import Bank. (ITA) 400.Q&G DM Einfuhrquote Köln. — Die deutschen Behörden gewährten den israe iischen Exporteuren, die an der Münchener Lebensmittelmesse feilnahmen, eine Einfuhrquote von 400.000 Mark, so teilte der Handelsattache der Israel-Mission in Köln mit. Die Quote verteilt sich auf Obst- und Gemüsekonserven. Teigwaren und Weine. (AWZ) des Verkaufsangebots ist gross. Nur 1.430,000 Dunam . Boden befinden sich in Pri-' vatbesitz, während dem Staat und der Entwicklungsbehörde 15.205.000 Dunam gehören und dem KKL (JNF) 3.570.000 Dunam. l--"' - ---- — V - --,| INDUSTRIAL & H ¡i COMMERCIAL BANK (ISRAEL . LATIN AMERICA) LTD. INVESTMENT & TRUST. Co. L,d. asociado CON BANK HAPOALIM TEL AVIV — ISRAEL! 1 li i M1MCOB iS INVESTMENT & TRUST Cia. (GALERIA DEL OBELISCO)! Ay. CORRIENTES Í145 i T. E. 35-8585 74