Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1960 (18.5.1962)
- Date
- 1962-05-18
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 18 de .Mayo de 1962 S E M A V A ISRAELITA EREIGNISSE DE WOCHE (Fortsetzung von Seite 3t Rabb. Dr. Rosenberg, die Vertreter der AMIA, o:-r ..Congregación Israelita“, der Loge B'ne Brith, der Campaña Unida und des Keren Kajemeth. und richtete besonders warme Worte an Herrn Juan R. Zweig, den Mitbegründer und ersten Präsidenten der Organisation, der diesen seinen 72. Geburtstag unter uns verbringe. Ohne die Tatkraft und Liebe zur Sache von Seiten unserer Mitglieder, so führte Herr Anspach aus, wäre dieses erste Ziel nicht erreicht worden, wenngleich auch Unverständnis auf manchen Seiten die Arbeit gehemmt habe. Dennoch bestünde die begründete Hoffnung, das 25jährige Jubiläum der ACIBA im kommenden Oktober im teilweise lertiggestellten eigenen Hause zu begehen. An dieser Stelle sei ergänzend darauf hingewiesen, dass sich Herr Manfred Ansbach ebenso wie die Schatzmeisterin der ACIBA, Frau Lotte Gans besondere Verdienste um die Errichtung des Neubaus erworben haben, die uneingeschränkte Anerkennung verdienen. Ansbach. Vizepräsident der ACIBA, ist vor allem auch auf dem Gebiet der religiösen und kulturellen Arbeit führend tätig. Nach diesen Begrüssungsworten, denen stürmisch applaudiert wurde, hielt auf Einladung des Vorstandes Dr. Hardi Swarsensky die Festrede. In schlichten und deshalb so eindrucksvollen Ausführungen bemerkte er, dass sich in diesem Werke des Neubaues Leben- Kampf und Aufbau unserer Emigration widerspiegele. Es war die JKG, die als erste in schwerer Stunde von uns ein Opfer verlangte, wobei sie uns zugleich ein neues Gefühl von jüdischer Sicherheit gab. In der Arbeit für die Gemeinschaft finden wir Selbstvertrauen. In ei- ,ner Epoche der Umwälzungen, die wir durchleben, ist neben dem Staate Israel, dessen 14. Unabhängigkeitstag wir in diesen Tagen feiern, ein jüdisches Haus, das wir erbauen, ein echter Ausdruck jüdischen Gemeinschaftswillens. wobei es hier gelang, jüdische Jugend heranzuziehen, die heute zu unserer Freude in erheblicher Zahl bei uns ist. Sie beginnt zu verstehen, was geleistet wurde, und dass im letzten Sinne alles zu ihrem Wohle geschehe. Dr. Swarsensky schloss mit herzlichem ..Masseltow“, nachdem er noch unter den früheren Präsidenten Dr. Bernardo Schwartz besonders begriisst hatte. Frau Eva Meyer gab im Rahmen einiger Dichterzitate bekannt, dass eine ganz: Reihe von Mitgliedern und Gönnern soeben erhebliche Sonderzeichnungen zu Gunsten des Neubaus gemacht hätten; wenn in diesem Bericht ein einziger Name genannt werden darf, dann vielleicht der von Frau Simoni, der Witwe des \reuen und unvergesslichen Richard -Simoni, die spontan diese Liste anführte. Frau Meyer schloss ihre launigen W’orte mit einem herzlichen Appell zur Einsatzbereitschaft. Nachdem noch namens der ACIBA-Jugend Armando Schmelz den Dank der Jugend aussprach und ihre Verpflichtung anerkannte, richtete der Präsident der ACIBA, Prof. Ballin, eine Ansprache an die Jugend, deren Erscheinen am heutigen Tage mehr als ein Symbol darstelle, nämlich den festen Willen zur Zusammenarbeit. Juan R. Zweig, der heute im Mittelpunkt der Ehrungen stünde, sei nie ein „bequemer“ Präsident gewesen, dafür aber ein Mensch, der Zeit, Kraft und Nerven in unbegrenzter Weise zur Verfügung gestellt habe. Ein Raum im neuen Hause werde seinen Namen festhalten. Seiner Gattin Blumen überreichend. gratulierte Dr. Ballin seinem Amtsvorgänger nochmals herzlichst. Einen Wermutstropfen müsse man in den heutigen Becher der Freude tun, meinte der Redner: Leider sei es nie möglich gewesen, die grosse nationale und geistige Einheit in unserem Sektor zu schaffen, das grosse Gemeinde- und Gemeinschaftshaus der zentraleuropäischen Juden zu errichten. Doch alle unsere Menschen, und vor allem die Jugend, von wo immer sie kämen, wären hier willkommen; das ACIBA-Heim stünde allen Juden offen, die ein echtes jüdisches Heim suchten. In harmonischer Stimmung blieb man noch einige Zeit zusammen. in Buenos Aires TEATRO COLON Sábado 19 a las 17.30 hs.: 3a. función del ciclo de las sonatas de Beethoven a cargo de Hans Richter-Haaser. A las21 horas: Ira. función del abono a sábados nocturnos: “Khovanchina” de Moussorgsky. Lunes 21 a las 21.30 hs.: 6o. concierto del abono a 20: Concierto sinfónico a cargo de la Orquesta Sinfónica Nacional. Martes 22 a las 21 horas: 2da. función del. Gran Abono: "El Barbiero de Sevilla” de Rossini. Jueves 24 a las 18 horas: 4a. sesión del ciclo de las sonatas de Beethoven a cargo de Hans Richter-Haaser. § MALERARBEITEN! * FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG. SAUBER, % S PREISWERT, SCHNELLSTENS * * ALFREDO STERN Virrey del Pino 2639 * * T. E. 76-7281 y 76-9088 £ ^-fc************-*************************.1- ISRAEL - BRIEFMARKEN S C A*« WIEDERVERKAEUFER _ ALLE NEUAUSGA- J BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS « Agencia Filatélica oficial; del Estado de Israel, l VIAMONTE 5S0, I/B — Butio, Air**, R*p ArgfntiM J Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Donnerstag, den 7 Juni Freitag, den'8. Juni Sonnabend, den 9. Juni Donnerstag, den 19. Juli Mittwoch, den 8. August Donnerstag, den 9. August Freitag, den 28. Septemoer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa assar be Tamus Erew Tischa be Aw Tischa be Aw Erew Rosch Haschana! RUGGIERO RICCI IM COLON Der nordamerikanische , Violinist Ruggiero Ricci, der j mehrere Jahre von unseren Konzeripodien abwesend war 1 machte sein vielumjubeites Rentrée. Wir haben Ricci als einen jener gezählten wirklichen Virtuosen im Gedächtnis, die Musik:r um der Musik willen und nicht wegen äusserer Erfolge sind. Der Virtuose — er ist einer der wenigen wahren Beherrscher seines Instruments — bestach wiederum durch seine allumfassende Technik. Sein Bogenstrich ist fest und dennoch flexibel geblieben, so, wie wir ihn in Erinnerung hatten, seine Expression ist persönlich und dennoch werktreu. Zu Unrecht macht man ihm eine gewisse Kühle zum Vorwurf, denn sein hierarchisches „Ueber der Sache stehen“ ist alles andere als Kälte, es bedeutet vielmehr exemplarische Selbstbeherrschung Sein Spiel der Brahms-Sonate Nr. 2 a-dur opus 100 zeugte davon. Die Vivaldi-Sonate d-dur (von Ottorino Respighi bearbeitet und die in gleicher Tonart opus 94 von Serge Prokofieff sprachen die gleichen Sprache, ebenso wie die Hindemith-Sonate für Violine Solo opus Nr. 1. Die Bravourstücke — „Suite popular española” von Manuel De Falla (in der Bearbeitung von Kochanski) und die „Seranata andaluza“ aus der Feder Sarasates riefen ähnlichen Applaus hervor. welcher Ricci zu wundervollen Zugaben Anlass gab, die beinahe schon gereicht hätten, ein Extraprogramm zu bestreiten. Es waren Chopin, Tschaikowsky, Kreisler und Wieniawski, die bei dieser Gelegenheit erklangen; besonders enthusiastischen Beifall rief die Tarantella von Papagini hervor, wenngleich man lieber gerade durch Ricci von diesem Komponisten einige Capriccen gehört hätte. Am Flügel Enrique Gelusini, ein in jeder Hinsicht korrekter und mitgehender Begeiter. MOUSSORGSKYS “KO- VANTCHINA“ IIM COLON Als Eröffnung der diesjährigen Opernsaison und erste Vorstellung des “Gran Abono“ ging nach ]7jähriger Abwesenheit vom Colón die grosse Moussorgsgy - Oper “Khovantchina“ in Szene. Das Werk, im Gegensatz zu seinem grossen Bruder „Boris”. der historischen russischen Oper, als Volksoper bezeichnet, reicht an diesen weder im Libretto noch in der Partitur heran. Während der „Boris Godounov“ aus einheitlichem Guss ist (durch des Komponisten Tod unvollendet und von Rimsky - Korsakoff instrumentiert!, ist „Khovantchina“ i Teatro Soleil HM CORRIENTES 3150 S T. E. 86-2307 S Die 3. Woche des K grossen Erfolges S Täglich um 22 Uhr Sonntag 18 und 22 Uhr HM 3 GASTSPIEL § MAX PERLMAN 2 und 3 GITTA GAUNER «-in dem musikalischen g Lustspiel 1 DER VATER BIN ICK HM 5 Musikalische Leitung: S Kapellmeister Z HERRMANN LUDWIG ein heterogenes Gebilde; sie entbehrt der Kontinuierlichkeit im Ablauf des szenischen und musikalischen Geschehens. Rimsky-Xorsakoff hat auch dieses Opus orchestriert, und man hört ihn mehr, als einem oft ,ieb ist. heraus. Dennoch ist „Khovantchina“ — ein Torso. wenn auch kein Fragment — ein wertvolles Werk, das kennenzulernen trotz aller Weitschweifigkeit sich lohnt. Der in Danzig geborene griechisch-deutsche Dirigent Miltiades Caridis besucht uns zum ersten Mal. Er bot eine sehr musikalisch?, oft freilich der notwendigen Kontraste entbehrende Version und konnte gewisse schleppende Tempi der ohnehin trotz Strichen ausgedehnten Partitur nicht immer vermeiden. Caridis beherrscht sein Métier bis ins Kleinste und war Sängern, Chor und Orchester ein überlegener Helfer. Die Regie lag in Händen von Carlo Maestrini. dessen Arbeit wir als zuverlässig und ein wenig konventionell bezeichnen können, wenn auch die Massenszenen und Chorbewegungen bei weitem nicht voll ausgenutzt wurden. Die Bühnenbilder des in aller AVelt als erster Fachmann bekannten Nicola Benois waren eindrucksvoll, jedoch schienen sie einer vergangenen Theaterepoche verhaftet; seine Kostüme trugen den Stempel gediegener Studien. Der Star des Abends war Tullio Boni mit seinem prachtvoll singenden Cotön- Chor, dessen Wirken das erfreulichste Ereignis des Abends bedeutete. Neu für uns war der jugosalwische Bassist Miroslav Cangalovic in der Hauptrolle des Dositheus. Er verfügt über ein unglaubliches Stimmvolumen, jedoch lässt die Reinheit der Tongebung zu wünschen übrig. Es debütierte gleichzeitig als Marfa die Altistin Mariana Radew, eine sehr musikalische Sängerin, die leider mitunter etwas forcierte, ihre Darstel lung war ausgezeichnet. Als beste vokalistische Leistungen können die des uruguayischen Bassisten Jorge Algorta (Prinz Ivan Khoyansky) und des hier ansässigen Tenors Eugenio Valori (Khovanskys Sohn Andrew) gewertet werden. Gut Martha Benegas (Emma), Renato Sassola (Prinz Galitzin) und Nlno Falzetti (Schreiber), während die anderen Mitwirkenden sich mit einem Gesamtlob begnügen müssen. Das Ballet im 3. Akt war von Tamara Grigorieva traditionell konzipiert und einstudiert wor¬ Botschafier in Brasilien Jerusalem. — Botschafter Arie Eshel. der gegenwärtig das Amt des israelischen Generalkonsuls in New York bekleidet, ist zum Botschafter in Brasilien ernannt worden. Auf diesem Posten stand bis jetzt Josef Tekoa. der als Botschafter nach Moskau versetzt worden ist. Eshel war Erster Sekretär! und Konsul der israelischen Legation in Argentinien, nachdem er vorher die Leitung der Jewish Agency in Buenos Aires innegehabt hatte. Vor seiner Versetzung nach New York, wo er zuerst als zweiter Chef der1 is-, raeiischen UN - Delegation tätig gewesen ist, war E=hel Botschafter in Montevideo. (ITA) den. Die ..Prima Ballerina“ Susana Agiiero war eine gut tanzende und anziehende Solistin, und das „Corps de Ballett“ hielt sich einwandfrei. Alles in allem: Eine gute, wenn auch in keiner Weise aussergewöhnliche Aufführung. c-n Ano XX11I. — No. 1960 — 9 Juden feiern ihren Retter Tel Aviv. — Oscar Schindlerein Sudetendeutscher, welcher während des zweiten Weltkrieges 1.100 Juden vor der Naziverfolgung rettete. indem er sie in seiner nahe Krakau gelegenen Emailfabrik arbeiten iiess, wurde von einer rund 300 Personen zählenden Älensc-henmenge bei seiner Ankunft in Israel empfangen. Alle diese Leute haben ihm! ihr Leben zu verdanken und | leben heute in Israel.! Schindler unternahm die , Reise, um an einer Gedenk-; feier für die Naziopfer teil- zunehmen, bei der ein Wald 1 in der Alle? der nioht’iidj. sehen Wohltäter, die jüdij sehen Opler während der I Naziära geholfen haben, ge- I pflanzt werden soll. Im! Krieg wurde Schindler wie- I derhoit von der SS wegen j seirer Haltung bedrängt,! doch es gelang ihm stets i durch seine persönlichen I Verbindungen und seinen Einfluss, die Gefahr von I „seinen Juden“ abzuwenden.! (ITA) ♦ ♦- ♦ •+- J ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ A-*- HOTEL DAPHNE j IHR HOTEL IN \ HAIFA - Israel t VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM t HAIFA. Hadar Hakarmel, Nordaustr. X » ♦ ♦ ♦««♦♦♦»♦♦♦ ♦«♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦♦♦«■ ♦♦ ♦-» ♦♦♦♦♦* HOTEL ARMON1 ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL : Die beste Küche i Angenehmer Aufenthalt \ Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 2371 1 i i (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt * erforderlich) i T 1 Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanz- J geschaefte in Israt \ — Lang- und kurz- J fristige Anlagen — Auskünfte jeder Art X t ♦ TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Str. t Industrial & Comercial Bank (ISRAEL - LATIN AMERICA) Ltd. TEL AVIV 65, Allenby Road 1 1 NEUE BUEROS IN BUENOS AIRES Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463 1 (GALERIA DEL OBELISCO) 1 M IV INVESTMENT ff « .1 & TRUST Cia. Av. CORRIENTES 1145 1 T. E. 35-3463