Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1959 (11.5.1962)
- Date
- 1962-05-11
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viernes, 11 de Mayo de 1962 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXIII. — No. 1959 Israel im Weltgeschehen t Schluss von Seite 1) sich aus der unerbittlichen Zweüeiiung in Ost und West ergaben. Um nicht die arabische Weit vollends zu verlieren, beschritten die Amerikaner den leichteren Weg und machten Konzessionen, j Beziehungen zu den arabi- ■ sehen Ländern war der Positionswechsel Frankreichs, das zum Verbündeten Nr. 1 Israels wurde. Hieraus erwuchsen Israel sehr grosse i Vorteile in der allgemeinen 1 Politik, aber auch neue Schwierigkeiten, da Israels kanischen Staaten tätig, sie alle sind Botschafter des Friedens und bringen Fortschritt und Wissen in jene fernen Länder, die heute mit Israel befreundet sind. Diese Beziehungen sind weder auf äussere Machtfaktoren gebaut, noch werden sie mit die zu Lasten Israels gju<>en. i klare Haltung gegenüber al-! der Gewalt der Waffen auf- So kam es zeitweise zu einer völligen Isolierung des jungen jüdischen Staates, der feststellen musste, dass er in seinem Kampf um seine Existenz auf sich allein angewiesen ist. Aber auch dieses Stadium der Entwicklung konnte, wenn auch unter erheblichen Opfern, bald überwunden werden. Selbst der verzweifelten aussenpolitischen Lage, als Russland nnd Amerika eine unfreundliche Haltung gegenüber Israel einnahmen, zeichneten sich gewisse Perspektiven ab. die erkennen Hessen, dass beide Grossmächte, die sich ebenso feindselig wie vorsichtig gegenübertraten, ihre Position gegenüber Israel einer Revision unterziehen könnten. Damals gelang es Ben Gurion durch eine Politik der Stärke selbst die reichen und mächtigen Amerikaner zum Nachgeben zu veranlassen. Trotz ständig ablehnender Manifestationen der Russen und d ren betont kühle Beziehungen haben auch sie nicht völlig mit Israel gebrochen, obwohl sie doch diejenigen waren, die durch die Sinai-Kampagne einen empfindlichen Rückschlag im Mittleren Osten erhielten. Ebenfalls eine Folge der internationalen Lage und der Verschlechterung seiner len imperialistischen Bestrebungen, auch denen Frankreichs, harte Belastungsproj ben mit sich brachte. Einen ähnlichen Fall mit den gleichen Problemen für Israel stellte der Kampf der Ras- 1 sen in Südafrika dar, in welchem Israel eine klare Position beziehen und damit sei- | ne bewährte Freundschaft mit einem wichtigen Stakt gefährden musste. Schliess-1 lieh darf man auch nicht' vergessen, welche Hilfsdienste die Südafrikanische i Union dem jüdischen Volk ' bei seinen nationalen Bestrebungen einmal geleistet ■. hat. I Am 14. Jahrestag seiner Gründung kann der kleine I jüdische Staat mit Stolz <l=r- | auf hinweisen, dass ihn freundschaftliche Bande mit einer nicht unerheblichen i Zahl neuer und aufblühen-1 recht erhalten. Es sind Freundschaften, die allein auf dem Willen Israels und seiner afro-asiatischen Partner beruhen, auf dem wechselseitigen Willen zum Aufbau, zur kulturellen Entwicklung, zum Fortschritt und zum Frieden. Dass Israel diese Verbindungen herzustellen vermochte, ist eines der Ruhmesblätter, die in der kurzen Zeit seiner staatlichen Existenz geschrieben worden sind. Wäre es nur die Anbahnung dieser Freundschaften gewesen und die von Israel vollbrachte Lei. stung einer kulturellen, technischen und medizinischen Hilfe, es wäre eine Grosstat für einen kleinen, selbst im Aufbau befindlichen Staat. Man darf aber nicht vergessen, dass diese Beziehungen in einem Klima der äussergegenüber Israel gehindert werden, oder dieses Säbelgerassel Nassers zum Anlass nehmen, eine doppelzüngige Politik zu treiben, haben die neuen afrikanischen Staaten einen Weg zur Kooperation mit Israel gefunden oder anders gesagt: Israel hat diesen Weg der Freundschaft mit den jungen, um! ihre nationale Freiheit und die Festigung ihrer Unabhängigkeit kämpfenden afrikanischen Länder gefunden. keif bereits so viele Aendeauf der weiten Tribüne der internationalen Politik eingetreten. Es erscheint nicht ausgeschlossen, dass neu? Faktoren zu neuen Konstellationen kindrängen, z. B. auch zu einer Zusammenarbeit mit einigen oder allen arabischen Staaten. Gewiss dürfte eine solche Entwicklung im Augenblick noch nicht wahrscheinlich sein. Aber ausgeschlossen ist sie nicht. Einen wesentlichen Dennoch wird trotz sol* i Beitrag hierzu könnte Israel eher überraschender Ei fol- selbst leisten, nicht durch ge der israelische Alltag von 1 ungerechtfertigte Konzessioder Feindschaft der Arabernen in der Flüchtlingsfrage, Staaten überschattet, obwohl wohl aber durch Inanspruchdie innere Konsolidierung I nähme der Verbindungen, der Wirtschaft zur Stabilisie- 1 die zu afrikanischen Länrung der internationalen Podern bestehen. Erst kürzlich sition Israels in einem er-! bot der Präsident der Negerheblichen Umfang beigetrarepublik Senegal seine guten gen hat. Die Ursachen die-! Dienste zur Vermittlung im ser Situation sind bekannt, j israelisch-arabischen Kon- Die Anfänge der Feindselig-1 flikt an. Man sollte diekeiten liegen viele Jahrzehn-: se Möglichkeit ernst nehmen te zurück und verschärften und ausschöpfen. Denn Se- IA SEMANA ISRAELÍTA Bisemanario — aparece ios Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. V?rantwortlich: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190. Io izq. T. E. 83-26,3 80-6930 Abono-Preise: Argentinien: * 190.— pro Quartal Ausland 5 600 — jährl sich mit d?r Proklamation des jüdischen Staates. Die tieferen Ursachen liegen nicht auf politischem, sondern auf sozialem Gebiet. Die Kluft wird verschwinden oder beträchtlich vermindert werden, wenn sich negal dürfte ein besserer Mittler in diesem Streit sein als irgendeine Grossmacht oder ein neutraler europäischer. Staat. Während die politischen Schritte einer Grossmacht stets von den eigenen Interessen im die sozialen Bedingungen in .Mittleren Osten belastet sein Dr. FREY PUEYRREDON 1’ iza nachm 16—19 Uhr REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 der Länder in Asien und j sten politischen Spannungen Afrika vei-binder. S^hon im Strassenbild israelischer Städte fallen die vielen schö-, nen und pittoresken Ersehet- I nungen afrikanischer Neper ■ auf; viele von ihnen studieren an der Hebräischen Uni-1 versität, nehmen an Seminaj ren oder internationalen Konferenzen teil, die in Tel i Aviv oder der Landeshauptj stadt abgehalten werden, oder an Kursen am Technikum an den Hängen des j Karmel im landschaftlich so herrlich gelegenen Haifa, stattfinden. Israelische Sachj verständige, landwirtschaft- ■ liehe Experten, Ingenieure. ' Aerzte und Erzieher sind in | einigen asiatischen und afri-1 den arabischen Ländern ändern sollten, wenn anstelle |; eines überalteten Feudalsy- ■ aufgenommen worden sind.1 stems freiheitliche, demo- | Alle aussenpolitischen Fakkratische Prinzipien sich I toren haben gegen diese; durchsetzen werden. ' Möglichkeiten gesprochen. I Immer noch stehen die j Denn Israel war von einer arabischen Länder — besser . ■'WW-A.--“-' W-VJWW JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN ' Schahbosdecken - Ta H;s-\ rt.17- .* zot-Tasehen - Hand- und Í Ma si hinensticker ü von ¡» . Bett und Tischwäsche J¡ I Dr. P. I. RIVERA 2585 % S (fr. Bebedero)? ï T. E. 73-9155 5 t Jaime Liebling] : s. a.; ISPERRHOELZER J ä* HOELZER* DIAZ VELEZ 5224 $ Tel.: 89-9349. 33-9305* PROPIEDADES FRANKENBERG \ 5 berät Sie kostenlos und J 3 onverbindlicb beim Kauf! oder Verkauf von *, GESCHAEFTEN! WOHNUNGEN * haeusern; Manuela Pedraza 2530 PL b. Dp. B T. E 707244 OPTICA J DIPL, OPTIKER ] Sarmiento 829: feindlichen Welt arabischer Länder umgeben, die von dem mächtigen Russland geschützt und protegiert worden sind. Noch vor wenigen Jahren tagte die Bantung-Konferenz der afroasiatischen Staaten, auf der es den Aegyptern gelungen war. Israel auszuschliessen und einen ,,eisernen“ Ring des Boykotts um Israel zu legen. Alle Anstrengungen Nassers, auf der Linie der Bantung - Konferenz vorauszuschr'eiten und jede Verbindung der afrikanischen Republiken mit Israel zu verhindern, scheiterten. Die reuen afrikanischen Staaten ebenso wie wenige Länder stellten den Kontakt mit Israel trotz aller Drohungen her. die Nasser ausgestossen hatte. Heute ziehen diese Länder die Verbindung mit Israel den Nasserschen Verprechungen vor. Ueberlegen wir einen Augenblick, was das bedeutet. Während die grössten Mächte, unt°r ihnen Amerika, immer noch durch die grossorecherischen Reden und Drohungen Nassers an einer konstruktiven Politik im Mittleren Osten und < M0HEL N. PLAKSIN gesagt, die arabischen Regierungen — dem Staat Israel mit unerbittlicher Feindschaft gegenüber. Aber nirgends st?ht geschrieben, dass dies immer so bleiben müsse. Auch in dieser Hinsicht kann sich allmählich ein Wandel vollziehen. Es gibt starke Faktoren, die einen solchen Stellungswechsel herbeiführen könnten. Diese Umstände müssen nicht unbedingt politischer Natur sein. Vielleicht übersehen wir noch nicht alle die Möglichkeiten, die sich ergeben können. Sind doch in den nur 14 Jahren israelischer Selbständigwerden, kann Senegal oder ein anderer afrikanischer oder asiatischer Staat wie etwa Burma frei von irgendwelchen Rücksichtnahmen auf die eigenen BeLnge auftreten und die Einigungs¬ oder Verständigungs - Verhandlungen führen. Hier kann man nicht mehr von Intervention einer alten Kolonialmacht reden, die noch heute versteckte imperialistische Interessen wahrnimmt. Man darf auch nicht verkennen. dass sich die politischen Beziehungen der arabischen Länder untereinander erl.eblich verschlechtert haben. Hier tritt immer stärker eine Entwicklung in den Vordergrund, die eines Tages die separate Aktion eines arabischen Landes gegenüber Israel ermöglichen j Friedens könnte. Einige dieser Län-1 wird. |T.E. 35-7356!^ Superi 27(9 76-6784 u. 76-2312 MARTHA \ ^CHAPEAUX] B HUTSALON Jetzt in E L G R A N 0 MOLDES 256 T. E. 73 9229 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría Conde 2020 76.0285 JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIA MONTE 2037. B. I 46 1716 und 48-2124 ' PRAKTISCHER ARZT Dr. J. P. Kroll Bieber 3 DE FEBRERO 2030 Mo., Mitt. Freit. 15—20 Uhr. — T. E. 76 0266 PRIVAT 52-7734 Dr. B. Sdiwaru ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-S214 f RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG NERVEN a. GEMÜTS¬ KRANKHEITEN Dr. M. J. KUHN prov. RIVADAVIA 2625 III Tel. 48-7524? Mont.. Mittwoch, Freitag \ i 17—20 Uhr. Tel. Anmel-1 J> düng erbeten.? H, ROHNZWEIG TAILOR HENRY •rUOJMAN 563 piso 1 - T.E. 32-0913 l Grossste Auswahl in imp. u. hiesigen Stoffen der warten, wie wir wissen, auf den Augenblick, wenigstens einen modus vivendi mit Israel zu finden, was für sie eine enorme wirtschaftliche Erleichterung bedeuten könnte. Bis jetzt hatten diese Staaten nicht die Kraft, gegen das Gespenst der Arabischen Liga aufzutreten und das Odium einer pro-israelisehen Politik auf sich zu nehmen. Man kann nicht sagen, dass sich dieser arabische Stellungs -echsel sofort vollziehen werde; aber die Möglichkeit, die Eventualität einer solchen Entwicklung dürfte heute nicht mehr j als leere Illusion zu betrachi ten sein, wie sie es noch vor einem Jahrzehnt gewesen ist. Israels Position im Weltgeschehen hat sich in den 14 Jahren seiner Unabl. lngigkeit geändert und verstärkt Es ist gelungen, den Isolationsgürtel zu zerreissen, Wenn man die unglückseligen Bedingungen berücksichtigt, die für alle kleinen und im Aufbau begriffenen Länder durch den kalten Krieg verursacht worden sind, kann man mit Genugtuung einen nicht unbeträchtlichen Fortschritt feststellen. Die Entschlossenheit Israels wird ein wesentlicher Beitrag zu einer Aussenpolitik „ein, deren Ziel die Herstellung freundschaftlicher Beziehungen mit allen Nationen und die Sicherung des war und bleiben SliSfHEESlilïiIISÏSi’ââïïsiiïiSSeïSiSBÏÎÏIÏÏSi-SliCSiîSt'; '-! Dr. BERNARDO GOLDSTEIN i MEDICO Ml § Cardiología — Hospital Fernández m ■m 5 Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogram me i CUBA 2141 — T. E. 73-8782 n. 73-68H S Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr 5 Sonnabend: 14—16 Uhr K IinniiuniniHiiiinniiiiimiiiuiiiHuiiminniiiin'l m t VARICES-ULCERAS DE LA FIERRA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 » E {»igt8usnuunumnmmu«sijnn>iwwuwu.wu<sniJ sNiuuHiaiiMinmnHkiinHisiissiEUHHnuiiuiKusl SDr. BENJAMIN L1PNIZKYI 3 ZAHNARZT 5 ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BEg HANDLUNG Mil GASBETAEUBUNG — REGU- S LIERUNG DER ZAMN8TELLUNG «j Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnaucud g nach vorheriger Vereinbarung. | 5 JOSE HERN ANDEZ 2518 t. E ts-m?3 und 73-*soc| inninmaNinniniimiiitiHiuiHnnHHHiiaHinnir BERNARDO STERN Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 19(5 T. E. 58-4052 Dr. L KLEIN Mcdico Magen, nnd Darmkrankheiten Röntgen Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag voo 15—W U** Ea wird gebeten, mtb vorher telefonisch eaausneldfn SANTA FE 1391 T. E, 44 9493 u. 44rl542i