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Jüdische Wochenschau · 1962-07-06 · 1967 (6.7.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1967 (6.7.1962)
Date
1962-07-06
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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aft des Judentums lDr- E. G, LOW EM HAL M. lonoi batte, erhielt 'faproie und, ssur soiehen Wünng zu tragen Jge der Schafihrstühien fnr baft vom Ja. Chä«igt sich '«Professor an üv-rsität Beruf Landmann, der „Deutsitätszeitung“ Deutsche l'ni-' g- Frankfurt gründet darin igkeit, diese zu betreiben. Hauptaufgastik (jüdische bräische Spratur, jüdisches ler jüdische iltur der Umigen des Juieren Völkern und gedenkt schliesslich der Entwicklung, wie sie sich im Zeitraum 1850—1940 vollzogen hat. Es verstehe sich, so meint Landmann am Ende seiner kleinen Abhandlung, dass die deutsche Universität innerhalb der Gesamtjudaistik besondere Aufmerksamkeit der Geschichte des deutschen Judentums schenken wird. „Es ist Sache der Wissenschaft, das Verlorene auf ihrer Ebsne zu bewahren und von einer Kultur zu zeugen, von der ihre einstigen Träger selbst nicht mehr zeugen können.” Die ehemalige „Gesellschaft für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei“ ist vor kurzem in New York wieder ins Leben gerufen worden; sie trägt den Namen „Society for the History of Czechoslovak Jews". Ein grosses Werk, das. die Geschichte der sprachlich, kulturell und religiös verschieden geformt gewesenen Judenheiten dieses Landes darstellen will, befindet sich in Vorbereitung; „verschied nartig“, wenn man berücksichtigt, dass 1937 von insgesamt etwa 360.000 Juden ungefähr 77.000 in Böhmen. 43.000 in Mähren, 137.000 in der Slowakei und 103.000 in Karpathorussland ansässig waren und verschiedene Muttersprachen hatten. Das ge- Zentrum für gfl und Stadt- .ifa. Mit ande- Man lebt von n Mund, aber icht und hofdie Anstalten u erweitern.; des gegen- Studienjahres ndidaten we- ¡eis zurückgevon bewun- Optimismus ¡n Worte des in den Emp- ,d treten ins n uns aber Weg bahnen Scharen lärmender und froher Jugend, die trotz Käppchen und Schläfenlocken sich nicht anders als andere Jugend gebärdet, wenn das Lehrpensum zu Ende ist und man der Schulbank entrinnt. Alle stürmen in die reichgedeckten Speisesäle, um ei-' nen besseren Platz am Fenster oder in einer Nische zu erhaschen und das wohlverdiente Mittagsmahl beschaulich zu geniessen. Der Besuch war interessant, sagt man sich beim Verlassen der Stätte alter Lehre in Ramat Wiznitz. Auch hier wird Pionierarbeit geleistet, wie überall in Israel. Auch hier wird altes Brachland zu neuem Leben erweckt... plante Buch soll neben einer historischen 'Jebersicht und neben Statistiken eine Betrachtung über Status und Beziehungen der tschechoslowakischen Juden zur Umwelt, eine Darstellung der vielen innerjüdischen Bewegungen und Organisationen sovie natürlich auch Beiträge über die Zerstörung jüdischen Lebens durch die Nazis und den Versuch eines Wiederaufbaus in neuester Zeit enthalten. An der Spitze des Redaktionsausschusses stehen der jüdisch-wissenschaftlich ungemein interessierte, auch als kritischer Buchautor hervorgetretene Bankier Dr Oscar K. Rabinowicz (früher Prag und London) und die bekannten Historiker Professor Hans Kohn (früher Prag und Palästina) und Professor Guido Kisch (New York/Basel, fr. Halle a. d. S.), während Dr. Kurt Wehle, früher Sekretär der Prager jüdischen Gemeinde, mit der Verwaltung und der Verlags- und Werbefachmann Walter Kauders (fr. Wien, Berlin, London) mit den Sekretariatsarbeiten betraut worden sind. Zu den Mitarbeitern gehören Persönlichkeiten wie Professor Dr. Bruno Kisch (fr. Köln). Max Brod, Dr. Felix und Dr. Robert Weltsch. Religiöses Zentrum Ein religiöses Zentrum, das auch erzieherischen und sozialen Aufgaben dient, wurde an der Universität von Princeton geschaffen. Das sog. Javne-Haus gibt den orthodoxen Studenten zum ersten Mal die Möglichkeit. an dieser alten Universität zu studieren, ohne Schwierigkeiten in der Befolgung der Kaschrutgesetze zu begegnen. Legat für die H. U. Dr- Salomon Speelman aus Johannesburg hinterliess der Hebräischen Universität die Summe von 40.000 Pfund Sterling zur Gewährung von Stipendien an jüdische und nichtjüdische Studenten, von denen japanische Stud?nten, die jüdische Fächer studieren, den Vorrang haben sollen. Hitler - Deutschland wchgute Deutsche? $$ Mensch d'e Anstand besaßen und, wenn nötig, auch iilcourage? G* es Menschen, die ihren verfolgten MitinSCh«ng*tio«e" haben? ndsie? Wo sind sie? >nn gje am L*hen sind, gebührt ihnen unser Dank, wenn sie r nicht mehr leb*n s°IÜen, sollen sie dem Vergessen entrissen rden, denn jle haben durch ihre Haltung und ihr Verhalten die reiM|Wl«*• SO"*« „,1t ,hnen zwischen 1933 und 1945 gehol- *** n0|(u(iH<ltation vor. KINDLER UND SCHIERMEYER Hebraeischer Unterricht rnzyn nssn W7 T T ■ - e*«)-Train Ty"-Tn£x ‘•jan1? |ri3 cninan ^3 's1? töm nayatf - aipsn nx pa ■’Dnaixai ras nVna Ty*7 - omm jisxn cs?) y?atfnn ’p&an .nafcatoa5! t:\:~ ttv v :- : “*7r nao: irraa oro •^rpa rrhfcin (isn rrnx -tfx1? ¡otör rrón •nnx .D'pnDa in qinn ipx1? c^aa n^o liipxa snn1? rrrr ntfsx .ripi 30-25-a nsn ,nntfx •,atfin s 1 s : - *• t “‘’ns? nx D'xn trp •pn*? nnimz?ai oipaa m .ia d1? 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Un grupo de arquitectos e ingenieros (4) de ciudades fijaron un precio de-2 mil millones de libras israelíes a los diversos planes en la ciudad: sus habitantes 250 mil; la construcción (5) de arriba de 60 mil departamentos cuya construcción costará como mil millones de libras israelíes; la inversión de 15 millones de libras israelíes en centros de diversión y recreación y con el levantamiento de instituciones de educación primarios, secundarios y adelantados <G), y como 100 millones de libras israelíes en diversos trabajos de desarrollo. (Columna izquierda) Según todos los factores se puede transformar el lugar —que en el pasado fue la unión (7) económica y geográfica entre el Sur y Norte— en una ciudad grande y creciente. El puerto confortable (con la terminación de su construcción serán cerrados ios de Tel Aviv y Jafa) y docenas de centros de industria atraerán a Ashdod miles de mantenedores de familias. Después del asfaltamiento a lo largo de la costa, será posible legar de Ashdod a Tel Aviv en 25—30 minutos. Los habitantes de Ashdod, veteranos y olim nuevos, ven su futuro en el lugar y se esfuerzan a arraigarse en él. -——— •- (5í literalmente: levantamiento «1) literalmente: planeadores (6) ,, altos (2) ,, almas (7) „ Lugar donde se unen (3) ,, sueñan los caminos de una dif4) „ planeadores rección a otra. (Rechte Spalte) Ashdod — ein zur Entwicklung (bestimmtes) Städtchen im Südsn — erscheint in der Bibel als eine Stadt, in der Riesen wohnten. Die gegenwärtigen Planer des Städtchens, dessen Bevölkerung an die 5.500 grenzt, träumen davon, ihm seine historische Bedeutung wiederzugeben. Eine Gruppe von Architekten und Städtebauern haben auf zwei Milliarden Israel-Pfund die verschiedenen Pläne in der Stadt errechnet: Einwohnerschaft von 250.000 Seelen, mehr als 60.000 Wohnungen, deren Gestehungskosten 1 Milliarde IL betragen, Investitionen von 15.000.000 IL in Vergniigungs- und Erholungsstätten als auch in Volks-, Mittel¬ und Hochschulen und gegen 100.000.000 IL für andere Entwicklungs-Aufgaben. (Linke Spalte) Tatsächlich kann man den Platz, der einst wirtschaftlicher und geografischer Knotenpunkt zwischen Nord und Süd war, zu einer grossen aufblühenden Stadt ma chen. Der technisch vollkommene Hafen mit seiner Fertigstellung werden die Häfen von Tel Aviv und Jaffa gesperrt) und Dutzende grosser Industrie-Unternehmen werden nach Ashdod Tausende von Erwerbsfähigen ziehen. Nach dem Bau der Küstenchaussee wird man von Ashdod nach Tel Aviv in 25—30 Minuten kommen. Die Einwohner Ashdods, alte und reue Einwohner, sehen ihre Zukunft am Ort und bemühen sich, dort sich zu verwurzeln. In Jerusalem Ich spreche nicht von archäologisch - bedeutsamen Plätzen, die es in Jerusalem natürlich gibt, wenn auch in geringerer Zahl als der Tourist annimmt, das alte Jerusalem, „hinter dem Zaun eingerechnet. Die bedeutendsten Fundstätten finden sich über das ganze Land verteilt. Jerusalem ist eine moderne Stadt, deren Einwohnerzahl ständig wächst, in der das Bautempo mit anderen Gegenden Schritt hält. Der Tourist aber sucht in Jerusalem meistens nicht moderne Wohnhäuser, Fabriken oder Amüsierbetriebe. An die alte Stadt heftet sieh für ihn das Sentiment des Friedhofes. . Von Abu Tor aus, einem der bezauberndsten Ausfiugplätze des Landes vergleichbar nur dem Blick von der Pass-Strasse Haifa—Nazaret ins Emek-Jesreel, schaut man in die Altstadt, so kann man mit dem Fernstecher das berühmte „Absalomgrab“ sehen, das freilich mit Absalom nichts zu tun hat, sondern ein hellenistisches Grab ist, neben den hellenistischen Katakombengräber vornehmer Familien aus der Hasmonäerzeit. Man sieht auf das riesige Gräberfeld — Stein an Stein — wo die Frommen Israels durch die Jahrhunderte beigesetzt wurden, unweit des Gartens Gethsema ne und oberhalb des arabischen Dörfchens Shiloa, ein berühmter Platz, der auf den Tunnel der Jeremiaszeit zurückweist, der von Abu Tor den Blicken entzogen ist. Der grosse Friedhof wird leider — wie die Zeitungsberichte meldeten — geplündert. Araber „entsteinen“ das Gräberfeld und bauen mit den Grabsteinen eine Landstrasse, unweit Bethlehem, im Transjordanischen. .. Eine nicht genug besuchte Gedenkstätte ist die Gründung: ,,Jad Waschern“, mit herrlichem Ausblick auf Ain Kerem und das neue Hadassahospital. Der Komplex gliedert sich in ein Biiro- und Archivgebäude, in dem Millionen von Dokumenten aus der Hitlerzeit aufbewahrt werden, in ein „Gedenkzelt“ und in ein Ausstellungsgebäude. Im Wahnsinn der Epoche des Dritten Reichs wurden bekanntlich zehntausende Skelette ausgegraben, durch Mühlen gedreht, die Asche verstäubt: in der Hoffnung, der Nachwelt werde dadurch das grosse Verbrechen nicht bekannt werden, es sei eben ..nichts mehr da“, nicht mal in der Erde. Indessen besitzt heute nicht nur Israel eine Dokumensammlung phantastischen Ausmasses, auch in München gibt es eine, in London. Ja, auch zahlreiche kleinere Sammlungen existieren in der ganzen Welt. Keine Knochenmühle konnte ihr Mehl fein genug mahlen. Das „Zelt“ ist keines, obgleich es von zeltähnlicher Architektur ist. Ein von Rundfelsen getürmtes Viereck umfasst den Platz, wo die Asche von Unzähligen beigesetzt wurde, nur von Platten bedeckt, die die Namen der Vernichtungsstätten tragen.Ein ewiges Feuer brennt auf den Platten. Ein unerhört eindrucksvoller Ruheplatz, der irgendwie die Sprach« verschlägt. Das Ausstellungsgebäude zeigt Porträts markanter, jüdischer Persönlichkeiten, die vernichtet wurden; Bil der von Baulichkeiten der Kultusgemeinden ganz Europas. die der Pöbel zerschlug und verbrannte. Der Dokumentensaal ist hervor ragend organisiert, yor aliem. weil man wohlweislich untcrliess, „Interpretationen“ zu geben, «die sich jeder selbst geben mag), nur „Material“ wird vorgclegt: Zeitungen des „Stürmer“ Briefkopien hängen aus, von den ..Führungss.eilen“, Bilder der Architekten dieses Dritten Reiches werden gezeigt, ihrer Festknndgebungen und ihrer Opler: diffamiert, nackt, verhungert, Zu Tode geprügelt, wandernd, auf nassen Strassen und hinter Stacheldraht. Ich glaube, wenn der Tourist diese Gedenkpavillions verlässt, wird er wissen — falls er es vorher nicht wusste — was der Sinn einer eigenen, jüdischen Heimat, hier und an dieser Stelle, bedeutet. Er wird, von Abu Tor kommend, den Bogen schlagen können vom Einst zum Jetzt. Sehr nah von den Jad Wasehem-Gebäude befindet sieh das Herzigrab mit dem kleinen Museum, das freundlich sentimental all die Gegenstände bewahrt, die dem Schöpfer der modernen zionistischen Bewegung gehörten, in Wien, ganz neunziger Jahre, behäbiges Bürgertum, etw'as gventuristisch... Von der Höhe des Grabhü gels hat man einen herrlichen Rundblick auf das judäische Bergland, und der Weg kann direkt über den Heldenfriedhof zurückführen Nicht nur Juden-,, auch Christen, sind von der Anlage dieses Gräberfeldes aufs tiefste beeindruckt. Aus „Gräbern“ nehmen sie etwas von Jerusalem mit, was Tel Aviv, Haifa nicht zu geben vermögen: einen Atemzug von Ewigkeit. Es soll gewiss nichts dagegen eingew-andt werden, sich die Knesset, und das YMCA-Gebäude, anzusehen, mal mit dem Fahrstuhl aufs Dach des jerusalemer Oberrabbinats zu fahren: und dennoch sind das alles Bauten, die man auch anderwärts aufführen könnte: Bü- Musik- und Drama* Festival Tel Aviv. — Im Rahmen der für den Monat August angekündigten zweiten israelischen Musikwochen, die zu einem „Festival für Musik und Drama“ erweiiert werden, haben bereits zahlreiche bekannte Künstler und Ensembles ihre Teilnahme zugesagt. (AWZ) rohäuser, Versammlungsstätten, Architekturen älterer und neuerer Zeit. Wer — neben den berühmten „Lehrstätten“ (Universität, Jeschiwot) — Jerusalem sucht, wird vor allem nach Abu Tor fahren, zum Herzigrab und all den Plätzen, die ihm nahe liegen. Dr. Conrad N. Rosenstein

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