Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1962-04-13 · 1955 (13.4.1962) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1955 (13.4.1962)
Date
1962-04-13
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9612947-9613151--2038-9613160
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Vientes, 13 de Abril d» 1962 LA SEMANA ISRAELITA Añ® XXIII. — No. 1955 — 9 Eine weitere Steigerung des Sozialprodukts Israels um 10 Pxozent ist in der Voraussage über die Wirteehaflsentwicklung Israels jm Jahr 1962 vorgesehen, wie sich aus dem National- Budget für 1962/63 ergibt, das kürzlich von der Bank Israel in Zusammenarbeit mit der Planungsableitung des Finanzministeriums ver «ffentlicht wurde. Es wird dabei davon ausgegangen, dass die landwirtschaftliche Produktion um 4 bis 6 Prozent gesteigert, die Industrie ihre Produktion um 14 bis 15 Prozent vergrössern und die Bautätigkeit um 11 bis 12 Prozent zunehmen wird. Es ist ferner eine Exportsteigerung um 13 bis 20 Prozent vorgesehen, während die Importe nur um 3 Prozent zunehmen dürften, sodass das Handelsdefizit sich um 20 bis 40 Millionen Dollar verkleinern sollte. Der Kapitalzufluss wird etwas über dem vorjährigen liegen und sich auf rund 480 Millionen Dollar stellen. Die Verbrauchs - Steigerung w'ird sich in diesem Jahr etwas verlangsamen gegenüber dem Vorjahr und sich nur um 2 bis 4 Prozent gegenüber der des Vorjahres pro Kopf der Bevölkerung erhöhen. Am Baumarkt wird sich die Tätigkeit besonders auf dem Gebiet des Wohnungsbaus vermehren und um 12 bis 13 Prozent über der des Vorjahres liegen. Es geschieht zum vierten Mal, dass ein solches Nationalbudget aufgestellt wird, und die Bank Israel weist dabei darauf hin, dass sich ihre bisherigen Voraussagen für die Entwicklung des Nationalprodukts als in der Hauptsache richtig erwiesen haben. Die intensive Produktions- ISRAEL Die wirtschaftliche Entwicklung tätigkeit hielt während des ganzen Jahres 1961 an, und das Sozialprodukt stieg infolgedessen um 9 Prozent, was dem Durchschnitt der Jahre 1955 bis 1960 entsprach. Aber das dadurch erhöhte Nationaleinkommen wurde ausgeglichen durch eine ebensogrosse Konsumsteigerung. Der Verbrauch stieg dabei pro Kopf der Bevölkerung um 9 bis 10 Prozent, der Verbrauch für die öffentlichen Dienste um 5 oder 6 Prozent bis 7 Prozent und für Investitionen um 12 Prozent. Dieser starke Auftrieb brachte aber auch zwei beunruhigende Momente mit sich. Das Defizit in der Handelsbilanz stieg erneut um rund 40 Millionen Dollar und die Preise um 7 bis 8 Prozent, die höchste Steigerung in einem Jahre seit dem Jahre 1955. Die verhältnismässige Preisstabilität hatte bis Mitte 1960 angehalten. Dann aber hatte sich in den Händen des Publikums eine sehr starke Kaufkraft ange sammelt, nicht zuletzt auch infolge der grossen Summen, die für persönliche Entschädigungen aus Westdeutschland einflossen, und die dadurch ausgeübte Nachfrage übte einen starken Druck auf das Preisniveau aus. Dieser Preisauftrieb wurvon Dr. KÜRT 0TTENS00SER (Israel; de noch verstärkt durch eine ganze Reihe von indirekten Steuern, die aus fiskalischen Gründen erhoben worden waren. In der zweiten Hälfte des Jahres 1961 wurde von der Bank Israel die Kreditschraube heftig angezogen, was dann zu einer Verlangsamung der Steigerung des Preisniveaus führte. AUFTRIEBSTENDENZEN NACH ABWERTUNG bisher neben dem Zoll noch durch besondere Abgaben geschützt waren, die jetzt mit der neuen Wirtschaftspolitik der Regierung in Wegfall kommen. Ueber die Entwicklung des Preisniveaus macht die Voraussage diesmal keine Angaben mit dem Hinweis, dass man abwarten muss, wie die zu erwartenden Einsparungen, das Lohnniveau und die monetäre und fiskalische Politik sich auswir- Die . ken werden. (Es ist bejetzt veröffentlichte kannt, dass das Finanzmini- Voraussage zieht die durchgeführte Abwertung des Israel-Pfundes (ein Israelpfund gleich ein drittel Dollar) bereits in Rechnung und erwartet, dass die erhöhten Preise für Importw’aren zu einer gesteigerten Verwendung im Lande produzierter Artikel führen werden. Auf der anderen Seite sollte der höhere Dollarkurs einer Reihe von Industriezweigen einen Auftrieb für den Export bieten. Es darf daher mit einer gewissen Exportausweitung gerechnet werden. Man rechnet mit einem Export, der um 13 bis 19 Prozent höher liegt als der des Vorjahres und eine Summe von 810 bis 855 IL erreichen dürfte. Schwierigkeiten könnten sich bei einer Reihe von Industriezweigen ergeben, die Maschinenfabrik in Ashklon sterium nur mit einer Preissteigerung um 4—6 Prozent rechnet, die Bank Israel aber mit mindestens um 10 Prozent). Bekanntlich sieht die neue! 1 Wirtschaftspolitik der Regie- : ♦ rung vor, dass alles Mögli-; f che getan werden soll, um ■ ♦ die Generalunkosten herab- ] } zusetzen, damit eine Rationalisierung der Produktion und eine volle Ausnützung der Produktionskapazität erleichtert wird. Der erhöhte Devisenkurs schliesslich sollte sowohl die Investitions-Tätig'keit weiter anregen, als auch sonstige Kapitalien aus dem Ausland 1 ♦ nach Israel ziehen. (Dies T war in den ersten Wochen nach der Abwertung übrigens bereits spürbar, und an der Börse wurden nicht unbeträchtliche Aktienpakete von ausländischen Investoren erworben.) ausgesprochener Mangel an Arbeitskräften, wobei geschulte Arbeiter besonders gesucht sind. Infolgedessen mehren sich auch die Fälle, in denen den Arbeitern Löhne gezahlt werden, die weit über d e in den kollektiven Arbeitsverträgen festgesetzten hinausgehen. WEITERE STEIGERUNG DES VERBRAUCHS Wenn man auch stark bemüht ist, den Konsum nach Möglichkeit einzuschränken, so muss doch auch für dieses Jahr mit einer solchen Steigerung gerechnet werden, wenn sie sich im Rahmen von 2 bis 4 Prozent pro Kopf der Bevölkerung halten sollte, also damit weit unter der übertrieben hohen des Vorjahres Zurückbleiben würde- Dieses Bestreben liegt auch dem hartnäckigen Kampf des Finanzministers Levi Eshkol gegen eine vorzeitige Zahlung einer Teuerungszulage zu Grunde. Auch die gegenüber dem Vorjahr etwas geringerer Zuwachsziffern für das Jahr 1962/63 stellen noch immer Wachstumsraten dar, wie sie in den Ländern freier Wirtschaft sehr selten sind. DER FINANZMINISTER IST ZUFRIEDEN Finanzminister Levi Eshkol erklärte vor kurzem, dass er mit der Entwicklung der Dinge nach den ersten fünf Wochen der Abwertung zufrieden ist. Insbesondere konnte ein plötzlicher Preissprung verhindert werden. Der Index per 15. 3. 62 lässt gegenüber dem Vormonat nur eine Steigerung um 0.6 Punkte erkennen, während nach der Abwertung im Jahr 1955 eine Erhöhung um 12 Prozent eintrat. HOTEL DAPHNE IHR HOTEL I HAIFA - Israel ♦ VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM A I F A . Hadar Hakarmel, Nordaustr. (Schluss) Es handelt sich um eine Schlüsselindustrie auf hohem Niveau und hunderte Arbeiter werden hier wie in Haifa ihre Ausbildung erlangen, eine gute Existenz finden und zur Produktivierung beitragen. Noch fehlt es im Land an Gusswerken für exakte, präzise Arbeit. Hier in Askalon wird eine Abteilung für Stahlveredelung und thermische Bearbeitung errichtet, die ihre Produktion in Bälde aufnehmen soll. Die Fachkenntnisse stammen aus der Kooperation mit einigen grossen Werken des Auslands, so mit Kaiser, Willys, Studebaker, dem britischen Berfield-Konzern für Autobestandteile, der französischen Drehbank- Maschinenfabrik Socomo u. a. Eine Schwierigkeit bildet, dass es zu wenig Fachleute gibt. Unter Leitung eines Fachmanns können fünf andere Arbeiter beschäftigt werden. Auch mangelt es an Wohnungen, und das Werk konnte seinen Facharbeitern bisher nur zwölf Wohnungen zur Verfügung stellen. Facharbeiter werden mit dem Auto der Fabrik bis aus Tel Aviv täglich her- und zurückgebracht. jetzt wird das Unternehmen selbst 20 Wohnungen in Askalon bauen. Direktor Goldfarb beklagte sich über die Politik der Regierung, die durch Liberalisierung des Autoimportes die Vorrechte der Kaiser-Uin-Fabrik beseitigt hat, so dass Autos anderer Marken konkurrieren können, wodurch die Standardisierungs - Bestrebungen vereiteillt w’erden. Das untergräbt die Konkurrenzfähigkeit der israelischen Auto- und Bestandteil-Fabrikation, belastet die Kalkulation und erhöht den Preis der Israelischen Autos. Für ihre Drehbänke hat die Fabrik noch keinen Schutzzoll, und ausländische Erzeugnisse werden frei eingeführt. Ferner läge es im Interesse des Betriebes und seine Rentabilität, wenn sich mit Bedek und Taass das Produktions-Program koordinieren liesse, damit die beschränkten Produktionsmittel nicht verzettelt werden und durch Ausschaltung inländischen Wettbewerbs eine höhere Konkurrenzfähigkeit für den Weltmark erzielt wird. Es hat nationalökonomisch keinen Wert, wenn zum gleichen Zweck mehrere Fabriken Kapital in Maschinen investieren, die wenigen Fachleute statt zusammen, gegeneinander arbeiten und das Produktionspotential dann nicht ausgenützt werden kann. Im haifaer Werk werden Jeeps bereits zu fast 50 % im Lande hergestellt, und bis Ende 1962 wird der Anteil inländischer Bestandteile auf 60 Prozent erhöht werden können. Die Lark- Autos sind zu ungefähr 30 Prozent aus inländischen Bestandteilen montiert, Willys und Studebaker Tender zu 30—50 Prozent. Kaiser-Ilin Haifa gelangte kürzlich mit der Türkei und mit dem Iran zu einem Uebereinkommen: die Monta- •ge der Autos soll in einem zu errichtenden gemeinsamen Betrieb dort besorgt werden, aber Bestandteile sollen, soweit sie in Israel hergestellt werden können, dorthin geliefert werden, während die anderen Bestandteile der Autos von ihren Stammwerken oder aus anderen Quellen bezogen werden sollen. Meir-Fa?rber BEVOELKERUNGSZU- W’ACHS — ARBEITS- KRAEFTE Man geht davon aus. dass im Jahr 1982 die Zahl der Bevölkerung Israels um rund 100.000 Seelen, oder 5 Prozent der gegenwärtigen Bevölkerung steigen wird gegenüber einer Zunahme um 80.000 Seelen im Jahr 1961, wobei ein sehr grosser Teil des Bevölkerungszuwachses auf die schnell erneut verstärkte Immigrationswelle entfällt. Trotzdem glaubt man, dass angesichts der grossen Nachfrage nach Arbeitskräften die neue Alija ebenso wie die das arbeitsfähige Alter erreichenden Jugendlichen schnell in den Arbeitsprozess eingegliedert werden können. Im Augenblick herrscht, besonders auf dem Baumarkt, aber auch in der Industrie ein; hotel ARMON \ ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL Id i e beste Küche Angenehmer Aufenthalt Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 237 H (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) Dr. MAX FUSCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israt1 — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Str. Oportunidad Unica en Israel Por enfermedad se vende negocio instalado hace 30 años en TEL AVIV Ramo; ORTOPEDIA Y PEDIERA Capital necesario: U$S 25—30.000.— Ofertas a: No. 9048 Advertising - Expedition Gerskon Ben, Allenby Rd. 51, Tel Aviv, Israel Industrial & Comercial Bank (ISRAEL - LATIN AMERICA) Ltd. T E L A V I V 65, Allenby Boat NEUE BUEROS IN BUENOS AIRES Av. CORRIENTES 1145 (GALERIA DEL OBELISCO) INC O B INVESTMENT S TRUST Cia. T. E. 35-346' Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.