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Jüdische Wochenschau · 1962-05-26 · 1961 (26.5.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1961 (26.5.1962)
Date
1962-05-26
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German, Spanish
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■ mit grosie hatte aus ihres sticrocinea zurück- Die zahl- '■ die im u Süden her danktial nicht hinauspild füllten en letzten erfreulich auch Juht gar zu r als gesenschai- [es Nobe )logieu"d 1945 Pr<* anachA-, "',5^ Sitado 2« de Mayo de 1962 Ereignisse der Woche (Schluss von Seite 81 j sehen Veranstaltungen über 1 cn>7ialfächer teilzu- SEMANA ISRAELITA Año XXIII. No. 1961 — 9 Gesptaech mit dem Direktor des JOINT der «itine Sp^ziaifiichei nehmen. Prof. Chain mit dem Wissenschaftlichen Weizmann-Institut in Rechowot in enger Verbindung steht, wird hier im Rahmen des Argentinischen Comités für das Weizmann-Institut Vorträge halten. Der Gelehrte entdeckte zusammen mit Sir Alexander Flemming und Howard Fiorey im Jahre 1945 die Heilwirkung des Penecyllins, wofi;r er den Nobelpreis empfing. Er war mehrere Jahre Professor für chemische Pathologie in Oxford, Fellow der Royal Society und Gewinner des Paul Ehr Hch - Hundertjahrpreises. Heute leitet er als Direktor die biochemische Abteilung des Instituto Superior de Sanitä in Rom, wo er sich Untersuchungen über die Wirkung von Schlangengiften, Insulin. Antibiotika und der Fermentation von Hefen widmet. Ueber die Wissenschah in Israel ln der Gesellschaft der Freunde der Wissenschaft hielt der Technische Sekretär des Argentinischen Comités für das Wissenschaftliche Weizmann - Institut, Herr Alberto Liamgot, einen Vortrag über das Thema „Die Wissenschaft, eine neue Facette des israelischen Wunders“. Im Rahmen seiner Ausführungen bot der Referent einen interessanten Ueberblick über die grossen Fortschritte, die auf dem Gebiet der Forschung von dem jungen Staat erzielt wurden, und verwies im besonderen uf den entscheidenden Beitrag, den das Weizmann-Institut in Rechowof leistet, und die wahre Leidenschaft für die Wissenschaft, von der seine Mitarbeiter beseelt sind. Theater Soleil Max Perlman spielt auch in dieser Woche das jüdische Lustspiel „Der Vater bin ich“ zusammen mit seiner Frau und Partnerin Gittele Galliner an der Spitzedes Künstlerensembles des Jüdischen Theaters „Soleil“, des einzigen jüdischen Theaters in Buenos Aires. Die musikalische Einstudierung und Leitung hat der bekannte Kapellmeister Herrmann Ludwig. Die Theaterkasse ist den ganzen Tag geöffnet. Die Leitung des Jüdischen Theaters ladet die deutschsprechenden Juden ein, die Vorstellungen zu besuchen und einen heiteren Abend im Solei! zu verbringen. Der Direktor des Joint fiir l Herr Levy aus. wobei er be- Südamerika, Mr. Henry Le vy, befindet sich gegenwärtig in Buenos Aires, nachdem er als Beauftragter seiner Organisation Israel, Wien. Paris, Marseille und Marokko besuchte und sich noch zwei Monate in den Vereinigten Staaten aufhielt, wo er für die Vereinigte Israel-Kampagne arbeitete. In seinem Bestreben, die jüdische Oeffentlichkeit über Tätigkeit und Pläne seiner Institution zu informieren, stattete Herr Levy der Redaktion der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU einen Besuch ab und vermittelte uns interessante Angaben über die Lage der Judenheiten in den einzelnen Ländern, die jüdischen Wanderungsprobleme für das laufende Jahr, sowie auch konkrete Ziffern über die zu leistende Hilfsarbeit des Joint und der Claims Conference. Bei einer Zusammenkunft mit Vertretern der Exekutive der Claims Conference in New York, so erzählte Herr Levy, erhielt er genaue Informationen über den Arbeitsplan für das laufende Jahr. Die Claims Conference wird 10-075.000 Dollar bereitstellen, um 170 Institutionen und den Opfern der Naziverfolgungen in 25 Ländern zu helfen. Hiermit wird der Betrag von 90 Millionen Dollar, die diese Institution seit dem Jahre 1954 für diese Zwecke ausgegeben hat, erreicht werden. Hierbei ist es interessant hervorzuheben, dass in diesem Jahr der Claims Conference noch 433 Anträge aus 33 Ländern unterbreitet wurden, die eine Summe von 20 Millionen Dollar ausmachen, d. h. ca. 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Von diesem Betrag werden 7.836.000 Dollar für soziale Hilfe und Rehabilitierung verausgabt werden. Rund 7 Millionen Dollar sind für Institutionen in Eu ropa, Australien und Südafrika bestimmt. Gleichzeitig werden die Subventionen für Kultur- und Erziehungszwecke auf 1.800.000 Dollar erhöht werden. Für administrative Ausgaben und Unterhaltung der Einkaufs-Mission in Köln ist der Betrag von 375.000 Dollar vorgesehen, und „United Hias“ wird für Auswanderung 450.000 Dollar bereitstellen. JUEDISCHE AUSWANDERUNG Die jüdische Auswanderung ist heute bedeutend grösser als in der Zeit der ersten Nachkriegsjahre und der Entstehung des jüdischen Staates, so führte ^tt*-***-*********-***.**-****-*****#-;:--***-**-***,- sfc r MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG, SAUBER, PREISWERT, SCHNELLSTENS ALFREDO STERN Virrey del Pino 2639 T. E. 76-7281 y 76-9088 ISRAEL - BRIEFMARKEN : Ai« WIEDERVERKAEUFER — alle NEUAVSGA-; BEH ZUM OFFIZIELLEM PREIS Agencia Filatélica oficial j del Estado de Israel, l VIA MORTE SM, I/B — Bdmmi Air*«, IUf Ai|ib6m J Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Donnerstag, den 7 Juni Freitag, den 8. Juni Sonnabend, den 9. Juni Donnerstag, den 19. Juli Mittwoch, den 8. August Donnerstag, den 9. August Freitag, den 28. Septem oer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa assar be Tamus Erew Tischa be Aw Tischa be Aw Erew Rösch Hascbana i inerkie. dass die Juden nicht nur nach Israel auswandern. Aber auch denen, die in andere Länder wandern, fühle sich der Joint zu helfen verpflichtet. Der Grund hierfür liegt darin, dass sich unter diesen Menschen viele Naziopfer befinden, für die diese Gelder der Claims Conference bestimmt sind. Die Aufgaben der Claims Conference werden in zwei Jahren beendet sein. Binnen kurzem wird man beginnen, die Anträge für das Jahr 1963 zu prüfen, wobei die aus Südamerika eingegangenen Ersuchen rigoroser behandelt werden müssen, weil sich die ganze Aufmerksamkeit auf die Juden in Europa richten muss. Dies sollten die argentinischen Juden zur Kenntnis nehmen. Das Jahr 1962 ist ein historisches Jahr, das alle verpflichtet. denn die Anzahl der Juden, die noch in diesem Jahr in Israel einwandern werden, übersteigt die Zahl von 80.000 oder sogar 95.000 Menschen, wie uns Herr Levy erklärte. Woher sie kommen? Juden fliehen aus d-en Ländern Osteuropas und aus Nordafrika, wo ihnen jetzt die Auswanderung gestattet ist. Im letzten Monat trafen 7.000 Einwanderer in Israel ein, und der jüdische Staat wünscht nicht, dass sie das Stadium der Barackenlager durchmachen sollen. Die Einwanderung muss entsprechend organisiert werden, und dies erfordert ungeheure Anstrengungen und ein astronomisches Budget. Hier berichtete Herr Levy, dass auf der Tagung der Einheitskampagne für Israel in Nordamerika als selbstverständliches Ziel die Summe von 60 Millionen Dollar bestimmt wurde. Ausserdem sei beschlossen worden, die Aufbringung eines zusätzlichen Hilfsfonds für die vergrösserte Einwanderung von 35 Millionen Dollar zu proklamieren. Daher muss die Einheitskampagne für Israel in Argentinien von den Juden dieses Landes als wichtigste Pflicht betrachtet werden. AUFGABENGEBIETE DES JOINT Im folgenden bezog sich Herr Levy auf die Aufgaben des Joint. WTie er ausführte. ist die Summe von 30.685.750 Dollar zur Unterstützung von 325.000 Juden in 27 verschiedenen Ländern vorgesehen. Die grösste Aufmerksamkeit wird den Anstalten der Malben in Israel gewidmet. Diese Institute sind die einzige Rettung für alte und kranke Menschen der jetzigen Alija, bei der keine Auswahl getroffen wird. Da in den bestehenden Anstalten keine Plätze mehr vorhanden sind, müssen neuen Möglichkeiten geschaffen werden. Des weiteren hat der Joint TEATRO COLON Sábado 26 a las 17.30 hs.: 5a. sesión del ciclo de las sonatas de Beethoven a cargo del pianista Hans Richter-Haaser. A las 21.30 horas: 2a. función del abono de sábados nocturnos: Ballets: “El Retorno“ de Luis Gianneo. “Movimiento“ de Wolfgang Fortner, “Abraxas“ de AVer ner Egk. Domingo 27, a las 17 hs.: 2a. función del abono de vespertinos: “El Barbero de Sevilla“ de Rossini. Lunes 28, a las 21.30 hs.: 9a. función del abono a 20: concierto sinfónico a cargo de la Orquesta Sinfónica Nacional. Director: Teodoro Fuchsin diesem Jahr 850.000 Dollar für religiöse Zwecke bestimmt. Dazu kommt, dass der Joint eine Lösung der durch die Auswanderung in Europa geschaffenen Probleme finden und auch die dortigen Institutionen, die den Auswanderern Hilfe leisten, unterstützen muss. So fällt dem Joint heute die Aufgabe zu, den jüdischen Institutionen in Frankreich zu helfen, da z. B. in Marseille, wo früher 5.000 Juden wohnten, jetzt 52.000 Juden leben, die zweitgrösste jüdische Gemeinschaft in Europa. Dieser Zuwachs ist durch c’en Flüchtlingsstrom aus Nordafrika, besonders aus Algerien, zu erklären. Kantinen müssen eröffnet, ärztlicher Beistand geleistet und andere Hilfsmassnahmen ergriffen werden. Ferner hat der Joint Anleihen in Höhe von annähernd 2 Millionen Dollar an Einzelpersonen gewährt, um ihnen eine Grundlage zum Aufbau einer neuen Existenz zu geben. Ebenso unterstützt der Joint den ,,ORT“, der heute eine wichtige Mission in Europa erfüllt, da er den künftigen Einwanderern zur Er- | lernung eines Handwerks verhilft. .! NEUE HILFS- | ORGANISATIONEN j Wie Herr Levy im weite-! ren berichtet, wurde ein internationales Comité der jüdischen Hilfsorganisationen gegründet, welches auch von den Vereinten Nationen anerkannt worden ist. Es setzt sich aus den zentralen britischen Fonds, Joint, Ica. Hias. Ort und dem Comité der europäischen Gemeinden zusammen. Oscar Joseph aus London ist der Präsident dieser neuen Körperschaft. Ferner teilte er mit. dass mit dem Geld, das nach Abschluss der Arbeiten der Claims Conference zur Verfügung bleiben wird (man schätzt diesen Betrag auf rund 18 Millionen Dollar). eine Organisation geschaffen werden soll, um in den kommenden 25 Jahren die Ziele der Claims Conference weiterzuführen. Herr Levy schloss seine interessanten Ausführungen mit dem Hinweis, dass er sich moralisch berechtigt fühle, einen Appell an die argentinischen Juden zu richten und ihnen nahezulegen. die heutige schwere Lage der Juden in Europa in ihrer ganzen Schwere zu verstehen und ebenso der diesjährigen Einwanderung in Israel die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Aus diesen Gründen müssen j f sie die Verpflichtung herleij I ten. ihren Beitrag zur Ein- ♦ hetskampagne in der grösst- I Î möglichen Höhe anzuseczen. f Rzhfe. Israel Nebel s, A. Aus Israel kommt die Nachricht, dass dort, im hohen Aller von 84 Jahren, Rabb- Israel Nebel, ein jüngerer Bruder des berühmten Frankfurter Rabbiners Nehemia A. Nobel (1871 bis 1922), verstorben ist. Rabb. Israel Nobel kam in Halberstadt zur Welt, wo sein Vater Rabbiner war. Er ist in den Gemeinden Schneidemühl und Filehne tätig gewesen, bis das Jahr 1919 seine Uebersiedlung aus den an Polen abgetretenen Ostprovinzen nach Berlin notwendig machte. Die Berliner Jüdische Gemeinde stellte ihn zwar nicht auf Lebenszeit an, dh., er wurde nicht „Gemeinderabbiner“, übertrug ihm aber die Predigerfunktionen an den grossen konservativen Synagogen. Daneben leitete er eine Religionsschule und war vielseitig wissenschaftlich und auch schriftstellerisch tätig. Rabbiner Israel Nobel wurde eine bekannte Erscheinung im damaligen jüdischen Leben von Berlin, wo er bis zur Ehrung für Naziopfer Amsterdam. — Dr. Gystert Vanhail, der Bürgermeister von Amsterdam, leitete die feierliche Einweihung des früheren Theaters im alten Judenviertel der Stadt, von dem aus 100.000 holländische Juden von den Nazis in die Konzentrationslager transportiert wurden, und das jetzt zu Atiner Weihestätte umgewandelt worden ist. Der Bürgermeister entzündete die Votivlampe, ein Geschenk des israelischen Generalkonsuls Jehuda Jaari. während Oberrabbiner Aaron Schuster den 23. Psalm sprach. (ITA) Alija nach Israel im Jahre 1936 verblieb. Bis in die allerletzte Zeit hinein hat Rabb. Israel Nobel von Israel aus lebhaften Anteil an allen Vorgängen im Weltjudentum genommen. Er gehörte dem Misrachi an und war einer der ältesten Zionisten Deutschlands. In seinen ehemaligen Gemeinden wird Israel Nobel unvergessen bleiben. C. AV. HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM i HAIFA. Hadar Hakarmel, Nordaustr. ♦ ♦ ♦ ♦ ...4.4 ♦-» ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ boTELARMONi l ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL | ♦ ♦ ID i e beste Küche j Angenehmer Aufenthalt Tel Aviv, Jarksnstr. 90 Tel. 23711 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israt \ — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Sfr. Industrial & Comercial Bank (ISRAEL - LATIN AMERICA) Ltd. T E L A V I V 65, Ailenby Road NEUE BUEROS IN BUENOS AIRES Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463 (GALERIA DEL OBELISCO) ¡NCOBA INVESTMENT & TRUST Cia. ««. 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