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Jüdische Wochenschau · 1962-07-27 · 1970 (27.7.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1970 (27.7.1962)
Date
1962-07-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUEYRREOON 2130 — l9 izq. JjxJktMHaJsfMi&liiCL T E. 83-2613 Año XXIII. BUENOS AIRES, VIERNES 27 DE JUMO DE 1962 No. 1970 DIE AEGYPTISCHEN RAKETEN London. — Radio Kairo gab am vergangenen Wochenende bekannt, dass Aegypten seine ersten Raketen abgeschossen hat. Eine der beiden Raketen, die „Victor“ getauft worden war, Jegte eine Strecke von 376 Meilen zurück. Wie angekündigt wurde, sind beide Geschosse, deren Abschuss erfolgreich verlief, „von Aegyptern gebaut und abgeschossen“ worden. Nach den Mitteilungen des kairoer Rundfunksprechers sind weitere Versuche mit anderen Raketenmodellen vorgesehen. KEINE UEBERRASCHUNG Jerusalem. — Der Abschuss einer ägyptischen Rakete bildete keine Ueberraschung für die israelischen Militärkreise die der Ansicht sind, es handele sich nicht um eine bedeutende technische Errungenschaft. Man weiss, dass einige der hauptsächlichsten Bestandteile der Raketen aus Deutschland und die elektronischen und andere Ausrüstungen aus verschiedenen europäischen Ländern eingeführt wurden. Die Rakete wurde mit der Hilfe einer Gruppe von deutschen Fachleuten an ihrer Spitze Eugen Saenger, hergestellt. Man glaubt nicht, dass das Geschoss die angegebenen C00 Kilometer erreichen kann, doch selbst die Hälfte dieser Reichweite würde genügen, um einen grossen Teil israelischen Territoriums zu verwüsten. Man glaubt nicht dass der Flug der Rakete nach dem Abschuss kontroH'.*.t war, sondern dass diese nur ein Kugelgeschoss von geringer Präzision ist. Für ein ausgedehntes Raketensystem wäre der Bau von besonderen Abschussrampen notwendig. deren Vorhandensein nicht verheimlicht werden könnte. ISRAELISCHE PRESSEMELDUNGEN Jerusalem. — Israel plant, die westlichen Regierungen um die Lieferung von gelenkten Geschossen zu ersuchen, um das Land gegen die ägyptische Bedrohung zu verteidigen. Die Zeitung „Maariw“ schreibt: „Offensichtlich haben die Aegypter eine Reihe von Basen östlich von Kairo gebaut, in denen Wissenschaftler an der Entwicklung der verschiedensten Waffenarten arbeiten.“ Schon früher hatte sich Israel mit der Bitte um die Lieferung gelenkter Geschosse an England gewandt, doch wurde seinerzeit mitgeteilt, dass die britische Regierung dieses Ersuchen abgelehnt hat. Obwohl nach Ansicht der i israelischen Sachverständi- I gen die ägyptischen Rake- | ten noch keine Atomköpfe! tragen, so besteht doch die ' Gefahr, dass es den Aegyptern durch die neuen Anlagen bald gelingen dürfte, ih re Raketengeschosse zu vervollkommnen. Alle Blätter unterstreichen, dass der ägyptische Raketenabschuss hauptsächlich einen Propagandawert für Nasser hat. Sie verweisen darauf, dass Kairo es ■ unterlassen hat. die Zerstö- | rungskraft der Projektile be- | kannt zu geben. „Habqker“. | das Blatt der Liberalen Partei, schrieb, der Abschuss | von Raketen sei zwar ein Beweis für den bedeutenden Fortschritt, den die Aegypter gemacht haben, doch seien die neuen russischen Flugzeuge im Besitz Nassers viel gefährlicher für Israel als seine Raketengeschosse. „Hatzofe“, das Organ der National-Religiösen, warnt davor, dass Aegypten bei der ersten Gelegenheit einen Angriff plant und sein Ziel Israel sei.“ WAFFE GEGEN ISRAEL London. — Präsident Gamal Abdel Nasser erklärte öffentlich, die von Aegypten abgefeuerten Raketen und andere am „Tag der Revolution“ vorgeführten Waffen würden in einem Krieg gegen Israel eingesetzt wer den, denn „die Welt soll wissen, dass wir nicht zulas-! sen werden, dass Palästina I in den Händen Israels bleibt. | Daher rüsten wir.“ Mar schall Amer, der die Festparade abnahm, erklärte: „Die Luftwaffe der VAR beherrscht den Himmel in unserer Region. Ihre Streitkräfte sind die stärksten in Afrika und Mittelost. Der Feind der arabischen Welt ist der imperialistische Stützpunkt Israel. Der Umstanddass Israel einen Atomreaktor besitzt, den es im geheimen betreibt, veranlasst uns zu dem Glauben, dass es ihn zu Angriffszwecken benutzen wird.“ Die aus Kairo erhaltenen Nachrichten besagen, dass Aegypten heute ausser »len i Raketen einige kürzlich ,-on | der Sowjetunion gekaufte IMIG 21 - Flugzeuge sowie i neue sowjetische Bomber; vom Typ TU 16 ausser rus- | sischen Tanks und moder-! nen Kanonen besitzt, j Nasser verkündete ferner \ in seiner Rede, dass er auch; noch andere Waffen habe, j die vorläufig geheim gehal- I ten werden. | ERNSTE SIOIIER-! IIEITSPROBLEME | Jerusalem. — Der Abschuss der ägyptischen Ra! keten bedeutet für Israel, dass es seine Sicherliei sprobleme ernst nehmen muss, so erklärte Generalstabschef Zwi Tsur in einer Rede anlässlich der viertägigen Artilleriemanöver. Er äusserte ebenso wie Vize-Verteidigungsminister Shimon Pe j res, der auch bei dieser Ge j legenheit sprach, dass Ae- I gyptens Raketen-Programm | heute noch eher einen Re- | klamewert als eine aktuelle j militärische Bedrohung dar- | stelle. General Tsur wies darauf hin, dass man ..Nas- I ser nach seinen Ta*en und! nicht nach seinen Worten“ 1 beurteilen müsse. WIE ICH ES SEHE I Der Wanderer ins Ungewisse. I-von JEHUDA GOTTHEMER Der Welfkalender und die Juden von BORIS SMOLAR New York. — Unter den jüdischen Führern macht sich eine gewisse Besorgnis bemerkbar, dass das kommende Oekumenische Konzil, das von Papst Johannes XXIII. für den Monat Oktober einberufen worden ist die Haltung des Vatikans zur Annahme eines Weltkalenders, der den Schabbat der Juden in Gefahr bringen wurde, revidieren dürfte. Man meiss jetzt mit Gewissheit, dass bei den Sitzungen des Konzils, Bemühungen unternommen werden sollen, um die Feiertage der römisch- und griechisch-katholischen Gläubigen in Einklang zu setzen, und dies bedeutet die Reform des Kalenders. Der Vatikan hatte sich ebenso wie das Judentum entschieden dem Wunsch der Vereinten Nationen zur Aufstellung eines Weltkalenders widersetzt, welcher ein Jahr von 3G4 Tagen mit einem „Blankotag" vorsieht, der nicht mit einem gewöhnlichen Wochentag Zusammenfallen wiirce. Der Vorschlag eines Weltkalenders, der den UN von Indien unterbreitet worden ist, beinhaltet die Einführung eines 52 Wochen zählenden Jahres, in dem jede Woche mit dem Sonntag beginnt und der 355. Tag der „Blankotag“ wäre, welcher den Namen „Welttag“ erhalten und ein Feiertag in der ganzen Welt sein soll. Der Kampf gegen den Kalender mit dem „Blankotag“ geht in die zwanziger Jahre zurück, als dem Völkerbund ein ähnlicher Vorschlag vorgelegt wurde. Der Plan stiess auf den entschiedenen Widerstand der Juden, da die Einführung des sogen Blankotages zur Folge haben müsste, dass der Schabbat mit dem Lauf der Jahre in jeder Woche auf einen anderen Tagen fallen würde. Dieser ablehnenden Haltung schlossen sich alle jüdischen Gruppen in den Vereinigten Staa'en an. Im Jahre 3926 empfahl der Völkerbund, alle religiösen Organisationen über die Kalenderreform zu befragen. Eine Kampagne für die Reform, an deren Spitze einflussreiche Kreise in den Vereinigten Staaten standen, führte zur Annahme einer vom Präsidenten der Kommission für auswärtige Angelegenheiten der Deputiertenkammer vorgeschlagenen Resolution, in der die Einberufung einer internationalen Konferenz über diesen Plan in Vorschlag gebracht wurde. Die Präambel der Resolution enthielt die besondere Empfehlung zur Einführung des „Blankotages“. Doch die Proteste gegen dieses System waren so energisch, dass in ähnlichen Resolutionen, die dem Kongress im Jahre 1929 zugeleitet wurden, die Präambel fehlte. Allerdings hat keine dieser Resolutionen die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit erregt und wurde weder im Kongress noch in irgendeiner Kommission zur Debatte gestellt. Obwohl sich die jüdischen Organisationen in USA der Einführung des „Blankotages“ widersetzen, weil dieser d’e Unbeweglichkeit des Schabbat berühren würde, so haßen sie im Prinzip nichts gegen die Kalenderreform einzuwenden, solange diese keinen Einfluss auf den Schabbat haben wiirae. Es wird darauf verwiesen, dass mehrere jüdische Vorschläge für einen neuen Kalender existieren, die einen .,Blankotag“ unnötig machen würden. Einige dieser Projekte könnten dem Vatikan zur Prüfung eingereicht werden, falls sich das Oekumenische Konzil mit Datumsänderungen beschäftigen sollte. Sen Zwi besucht Afrika Jerusalem. — Staatspräsident Jizchak Ben Zwi und seine Gattin werden vsr chiedenen afrikanischen Ländern einen offiziellen Besuch abstatten. Während ihrer dreiwöchigen Reise werden sie Brazzaville, die Zentralafrikanische Republik und Libérien besuchen. Auch in Leopoldville ist ein kurzer Aufenthalt vorgesehen, wo Ben Zwi mit seinem. Kollegen Joseph Kasawubu Zusammentreffen wird. (ITA) Der Generalsekretär des i Zentralrates der Juden in ■ Deutschland, Dr. Hendrick G. van Dam, hat einen interessanten und wichtigen ¡Jahresbericht über mannigi fache Probleme des jüdi- I sehen Lebens vorgelegt, die! nicht nur die Juden in Deutschland, sondern darüber hinaus alle Juden betreffen. Die angeschnittenen Fragen gehen auch nicht allein die früheren deutschen Juden an, die heute in Israel oder anderen Ländern leben, sondern sind allgemeinen Charakters. Aus diesem Grunde sollen einige dieser Probleme hier näher betrachtet werden. „Nach der Statistik erhöhte sich die Zahl jüdischer Bürger in der deutschen Bundesrepublik und in Westberlin nur noch geringfügig von 21.755 am 1. April 1960 auf 22.078 am 1. Januar 1962. Wie in früheren Jahren wird die Zahl der von den Gemeinden nicht registrierten Juden auf 8.000 geschätzt, so dass insgesamt etwa 30.000 Juden in Westdeutschland und Westberlin leben. Auffällig ist die starke Ueberalterung, da nach dem letzten Stand nur 4.832 der Juden bis zu 30 Jahre alt sind. Demgegenüber gehören 8.209 zur Altersgruppe von 51 bis 70 Jahren und 2,187 zum Kreis der über 70jährigen. Kreis der über 70-Jährigen. Das Durchschnittsalter wird mit 45.6 Jahren angegeben. In dem Bericht vermerkt Dr. van Dam. dass die Wiedergutmachung an den jüdischen Gemeinden befried! gend sei und bald abgeschlossen werde. Für die individuelle Entschädigung seien bis zum 1. Mai 1962 rund zwölf Milliarden Mark ausgezahlt worden, davon 2 24 Milliarden im Jahr 1961. Von der Gesamtsumme entfielen rund 75 Prozent auf politisch Verfolgte, die ausserhalb Deutschland wohnen. Insgesamt wird mit Zahlungen von 17 Milliarden Mark aus dem westdeutschen Entschädigungsgesetz gerechnet. Van Dam betont, das Umdenken und die staatsbürgerliche Bildung der deutschen Bevölkerung würden dadurch erschwert, dass leitende Posten in Behörden zum Teil mit Leuten besetzt seien, die ähnliche Stellungen im Dritten Reich innehatten. „Hiervon geht eine negative pädagogische Wirung aus, die eine fatale Indifferenz gerade bei der jüngeren Generation hervorruft und den demokratischen Enthusiasmus abschwächt.“ Bleiben wir zunächst bei den „jüdischen Bürgern“ der Bundesrepublik, von denen Herr van Dam spricht. Dieser Begriff „jüdischer Bürger“ ist nicht scharf Umrissen. Offensichtlich handelt es sich hierbei nicht um Juden, die deutsch’ Staatsangehörige sind oder im Laufe der Jahre geworden sind. Denn es ist wohl kaum ¿.nzunehmen, dass die „jüdischen Bürger“ in der Bun desrepublik nun alle auch deutsche Bundesbürger sind. Bekanntlich waren die meisten der in Deutschland gebliebenen Juden nach der Beendigung des 2. Weltkrieges keine in Deutschland geborenen Juden. Wenn heute in einem offizieller. Bericht des jüdisch-deutschen Zentralrates das Wort „jüdische Bürger“ gebraucht wird, so gibt dies allzu leicht zu Missverständnissen Anlass. In dem Bericht heisst es einleitend, dass die Rückwanderung von Juden nach Deutschland seit 1980 praktisch zum Stillstand gekommen sei. Nur 323 Juden hätten am 1. 1. 1961 mehr als anderthalb Jahre zuvor in der Bundesrepublik gelebt. Diese „pauschale Statistik“ gibt ein klares Bild, denn zunächst weiss man nicht, wie hoch die . bgänge durch Auswanderung und Tod gewesen sind. Denn erst dann könnte man die Frage mit Sicherheit beantworten, wie viele Juden aus „dem Ausland“ den Weg in die Bundesrepublik gefunden haben. Hiermit im Zusammenhang steht eine andere, bisher nicht mit Sicherheit beantwortete Frage, wie viele Juden überhaupt in der Bundesrepublik ansässig sind. Denn nach der vorgelegten Statistik handelt es sich in Wahrlu“ nicht um eine Statistik, sondern um eine Schätzung. Es werden der angeblich festgestellten Anzahl von „jüdischen Bürgern“ einfach 8.000 hinzugezählt, die schätzungsweise erfasst sind. Schätzungsweise erfassen, ist gewiss ein Widerspruch in sich selbst. Auf diesem Wege kann man nur schwer zu einer echten Statistik kommen. Denn mit der gleichen Berechtigung kann man die nicht bei Gemeinden registrierten Juden auf eine erheblich höhere oder geringere Zahl annehmen. Was können das für Juden sein, die sich nicht bei den Gemeinden gemeldet haben? Wozu müssen wir dann diejenigen, die nicht bei uns, das heisst in unseren jüdischen Gemeinden als öffentlichen Körperschaften sein wollen, in unseren Statistiken oder Kalkulationführen? Diese Frage interessiert Juden in Argentinien, in Deutschland oder sonstwo in gleichem Masse. Wir müssen uns immer dagegen sträuben, dass diejenigen auf unser Konto gesetzt werden, die selbst mit uns nichts zu tun haben wollen. Das sind die Typen, von denen bereits die Hagada spricht, die Denunzianten, die Randjuden, diejenigen, die sich nicht in unseren Listen führen lassen, die nichts beisteuern, nichts für religiöse, nichts für soziale oder sonstige konstruktive Aufgaben, oder die, welche gern anonym bleiben, damit nur niemand erfährt, dass er Jude ist. Ein Jude, der im Jahre 1982 noch immer nicht einer Gemeinde oder einer anderen jüdischen Institution. Organisation oder Vereinigung angehört, hat durch diese Haltung eindeutig bekundet, dass er nicht zu uns zu rechnen ist oder nicht zu uns zählen will. Er hat auch die Folgerungen dieser Haltung und Einstellung zu tragen. Die Bedeutung einer Gemeinschaft hängt nicht von ihrer numerischen Starke ab. Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat es deshalb nicht nötig, durch eine Schätzung von nicht gemeldeten Juden die Zahl der in Deutschland lebenden .•-.iden letztenendes willkürlich zu erhöhen. Insgesamt gelangt man unter Einschluss der angenommenen Ziffer von etwa 8.000 nicht bei den Gemeinden gemeldeten jüdischen Mitbür gern dann auf die Gesamtzahl von .etwa“ 30.000 Juden, also eine Ziffer, die der Anzahl der deutschsprecheni den Juden in Buenos Aires i entsprechen würde. Die Zu- ' sammensetzung dieser Judenheit ist alarmierend.. Man kann ausrechnen, wann es keine Juden in Deutschland mehr geben wird, denn mehr als ein Drittel ist über 51 Jahre alt. Das Durchschnittsalter beträgt 45,6 Jahre... i Die Erhöhung der Bevöl- : kerung von insgesamt 323 Personen müsste auch genauer untersucht werden, \ denn man weiss nicht, wie i hoch die Ziffer der Geburj ten und der Todesfälle ist, 1 der die Zahl der „Riickwani derer nach Deutschland“ | gegenübergestellt werden I müsste. Unterstellen wir je» | doch, dass es wirklich noch; 300 Rückwanderer in der ge- : nannten Zeit gegeben hat. , Die Zahl der Rückwande- I rer war insgesamt sehr I schwach. Gewiss sind Fami- '■ lien oder Einzelpersoren i auch aus Lateinamerika , nach dem Krieg nach \ Deutschland zurückgekehrt, , weil sie entweder in der i Emigration keine Beschäftij gung gefunden haben, was! vor allem für ältere Jahr- \ gänge und gewisse Berufs- | kategorien gilt, oder aber in j der Bundesrepublik besser! ihr Alter verbringen zu kön-; nen glaubten. Viele Riick- (Schluss auf Seite 2> Ende einer jüdischen Gemeinde Paris. — Oran, das eine jüdische Bevölkerung von 30.000 Seelen zählte, hat heute nur noch 100 jüdisch« Bewohner, denn alle anderen Juden sind aus dieser algerischen Stadt geflohen. Wie hier gemeldet wurde trafen die letzten 10.000 jüdischen Flüchtlinge aus Oran vor kurzem in Marsaille und Toulon ein Die wenigen, noch in Oran verbliebenen Juden erklärten. sie würden die Stadt nur verlassen, wenn sich die politische Lage noch weiter verschlechtern sollte. Die Flüchtlinge aus Oran in Frankreich beabsiehti gen. in Kürze eine Versammlung einzuberufen, um ihr kulturelles und religiöses Leben zu organisieren — (ITA)

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