Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1947 (16.2.1962)
- Date
- 1962-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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JÜDISCHE T „ JüxJkmxiH&Ush&ßiLtcL PUEYRREDON 2190 — 1? w«. Iäö XXIII. T E. 83-2613 BUENOS AÍRES. VIERNES 16 OE FEBRERO DE 1962 No 1947 Israel und der Europa Jerusalem. — Israel hofft, j dem europäischen Wirtschaftsmarkt beitrelen zu j können, so erklärte Mosche ( Alton von der Wirtschafts-( abteilung des Aussenmint-, steriums, den 18 Mitgliedern des Europa-Parlaments, die , kürzlich in Israel eintrafen, | um mehrere Wochen lang i die Möglichkeiten eines Ab- ■ kommens zu studieren. Die 18 Mitglieder vertreten 16 i I.änder und besprachen die j Lage mit Angehörigen der , Regierung und Privatleuten. I Die Delegation, in der einzig Luxemburg nicht vertreten ist, repräsentiert Italien, Frankreich, Westdeutschland, Belgien und Holland. Die Delegierten wurden von Staatspräsident Ben Zwi j empfangen und konferierten mit Ben Gurion. Knessetprä-! sideni Kaddisch T,uz veran-j staltete ihnen zu Ehren ein Bankett, und später teilte j sich die Mission in drei Gruppen, die sich getrennt mit Finanzminister Levi, Eshkol. Handels- und Indu-1 strieminister Pinchas Sapir : und Transportminister Ben , Aharon unterhielten. | Der Gemeinsame Europai markt kann für Israel „katastrophal” werden, äusserte Allon in einer Pressekonferenz, wenn nicht ein zolltarifliches Abkommen für zumindest 60 Prozent der israelischen Exporte nach Europa und für die aus diesen Ländern eingeführten Rohmaterialien erreicht werden könne. Im Jahr 1961 steigerte Israel seine Ausfuhren in jene Länder auf 80 Millionen Dollar gegeni'tber 41 Millionen im Jahrj 1959. Allon fügte hinzu, Israel sei bereit, die Forde-, rungen des Europamarktes I „innerhalb einer vernünftigen Zeitspanne zu erfüllen, ' so anspruchsvoll diese auch . sein mögen”, da sich die israelische Industrie allmählich der Situation anpassen könnte. _ | Einer der Vorschläge, die . von den im Lande weilenden Mitgliedern des Euro-! pamarktes gemacht wurde_n, bezieht, sich auf die Verringerung der Zollschranken, j Auf Ersuchen der Delegaj tion wird das Handelsministerium eine detaillierten j Bericht über die industríele Entwicklung Israels und seine Konkurrenz-Möglich keilen auf dem Europa-, markt vorbereiten. Trans- ¡ portminister Ben Aharon teilte seinen Besuchern mit, dass Israel rund 300 Millionen Dollar in Transport.material investiert habe, die es von den Ländern des Europamarktes gekauft hat Ackerbauminister Mosche Dajan informierte die Gruppe, die von-ihm empfangen wurde, dass ein Fünftel der israelischen Agrarproduktion in Höhe von 80 Millionen Dollar zur Ausfuhr gelangt. Sowjetisches Petroleum WIE ICH ES SEHE Wenn du die Wahrheit sagst «»/i JEHUDA GOTTHEIMER Wer den Mut hat, die Wahrheit zu sagen, wer sich nicht scheut, die Dinge beim . rechten Namen zu nennen-! der muss mit Ungelegenheiteu. mitunter sogar mit schweren Folgerungen rech-! neu. Es gibt Kreise und Menschen, die es durchaus nicht gern haben, wenn man i ihr Tun beleuchtet und ih-1 re Haltung kritisiert. Ge-: sehieht dies im Dienst der j Gerechtigkeit, des Fort-' schritts, der Sauberkeit des öffentlichen Lebens und damit im Interesse der Allge meinheit, so ändert auch das Motiv der Kritik durch- ‘ aus nichts an der Reaktion! der Kritisierten. Das war, immer so. Wahrscheinlich wird sich hieran auch in Zu- \ kunft nichts ändern.; I- I i Die Staatsanwaeltin Diese Erfahrung musste I vor kurzem Frau Barbara Just-Dahlmann machen, die in der Bundesrepublik das | Amt einer Staatsanwältin versieht. Sie übt ihre Tätigkeit in der Zentralstelle zur \ Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg aus. Man sollte I also meinen, dass die Oef-' fentlichkeit und vor allem die Vorgesetzten Behörden i der tapferen Frau Staatsan-1 wälün zu Dank verpflichtet wären, wenn sie auf einem wirksamen Weg an der Ueberwindung einer dunklen Vergangenheit mitarbeitet.', Klagen doch viele aufrechte i deutsche Politiker, Schrift-1 steiler. Journalisten und i Menschen aller Schichten j darüber, dass eigentlich bis- \ her noch nichts Entscbeij dendes geschehen ist, um klar, endgültig und überzeugend mit der Vergangen-1 heit zu brechen, durch die das deutsche Leben, die Gegenwart wie die Zukunft, schwer belastet wird. Auf einer Tagung der Evangelischen Akademie in Loccum hat die Staatsanwältin eine scharfe Kritik j an der Rechtsprechung der ' deutschen Gerichte geäu-1 ssert, von denen die Verj brechen aus der NS-Zeit abgeurteilt werden. Sie sagte.; die Massenmörder hätten j für jeden von ihnen getöteten Menschen mit einer Strafe von etwa zehn Minu- \ ten zu rechnen. Zahlreiche i Gerichte würden die Nazi-j verbrechen oberflächlich und interesselos behandeln.'. Das sei aber nur selten auf die Bösartigkeit der Gerichte zurückzuführen; vielmehr könnten sich viele Richter | das Entsetzlich? dieses i „apokalyptischen Grauens” i nicht vorstellen. So sei es j zu erklären, dass ein Arzt, j der ein Dutzend Kinder getötet hat, mit sechs Jahren; Gefängnis davon kommt,' während der Mörder einer! Dirne heute mit einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe rechnen muss. Wir haben keine Veran¬ Wieder Unruhen in Algerien; Paris. — Nach den kürzlicben Zusammenstössen : zwischen Mohammedanern und Juden herrscht wieder ¡ Ruhe in der algerischen Stadt Constantine. Starke ■ Militär- und Polizeipati ouillen bewachen das jüdishe! Viertel, um Ueberfälle auf die Juden, wie sie sich am; Vortage zugetragen halten, zu verhindern, j Den Anlass zu diesen antijüdischen Ausschreitun- : gen gab die Explosion einer Granate in einem arabii sehen Café, bei der ein arabisches Mädchen getötet t und 17 Araber verwundet wurden. Die Araber behaup-; 'vten, der Attentäter sei ein Jude gewesen, worauf I arabische Mob jüdische Häuser und Geschäfte i überfiel. Der Jüdische Gemeinderat von Constantine wies : später diese Beschuldigung zurück und verwies darj aut'. dass der Gemeinderat stets „Frieden und Ein- ' tracht unter den Glaubensbekenntnissen gepredigt hat I und jetzt entschieden gegen derartige Verdächtigun i gen protestiert.” UTA5 lassung. an der Richtigkeit | dieser wie der weiteren i Aeusserungen der Staatsan-, wältin zu zweifeln. Dass , einmal und endlich ein' Mensch es wagt, die vielen milden Urteile über die Na-; ziverbrecher zu analysieren, I sollte als ein besonders gutes Zeichen gewertet werj den. Wir wollen unterstreichen, dass wir nicht daran interessiert sein können, ob der eine oder andere dieser | Henkersknechte kurze oder lange Zeit seine Strafe ver-! büsst. Man soll aber nicht j üb?rsehen, dass die über' NS-Verbrechen gefällten Urteilsspriiche einen lebhaften , Widerhall finden und als j Grundlage der Meinungsbildung über die Schwere der zum Vorwurf gemachten I Taten genommen werden. Wenn also milde Strafen verhängt werden, so bedeu-1 tet dies in der Auslegung der breiten Massen, dass die Verbrechen sicherlich doch | nicht so schwer gewesen seien, wie dies insbesondere von der demokratischen I Presse behauptet wird. In-' soweit ist die von Frau Dr. Just-Dahlmann geiibfe Kritik ausserordentlich beachtenswert. Die von ihr gegebene Begründung, die wir einmal als zutreffend unterstellen wollen, lässt auf einen ausserordentlichen Mangel der Erziehung und Bildung der Richter schliessen. Wenn die Richter zu milden Strafen gelangen, weil sie sich das Grauenvolle der den Nazis zur Last gelegten Taten nicht vorstellen können, so wäre es wohl längst an der Zeit gewesen, diese Lükke an historischen Kenntnissen auszufüllen. .Eigentlich’ müsste es doch selbstverständlich sein, dass jeder Richter in Deutschland über den Umfang der nazistischen Verbrechen durch das vorhandene und bewiesene Material unterrichtet ist. Auf diesem Gebiet braucht man sich heute nicht mehr auf Hypothesen, Vermutungen oder Gerüchte zu verlassen. Eine Fülle von Werken, die auf einer streng wissenschaftlichen Grundlage geschrieben worden sind, stehen allen, die es wissen wollen und die es wissen müssen, zur Verfügung. Wenn also dieser Hinweis Tel Aviv. — Offizielle Kreise Israels dementier-1 ten Gerüchte aus New ' York, dass die Sowjetunion ihre Petroleum- Lieferungen an Israel wieder aufnehmen werde. Bekanntlich besitzt Russland Ueberschüsse an Petroleum. Nach dem Sinai-Feldzug vom Jahre 1956 hatten die Russen ihre Lieferungen an Israel und die Käufe von israelischen Zitrusfrüchten eingestellt. Die bevorstehende Rei- : se zweier Mitglieder des Zitrus-Ausschusses nach! Russland gab Anlass zu! diesem Gerücht. Es ent-! spricht den Tatsachen, dass diese Herren nach ¡ Russland reisen, doch : nur als Touristen, was! natürlich die Aufnahme! von Unterhaltungen nicht ausschliesst. cITA) Der Antisemitismus in Russland New York. — Die ausländischen Diplomaten in Sowjctrusäland glauben, dass die Aufrollung der jüdische« Frag? durch Krutschew den Ausschlag dafür gibt, dass heut? im ganzen Land sich ein allgemeiner Antisem.tis mus bemerkbar macht. Des geht aus einem Bericht von flarrison Salisbury, dem früheren moskauer Korrespondenten der New York Times hei vor. Dieser hat unlängst der Sowjetunion einen Besuch abgestattet und R:ise« durch das Land unternommen. Er äussert über die Ljge der sowjetischen Juden, ,.di?se seien in der Geschichte stets die Onfer von Verfolgungen und Vorurteile« gewesen und haben auch heute mit Schwierigkeiten zu kämofen.” Salisurv berichtet, er habe verschiedentlich mit Krutschew über die jüdische Frage gesprochen, und „fast jedes Mal” habe dieser zumindest. Spuren von Antisemi tismus und Vorurteilen gezeigt, wie sie für den Teil det Ukraine, in dem er geboren ist, typisch sind. Die heutigen Verfolgungen seien allerdings bei weitem nicht so schwer, wenn man an die Leiden denke, welche die Juden in früheren Zeiten durchzumachen hatten, aber die Stimmung gegen die Juden könne auch andere Auswirkungen mit sich bringen. Die antijüdischen Strömungen machen sich vor allem in ländlichen Gebieten, besonders in der Ukraine, in Weissrussland und der Republik Molda wa fühlbar. Der Antisemitismus ist durch die Propagada gegen die jüdisch? Religion wieder geschürt worden. Nach Ansicht pon Salisbury ist die sowjetische Regierung über empfindlich in der zionistischen Frage und über die Svmpathie besorgt, die ihre drei Millionen jüdischen Untertanen dem Staat Israel entgegenbringen. Der Korrespondent zitiert, den Fall Kiew und einer nahegelegeneo Stad| Babi Yar, wo die Nazis 75.000 jüdische Männer. Frauen und Kinder umgebracht haben. Wenn man hiervon zu den Russen spricht, so antworten sie. nicht nur Juden seien von den Nazis getötet worden, und sie bemühen sich, dem Problem auszuweichen. An anderer Stelle berichtet Salisbury von einem Besucher der Synagoge von Moskau, deren Präsident G. R. Pecbersky war, welcher im vergangenen Oktober prozessiert und zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Der Synagogendiener erklärte, er wisse nichts von Peeherskv und wolle auch nichts wissen. Ausser der Verhaftung. Prozessierung und Verurteilung der jüdischen Führer in Moskau und Leningrad seien auch andere Gemeindeführer in anderen sowjetischen Städten zum Rücktritt gezwungen worden, und man habe sie durch Männer ersetzt, di? den Befehlen der Regierung gefügiger sind. Salisbury fügt hinzu, die Methode, die Juden zu ..beschmutzen”, indem man sie als Spekulanten anklagt, werde von den jungen Kommunisten und der Polizei angewandt, um die jüdisch? -Jugend und liberale Schriftsteller abzuschrecken. Schliesslich bemerkt der Korrespondent, di? jungen Juden hätten unter der sowjetischen .Intelligenz Verbündete gefunden. die b-'strebt sind, bei den Russen Verständnis zu erwecken fITA) der Frau Staatsanwältin zu-! treffend ist, so beleuchtet er! ein ungeheuerliches Versa- J gen der verantwortlichen; Behörden, die nicht dafür j gesorgt haben, dass diejenigen, die Recht sprechen sol-! len, über die notwendigen; Kenntnisse verfügen. Die; Erklärung, die Richter würj den sich das „Entsetzliche , dieses apokalyptischen Grauens” nicht vorstellen können. ist keine Entschuldigung. auch nicht für die Richter. Denn diese haben es einfach unterlassen, sieh! die für die Beurteilung eines! bestimmten Tatbestandes ■ erforderlichen sachlichen Kenntnisse anzueignen. i II. Nicht zu verstehen In ihren weiteren Ausfüh-1 rungen hat Dr. Barbara ' Just-Dahlmann. deren Zuhörerkreis sich vorwiegend j aus Juristen. Medizinern,' Pastoren und ehemaligen aktiven Soldaten zusammensetzte, darauf verwiesen. dass diese grauenvollen Verbrechen von „Durchschnittsbürgern” begangen! worden seien, die ..unter normalen Umständen niefals straffällig” geworden wären. Damit hat sie die alte Frage aufgeworfen, wie es nur möglich war. dass , ein Volk wie das deutsche! solche Verbrechen begehen konnte. Natürlich gibt auch , die Staatsanwältin auf die-T ses Rätsel keine Antwort. I Die allgemeine Version, es habe sich um eine Massen-! psychose gehandelt, kann' wohl nicht überzeugen. I Dann aber macht die j Staatsanwältin Frau Dr. i Just - Dahlmann eine entscheidende Enthüllung;Zahlreiche ehemalige Massenmörder, so sagte sie, leben heute unerkannt als brave Bürger; besonders stark sei : die Polizei heute noch in ge-, hobenen Postiionen mit ehe- ’ maligen Mördern und Totschlägern durchsetzt... Au- ' sserdeni seien viele Richter! und Staafsannalte selbst | noch zu sehr in die Nazi- Vergangenheit verstrickt, | um klaren Abstand zu gewinnen und zu ge . echten Uri teilen zu gelangen. Die Po- . lizei könne oftmals gar-, nicht eingespannt werden, j weil sie selbst am stärksten mit NS-Tätern durchsetzt sei . Zahlreiche hohe und höchste Polizeibeamte seien! auch in letzter Zeit bereits verhaftet worden. | Es dürfte durchaus verständlich sein, dass diese i eindeutigen Ausführungen eine Kettenreaktion der von I Frau Dr. Just-Dahlmann an-' gegriffenen Kreise ausgelöst \ hat. Endlich ist einmal ein Mensch aufgetreten, der den ' Finger in eine offene Wunde legt. Denn die Kritik der Staatsanwältin beschränkt sieh nicht darauf festzustel- ' len. dass die Naziverbrej ehen entsetzlich gewesen seien. Sie bleibt nicht dabei ' stehen, dass man diese grausame Zeit nicht verstehen ■ könne. Sie erklärt aus ihrer Erfahrung, dass die Gegen- | wart nicht gewillt und nicht in der Lage ist, zu gerech- | ten Urteilen zu gelangen, weil zu viele an der Rechts-! findung beteiligt sind, deren Bindungen an die Vergan- \ genheit die Aburteilung der Verbrecher verhindert. i Wenn eine Staatsanwältin. die in der Zentralstelle zur Aufklärung der NS-Ver brechen arbeitet, aus der Füll.? ihrer Erfahrungen und aufgrund eines ihr zur Verfügung stehenden Tatsachen materials solche Erklärun gen vor einem ausgesuchten Publikum gibt, so muss wohl jeder Aussenstehende annehmen dürfen, dass sie weiss. was sie sagt. Das Referat, das Frau Dr. Just- Dahlmann hielt. wurde durch Ausführungen ergänzt, die. der bekannte Generalstaatsamvalt Dr. Fritz Bauer i Frankfurt) machte. Wäre der geringste Zweifel an der Richtigkeit der von Frau Dr. Just-Dahlmann mitgebeilten Tatsachen zu- ’ässig gewesen, so hätte der Generalstaatsanwalt die Gelegenheit nicht vorbeigellen lassen, um einige Erklärungen und Berichtigungen zu machen. Er versuchte aber nur zu erläutern, warum viele Urteile nicht dem Tatbestand der NS-Verbrechen gerecht werden würden. Er sagte, die deutsche Justiz sollte mit der Verurteilung der NS-Verbrechen eine Revolution vollenden, die mit dem 20. Juli 1944 begonnen habe, dann aber 1945 nicht zuende geführt worden ist. Der 20. Juli 1944 war bekanntlich der Tag des Aufstandes einiger Offiziere und Persönlichkeiten gegen Hitler, der jedoch niedergeschlagen werden konnte. Mit diesem Tage sollte das deut- (Schluss auf Seite 2> Antisemitische Polizisten Paris. — Ein pariser Gericht verurteilte zwe muselmanische Polizisten zu drei Jahren achtzeh Monaten Gefängnis in dem „Fall d-er Rue Miron’ Die beiden Angeklagten, von denen einer „in absei tia” abgeurteilt wurde, hatten im Juli 1960 ein. jüd sches Cafe betreten und die Gäste, in ihrer Mehrzat Juden, belästigt und geschlagen, wobei sie anMsem tische Beleidigungen ausstiessen. Ein Mann, der halt] seitig gelähmt war, wurde schwer verletzt, und ei anderer durch einen Schuss ernstlich verwundet Der Vorfall hatte seinerzeit in jüdischen Kreise eine Welle von Protesten ausgetöst, und die Behörde hatten die Verhaftung der beiden Polizisten verfüg von denen es jedoch dem einen gelang, sich durc Flucht der Festnahme zu entziehen. (ITA) "in. ' .1«