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Jüdische Wochenschau · 1962-10-19 · 1982 (19.10.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1982 (19.10.1962)
Date
1962-10-19
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German, Spanish
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Viente«, 19 lie Octubre de 1962 SEMANA ISRAELITA An« XXIII. No. 1982 AUSLANDSHILFE DER JEWISH AGENCY von PAUL SANDMAN Auslandslinie, d. h. Hilfe, die ein hochentwickelter Staat einem unterentwickellen gewährt, nimmt in Isra el neue Formen an. Israel, das seit langem ausländisches Kapital aus verschiedenen Quellen erhält, hat in den letzten fünf bis sechs Jahren selbst den jungen, unabhängigen Ländern Afrikas und Asiens und den.sich schnell in Industrieländer verwandelnden Staaten Südamerikas Hilfe geleistet. Da es nicht mit reichen Ländern, wie den Vereinigten Staaten und der Sowjetuni on, wetteifern kann, hat es sich auf verhältnismässig wenige Länder beschränkt und infolgedessen ausgezeichnete Erfolge erzielt. Eine Hauptrole in dem israelischen Hilfsprogramm spielt die Jewish Agency und vor allem ihre-landwirtschaftliche Siedlungsabteilung. Seit langem ist es die Aufgabe dieser Abteilung, Israels Neueinwanderer in landwirtschaftlichen Gebieten anzusiedeln. In Anbetracht der grossen Erfolge auf diesem Gebiet wurde die Abteilung beauftragt, für die glatte Abwicklung des israelischen Hilfsprogramms zu sorgen. GROSSE ERFAHRUNG Diese Abteilung der Jewish Agency, die das Pro gramm gemeinsam mit der Abteilung für internationale ■Zusammenarbeit des Aussenministeriums und mit dem Landwirtschaftsministerium durchführt, ist für die Aufgabe besonders geeignet. Ihre Tätigkeit in Israel entspricht weitgehend den Entwicklungsplänen der neuentstandenen Staaten. Durch diese Erfahrungen ist die Abteilung befähigt, auf dem Gebiet internationaler Zusammenarbeit Vorzügliches zu leisten. Seit 1956 hat sie über 50 Fachleute in 36 Länder geschickt. Diese Missionen sind meist einseitig, d. h. Israel sendet Fach: leute ins Ausland. Doch fin det gelegentlich auch ein Austausch statt, und es werden aus den Entwicklungsländern junge Leute zur Ausbildung nach Israel gesandt. Nach den Bedingungen des Abkommens werden die Kosten dieser Projekte ent weder von der Regierung des Landes getragen, in das die Experten gesandt werden, oder von Israel. Im letzteren Fall sind politische Rücksichten für die Finanzierung ausschlaggebend. Das erste Projekt dieser Art wurde von der Abteilung für Burma ausgearbeitet. A. Sprinzak, ein alter Kibbuznik und Sohn des ersten Sprechers der Knesset, wur de für drei Monate nach Burma gesandt, um die dortigen Bedingungen zu studieren und Vorschläge für die Entwicklung eines Gebietes in Nord - Burma auszuarbeiten. Nach seiner Rückkehr nach Israel unterbreitete er seinen Bericht der israelischen und der burmesischen Regierung, und seine Vorschläge wurden angenommen. Nach kurzer Zeit kehrte er zusammen mit einem Fachmann für Bauwesen. Strassenbau und elektrische Anlagen und einem landwirtschaftlichen Experten nach Burma zurück. Auch nahm er einen Plan zur Errichtung einer Hühnerfarm und einige Traktoren mit. Er unterwies die einheimischen Bauern in der Durchführung seines Planes und arbeitete einen weiteren Plan aus, nach dem burmesische Studenten in Israel moderne Methoden genossenschaftlicher Landwirtschaft studieren sollen. Nach seiner Rückkehr nach Israel wurde er zum stellvertretenden Direktor der landwirtschaftlichen Siedlungsabteilung der Jewish Agency ernannt. Diese Stellung bekleidet er noch heute. ZAHLREICHE GESUCHE Sicherlich hat die landwirtschaftliche Siedlungsabteilung in ihrem Bemühen, ihre Erfahrungen den jungen Staaten mitzuteilen, auch Fehler gemacht. Die Beamten der Abteilung geben dies zu und bemühen sich, diese Fehler in Zukunft zu vermeiden. Doch weisen sie auch auf die grossen Erfolge hin, die ihre Projekte schon gezeitigt haben. Zahlreiche Länder haben Israel um technische Hilfe ersucht, doch musste leider wegen Mangel an geeigneten Fachleuten öfters eine negative Antwort erteilt werden. Es gibt viele Gründe für Israels Erfolg auf diesem Gebiet, doch ist es schwer, die Ursache hierfür genau zu bestimmen. Die Beam ten der Abteilung sind der Ansicht, dass einer der wichtigsten Faktoren die Fähigkeit der Israelis ist, mit den Menschen, denen sie ihre Hilfe zukommen lassen, auf gleichem Fuss zu verkehren, besser als die Abgesandten reicherer Länder. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Israelis in den letzten Jahren durch die grosse Einwanderung aus unentwickelten Gebieten viel mit Menschen dieser Länder in Berührung gekommen sind. Ausserdem beruht die ideologische Struktur Israels auf genossenschaftlichen Methoden, und ein Programm dieser Art ist den Israelis vertraut. Ihre rasche Anpassung an lokale Bedingungen, ihre freundlichen, kameradschaftlichen Umgangsformen, ihre Bevorzugung genossenschaftlicher Methoden — all dies trägt dazu bei, dass der israelische Fachmann in vie len neuen Staaten der Welt mit offenen Armen aufgenommen wird. L U A C H (Kalender) Freitag, den 19. Oktober 21. Tischri HOSCHANA RABA Schabbat, den 20. Oktober 22. Tischri SCHMINI AZERET Sonntag, den 21. Oktober 23. rischri SIMJA TORAH Montag, den 22. Oktober 24. Tischri Dienstag, den 23. Oktober 25. Tischri Mittwoch, den 24. Oktober 26. Tischri Donnerstag, den 25. Oktober 27. Tischri Freitag, den 26. Oktober 28. Tischri Schabbat, den 27. Oktober 29 Tischri Parschat BERESCHIT 1. B. M. I, 1 — VI, 8 Haftara I Schmuei XX, 18 —4 2 Sonntag, den 28. Oktober 30. Tischri fSPMl STi/D/EPT % * ' j V <\<-X v ' * Die Hebmeische Universiiaet und die anderen Hochschulen nehmen einen ungeahnten Aufschwung, Die wissenschaftliche Forschung in ISRAEL ist führend in der Welt 44.000 ABSOLVENTEN DER ULPAN- SCHULEN - HAUPTSAECHLICH KIN¬ DER VON EMIGRANTEN - LEISTEN DEM LANDE WERTVOLLE DIENSTE. Dies alles ist moeglich durch die Opfer der Juden in der ganzen Welt zum Aufbau des nationalen und staatlichen Lebens in ISRAEL durch die: ANNAHMESTELLEN: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376,39, T. E. 47-3820 UND SAEMTLICHE SEKRETARIATE DER ANGESCHL0S. SENEH ORGANISATIONEN UND GEMEINDEN Gentileza de LA SEMANA ISRAELITA

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