Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1982 (19.10.1962)
- Date
- 1962-10-19
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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VkiM«, 1» «i« Octobre de Ï962 SEMANA ISRAELITA Añe xxiir. — Ne. 1982 — » Der Europamarkt und Israel Der Optimismus des israelischen Finanzministers Le \i Eshkoi hat sieh wieder einmal bewährt: dij sechs Mächte der EWG (Europäische Wirtschafts - Gemein schaft) haben beschlossen die Verhandlungen mit Lra ei über den Abschluss eines Handelsabkommens aufzunehmen. Dies stellt einen wichtigen Erfolg für die Wirtschaft Israels dar. denn rund 45% des israelischen Experts gingen in die Länder der EWG. und die Israelis können jetzt hoffen, dass dieser Prozent salz nicht nur gewahrt bleiben wird, sondern noch wachsen kann. Aber dies ist darüber hinaus auch ein grosser politischer Erfolg, denn die arabischen Staaten hat trn alle Minen springen lassen. um die EWG-Mächte von einem Abkommen mit Israel abzuhalten. Der Beschluss der EWG- Mächte darf als ein histori scher Schritt nicht nur für Israel angesehen werden, sondern auch für die EWG seJbst. wie hohe Beamte dieser Körperschaft hervorhoben. Nicht allein ist es das erste Mal. dass die 6 EWG- Mächte in ihrer Gesamtheit in Verhandlungen mit einem au-sserhalb ihrer Gemein schaft stehenden Staat zum Abschluss eines Handelsabkommens eintreten, sondern dazu mit einem Land, das ausserhalb Europas liegt. Um die Araber durch den Beschluss jedoch nicht zu sehr vor den Kopf zu stossen. wurde von dem Mini steraus.schuss der EWG gleichzeitig beschlossen, derartige Verhandlungen auch mit einem muselmanischen Land aufzunehmen und zwar mit Persien, obwohl die betreffenden Vorbereitungen noch längst nicht so weit fortgeschritten wai’-en. wie mit Israel. Der französische Aussenminister Couve de Murville, der Israels Inter essen stark vertrat, hatte diesen Vermittlungsvorschlag gemacht. Bereits jetzt sollen die Verhandlungen beginnen, und es wäre falsch anzunehmen, dass es hierbei nicht eine ganze Reihe von Schwierigkeiten zu überwinden gilt. Doch mit gutem Willen, der non auf beiden Seiten als gegeben und vorhanden angenommen werden kann, dürfte man zu einem für beide Teile befriedigenden Abschluss kommen können. UMSTELLUNGEN IM AUSSENHANDEL Israel ist sich bewusst, dass es in seiner industriellen, wie in der landwirtschaftlichen Produktion zu weitgehenden Umstellungen yen Dr. KURT OTTENSOOSER (Israel; bereit sein muss, um een neuen Aufgabzn, die eie Verbindung mit der EWG mit sich bringen wird, gerecht werden zu können. Dies trifft für den Import wie für den Export gleicbermassen zu. Will Israel die Chancen ausnützen. die ihm mit der Möglichkeit geboten werden, Geschäfte mit einer Völker gemeinschaft zu tätigen, welche einen Markt darsteilt, der rund 200 Millionen Menschen umfasst, so muss sich die Industrie in einem viel stärkeren Masse als bisher auf Massenproduktion einstellen. Schon früher hatten die Israelis hohen Gestehungskosten hier nicht, immer ganz leicht fällt. Aber die schnell stei genden Löhne in den europäischen Ländern, die auch nicht unbeträchtliche Preis erhühungen mit sich brach ten. kommen ihr hierbei zur Hilfe. Sollten die Zollsätze angemessen sein, so wird die Industrie Jen Wettbewerb woh. aufnehmen können, wenn er auch sicher ein schwerer sein wird. LIBERALISIERUNG DER IMPORTE Israel bereitet sich schon darauf vor, seine Wirtschaft den neuen Gegebenheiten Die Reise Levy Eshkols Jerusalem. — ln der vergangenen Woche kehrte Finanzminister Levi Eshkoi nach Israel zurück, nach dem er die USA und Frankreich besucht hatte. Er erklärte, der Anschluss an den Europamarkt werde für Israel „sehr schwer“ sein, und fügte hinzu, „obwohl die Verhandlungen als erfolgreich zu bezeichnen seien. so würden die Europäer den Israelis keine ergiebige Geldquelle erschlossen.“ Er lehnte es ab, sich über eine mögliche Erweiterung der Steuern zu äu ssern, und bemerkte, die ökonomischen Probleme seien trotz der eropäischen Bereitschaft zur Eröffnung von Verhandlungen noch weit von ihrer Lösung entfernt. Zum Beschluss der Ncrdamerikaner, Israel Waffen zu verkaufen, erklärte Eshkoi. dies „sei von gro sser politischer Bedeutung und habe Israels Prestige erhöht“. Er gab zu. dass der arabische Boykott Israel besonders durch das Verbot der Benutzung des Suezkanals noch heute schade. Er sagte, er erwarte eine Ankündigung der Weltbank übereine Anleihe in Höhe von 20 Millionen Dollar für den Ausbau von Landstrassen. Abschliessend berichtete er, dass er in den USA mit dem westdeutschen Wirfschaftsminister Dr. Erhard und dem Präsidenten der Bundesdeutschen Staatsbank zusammengefroffen sei. wollte jedoch nichts über den Inhalt seiner Unterhaltungen mit diesen Herren verlautbaren. (ITA) manchmal von grossen europäischen Firmen hören müssen, sie würden gern Is rael - Produkte aufnshmen die in Qualität und Preis entsprechen, aber sie benötigten dazu Quantitäten, die die Industrie Israels nicht liefern kann. Diese Dinge haben sich in der Zwischenzeit bereits gebessert. Israels Industrie verfügt heute über, grosse Prcduktions - Reserven, die nicht voll ausgenützt werden können, sodass eine Produk tionsausweitung zu einer Massenbclieferung gegeben wäre. Tatsächlich wurden auch in der letzten Zeit eine Reihe von recht beachtlichen Massenaufträgen erteilt und reibungslos abgewickelt. Natürlich müssen solche Be Stellungen zu konkurrenzfä higen Weltmarktpreisen geliefert werden, was der is raelischen Industrie bei der. anzupassen, und einer der ersten Schritte dazu war die Liberalisierung der Im porte. Zur Förderung der jungen Industrie des Landes hatte sich Israel nicht mit den üblichen Mitteln von Schutzzöllen begnügt, sondern im Wege von administrativen Massnahmen Importe von Waren, die auch im Lande hergcstellt werden konnten, überhaupt ausgeschlossen. Mit diesem System wird nun gebrochen, und an die Stelle der administrativen Bewirtschaftung des Importbandels tritt jetzt der iibii che Schutzzoll. Mit den letzten Befreiungen sind bereits 50 Prozent der Importe liberalisiert, und weitere Umstellungen befinden sich auf dem Wege. Gewiss, diese Schutzzoll? sind teilweise recht hoch, aber sie bilden damit auch INDUSTRIAL & COMMERCIAL BANK , (ISRAEL . LATIN AMERICA) LTD. TRUST. Co. L«d. ASOCIADO CON BANK HAPOALIM TEL AVIV — ISRAEL I JV CO B A INVESTMENT & TRUST Cia. (GALERIA DEL OBELISCO) Ay. CORRIENTES 1145 T. E. 35-8586 ein Objekt für die Verhand jungen, die nun eingeieitel werden, und ermöglichen cs den israelischen Unterhändlern, auch ihrerseits gewisse Konzessionen im Tausch wege anzubieten. Nicht immer wird es Isra eis Industrie ganz leicht fal len, sich auf den Wegfall des bisherigen, praktisch oft unbeschränkten Schutzes ihrei Produkte umzusteiien und die Konkurrenz mit dem Ausland aufzunehmen. Aber dieser Wettbewerb wird sich günstig auf das Preisniveau auswirken müssen und manche Industrie davon abha] ten. die Preise weiter zu er höhen. Dies aber erleichtert es der Regierung, das gegenwärtige Preisniveau stabil zu hallen. Die Waffe des Schutzzolles kann von der Regierung nicht nur gebraucht werden, um ein unbillige Konkurrenz von Israels Märkten fern zu halten, sie kann auch gegen heimische Industrien eingesetzt werden, die sich den Wünschen der Regierung zur Unterlassung von ungerechtfertigten Preberhöhun gen nicht fügen wollen. ZAHI.UNGSDEriZlT — DEVISENRESERVEN Die Planung des israeli sehen Aussenhandels ist auf einen Abbau des grossen Handelsdefizits ausgerichtet das im letzten Jahr übe.: 400 Millionen Dollar betra gen hat. Dieses Defizit soll bis 1966 auf 250 Millionen Dollar zurückgeführt wer den. was durch eine Steigerung der Exporte in cnesem Zeitraum um 20 Prozent von 411 Millionen Dollar im Jah re 1961 auf 1.023 Millionen im Jahre 1966 und eine Steigerung der Importe in die ser Periode um nur 9.2 Pro zent von 820 Millionen Dol lar auf 1.273 Millionen Dollar geschehen soll. Die günstig? Zahlungsbilanz des Landes, die in ei nem paradoxen Gegensatz zu der passiven Handelsbi lanz steht, gewährt Israel die nötige Atempause zur Durchführung der nofwendi gen Umstellungen. Die Gold und Devisenreserven des Staates sind in einem stän digen Aufstieg und erreich ten den Rekordstand von über 123 Millionen IL in Gold und mehr als 1.050 Mil» lionen I.L in Devisen. Dank des Beschlusses des Europamarktes einerseits und der wachsenden Produktionssiärke des Landes und der argesammelten Re serven andererseits besteh die berechtigte Hoffnung dass die Wirtschaft Israels all der Schwierigkeiten Herr werden können wird, die von aussen und innen ihre ruhige Weiterentwicklung bedrohen könnten. Jüdische Flüchtlinge »us Kuba 1(ÉÀE« i(^y£m£T COVHlE CENTROEUROPKO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3595. 48 5683 SfSnCKAT THORA ■ KINDERFEST Wir benachrichtigen unse re grossen und kleinen ¡ Freunde, dass unser diesjäh- ¡ riges KINDERFEST am , Sonntag, den 28. Oktober, ab I 15 Uhr in der Pestalozzi- ' Schule. Freire 1848. stattfm den wird. Nebst anderen Ueberrnschungen wird den Teilnehmern eine reich ausgestatte te Tombola sowie Spiele und Unterhaltungen aller Art gcbc‘en werden. Ausserdem veranstalten wir ein P.-eis-Ausschreibcn über „Fragen und Antworten“ (Preguntas y Respuestas 1—2 KKL) — ähnlich wie: Preguntas y respuestas 1—2 Nescafé in der Televi- I sion — mit wertvollen Gej winnen! Wir haben 15 Fra-! gen über alle möglichen j Themen vorbereitet und ersuchen die Kinder, sich dar- I auf vorzuberelten, um im- mer zu zwei möglichst viel Fragen innerhalb einer Mi-; nute zu beantworten! | Bei dieser Gc!egenhe;t j werden auch die Preise liir : die Gewinner des Preis Aus- : Schreibens für Zeichnen und , die Aufsätze verteilt! Isracbsche Filme und j Trickfilme! COCA COLA UND i KUCHEN GRATIS! ' Wir erwarten eine zahfreil che Beteiligung! Ans unserer Arbeit: Anlässlich der Barmizwahfeier von Pedro Rüben Lehmann führten seine Freun de Robby Uilmann und Renate Frenke] eine Sammlung zuguns'en des KKL durch, welche die Summe von $ 4.000.— ergab: Pedro Rub?n wird im ..Sefor Barmizwah“ eingetragen. B»! der Brith Milah des z.welten Seines des Ehepaares Abncr und Ines Hakhamoff, geh. Nadeire'ch. wur c’e der Betrag von 8 2 020.— Gesammelt: das Kind, Gabriel Eduardo. wird im „Se fer Hajeled“ eingetragen. Anlässlich der Silbernen Hochzeit, des Ehepaares Moritz und H di Kaufmann, geb. Hahn wurde die Summen von S> 2.000.— gesam melt,. wofür Bäume ge pflanzt werden. Frau Lisheth und Pedro Wind spendeten den Befrag von $ 2.000.— für di? Pflanzung von 20 Bäumen zum; Andenken an H. Walter j Wind s. A. Wir danken »Pen unseren Spendern und Mitarbeitern. Unser Telegrammctiensf Glückwunsch- sowie Beileidstelegramme und Baumspenden bei jeder Gelegenheit, bitten wir. unter folgenden Telefon - Nummern aufzuseben: 76-5448 68-7404 64-2966 54-3209 48-3695 Sekretariat 48-5683 m DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUECHSE DES KKL i HOTEL ARMONj ♦ ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL I $ ♦ Die beste Küche j Angenehmer Aufenthalt ♦ Tel Aviv, Jarkenstr. 90 Tel. 237 M (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) ♦♦♦♦44»4«*4*44-444- New York. Unte;- den 4.000 Juden, die im Jahre 1961 von der newyorker Ge-1 ♦ Seilschaft für Neu-Amerika ' ♦ r-er im Stadtgebiet von New i ♦ York angesiedelt wurden : J befanden sich über 1 500 jiij * dische Flüchtlinge aus Ku ' J ba. (ITA)! , Synagoge eingeaeschert Wien. — Oie Synagoge in C'~ kleinen Stadt Mecba Tskakaja in W'estgeorgien ist nach Mitteilung jüdischer Kre:se in Moskau im verg ngenen Monat nied’rgebrannt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Nach den ' isherigen Ermittlungen liegt Brandstiftung vor. jedoch wurde noch nicht £e;tgertellt. ob Antisemitismus zugrunde liegt. Unter den vier Millionen Einwohnern Georgiens gibt es etwe 50.000 Juden. (AWZ) HOTEL DAPHNE (HR HOTEL IN HAIFA - Israel j VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM HAIFA. Hadar Hakarme!, Mordaustr. < 1 ♦♦♦♦ 4-4 4 4444444444444 4 44 4 44^ »♦♦4444 44 4 44 44444444, Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in lsrat I — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art ♦ TEL AVIV, Israel — 18, Gecrge Elliot Str. ♦ ♦ ♦