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Jüdische Wochenschau · 1962-04-13 · 1955 (13.4.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1955 (13.4.1962)
Date
1962-04-13
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German, Spanish
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FRANQUEO PAGADO o 25 s C Concesión 998 •-- rT M C TARIFA REDUCIDA < u Concesión 1629 ISRAELITA Año XXIII. BUENOS AIRES, VIERNES 13 DE ABRIL DE 1962 No. 1955 EL EJEMPLAR i m en toda la República ** PUEYRREDON 2190 1« bq. T. E. 83 2613 Buenos Aires eftige Reaktion gegen die UN IN DER KNESSET Jerusalem. — Das israelische Parlament lehnte die Resolution ab, mit welcher der Sicherheitsrat der UN Israel wegen seiner Intervention gegen syrische Artillorieposten verurteilt hatte. Die Knesset bezeichneie diese Entscheidung als parteiisch; es sei völlig ignoriert werden, dass die Syrer den ersten Angriff gegen Israel gerichtet hatten. Diese R isolution stellt eine Verletzung der Gerechtigkeit dar. die den Frieden gefährdet und die syrische Angriffslust ermuntert. Die Entscheidung der Kn-sset war einmütig; lediglich die Kommunisten stimmten dagegen. Die Knesset gelangte zu diesem Ergebnis nach einer dreistündigen Debatte, die von Ben Gurion eingeleitet worden ist. B. G. GEGEN UN Der israelische Ministerpräsident Ben Gurion erklärte. dass diese Entscheidung der UN gegen Israel „eine Beleidigung darstellt, durch welche die moralischen Grundlagen zerstört weiden, auf denen das Fundament der Vereinten Nationen beruht.” Die Vereinigten Staaten und Grossbritannien würden, wie G.B. ausführte, ebenso wie die Sowjetunion eine unverständliche Position einnehmen; sie hätten Israel verurteilt, weil es sich gegen syrische Soldaten in der Nähe des Tiberias-Sees gewährt hätte, aber sie hätten geschwiegen gegenüber den Angriffen, die von der anderen Seite vollzogen worden sind. Die neue UN-Resolution würde die Wahrheit über die wirk | liehen Vorgänge am Tiberias-See übergehen. Die vom Sicherheitsrat gewählten Formulierungen stellen eine Beleidigung für Israel dar. Offensichtlich sei die UN-Resolution in dieser Weise gefasst worden, uni sich . die Unterstützung Nassers | bei anderen Entscheidungen der UN zu sichern. \ Durch diese Resolution — I so führte Ben Gurion aus — seien alle kleinen Nationen gefährdet, deren Ehre und Interesseu bedenkenlos für i ciie Notwendigkeiten der! Grossmächte im kalten Krieg geopfert werden. Der | UN-Beobachter, General von j Horn, habe in seinem Be- | rieht an den Sicherheitsrat die syrischen Angriffe vom; 15., 16. und 20. März gegen ' israelische Patrouillen auf dem Tiberias-See erwähnt. Ben Gurion wies darauf hin. dass mit diesen Attacken die feindseligen Akte gegen | Israel nicht begonnen hat-; ten: er zählte eine lange . Reihe von syrischen Ueber-; fällen während der letzten j sechs Jahre auf, die durch reguläre syrische Truppen begangen worden sind und : 120 Opfer gefordert hätten, i Israel werde sich niemals | den syrischen Grenzverlet-; zungen beugen und werde j sich auch .in Zukunft gegen alle Angriffe auf sein Hoheitsgebiet zur Wehr setzen. Keinesfalls werde Israel eine Sabotage seiner lebenswir*Vi i irfjNn Rpu'ü ftQPriltt I ne dulden, bei denen der See eine grosse Rolle spielt. Denn der Tiberias-See ist , ein untrennbarer Bestand- I teil Israels; jede Herabminderung der israelischen Souveränität über den See be- , deutet einen Angriff aut das I Leben Israels. Er erinnerte an eine Erklärung, die der damalige Präsident Eisenhower nach dem Sinai-Feld- | zug abgegeben hat. Eisen- | hower hat damals unte.- strichen, dass es eine Ver 1 pflichtung der UN sei, grö- I ssere Anstrengungen zur Sicherung der Gerechtigkeit zu unternehmen. Eisenhower habe s. Zt. eine doppel- I ziingige Politik betrieben. B. G. bedauerte, dass diese l Doppelzüngigkeit bis heute FRANKREICH: RESO¬ LUTION PARTEIISCH Der französische Delegierte war der einzige, der Israel unterstützte. Er erklärte den Standpunkt seiner Regierung und begründete seine Stimmenthaltung mit den folgenden Worten: „Der amerikanisch-englische Vorschlag ist nicht unparteiisch.” In seinen weiteren Ausführungen wies er darauf hin, dass die israelische Intervention durch die syrischen Angriffe provoziert worden sei. Der syrische Delegierteermuntert durch den ungerechten Resolutionsentwurf, gab seinem Bedauern Ausdruck, dass der Sicherheitsrat Israel nicht aus den UN ausschiiessen würde. Sicherlich spielte bei diesen syrischen Deklamationen die anhaltende Unsicherheit und das innere Chaos in Syrien eine grosse Rolle. Denkmal fuer SS-Brigadefuehrer - ^*nz' Landesleitung der Freiheitlichen Partei Oberosterreichs (FPOe) hat den Beschluss gefasst, sich für ein Denkmal für den ehemaligen Landes hauptmann-Stellvertreter Langoth einzusetzen. Nun, wer war dieser Landeshauptmann-Stellvertreter Langoth? Es ist kein anderer als der SS-Brigadefunrer Franz Langoth (SS-Nr. 292795), der von Hitler am 12. März 1938, am Tage seines Einz.uges nach Linz, in Würdigung seiner Verdienste um den Anschluss zum SS-Oberführer ernannt wurde. Langoth durfte als Zeichen der „besonderen Ehre” zur Rech ten Hitlers beim Festessen in Linz sitzen. Die weitere Karriere Langoths war: Mitglied des Reichstages, Mitglied des Volksgerichtshofes und Oberbürgermeister von Linz. Ausserdem wurde ihm vom Reichsführer Himmler der SS-Degen verliehen. Fürwahr, ein Denkmal für Langoth würde eine Zierde für Linz — ,,die Patenstadt des Führers” — sein. (IPN) BEN DROHT MST KRIEG Paris. — Achmed Ben Bella der provisorische Vizepräsident von Algier, besuchte Kairo, wo er erklärte, dass die FLN, die algerische Untergrundbewegung, bereit sei, 100.000 Soldaten an die Front zu schicken, „um Palästina zu befreien“. Bekanntlich ist Ben Bella erst vor wenigen Wochen aus einem französischen Gefängnis im Rahmen des Abkomj mens entlassn worden, das von der französischen Re- ] gierung mit den algerischen Nationalisten abgeschlossen ' wurde. Er meinte, das palä- | stinensische Volk müsse in 1 * * * 5 6 7 8 9 einer einheitlichen Befreiungsfront organisiert werden, genau so wie man es in Algier gemacht hat. Diese Organisierung müsse sofort erfolgen, gleichsam als eine Avantgarde für die arabische Befreiung Palästinas. Die Revolution in Algier sei noch nicht beendet. Jedenfalls solange nicht, bis auch Palästina befreit sei. Ben Bella meinte, er würde sich glücklich schätzen, wenn ihm die Möglichkeit gegeben wäre, einer der arabischen Soldaten zu sein, die an der Befreiung Palästinas teilnehmen. Dann sprach er über die zionistische Gefahr und erklärte, dass die algerische Freiheitsbewegung sich lanvon CECILE G. KATZ ge Jahre hindurch gegen die Zionisten habe wehren müssen, die mit den Imperialisten zusammen gearbeitet hätten. Er verstehe unter Zionisten nicht allein die Zionisten in Israel, sondern auch in Frankreich und Algier. Seien es doch gerade diese Zionisten, die hinter den Faschisten in Algier stünden. Natürlich hat diese Erklärung Ben Bellas in Franki eich eine allgemeine Beunruhigung hervorgerufen. Der algerische Führer hat zwar in seiner Meinungs-! äusserung über Palästina j ausdrücklich hervorgehoben, I dass es nicht einfach sein werde, den jüdischen Staat zu erobern. Man weiss nicht was mit diesen Erklärungen beabsichtigt wird. In politischen Kreisen Frankreichs ist man der Auffassung, dass Ben Bella nur aus persönlichen Motiven und ohne Auftrag seiner eigenen. Leute die Drohungen gegen Israel, die Juden und die Zionisten ausgestossen habe um sein eigenes Prestige wieder herzusteüen. Die Erklärung hätte ein Oppositioneller, aber nicht ein Vize-Ministerpräsident abgeben dürfen. Im übrigen aber seien fr Algier von der FLN derartig grosse Probleme zu losen, die mit der zugestandenen Unabhängigkeit im Zusammenhang stehen, dass Algier nicht in der Lage wäre, 100.000 Soldaten zu schicken, sondern nur Drohungen gegen Israel ausstossen und den arabischen Staat des Mittleren Ostens mit Worten helfen könne. Wie dem auch sei. dürfte es angebracht sein, dass die UN oder westliche Grossmäehte in irgendeiner sichtbaren und fühlbaren Form auf die hemmungslosen Ausfälle und Drohungen Ben Bellas reagieren. Arabische Aktivitaet in Afrika Vor kurzem kehrte die „Allgemeine arabische Afrika-Delegation” von einem Besuch der Westgebiete des Schwarzen Kontinents zurück und veröffentlichte die Schlussfolgerungen und Empfehlungen, zu denen sie die Beobachtungen in den verschiedenen afrikanischen Ländern veranlassten. Angesichts der grossen Bedeu tung, die die arabischen Staaten der Entfaltung ihrer Kontakte mit den Ländern Afrikas beimessen, wollen wir die Schlussfolgerungen und Empfehlungen des Reiseberichts der arabischen Delegation näher ins Auge fassen. Vor allem muss vocausgeschickt werden, dass die Delegation ihre Reise aufgrund eines Beschlusses des inter arabischen Ausschusses für Fragen der Industrie, des Handels und der Landwirtschaft unternahm, der am 21. November 1960 in Beirut zu einer Konferenz zusammentrat. Der Ausschuss um fasste Vertreter aus Transjordanien, aus dem Libanon, der ehemaligen VAR Tunis, Marokko, Saudi Arabien, Kuweit, sowie drei Repräsentanten des Hauptbüros der Arabischen Liga. Die „ elegation wurde von der Konferenz beauftragt, die Möglichkeiten des Handelsaustausches zwischen den arabischen und afrikanischen Ländern zu prüfen und hierbei die Hilfe der libanesischen Emigranteagruppen in Anspruch zu nehmen, die über verschiedene afrikanische Länder zerstreut sind. Zweitens sollte die Delegation die ..Methoden d-es Zionistischen Vordringens auf dem Schwarzen Kontinent” studieren und entsprechende Massnahmen zum „Kampf gegen die israelische Infiltration” Vorschlägen. Die Delegation hatte Anweisung, in ihrer Gesamtheit Nigeria, Ghana, die Elfenbeinküste, Liberien, Sier ra Leone, Guinea, Mali und Senegal zu bereisen, während einzelne Mitglieder Kamerun. Obervolta, Daffomey, Togo und Tschad besuchen sollten. Der erste Teil des Programmes wurde erfüllt und endete mit einem Blitzbesuch in Mali, der zweite Teil fiel ins Wasser, weil die einzelnen Delegierten darauf verzichteten, die Afrika-Tour fortzusetzen. Es muss betont werden, dass der Besuch der arabischen Delegation in den afrikanischen Ländern sich keineswegs erfolgreich gestaltete, was unter anderem im Bericht der Delegation, der in einem libanesischen Wirtschaftsblatt veröffentlicht wurde, an mehreren Stellen unverholen zum Ausdruck kam. Warum die arabische Delegation ein ziemlich schmähiiches Fiasko einsfcecken musste? Weil sie sich zu sehr in die inneren Angele genheiten der Länder einmischte, deren Gastfreundschaft sie in Anspruch nahm: und weil sie nur mit negativen Vorschlägen (gegen Israel) kam, aber wenig Konstruktives und Positives zu bieten hatte. Doch wir wollen uns hier nicht näher mit den Gründen der arabischen Niederlage, sondern vielmehr mit den Empfehlungen beschäftigen, die auf Grund des Rechen- Schaftsberichtes der Delegation vom Wirtschaftsbüro der Arabischen Liga ausgearbeitet wurden und deren Hauptpunkte folgende sind: 1. Eröffnung einer ständigen Schiffslinie zwischen den arabischen und den afrikanischen Lindern. Erweiterung des bestehenden Seeverkehrs zwischen den afrikanischen und den ägyptischen Häfen; 2. Investition arabischen Privat- und Staatskapitals in Afrika und Ausdehnung der Wirtschaftstätigkeit der arabischen Gesellschaften durch Errichtung von Niederlassungen in Afrika etc.; 3. Errichtung arabischer Baugesellschaften, die mit gemischten (Eigen- und afrikanischem Kapital) arbeiten würden. Zu dieser Tätigkeit sollte auch die örtliche arabische Emigration herangezogen werden. 4. Appell an die arabischen Erdölstaaten, die Möglichkeiten zur Errichtung von Raffinerien in afrikanischen Küstengebieten (teilweise tnit afrikanischem Kapital* zu prüfen, um auf diese Weise den arabischen Ländern zur unmittelbaren Teilnahme am internationalen Erdölgeschäft zu verhelfen; 5. Abschluss von Handelsverträgen,'Entsendung von Handelsvertretern; Teilnahme an sämtlichen internationalen afrikanischen Messen; 6. Appell an die arabischen Regierungen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die arabischen Emigranten in den afrikanischen Ländern zur Entfaltung industrieller Initiative und zu verstärkter Einschaltung in den Wirtschaftsprozess der afrikanischen Länder, in denen sie leben, anzuspornen; 7. Entsendung von Lehrkräften an die afrikanischen Hochschuten; 8. Zuteilung von Stipendien und Freiplätzen für afrikanische Studenten an arabischen Universitäten. 9. Einladung von Afrikanern aller Bevölkerungs- Schichten zu Besuchen in arabischen Ländern: Entsendung arabischer Delegationen in sämtliche Länder * Afrikas- 19. Umfassende Aulklä rungs- und Propaganda-Aktion, um Zweck und Ziele der arabisch-afrikanischen Freundschaft zu erläutern und auf die Gefahr der israelischen Infiltration in Afrika hinzu weisen; 11. Auftrag an die arabischen Touristik- und die Fluggesellschaften, billige Reisen zu organisieren, um gegenseitige Besuche fn breitem Umfang zu ermöglichen und Arabern wie Afrikanern Gelegenheit zu gegenseitigem Kennenlernen zu geben. Sowit die Empfehlungen, die deutlich erkennen lassen, dass die arabische Delega tion zwar eine Schlappe erlitten, andererseils aber auch aus der unerfreulichen Erfahrung etwas gelernt hat. Doch kommt es natürlich nicht auf die guten und klugen Instruktionen an, sondern darauf, wie sie in die Tat umgesetzt werden. Im Rechenschaftsbericht ist vielfach von den israelischen Erfolgen in Afrika die Rede, die als gelungene Intrigen, Ränke und abgefeimte Seelenfängerei bezeichnet werden. Der Bericht strotzt einerseits von Hass und Neid auf Israel, zeigt andererseits aber die deutliche Tendenz, die israelische Tätigkeit in Afrika nachzuahmen, was kaum gelingen dürfte, da auf arabischer Seite nicht der ehrliche Wille besteht, d rikanern ernstliche v tive Hilfe zu leisten. Registro de la Propiedad Intelectual No. 656 635 tnioreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivada/ia 8Ü

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