Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1977 (14.9.1962)
- Date
- 1962-09-14
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 14 de Septiembre de 1962 SEMANA ISRAELITA A* o XXIII. — No. 1977 BESUCH AUF DEM KNESSET-BERG Anlässlich der Beendigung der ersten Jahresression der Fünften Knesset fand ein Besuch auf dem Knesset- Berg in Jerusalem statt, und der Vorsitzende, die Abgeordneten und die Journalisten konnten sich davon überzeugen, dass der Bau tatsächlich fortschreitet und hoffen lässt, MÍTte 1934 werde er beziehbar sein. Seit April 1900 ziehen sieh die unmittelbaren Vorbereitungen — vor zehn Monaten wurde mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen — und 50 Prozent des Gebäude-Gerippes^ steht bereits. Die Schwierigkeiten eines solchen Baus liegen im Anfang, da es gilt, Felsen zu brechen und die Fundamente zu legen. Jetzt, so meint der verantwortliche Ingenieur Emanuel Friedmann, sind keine unangenehmen Ueberraschungen mehr zu befürchten. Das Gebäudegerip- DIREKT PER SCHIFF nach mwti von MEIR FAERBER REISEDAUER: 20 TAGE NAEHERE DETAILS: Viajes Globas ALSINA 1418 — Bs. Aires Tel. 38-5860 — 1447 und 37-2660 Ipe soll im März 1963 fertig , sein. I Gerüchte von Meinungs-! Verschiedenheiten über die! Verkleidung der Aussenwänjüe mit behauenem jerusalemer Stein wurden von den Mitgliedern der Baukommission mit dem Hinweis darauf dementiert, dass dies I vor zwei Jahren bereits end- I gültig beschlossen worden sei. Zur Verkleidung der Wände wird wirklicher jerusalemer Stein verwendet, sogar Stein, der aus den Felsen am Knessetberg selbst während der Erdarbeiten für die Fundamente des Gebäudes gebrochen wurde. Dieser Stein ist mit seiner rosafarbenen Aederung nicht nur besonders schön, sondern auch sehr hart, so dass seine Bearbeitung um etwa 170.000 IL mehr kostet als geplant war und daher hierfür eine Sonderbewilligung vom Treuhändercomite eingeholt werden musste, das den Baufonds verwaltet. Wir beobachteten die unter einem Sonnenschutz liokkenden Steinmetze, wie sie den Stein in einheitlicher Grösse und Form zurechthämmern, betrachteten die bereits vorbereiteten bej hauenen Steine, stellten uns die Grösse des Gebäudes vor — und verstehen, wes- ( halb die Steinverkleidung ¡ der Wände so viel kosten; muss. Innerhalb des Gebäudes werden die verschiedenen Säle mit Mat-mor gepflastert j und ihre Wände ebenfalls | mit Marmorplatten verk’eij det sein. Hierfür wird das i Material aus den verschie- I denen Marmorbrüchen des! Landes zusammengetragen werden, damit alle Gegenden des Landes ihren Anteil an diesem repräsentativsten Gebäude des Staates haben, und um die verschiedenen Nuancen der Farben auszunützen. Ueber die funktionale Einteilung des Palastes berichtete sein Architekt Josef Klarwein. Im ersten Stockwerk werden sich die Kommissionszimmer befinden und daneben stets das Zimmer des Kommission-Vorsitzenden, im Stockwerk darüber die Zimmer der einzelnen Minister, der Lagerraum der Bibliothek und 35 Arbeitszimmer für je zwei Abgeordnete. Mehr braucht man nicht, denn den Ministern, den Vizevorsitzenden der Knesset und den Kommissionsvorsitzenden, Vize- (ministem und Fraktionen stehen gesonderte Räume zur Verfügung. Das dritte Stockwerk von dieser Seite des Gebäudes ist gleichzeitig, da wir uns auf einem Flügel befinden, von der anderen Seite aus das erste Stockwerk und vom Hauptzugang aus ebenerdig. Hier befindet sich der Eingang zum zweieinhalb Stockwerke hohen Sitzungssaal, wo das Plenum tagen wird. Ferner werden in diesem Stockwerk das Restaurant, die Wandelgänge, der Lesesaal der Bibliothek, das Sonderrestaurant für die Abgeordneten, eine Cafeteria, die Appartements des Parlaments - Vorsitzenden und des Generalsekretärs der Knesset und ein Saal im Ausmass von Uber tausend Quadratmetern für offizielle Staatsempfänge liegen. Im 4. Stock, in den der LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE 8*. Aire* - PUEYRREDOM 2130, X* ieq. - T. E. 83 2613 14. September 1962 15. Elul 5722 Lebenslaengliches Zuchthaus * * * * * * * sk MALERARBEITEN * FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG. SAUBER, | PREISWERT, SCHNELLSTENS * ALFREDO STERN Virrey del Pino 2639?; T. E. 76-7281 y 76-9D88 ,r< '■*-Sf#*#******-»#-K--X-**#**************4i-****-4K' | Teppichhaus - M. 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Köllner war als Angehöriger der - Deutschen Sicher- I heitspolize: und als Judenre- I ferent einer der Hauptverj antwortlichen bei den .,Ju-1 den - Aktionen“ im Kreis i Czortkow im besetzten Ostj galizien während der Zeit i von August 1942 bis August 1943. In der zweimonatigen Verhandlung gegen ihn sagten 60 Zeugen aus Israel, I Polen, Frankreich, Oesterreich und Deutschland aus. In seiner fast v5er Stunden dauernden Urteilsbegründung erklärte der Vorsitzende des Saarbriikker Schwurgerichts. Amts- «ericlVsrat -Jenn^wcin, das Gericht sei zu der Ansicht gelangt, dass Köllner bei seinen Taten eine „ehrlose Gesinnung“ gezeigt habe. Leichtfertig und gleichgültig habe er sich über das Leben anderer Menschen hinweggesetzt. Rassische Ueberheblichkeit haben ihn dazu geführt, Menschen „anderer Rassen“ zu töten. Er habe sich die Ansicht der damaligen Machthaber zu eigen gemacht, dass die Juden ausgerottet werden müssten. Der Mitangeklagte Heinrich Peckmann wurde freigesprochen, well nach Ansich des Gerichts die Zeugenaussagen für eine Verurteilung nicht ausreichteo. Peekman stand unter der Anklage des Mordes an zwei Juden. Jennewein erklärte, in einem Fall habe man den Tatzeugen keinen Glauben schenken können, andere Aussagen hätten sich widersprochen. Im zweiten Fall müssten ebenfalls die Aussagen der Belastungszeugen l>ezweifelt werden. Es stellte sich heraus, dass einer dieser Zeugen Peckmann überhaupt nicht gekannt hatte. (AWZ) grosse Sitzungssaal hinein- | ragt, sind die Publikumsgalerie mit vierhundert Sitzen, die Pressegalerie und die Arbeitsräume der Journalisten vorgesehen, im 5. Stockwerk die Administration und die Fraktionszimmer. Von dem Areal, das sich über 90 Dunam erstreckt, werden 17.000 Quadratmeter bebaut sein. Der Haupteingang wird über einen sehr grossen, rechteckigen Platz führen, der wegen seiner imposanten Ausmasse nicht |nur landschaftlich und als Ergänzung des Architektur- Eindrucks angenehm wirken, sondern sich auch für Massenversammlungen, beziehungsweise Nationalfeiern I eignen wird. Am Abhang I des Knesset-Berges wird ein I Garten angelegt, der gleichsam einen lieblichen Kranz! um die sonst gar zu ernst | wirkende steinerne Verkörperung der parlamentari- 1 sehen Demokratie Israels bilden soll. Revision im Einsatzkommando-Prozess Berlin. — Vier Verurteilte im sogenannten Berliner Einsatzkommando - Prozess haben Revision eingelegt. Es sind der wegen Mordes zu lebenslänglich Zuchthaus verurteilte ehemalige SS- Obersturmbannfiihrer Dr. Alfred Filbert und drei der vier wegen Beihilfe zum Mord zu zeitlichen Zuchthausstrafen verurteilte Mitangeklagte. Verhandlungsgegenstand des Prozesses W'ar die Ermordung von rund 15.000 jüdischen Frauen, Kindern und Männern 1941 im Nordwesten der Sowjetunion. Die Staatsanwaltschaft hat ihrerseits aus Rechtsgründen das Urteil in vollem Umfang angefochten. Zuständig für das Revisionsverfahren ist jetzt der Fünfte (Berliner) Strafsenat des Bundesgerichtshofes. (AWZ) INDUSTRIAS YUVENA S. A Fábrica de calzado y zapatillas SESCANSgi ANDONAEGUI 1270 Buenos Aires T. E.: 51 . 4810 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 T. E. 51 - 2205 (Ecke Monroe) Mi'imj-jii LLiiHuriL«i wie Sie sich schon lange wünschten. Jedes Hobby machen sie mit. Tagein, tagaus, unverwüstlich, dabei bügelfrei. Einfach waschen, trocknen, anziehen! Formbeständig. knitterfest (Auto), kleidsam, leicht zu pflegen, und mottensicher. Das sind die Vorzüge der CARLTON - HOSE AUS TREVIRA! ZUM GLEICHEN PREIS solange Vorrat reicht, wie im FRÜHJAHR 1961. Und wenn Sie Massklei. düng wünschen, erst recht zu unsl Ernst Koppel Herrenbekleidung Maipú 484 I. TE. 31-7345 Herrenausstattun g Maipú 982 TE. 31-0357 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL ♦ ♦♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦♦♦-♦ ♦ ♦♦ ♦ ♦ ♦ +- i Dr. Hardi Swarsensky \ I ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE | RÜCKERSTATTUNG jetzt auch für Juden aus Polen. | ANMELDUNGSMOEGLICHKEITEN für alie, dia nach dem L 10. 1951 3 aus Laendern hinter dem eisernen Vorhang auswandern konnten. SPRECHSTUNDEN: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr -★- Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUD AMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613 ü iMIUIlHMSlSUHISSílHsisjKSKjSlís.íMjllSIlílISfiaiUllSíii-ftSHUiluilIHlUíSSü-;,