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Jüdische Wochenschau · 1962-10-19 · 1982 (19.10.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1982 (19.10.1962)
Date
1962-10-19
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Vien»««, 19 de Octubre de IKK SEMANA Ereignisse der Woche Gegen einen jüdischen Richter In Formosa haben sieh die Rechtsanwälte in Streik gegen einen jüdischen Richter erklärt. Dieser Begebenheit lag folgendes zugrunde: Dr. Zucker, der Sohn des bekannten Schriftstellers Nehemia Zucker, hat bereits seit zwei Jahren das Amt eines Richters in Formosa inne und geniesst für seine absolute Korrektheit und seinen unbeirrbaren Gerechtigkeitssinn das Vertrauen der lokalen Bevölkerung und der staatlichen Behörden. Den Rechtsanwälten passte jedoch ein solcher Richter nicht, und sie nahmen ein von Dr. Zucker gefälltes Urteil zum Anlass, um Anzeige zu erstatten, die jedoch nicht von einem einzelnen Anwalt ausging, sondern vom Anwaltskollegium an das Oberste Gericht geleitet wur. de. Dieser Schriftsatz enthält die schmutzigesten Beschuldigungen gegen den jungen Richter. Der Fall wurde der höchsten Instanz unterbreitet, und das Oberste Gericht verfügte gegen einige Rechtsanwälte Strafen wegen Staatsbeleidigung. Hiergegen protestierten die Anwälte, indem sie den Streik erklärten. Das Oberste Gericht warnte die Rechtsanwälte, ordnete die sofortige Aufhebung des Streiks an und wies sie an, ihre Tätigkeit Tumult in Rischon Le Zion Tel Aviv. — Vor einigen Tagen kam es in Ri schon Le Zion zu einem Zusammenstoss zwischen jüdischen und arabischen Jugendlichen, bei dem sieben Personen verwundet und zumindest dreissig verhaftet wurden. Das Handgemenge, bei dem die Kämpfenden Messer, Steine und Stökke benutzten, entstand, wie man annimmt, weil einige junge Araber ein jüdisches Mädchen belästigten. (ITA) sofort wieder aufzunehmen. Dieser Beschluss wurde auch an den Bundesinterventor und das Innenmini sterium übermittelt. Wie der Bundespräsident des Obersten Gerichtshofes in Formosa, Dr. Isaac Leff, mitteilte, hat er einen Prozess gegen einige Mitglieder des Anwalts-Kollegium wegen des oben erwähnten Schriftsatzes angestrengt. Dies erfolgte wegen der Nichtachtung, mit der das Verhalten des Richters Dr. Zucker in einer gewissen Gerichtsverhandlung kriti siert wurde. Ferner äusserte Dr. Leff, das Oberste Gericht sehe keinen Grund, Dr. Zucker zur Verantwortung zu ziehen. Obwohl der Oberste Ge richtshof dem Richter Dr. Zucker sein vollstes Einverständnis mit seiner Amtswaltung ausgesprochen hat, so hat dieser als Ausdruck, der Verteidigung seiner Würde als Jude seinen Rücktritt eingereicht. Der staatliche Repräsentant für die Provinz, Ing. Italo Atchi lupa hat i*1 der Angelegen heit interveniert und sich bemüht, eine Lösung zu finden, doch Dr. Zucker bestand auf der Annahme seines Rücktrittsgesuchs. Preise des Weizmann-Instituts Zur Verteilung der Preise in den Wettbewerben über- Experimentelle Leprologie und Arteriosklerose, die unter den Auspizien des Argentinischen Comités für das Wissenschaftliche Weizmann Institut für lateinamerikanische Aerzte und Forscher als Teil eines Plans für kulturellen und wissenschaftlichen Austausch ausgeschrieben wurden, versammelten sich die Mitglieder der Jury, die über die Auswahl der Arbeiten zu befinden hatte. Die Jury für den „Rosendahl”-Preis 1962, der im Anschluss an die nationale Kampagne zur Bekämpfung der Lepra geschaffen wurde, bestand aus den Professoren Luis Pierini, Enrique Jonquieres, Aarön Kaminsky, Arturo Di Pietro und den Doctores Marcos Arson und Benjamin Garfunkel in Ver tretung des Argentinischen Comités für das Wissenschaftliche Waizmann-Institut. Der Preis wurde Dr. Meny Bergei für seine Arbeit „Valoraciön de actividad quimioterâpica sobre el Micobacterium Leprae en dietas prooxidantes“ zugesprochen. Der in diesem Jahr zur Verfügung gestellte „Anna Malenky”-Preis für das Stu dium und die Verhütung der Arteriosklerose gelangte auf Beschluss der aus den Professoren Bernardo Houssay. Luis Munist, Manuel Litten, Justo Lije Pavia und Doctores Blas Moia und Manuel Malinow Zusammengesetzen Jury trotz der vorliegenden Arbeiten zu diesem Thema nicht zur Verteilung. In Vertretung des Argentinischen Comités für das Wissenschaftliche Weizmann Institut nahmen die Herren Dr. Marcos Arsön, Ing. David Sévi, Dr. Benjamin Gar funkel, José I. Goldstein, Dr. Samuel Slavin und Don Alberto Liamgot an der Sitzung teil. Año XXIII. — No. 19» — 5 ' j mmmm mm Unter dem Patronat des Argentinischen Comités für das Wissenschaftliche Web:- mann-Institut versammelten sich die Mitglieder der Jury für den „Ana Malenky”- und ,,Rosendahl“-Preis 1962. um über die vorge legten Arbeiten zu entscheiden. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Prof. Manuel Littcr, Dr. Marcos Arson, Prof. Luis Munist, Prof. Bernardo Houssay, Ing. David Sevi und — stehend — Dr. Samuel Slavfa, Prof. Arturo Di Pietro, Prof, Enrique Jenquieres, Prof. Luis Pierini, Don Alberto Liamgot. NAZIVERBRECHER VOR GERICHT Hamburg. —Der Staats anwalt in dem gegen Willi Düsenschön anhängigen Prozess forderte lebenslängliches Zuchthaus für den Angeklagten. Diisenschön war Kommandant eines Konzentrationslagers und trägt die Schuld an dem im September 1933 verübten Selbstmord des Dr. Fritz Solmitz, eines Juden aus Lübeck, der der Herausgeber des Blattes „Volksbote“ und ein bekannter sozialistischer Führer war. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Das Urteil dürfte wahrscheinlich in diesen Tagen ergehen. (ITA) SKEREH KAYEHETH im c: DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUECHSE DES KKL Betrunkener Judenfeind Berlin. — Wegen Volksverhetzung im Sinne des Paragraphen 130 des Strafgesetzbuches verurteilte ein Westberliner Schöffengericht den 33jährigen Rudi Tröstrum zu drei Monaten Gefängnis mit Bewährungsfrist. Mit 1,9 Promille Alkohol im Blut hatte der Angek'agte im Lokal eines jüdischen Gastwirts unter anderem laut geäussert: „Hitler hätte sämtliche T'eger und Juden verbrennen müssen.“ Nach seinen eigenen Angrben war der Angeklagte kurz vorher auf der Strasse von einem farbigen Besatzungssoldaten, mit dem er gezecht h <«(!<*. ohne j-Tten Grund niedergeschlagen worden. (AWZ) Jugend und Rassenvorurteil Bonn. — Die junge Generation in England, Frankreich und Westdeutschland hat starke Vorurteile, aber im allgemeinen sind diese weniger ausgesprochen und die Menschen sind toleranter als es die vorige Generation war. Dies kann aus einer Vorstudie entnommen wer den, die in den genannten drei Ländern über die Haltung der Jugend zu den ethnischen Minderheiten durch geführt worden ist. Eine internationale Konferenz von Soziologen und j Erziehern wurde in Miinj chen unter den Auspizien der : UNESCO abgehallen, um über die für diese Umfrage ■ in den letzten neun Mona ten gesammelten Daten zu : diskutieren. Die Antworten; beziehen sich auf die Hal- , tung der Jugendlichen zu den Juden in ihren Ländern i und ferner zu den Westinj c’ern in England, den Alge-; riern in Frankreich und zu Russen, Polen und Amerika- I nern in der Bundesrepublik (ITA) Pflege der Friedhoefe ' i I New York. — Die unter , Leitung von Raw Portugal! (einst Bukarest) und Rabbi ‘ Jonas Horowitz (früher Unsdorf und Frankfurt a. M.) stehenden Rabbanim ln den USA haben an alle agudistischen Landesorganisationen, einen Aufruf gerichtet, sich der jüdischen Grabstätten auf den Friedhöfen in Ost- und Westeuropa, die immer | mehr Schäden aufweisen, anzunehmen und die Friedhöfe zu betreuen.!Hif H Denken Sie an Ihre Ferien, so denken Sie cm das ft HOTEL LAGO 1&Ï n tt Udas jetzt schon Ihre Anmeldung entgegennimm*, i! H AUF WUNSCH DIAET § ♦♦ H RIO CEBÄLLGS Casilla Correo 34 u 3 . S'SlsiaälllBSHSflSSII?*?; v i -V - _ .süSiJä* H4 JUAN JULIUSBURG i IHM MALERARBEITEN i M CM 73-1148 BLANCO ENCALADA 1648 ¡ ♦»♦♦♦♦•»♦♦»♦♦♦♦»»»»»»♦♦♦♦♦♦♦♦♦•»♦♦♦♦♦♦♦»»»♦»♦♦♦♦♦♦♦♦»»»»»»»i i DIE ANMELDUNGEN FUER DIE TRADITIONELLE GROSSE REISE nach ISRA zu Ehren von Pessach und Jom Haazmauti beginnen schon jetzt. Beteiligen Sie sich auch an den Feierlichkeiten im Jüdischen Staate und nehmen Sie an unseren Gemeinschaftsreisen teil, mit denen wir in früheren Jahren grossen Erfolg gehabt haben. Kommen Sie moeglichst rechtzeitig zu uns und informieren Sie sich über die aussergewoehnlich vorteilhaften Bedingungen, die wir Ihnen bieten. u il

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