Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1977 (14.9.1962)
- Date
- 1962-09-14
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes. 14 de Septiembre de 1962 SEMANA ISRAELITA Aro XXIII. — No. 1977 — 5 Ereignisse der Woche Besuch Dr. Foerders j Pressekonferenz Wie wir beieits berichtet haben, weilte Dr. J. Herbert Fcerder, der Präsident der Bank Leumi, der israelischen Staatsbank, zu einem kurzen Besuch in Buenos Aires, wo er sich mit einer Reihe von Fragen beschäftigte, die für die Bank Leumi von Interesse sind. Die Argentinisch - Israelische Handelskamn.er veranstaltete ein Essen für Dr. Foerder. der vom Präsidenten der Kammer. Herrn Alfredo Korn, sehr herzlich begriisst worden, ist. Dr, Foerer gab eine kleine Uebersicht über die wirtschaftlichen Fragen Israels, die Entwicklungs- und Investitionsmöglichkeiten. — Dr. Herbert Foerder, der bereits im zionistischen Leben Deutschlands eine wichtige Rolle gespielt hat, entfaltete in Israel ein umfangreiche Tätigkeit sowohl auf politischem wie auf wirtschaftlichem Gebiet. Jahre hindurch war er Generaldirektor der RASSCO, die er zu ihrer heutigen Bedeutung geführt hat. Seine Ernennung zum Präsidenten der Bank Leumi spiegelt der Wertschätzung und Anerkennung der von Foerder geleisteten Arbeit wider. Wir hatten Gelegenheit, in einem Privatgesprärh mit Dr. Foerder verschiedene Fragen zu erörtern, die von allgemeinem Interest sind, und ihn über die Lage und Arbeit der aus Deutschland hierher eingewanderten Juden sowie über die allgemeine jüdische Situation zu unterrichten. — | Der erste israelische Botj Schalter in Argentinien, Dr. i Jakob Tsur, über dessen Be- | such wir bereits kurz berichteten, gab eine Presse-! konferenz, um über seine Reise zu informieren. Besonders die nichtjüdische Presse und die Fernseh-Gesellschaften waren der Aufforderung gefolgt. Der Attache der Botschaft für die Presse - Angelegenheiten, Gregorio Verzitzky, hatte es übernommen, die einleitenden 'Worte zu sprechen, mit denen er den früheren Botschafter einführte. Dr. Tsur teilte mit, dass er Argentinien als letztes von über 20 lateinamerikanischen Ländern besuchte, in denen er im Rahmen seiner letzten Reise sich aufgehalten habe. Es sei für ihn eine Freude und Erlebnis, an den Ort seiner früheren diplomatischen Tätigkeit zurückznkehren. Die Reise habe er in doppelter Eigenschaft unternommen, als Präsident des Instituts für kulturellen Austausch mit den lateinamerikanischen Ländern und Spanien und Portugal, und als Präsident des Jüdischen Nationalfonds .der heute vor grossen Aufgaben stehe. Ueber beide Aufgaben gab Dr. Tsur interessante Einzelheiten bekannt. Dr. Mateo Goldstein Nach einer langen Krankheit ist vor wenigen Tagen Dr. Mateo Goldstein in Buenos Aires gestorben. Er wurde nur 56 Jahre alt. Dr. Mateo Goldstein spiel- »♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦» Î CATECA S. A. Directorio 5555 Buenos Aires; T. E. 68 -1017/18 y 1264 2 SUAVANDAR j el calzado legítimo de espuma de goma; J. P. LANDSBERG I VERSICHERUNGEN JEDER ART; Bme. 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Vor einigen Jahern siedel- I ie Dr. Goldstein mit seiner ] Familie nach Israel über,! wo er in Tel Aviv ein schöi nes Heim gefunden hat. Seij ne Krankheit stellte sich seij ner Einordnung hindernd in! den Weg. Er war zu einem I vorübergehenden Besuch! nach Buenos Aires gekom-! men, wo ihn. für seine viej len Freunde viel zu früh, der i Tod ereilte. I Vor der jüdischen | Presse j C. W.: — Im Sitzungssaal j des KKL versammelten sich am vergangenen Freitag die | Vertreter der jüdischen Presse, um vom Präsidenten des Weltdirektoriums des- Keren Kajemet und des Zionistischen Aktionscomites über den Zweck seiner Reise informiert zu werden. Vom Präsidenten des argentinischen Landesdirektcriums des KKL, Moises Bermann, eingeführt und herzlich begrüsst, gab Dr. Tsur zunächst seiner Freude dar» über Ausdruck, wiederum inmitten der argentinischen Judenheif zu sein. Sein Besuch, so führte er aus, habe ein zweifaches Motiv: einmal, wünsche das KKL-Direktorium in Jerusalem, im engsten Kontakt mit allen Zweigen der Weltjudenheit zu stehen, um die beiderseitigen Aufgaben besser zu begreifen, und ferner, um die spezifischen Verantwortlichkeiten des KKL in Gegenwart und Zukunft deutlicher klarmachen zu können. , Der vor zwei Jahren mit der Regierung von Israel abgeschlossene Vertrag, führte Dr. Tsur aus, lege die neuen Verantwortlichkeiten genau fest, und das von der Knesset I960 angenommene Bodongesetz sah eine Vereinigung der Administration in dem Sinne vor, dass Staat und KKL mehr als 90 Prozent des gesamten Bodens des Landes verwalten. Nach 60jähriger intensiver Arbeit haben sich die Träume von Theodor Herzl und Hermann Schapira verwirklicht: Der KKL verfügt über fast die gesamte Bodenfläche, die aber zu 75 Prozent noch nicht bearbeitet ist, und hier liege der Kern des Problems, denn es genüge nicht, nur gute, ertragreiche Flächen zu besetzen; der KKL habe bei seinen Arbeiten an die langen und unbesetzten Grenzen zu denken. Die Aufgabe, noch gänzlich unbearbeitetes Land vorzubereiten, sei eine sehr schwierige. In diesem Zusammenhang erwähnte Dr. Tsur die bevorstehende Ausgabe von Aktien in Höhe von 9 Millionen Pfund, gemeinsam durch Keren Hajessod und Keren Kajemet. durch die eine neue finanzielle Quelle \ ZIMMER \ j zu vermieten £ «Ü mit halber oder ganzer i Pension, koscher, / \ nur an Dame? i 701 - 9344 > A'-w.vjwwvwvwvv/ 1 SZ zur Durchführung gigantischer Arbeiten ex schlossen werden soll. Schliesslich erinnerte er noch daran, dass der KKL in den vergangenen zehn Jahren in der Lage war, 65 Millionen Bäume zu pflanzen und er in weiteren zehn Jahren noch 250 Milionen Bäume annflanzen könne, wenn die jüdische Welt überall ihrer Pflicht nachkomme. Mit dem Dank an die argentinischen Mitarbeiter des KKL, ver allem die Chawerim Bermann und Senderey, schloss die Pressekonferenz. „Volk und Staat vor neuen Aufgaben“ -C. VV.: — Annähernd 20C0 Personen, unter ihnen viele Jugendliche, fanden sich am vergangenen Sonntag Vormittag im Gran Cine Opera ein, um den Präsidenten des Weltdirektoriums des KKL , und Zionistischen Aktionsco- | mités, Dr. Jacob Tsur, den : Ehrengi st der argentinischen Judei.hcit, zu hören, j Vor Vorsitzenden des argen- | tinischen Landescomités, j Moises Bermann, herzlich | begrüsst, der an Tsurs Bot-; schaftertätigkeit in Buenos Aires zwischen 1949 und 1953 erinnerte und auch ein Begrüssungs - Telegramm von David Ben Gurion verlas, nahm Dr. Jacob Tsur, welcher in Begleitung des israe- : lischen Botschafters General Avidar und Gattin erschienen war, das Wort. Zuvor wurden die argentinische und israelische Nationalhymne gesungen. Eine neue Epoche, inmitten des grossen Werkes der ^Sammlung der Zerstreuten“ eei gekommen, so führte der (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 8) Vor schwierigen Problemen Die jüdischen Organisationen in USA sind bemüht, zur Lösung der Probleme beizutragen, vor die sich die französische Judenheit durch den beispiellosen Massenzufluss von Juden aus Algerien und anderen nordafrikanischen Ländern gestellt sieht. Neue jüdische Gemeinden entstehen heute in kleinen französischen Städten und Dörfern, in denen es niemals Juden gab. Die jüdische Bevölkerung Frankreichs, die bei Kriegsende 150.000 Seelen zählte, verdoppelte sich praktisch im ersten Nachkriegsjahrzehnt, als weitere 150.000 Juden aus Osteuropa und den DP-Lagern nach Frankreich kamen. Die meisten dieser Neuankömmlinge wurden niemals in das jüdische Gemeindelebcn eingegliedert, und man schätzt, dass 70 Prozent aller in Frankreich lebenden Juden keine irgendwiegeartete Verbindung mit dem organisierten jüdischen Leben besitzen. Heute gibt es nach der Ankunft der Juden aus Nordafrika, und besonders nach dem Eintreffen von allein 80.000 Juden aus Algerien, rund 450.000 Juden in Frankreich. womit dieses Land die grösste jüdische Gemeinde in Westeuropa beherbergt. Hierdurch hat sich die Zusammensetzung der französischen Judenheit gewandelt. Sie ist keine aschkenasische Gemeinschaft mehr, sondern bald wird die Mehrzahl ihrer Mitglieder sefardisch sein. Die nordafrikanischen Juden sind zumeist orthodox. Doch dies traf für Nordafrika zu, wo das Leben in einem mohammedanischen Land die religiösen Bande zwischen dem Individuum und seiner Gemeinschaft fester gestaltete. In Frankreich liegen die Dinge anders und begünstigen eine Loslösung von der Religion. Nordafrikas Juden sprechen im Gegensatz zu den Juden aus Osteuropa schon französisch, und ihnen ist die französische Kultur und Lebensweise nicht fremd, so dass sie der Assimilation viel stärker ausgesetzt sind. Nachdem sie einmal aus ihrer nordafrikanisehen Umgebung herausgerissen sind, ist ein Auseinanderfallen dieses Judentums ru befürchten. Als mögliche Gefahr wird auch der Umstand angesehen, dass es in den kleinen jüdischen Gemeinden in Frankreich, in denen die jüdischen Flüchtlinge aus Nordafrika Unterkunft gefunden haben, nur möglich ist, koscheres Fleisch zu bekommen, wenn man es vier Tage vorher aus der nächstliegenden Stadt bestellt. In diesen, kleinen Gemeinden gibt es weder Synagogen, noch Betstuben, oder gar jüdische kulturelle und religiöse Zentren, denen sich die Jugend anschliessen könnte. Die Führer der grossen jüdischen Organisationen in Frankreich sind daher über diese Lage tief besorgt. Sie beabsichtigen jetzt, ein Programm auszuarbeiten, das für das nächste Jahr in den verschiedenen Landesteilen und besonders in den kleinen Städten, in denen die jüdischen Neuankömmlinge von dem organisierten jüdischen Gemeinde’eben völlig isoliert sind, zur Durchführung gelangen soll. SCHLOMO S. TANGER 12.195 PERSONEN reisten in den letzten 13 Jahren durch Viajes Bittermann nach Israel. Warum hat der groesste Teil der juedischen Reisenden nur Vertrauen zu VIAJES BITTERMANN? 1. Weil sich VIAJES BITTERMANN streng an die Abmachungen halten. 2. Weil VIAJES BITTERMAHN sich Prestige und Dank durch die hoechst erfolgreiche Veranstaltung von Aus* fluegen und Rundreisen erworben haben. 3. Weil VIAJES BITTERMANN bestrebt sind, den Reisenden zu seiner vollsten Zufriedenheit zu bedienen. Daher weiden auch Sie sich mit VIAJES BITTERMANN in Verbindung setzen, wenn Sie eine Reise nach Israel oder an irgendeinen anderen Ort in der Weit zu machen beabsichtigen. V VIAJES L3 BITTERMANN CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, OF. 9, 10,14 y 16 i T. E. 49-3491 / 45-4957 / 49-0433/45 7607 / 49-1229