Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1963 (7.6.1962)
- Date
- 1962-06-07
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Jueves. 7 Je Junio de 1ÍM¡2 SEMANA ISRAELITA Aña XXIII. — No. 19G3 eue Wege fii i 1HW '* UtU'JT. MB ERZEUGUNG m ELEKíRIZITAET Dss Jahr 1951 brachte 1CO.OOO Touristen nach Israel, ein neuer Rekord ln der Touristik des Landes, gegenüber 118.000 im Jahre 1960 und 83.000 im Jahre 1959. Entsprechend stiegen auch die Devisen-Einnahmen, die diese Touristik dem Lande einbrachte von rund 23 Millionen' auf rund 25 Millionen IL. Wenn diese Zunahme der Einnahmen keineswegs in vollem Verhältnis zu der höheren Zahl der Touristen steht, so nimmt man in den zuständigen Kreisen keineswegs an, dass der Tourist weniger Geld hier ausgab, sondern dass ein Teil der Devisen am schwarzen Markt umgewechselt wurde, wobei, ein Aufschlag von etwa 15 Prozent über dem erhöhten offiziellen Kurs für Touristen erzielt wurde. Die Dauer des Aufenthalts des Touristen im Lande ist im abgelaufenen Jahr sogar um eine Kleinigkeit gestiegen und belief sich im Durchschnitt auf 11 Tage. Dies muss als befriedigend angesehen werden angesichts der Tatsache, dass ja ein sehr grosser Teil der Lesucher sich aus Nordamerikanern zusammensetzt. Aber nur in Griechenland und England hielt sich der nordamerikanische Tourist bis zu 10 Tagen auf, in den anderen europäischen Ländern dagegen beträchtlich kürzer, so in Italien und Frankreich nur 6 Tage, in Belgien und der Schweiz sogar nur drei Tage. VORAUSSAGEN UEBERTROFFEN Ein Fünfjahresplan, der seinerzeit von nordamerikanischen Sachverständigen Ö von Dr. KÜRT 0TTENSQ0SER (Israel; aufgestellt worden war. hatte vorgesehen, dass 1961 die Zahl von 135.000 Touristen erreicht werden sollte, aber diese Prophezeiung wurde nun um fast 20 Prozent übertroffen. Die neuen Pläne für die nächsten Jahre rechnen weiter mit einer starken Steigerung der Touristik nach Israel die zu einem der wichtigsten Industriezweige des Landes ausgebaut werden soll. DIE NEUE ENTWICKLUNG Soll die weitere Verstärkung der Touristik nicht auf Schwierigkeiten stossen. so müssen für die nächsten zwei Saisons etwa 2 bis 3.000 Zimmer mehr bereitgestellt werden. Dementsprechend sehen wir auch, dass das Sheraton-Hotel in Tel Aviv zusätzliche 200 Zimmer bauen will: die Bodenarbeiten für das Hilton-Hotel in Tel Aviv mit seinen 400 Zimmern haben bereits begonnen; der Neubau des Dai.-Hotels in Tel Aviv ist fertig, und das grosse Dan-Hotel auf dem Karmel soll noch in dieser Saison eingeweiht werden. Aber all das sind Hotels, die in die Kategorie der reinen Luxus-Hotels gehören. Was aber hier in wachsendem Masse benötigt wird, sind gute Familien-Hotels, die zwar den Gästen allen .Komfort bieten, aber weniger anspruchsvoll sind und daher auch in ihren Preisen billiger sein gönnen. Dem Bau dieser Hotels, die als Hotels der Klasse B zu bezeichnen falsch wäre. HOTEL DAPHNE HR HOTEL IN HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM A I F A . Hadar Hakarmel, Nordaustr. H 4-4 ♦ ♦ 4 Ihotel ARMON; ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL Die beste Küche da sie dem Gast ebenfalls jede Bequemlichkeit bieten, wird jetzt grösste Aufmerksamkeit geschenkt. Es kann als bezeichnend angesehen werden, dass auch hier die Rassco-Gesellschaft bahnbrechend voranging. Sie baute neben dem Dan-Hotel in Tel Aviv ein Hotel, das zunächst nur 68 Zimmer hat ,aber weitere 46 können angebaut werden. Das Kapital für den Bau dieses Hotels der eine Million Dollar kostet, wurde von einer Tochtergesellschaft der Rassco im Ausland aufgebracht und diese Tochtergesellschaft verpachtete das Hotel, das den Namen „Astor“ erhielt, an Pächter, die eine lange Er fahrung in der Hotelbranche in Israel haben. Es ist interessant, dass das Hotel, das am 1. Februar seine Tore öffnete, bereits für den grössten Teil der neuen Saison ausverkauft ist. Aehnliche Hotels sind jetzt auch in Beer Sehewa und in Elat im,Bau und werden ebenfalls noch im Laufe dieser Saison den ..Dienst am Kunden“ aufnehmen. Die Preise in diesen Hotels sind den Bedürfnissen eines grösseren Kreises von Touristen angepasst. So ist der Preis für ein Doppelzimmer hier 12—13.50 IL pro Person ohne Frühstück gegenüber 16—20 IL im Sheraton-Hotel und ähnlich im Dan-Hotel. Auch für die Bedürfnisse grosser Reisegesellschaften, wie sie heute üblich sind, ist gedacht. So hat der grosse französische Reiseklub ,.Mediterranee“ nördlich von Naharia seine Lager aufgeschlagen und konnte auf eine äusserst befriedigende Saison zurückblicken. EINE WACHSTUMSINDUSTRIE Dis Zukunft der Touristenindustr'e kann mit vollem Recht als blendend angesehen werden. Erstens gelangen immer breitere Schichten von Angestellten und sogar Arbeitern mit ihrem Realeinkommen über das .touristische Existenzminjmunm“ hinaus und werden zu aktiven Teilnehmern des Fremdenverkehrs. Zweitens wird mehr und mehr ein Aufenthalt im Ausland dem in den heimischen Gefilden vorgezogen. Drittens aber wird der Ausbau der Ver kehrsmittel und besonders die Möglichkeit verbilligter Kollektivreisen mit Flugzeug von immer weiteren Hotelindustrie des Landes beteiligen. Bei der Kalkula tion eines Hotels spielt die durchschnittliche Zimmerbelegung eine grosse Rolle.! Die Touristen-Propaganda | für Israel betont daher ¡ auch die gute Möglichkeit, einen schönen Urlaub mit warmer Sonne auch im Winter in Israel gemessen zu können. Durch ermässigte Fahrtkosten und verbilligte Hotelpreis? wird diese Propaga da stark gebördert. Es gibt bereits keine ..tote“ j Saison mehr in Israel. | PERSONALAUSBILDUNG ■ Hotels benötigen Personal, I und gute Hotels gut ausgebildetes und geschultes Personal. Es wurden daher be-! reits eine Reihe von Ausbildungskursen geschaffen, und jetzt hat die Regierung unter Leitung des bekannten Hotelfachmanns Elieser Ottensooser (vorher. Direktor im Sheraton-Hotel, wie auch im Scharon und Rama Aviv) eine Hotelfachschule im Tadmor Ho.el in Herzlia eröffnet. HILFSINDUSTRIEN Die Touristik gibt aber i auch eine Reihe von Hilfsbetrieben der Fremdenindustrie Nahrung; so besonders allen Verkehrsunternehmungen. Aber auch Betriebe, die die Oberleitung und die Beratung der Administration von Hotels übernehmen, ihnen den vorteilhaften Ein kauf kostengünstig vermitteln und auch die Werbung für die Hotels leiten, wurden geschaffen und bereits auch von neuen Unterneh- 1 mungen im Ausland in Anj spruch genommen. Die Fremden werden aber auch mit der Industrie des Landes vertraut gemacht. | So hat die Strickwareninduj strie Israels zum Beispiel. I die sich einen internationaj len Namen zu machen wuss- ¡ te. allein im abge'aufenen Jahr an Touristen für rund eine viertel Million Dollar Waren verkauft. Die Fremdenindustri? ist sehr vielseitig und eröffnet die verschiedensten Möglichkeiten Wer den Sinn für die Erfassung der neuen ¡ Kundenschichten und Bedürfnisse hat, kann es in dieser Branche mit ihrer au-; ssergewöhnlichen Wachstumsrate sehr wohl zu etwas bringen. mwi ' Israel besitzt ein hochmodernes Elektrizitätswerk, in dem nach dem von Dr. Tabor entdeckten Verfahren, elektrischer Strom aus Sonnenenergie gewonnen wird. Israel braucht Industrie-Arbeiter Die Industr.'e-in Jerusalem sollte mangels an Arbeitskräften Bemühungen machen. gewisse Schichten der Bevölkerung, die nicht produktiv beschäftigt sind, in den Arbeitsprozess einzugiiedern. Dies erklärte Zwi Barak, der Vorsitzende der Jerusalem Economic Corporation bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt. Die Körperschaft, deren Ziel es ist, das industrielle Potential Jerusalems und dis Entw-iqklung dar Stadt im allgemeinen zu fördern, plant für die nächste Zu kunft die Errichtung von zwei Webereien, einer Kup- Qsr Stand der Einwanderung Jerusalem. — Die Zahl der in Israel angekommenen Einwanderer hat im Monat Mai im Vergleich mit vorhergehenden Jahren eine Rekordziffer erreicht, wie Z. Shragai. der Direktor des Einwanderungsamtes dar Jewish Agency, mitteilte. Ohne Zahlenangaben, sagte er voraus, dass diese Ten denz in der nächsten Zeit anhalten werde, so dass viele jüdische Zentren in Uebersee in einigen Jahren verschwunden sein würden. Jedoch sei die Einwanderung aus Ländern, in denen schwere soziale und ökonomische Umwälzungen vor sich gehen, nicht sehr hoch gewesen. Nur 450 Juden seien aus Cuba und 70 aus Belgisch - Kongo gekommen, während sich die Zahl der Immigranten aus Südafrika in den letzten 18 Monaten auf 1.500 belief. Aus China wanderten zumindest 300 Juden ein. (ITA) ferrohrfabrik. einer oder mehrerer Buchbindereien sowie die volle Ausnutzung des bestehenden Gstöckigan Diamantenzentrums in Romema, das noch 600 weheren Arbeitern Beschäftigung bieten könnte. Die Bilanz der Körperschaft wies am 31. 3. 61 eine Steigerung des Eigenkapitals von 2.244.110 IL auf 2.562.760 IL auf. Langfristige Anl?ihen an Unternehmer stiegen von 1.859.000 auf 2.395 000 IL. Im Gegensatz dazu verringerten sich die Verpflichtungen cer Körperschaft um 266.500 IL bis zu 413.000 IL. Das Aktienkapital ist fast gänzlich in Fabriksgebäuden angelegt. was eine Entwertung verhindert. Zwi Barak betonte, dass eine der Hauptattraktionen die Bedingungen sind, unter denen den Unternehmern Fabrikgeiände zur Verfügung gestellt werden. Die eingangs erwähnte Institution errichtet den Unternehmern Fabrikgebäude, nach ihren Angaben, Plänen und Wünschen und vermietet sie ihnen danach gegen Monatsmiete. Dadurch können die gesamten Mittel der Unternehmer für den Ankauf der Maschinen und als Betriebskapital verwendet werden. j Eine Fabrik in Israel Tel Aviv. — Eires der ' grössten Traktorenwerke ' der Welt, die Oliver Company of New York, wird, wie aus Kreisen des israelischen Handels- und Industrieministeriums bekanntgegeben wurde, in Kürze in Israel eine Fabrik zur Erzeugung landwirtschaftliche.!- Traktoren errichten. (AWZ) Angenehmer Aufenthalt Krisen abgenutzt t I Es ist daher begreiflich. Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 23711 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israi) — Lang* und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Sir. dass sich heute auch ausländische Investoren in wachsendem Masse an der 4 * 4 * 4 4 4 4! Wohnungen für Neueinwanderer Jerusalem. — Das Wohnungsbau - Ministerium hat das Schatzamt um die Zuweisung von 100 Millionen IL (rund 33 Millionen Dollar) für den zusätzlich?n Bau von 10.000 Wohneinheiten für Neueinwanderer ersucht. Die neuen Wohnungen sollen ausser den bisher geplanten 2.000 Wohnungen im Monat erstellt werden, da die gegenwärtige Zunahme der Einwanderung im Budget nicht vorgesehen war. — (ITA) Industrial & Comercial Bank (ISRAEL - LATIN AMERICA) Ltd. T E L A V I V 65, Allenby Road NEUE BUEROS IN BUENOS AIRES Av. CORRIENTES 1145 (GALERIA DEL OBELISCO) T. E. 35-3463 / J¥ C O B A INVESTMENT & TRUST Cia. Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463