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Jüdische Wochenschau · 1962-11-02 · 1984 (2.11.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1984 (2.11.1962)
Date
1962-11-02
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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f 2 — Viernes, 2 de Noviembre de 1962 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Abo XXIII. — No. 1984 VOM IKHALT UNSERES f* (Schluss von Seite 1) gress genannt, und ein Verhandlungspartner erforderlich, der durch den Kongress zum Sprachrohr des ganzen Volkes werden sollte, die Zionistische Organisation. Während sich ein Teil der Judenheit, vor allem die schon assimilierten Juden in verschiedene^ Ländern, gegen diese Herzischen Bemühungen sträubten, weil sie den nationalen Charakter des jüdischen Volkes leugneten, verstanden die anderen Völker, in erster Linie England, die Grösse der neuen Konzeption der Judenfrage. zumal gerade in Grossbritannien bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts ernste, nichtjüdische Bestrebungen im Gange waren, durch eine nationale Lösung der Judenfrage und die Gründung eines jüdischen Staates die ungeheure Judennot der breiten Mas sen zu überwinden. Schon zu Lebzeiten Herzls hatte die britische Regierung der Zionistischen Organisation ein Land (Uganda) zur Ansiedlung angeboten; das Projekt scheiterte am Widerstand der Juden, die in ihr Land, nicht in ein anderes Land übersiedeln wollten. Die Bedeutung dieses Angebotes lag darin, dass die mächtigste Regierung dieser Zeit bereit war, die Zionistische Organisation als die legitime Repräsentanz des jüdischen Volkes und als Verhandlungs partner anzuerkennen. Dann kam der Erste Weltkrieg. Das jüdische Volk lebte in Dr. FREY ABOGADO PUEFRKEDON 2190 1' izq, nachm. 16—19 Uhr T. E. 83 2613 } REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 Jaime Liebling! S. A. SPERRHOELZER HOELZER; DIAZ VELEZ 5224 Tel.: 89-9349. 33-9305 j den beiden sich feindlich gegenüberstehenden Lagern. Die russischen Juden seufzten unter dem unerbittli- ( chen Zarismus, der sie in ' voller Rechtlosigkeit unter-! drückte. Es waren schwere j Zeiten für ein Volk, das mir j der Glauben aufrechterhielt, dessen Gegenwart aber von | schweren Sorgen belastet war. Es gab keinen Hoffnungsschimmer. Sehr bald aber, im November 1917, wenige Tage vor der grossen russischen Revolution, sollte sich erweisen, das nicht der graue Alltag, sondern der uner schütterliche Glauben die Realität des jüdischen Lebens war. Wieder war es die britische Regierung, die den Weg zu neuen Möglichkeiten für das jüdische Volk öffnete. Natürlich haben auch äussere Faktoren die Engländer veranlasst, die Balfour Deklaration zu erlassen, die das Ergebnis einer langen politischen Arbeit war, die vom damaligen Präsidenten der Zionistischen Organisation, Prof. Chaim Weizmann. geleistet worden ist, dessen 10. Todes fages wir ebenfalls in diesen Tagen gedenken. Die Balfour - Deklaration war ein politisches Dokument, das vielen Problemen der internationalen Politik und Lage Rechnung tragen musste. Aber sie brachte trotz ihrer einschränkenden Klauseln die Anerkennung des Rechtes unseres Volkes auf sein Land. Hierin besteht ihre grosse historische Bedeutung. Deswegen sollte man heute, 45 Jahre später, nicht einfach stillschweigend über diesen Tag hinweggehen, der einen wichtigen Markstein auf dem langen Wege der jüdischen Renaissance darstellt. Die Baifour- Deklaration verkörpert, die innere Kraft eines Volkes, das an sieh selbst glaubte. Sie bewies dem Volk, dass ein Streben und Hoffen nicht eine nichtssagende Illusion ist, sondern das diese irrationalen Prinzipien mitunter gegenüber allen sogenann ten Realitäten den wirklichen und echten Wirklichkeitswert besitzen. Mit einem unbeirrbaren Enthusiasmus und einem von der Welt mit Erstaunen zur Kenntnis genommenen r JUDITH SCHENKOLEWSK! KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - Tallisbeutel - Käppchen - Mazzot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. 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Es meldeten sich aber Zauderer und Zweifler in den eigenen Reihen zu Wort, Männer von grosser Erfahrung und umfassender Kenntnis. Gab es doch auch begründete Bedenken, ob die Zeit bereits gekommen sei, nach zweitausend Jahren die Gründung des Staates Israel zu wagen. Wiederum setzte sich der Glauben gegenüber allen kühlen Erwägungen durch. Israel wur de proklamiert. Die Welt wurde vor die Tatsache gestellt, dass die kleine Judenheit, die damals im Mandatsland Palästina lebte, entschlossen war, den * Be Schluss der Völker in die Tat umzusetzen, trotzdem manche Umstände gegen die Zweckmässigkeit dieses Schrittes sprechen mochten. Wenn Israel heute auf eine mehr als vierzehnjährige staatliche Existenz zuriiekblicken kann, so wissen wir. dass in dieser Welt ewiger Kämpfe und permanenter Auseinandersetzungen jede Position täglich und stünd lieh verteidigt werden muss. Wenn Israel dennoch sein staatliches Leben sichern und entwickeln konnte, so sind auch hierfür jene Imponderabilien von ausschlaggebender Bedeutung, die uns auf unserem langen Weg in der Diaspora zurück zu uns selbst begleitet haben. Israel hat verstanden, dass die Interessen der Gemeinschaft den Interessen des Volks ganzen untergeordnet werden müssen. Eine moderne Gesellschaft ist ohne rückhaltlose Anerkennung dieses Grundsatzes nicht möglich, erst recht nicht, wenn ein Land wie Israel im Aufbau steht und von einer ihm im mer noch feindlichen Welt umgeben ist. Der Gedanke der Unterordnung des einzelnen Bürgers unter die Die Administration der J. W. bittet Frau K0EMPFER früher Cänning 2741 um'Angabe ihrer neuen Adresse unter T. E. 83- 2613 und 80-6930 zwecks weiterer Zustellung der Zeitung. i Interessen des Volkes kommt bereits in der biblischen Gesetzgebung zum eindeutigen Ausdruck. Obwohl unsere Gegner allzu gern vom jüdischen Materialismus sprechen, ist Israel eines der wenigen Länder, in welchem nicht die äusseren Kräfte, sondern die moralischen das Lebep des Volkes und die Politik des Landes bestimmen. Dass I der alte chaluzische Geist! der Erbauer Israels, der I Pioniere, die ihr bequemes Leben aufgaben, um den harten und öden Boden des Landes zu neuer Blüte zu erwecken, noch lebt, hat man erst kürzlich beobach-! ten können.. In Israel wird fieberhaft gebaut, um die! neuen Einwanderer aufneh | merf und ihnen bei ihrer An- : kunft ein festes Heim geben | zu können. Nun stellte sich j aber heraus, dass die Ar-! beitskräfte nicht ausreich- 1 ten, die man für diese Bau ten benötigte. Es erging ein Appell an alle Bürger des Landes, die einmal beim Bau gearbeitet haben und heute in anderen Gewerbszweigen tätig sind, sich selbst für einige Zeit zu mobilisieren, um das Wohnbauprogramm zu realisieren. Das war eine nüchterne und schwere Anforderung ar. Menschen, die inzwischen i anderen beruflichen Tätig i keiten nachgingen. Und doch I hatte der Ruf Erfolg. Der! alte Geist, der Opfersinn I und die Bereitschaft zum | Einsatz leben noch, sie sind | reale Kräfte, mit denen die Regierung rechnen kann Das war der Triumph einer Volksmoral, wie sie in den meisten anderen Ländern nicht oder nicht mehr lebendig ist. Das Land Israel atmet nicht nur diesen Geist der Bereitschaft, jede Kolonie, jedes Dorf, jede Stadt, jede Strasse, alles, zeugen hiervon. Wer in Israel war und beispielswiese die Strasse durch den Negew entlanggefahren ist, die Beer Schewa mit Elat verbindet, begreift und erlebt, was Israel bedeutet. Juden, die mit ruhigen Augen und ausgeglichenen Gefühlen nach Israel kommen, um einmal festzustellen, ,,was dort los ist“, kommen beeindruckt, meist sogar begeistert zurück, weil sie sahen, was Juden schu fen und schaffen können. Israel ist heute ein Land, in weichem Bauern und Soldaten eine wichtige Rolle spielen, zwei Gruppen der i Bevölkerung, die es bis zur j Staatsgründung mit dieser | ausgeprägten staatsformenden Aufgabe nicht gab. Das | ist aus einem Volk der - Händler und Doktoren ge! worden. Und doch ist das i kulturelle Niveau der Bevölkerung nicht herabgesunken. Israel ist das Land, in welchem der Bauer und Soldat, aber vor allem der Bauer, der Träger einer durch Tradition reichen und durch Ge genwarts-Schöpfungen beachtlichen neuen Kultur ist. Inwie vielen Ländern der j Erde finden wir noch Bibliotheken in Bauernhäusern | finden wir Konzert- und j Theatersäle in Dörfern und; Kolonien? In wie vielen Län-! dern finden wir den gleichen Willen zum Lesen und Ler nen oder die gleiche Sehn sucht nach Kultur, nach Bildung, nach Fortschritt? ij MOHEL N. PLAKStNij j; I. E. 76-6784 u. 76-2312 Superi 2719 * JACOB LAPIDUS > dipt. Mohel Dr. J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirevano Mo., Mitt. Frei. 15-20 Uhr 3 de Febrero 2030 76 0266 Privat 52-7734 , NEUE ADRESSE J > VIAMONTE 2037, 4j. B.Î; 46-1716 und 48-2134 % Dr. B. Schwartz : ZAHNARZT; ESTOMBA 2283 52-8214 < RAYOS X : PARADENTOSE : TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 In Israel gilt der Mensch, der schafft, nicht der Mensch, der etwas besitzt. Im Mittelpunkt des täglichen Lebens steht die Arbeit. Nur wer arbeitet, ist angesehen. Die Arbeit ist das Kapital eines Volkes, der Mensch, der arbeitet, repräsentiert den Wert einer Nation. Wenn Israel sich auf dem Weg« zur Gesundung seiner Wirtschaft befindet, so sind hierfür materielle Gesichtspunkte nicht entscheidend, sondern allein der Geist der Arbeit, der Willen zum Aufbau, die Bereitschaft zum Einsatz haben trotz aller Widerwärtigkeiten und gegen die Gesetze der Logik Israels Wirtschaft gesunden lassen. Hilfe von aussen wurde und wird vielen Völkern gewährt. Nur wenige haben durch ihre eigene Arbeit aus totem Kapital eine lebendige, blühende, aufstrebende Wirtschaft geschaffen. Ein Reflex dieser Entwicklung ist aus einem Bericht der American Banker zu entnehmen, nach welchem die drei führenden Banken des Landes Israel im Jahre 1961 den erstaunlichen Gewinn von 40,5 Prozent zu verzeichnen hatten. Die Bank Leumi le-Israel ist die grösste Bank im Vorderen Osten überhaupt. Unter den 500 gross- IA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece ,os Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V:rantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Paeyrredóo 2190, U izq. T. E. 83-2G13 80 6930 Abono-Preise: Argentinien: $ 100.— pro Quartal Ausland Z 600 — jährl ten Banken der gesamten freien Welt steht die Bank Leumi an 139. Stelle, die Israel Discount Bank und die Bank Hapoalim an 384. und 385. Stelle. Was das zu sagen hat?: dass in knapp 15 Jahren ein Land von heute 2 Millionen Einwohnern trotz des Boykotts aller Nachbarstaaten, trotz ungeheurer politischer und sonstiger Schwierigkeiten Leistungen hervorbrachte, die von der wohlwollenden Welt als Wunder angesehen werden. Diese Wunder sind durch das Wunder Mensch geschafj fen worden, durch Men- I sehen, die nicht in der Me- I ehanisierung, sondern in der kulturellen Vertiefung und Verankerung ihres Lebens trotz des technischen Fortschritts ihr Ideal und den eigentlichen Inhalt ihres Daseins erblicken. Ermittlungen in Erbschafts- und Enfscbaedigungs- Angelegenheiten JAMES HIRSCH Berlin-Wilmersdorf Prager Platz 6, Telefor: 87 59 14 ii«BSS*iSBS8*ï5fSiBE3SiSi3SSSSiaiSs*5eiSISIBsïa2SS3S3B3i**ÏSÉSJJ i Dr. BERNARDO GOLDSTEIN f S MEDICO g M M £ Cardiología — Hospital Fernández s S S g Radio X — Durchleuchtung — Eleetrocardiogramme 3 3 CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 3 s s « M ù Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr g SS Sonnabend: 14—16 Uhr g 5 M üasifï3*BS6i»ïSïBi3s*iaessiï3szses*iï*essisi*BïBSSisss**i**H^.' ¿SiB*BSS*iS*3*BäSsS3&E!Säai?IiIiiEiP.SaSSSS*äBS3SSI=23iSäSS*gfSj; m ] VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY s Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 g ABBBSBBtBSlSBBBWBliBBSBSBESBÍSBli'íBBBiSBKBBIBSBSBBlBBIEBBKlE^ SHBBiBBlHBMlBIiBBBIBiBHlMItHIliBH.lMlMBBailBHBHlHrSj ¡¡Dr. BENJAMIN LIPNIZKYj | ZAHNARZT j 3 ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BEj g HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU- « g LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG \ 3 Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend . 3 nach vorheriger Vereinbarung.! 3 JOSE HERN ANDEZ 2518 T. E. 76-8673 und 73-6500j iSi5S*E£iSS*SSS*B*SlB*MlSiSEIia*SiSMifiB*iSiI**BSS*S*S«BiB*B'»A Dr. L. KLEIN - Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen -Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 16-18 Uhr, Es wird gebeten, tuch vorher telefonisch anaumelden.; SANTA FE Ï391 T. E. 44-9493 u. 44-1542

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