Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1975 (31.8.1962)
- Date
- 1962-08-31
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 31 de Agosto Je 1362 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1373 — T\ Rabbiner besuchen Israel In den ietz'.en Wochen waren zahlreiche Oberrabbiaer aus verschiedenen Ländern in Israel zu besuch. Der Oberrabbiner Englands Dr. Israel Brodie fühlte sich veranlasst zu dementieren, dass er nicht nach Israel kam, um in der Angelegenheit des entführten Jossele Schuhmacher zu vermitteln. Um dem entgegenzutreten, fand man nach seiner Abfahrt in den Zeitungen eine Meldung, dass Oberrabbiner Brodie die Voraussetzungen für seine Uebersiedlung nach Israel geprüft hat, um nach seiner Pensionierung eine wissenschaftliche Forschungsarbeit in Israel durchzuführen. Er wird aber, wie es von anderer Feite heisst, erst in drei Jahren das Oberrabbinat Englands verlassen. Der Oberrabbiner aus Mexiko, Dr. Avigdor, verbrachte einige Monate in Israel; er soll mit einer grösseren Synagogengemeinde in Israel einen Ansteilungsvertrag abgeschlossen haben. Dr. Avigdor war schon vor dem Krieg in Polen eine markante Persönlichkeit. Trotzdem er Bart und Pejs getragen hat, hat er an der Lemberger Universität seinen Doktor bekommen und ■war einer der wenigen Rabbiner, die diesen Titel hatten, wobei er auch politisch tätig war, zumal er erstklassiges Polnisch sprach. Im Kriege war er im Konzentrationslager. Nach der Befreiung aus dem KZ übersiedelte Dr. Avigdor nach Amerika und dann nach Mexiko. In Mexiko verstand er es sehr gut, durch populär-wissenschaftliche philosophische Vorträge einen grossen Kreis von Lernenden und Hörer zu schaffen. Obzwar seine Gemeinde in Mexiko ihn keinesfalls vermissen möchte, soll er fest entschlossen sein, Mexiko zu verlassen. Eine weitere Sensation "war der Besuch von dem Munkacer Rabbi Rabinowitsch. der jetzt in San Paulo als Rabbiner amtiert. Gerade wie der Satmarer Rabbi in Transylvanien, war der Munkacer Rabbi in der CSR ein Erzfeind des Zionismus. Rabbiner Rabinowitsch, ein Schwiegersohn des alten Munkacer Rabbi, war jedoch ein Freund des aufbauenden Israel, was er auch klar bewiesen hat. Er wanderte beim Ausbruch des Weltkrieges nach Palästina ein und kandidierte als Oberrabbiner in Tel Aviv. Damals hiess es, dass der frühere Parlamentsabgeordnete aus der CSR Dr. Chaim Kugel, in Israel Bürgermeister von Cholon, dagegen opponierte, dass ein Sprössling der antizionistischen Munkacer Dynastie Rabbiner in Tel Aviv sei. Rabinowitsch verliess jedenfalls Tel Aviv, wurde Rabbiner in San Paulo, erlernte nicht nur vortrefflich die portugiesische Sprache, sondern war auch unter den Studenten an der San Pauler Universität der einzige Student mit Bart und Pajs, der die Schulbank drückte. Er absolvierte nnt Erfolg die Universität und erhielt sein Diplom als Dr. der Philosophie. Er ist ein sehr guter Redner in portugiesischer Sprache. Die führenden Zeitungen Brasiliens fühlen sich sehr geehrt, wenn er ihnen einen Artikel über theologische Fragen zuschickt. Trotzdem wiil er nach Israel zurück. Wenn auch diese Einwanderungs - Bestrebungen der Oberrabbiner aus der sogenannten freien Welt eine kleine Sensation darstellten, so waren die Besuche zweier Oberrabbiner aus den Ländern hinter dem eisernen Vorhang die grösste Sensation. Viele wellten hierin einen Hoffnungsschimmer für eine Verbesserung der Beziehungen Israels zu den Ländern hinter dem eisernen Vorhang sehen. Der Kreisrabbiner Dr. Farkas aus P?ag wurde in den ersten Tagen von allen Zeitungen als der Obembbiner Prags begrüsst. In Prag gibt es einen 80jährigen Oberrabbiner Dr. Feder und Kreisrabbiner Dr. Farkas ist sein Stellvertreter. Nach einigen Tagen erschien eine Richtigstellung, dass Dr. Farkas nicht Oberrabbiner, sondern nur Kreisrabb'ner in der CSR sei. Dr. Farkas stammt aus Jasina (KarpatorusslandL hat in Deutschland studiert und seinen Doktor gemacht. Vor dem Weltkrieg war er Rabbiner in Bodenbach. Er wurde in Israel vom Religionsminister empfangen, auch die Einwanderer - Organisation aus der CSR bereitete ihm einen Empfang. Eine noch grössere Sensation stellte der Oberrabbiner aus Bukarest Dr. Rosen dar, der nach einer USA- Reise plötzlich in Israel auftauchte und eine sehr grosse Aktivität entfaltete. Dr. Rosen ist eine starke Persönlichkeit mit allseitiger Bildung, Mitglied des rumänischen Parlaments und auch ein erstklassiger Redner. In Israel hat er auf einer Pressekonferenz zugegeben, dass in Rumänien Antisemitismus vorhanden sei; er verteidigte jedoch die jetzigen Machthaber Rumäniens, weil sie die Juden vor dem Antisemitismus schützen. Es ist interessant, dass beide Rabbiner, Dr. Farkas wie Dr. Rosen bei der Miiitärparade um Unabhängigkeitstag in Israel anwesend waren. Aber ausser ihnen waren auch Rabbiner aus anderen Ländern auf den Tribünen zu sehen. Der Ansager am Radio hob nur die Anwesenheit der Oberrabbiner aus Prag und Bukarest hervor. Sie stellten auch die grösste Sensation unter allen Oberrabbinern dar. M. KILAI (Tel Aviv) JUEDISCHE WOCHENSCHAU in Einzelnummer 70 Centesimos Jshresabono 45.— $ urug. LUFTPOST VERSAND DURCH „PLUNA’ ANZEIGENANNAHME Librería Neulaender RIO BRANCO 1231 TeL 83887 ABONOS — COBRANZA Sra. L. Loeblowiíz PARAGUAY 1164, piso 2, apt. 9 Distribuidor: KIOSK TUREK CONSTITUYENTES 1757 TeL 42 640 ISRAEL BAUT / rs * " í í > 1 >' * ’ EINHEITSKA •seit der Gründung des Staates ISRAEL erstanden: 23 neue Staedte und 480 Landsiedlungen Der Negew, Galilaea, Judea wurden fruchtbar gemacht und die Emigranten angesiedelt. IHR BEITRAG IST HILFE ZUR ERRETTUNG UNSERER BRUEDER Seien Sie Partner zum Aufbau von ISRAEL durch die ANNAHMESTELLEN: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376,3<?, T. 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