Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1944 (2.2.1962)
- Date
- 1962-02-02
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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VIernet. 2 tít Febrero de 19*2 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI». No,. 1944 — Alt-Neuland Korasim;ME RUIN von HERBERT FREEDEN uh LandKarte Israels verändert sich so schnei), dass man sich beeilen muss, Schritt zu halten. Wenn man ein paar Monate nicht im Norden r/es Landes war, und nun von Liberias die Höhen nach Rosch Pina hinauffährt, entdeckt man I nicht weit vom See und dem ■- ,.Berg der Seligpreisungen-'; — nach christlichen Uej berlieferungen der Platz ( der Bergpredigt — einen j Weg. der nach Osten ab-! biegt. Bisner gab es hier,; östlich der Chaussee, nur i den undurchdringlichen Dschungel der gewaltigen Basaltquadern, ein Niej mandsland erstarrter Lava. | Plötzlich jedoch windet sich eine Strasse in die Richtung der syrischen Grenze durch das dunkle Steinmeer, eine 6 M km lange Strasse, die vom Keren Kavemet in 70 Tagen angele gt worden ist; und 15.000 1L pro Kilometer! gekostet hat. Mit dem Bau dieses We- ' ges hat sich ein Gebiet von; 22.000 Duna.'i erschlossen. ' das zwar rechtlich zu Israel gehört r.at, aber prak- | tisch nicht zugänglich war.; Aus der Zeit der Bibel trägt es den Namen Korasim. Im Herzen von Israel gelegen , sieht es auf eine Jahrtausen-1 de alte Geschichte zurück. Bereits in der prähistorischen Epoche des Neolithi- | kums gab es hier, wie Funde bezeugen, Siedlungen. Im zweiten Jahrhundert der gegenwärtigen Zeitrechnung 1 scheint es noch einmal zur Blüte gekommen zu sein: Ueberreste einer Synagoge aus jener Zeit, aus schwarzem Basalt gehauen, zeigen fein ziselierte Säulen und eine schwungvolle Ornamentik. Der Talmud lobt Korasim für sein frühreifendes Getreide: Kein Wunder, in seiner fruchtbaren, fetten Erde, die bis zu 80 cm tief ist und reichlich Wasser birgt, und unter einer Sonne, deren Strahlen auf dem 50 m unter dem Meeresspiegel gelegenen Boden subtropische Temperaturen auslösen, gedeiht alles schnell und in Fülle. Es lohnt sich, die neue Strasse entlangzufahren, auch wenn sie gegenwärtig noch etwas holprig ist. Vor einem tut sich, tief unten, das Butechatal auf, der Jordan glitzert in der Sonne, der hier die Grenze bildet und dann in den Kinneret mündet und ein Delta formt; wie Spielzeug sehen die Hütten und Häuser der syrischen Dörfer aus; Herden weiden auf „en wasserreichen Wiesen, und wenn man genauer hinschaut, kann man die syrischen Stellungen erkenne.-,, die noch bis vor nicht langer Zeit die israelischen Fischerboote auf dem See beschossen haben. Die Dörfer der Fluss, der See — in einem Farbenspektrum vm grün, gelb und blau, liegen tief unten im Tal. Auf den Höhen von HOTEL LAGO RIO CEBALLOS — CORDOBA Casilla Correo 34 “rr EINGEBETTET IN DIE BERGE Umgeben von Wasser "1^3 ■í-wvww.*. > « ♦ ♦ ♦ ♦ < > ♦-* ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦ ♦ ♦ ♦ Pension Familiar M Flanun Korasim sieht es bisher weniger idyllisch aus. Nach dem Ban oer Strasse hat j der Keren Kavemet vor ein paar Monaten mit den Urbarmachungsarbeiten be7 gönnen. Die Säuberung eines Dunam kostet über 300 IL. Nur schwere Raupenschlepper vor einer Stärke von 250 PS können das vulj kanische Gestein meistern. Felsblöcke müssen entfernt werden, die Tis zu 4 Tonnen schwer sind. 400—500 Kubikmeter Steine lasten auf jei dem Dunam. Da ein Ku- ' bikmeter Ba-alt ca 3 Tonnen wiegt, müssen die Maschinen also pro Dunam etwa 150 t von Felsen ent- I fernen. Wohin damit, ist kein leichtes Problem, da; nur ein kirner Teil sich I kommerziell verwerten lässt ' wie etwa im gemahlenen Zustand als Zusatz für Ge- , flügelfutter tder für Mar- , I morarbeiten. Das Rothschild-Mausoleum in Siehron : Jaakow ist aus Korasimj Marmor gebaut. j : Der grösste Teil des Gesteins wird an Ort und Stelle | in Mauern eder Terrassen aufgeschicn'et, und das gibt | dem neuen Gebiet seine be- 1 sondere Note: kleine.! schwarz-erdige Felder, von | | hohen Steinwällen umsäumt.! f Bisher sind auf diese Wei-; se 600 Dunam frei gemacht! worden, von einem landwirti schaftliehen Potential von i insgesamt 8.000 Dunam. Der Boden eignet sich besonders I für subtropische Früchte,! für Gemüse und für Wein, der hier einen Monat früher j reift als im übrigen Teil des Landes. Besonders gut sind die Chancen für Tomaten, die auf den Markt zu einer Zeit gebracht werden kön- | nen, wenn sie noch eine Rarität sind. Ein Dunam dieses Bodens Dürften 4-5 Tonnen Tomaten tragen. Menschen und Maschinen geben Korasim ein Bild der Geschäftigkeit einer Fabrik. I Steine werden abgeschleppt, mehr Felder blossgelegt, die ersten Bäume für ei- 1 nen Wald gepflanzt — und im Zentrum der Arbeit stehen die Vorbereitungen für die erste Siedlung. , EINGANG ZUR Sf. THEODORUS-KIRCHE & . 'V , *> '"H ' . ''''-Uv,,. Biblische Stadt ausgegraben Auf dem Gebiet des Kibbuz Ein Gew am Ufer des Kineret-Sees wurde eine biblische Stadt aus den Tagen Davids und Salomos freigelegt, wie Prof. Benja-! min Masar auf einer Pressekonferenz in der Altertumsabteilung des Kulturministej riums mitteren konnte. Die Mitarheiter von Profe.sor Masar, Immanuel Doj najevski und Dr. M. Dothan wiesen darauf hin, dass die Bewohner des Ortes und der Umgebung kräftig mit Hand angelegt haben, um in kürzester Frist von wenigen Tagen erfolgreiche Ausgra- 1 bangen ducnzuführen. deren Funde man - kürzlich erst- , malig in Jerusalem bewun- : dein konnte: Räuchergeräte und andere Kultgegenstände eines Ast.ralkultes. der in Vigilien auf den Dächern gefeiert wurde, wobei insbesondeie die Weiber ' der Himmelskönigin räucherten. (Vergl. Jeremias 44.) | Es handelt sich bei den neuen Funden wohl um eine Art Haus-Sakristei, in der i die Räucherfässer. Raucher- Löffel. Mörser und Liba- Hons-Krüge für Oel und Wein aufbewahrt wurden. Ein Krug r.ügt die aramäische Aufschrift: Le-Schäkya ( (dem Ti uchsess > und! stammt aus der Mitte des 9. Jahrhunderts v.d.g.Z., also aus der Epoche des Me- ' sa-Steines urd stellt somit eine der ältesten Inschriften dar. Feiner wurden Stadtmauern und Magazine freir gelegt. Stützmauern einer | Akropolis (Ophelt und Kasematten einer Festung. ( Nach Prof. Masar war der aramäische Name der Stadt Sussita. während der he- I bräisehe unoekannt ist. Die Au-grabungen erstrecken sich auf fünf Schichten cus der Davidisch - Salomonischen Epoche. aus der Zeit der Eroberung durch Ben Hadad II von Aram 886 v.d.g.Z., sodann aus einer Epoche des Wiederaufbaus unter Joasch von Israel bis Jerobeam II. Die endgültige Zerstörung von Alt-Susjita erfolgte dann durch Tiglat Pileser III. im Jahre 732 v.d.g.Z. Das Areal der Stadl betrug 30 Dunam. was fur die damalige Zeit bedeutend ist, bedenkt man, dass die Davidsstadt in Jerusalem nur 37 Dunam umfasste ur.d Meggido 50 Dunam. Rumaertischer Oberrabbiner als Gastdozent New York — Der Oberrabbiner von Rumänien, Dr. Moses Rosen, traf kürzlich in den USA ein. um zehn Wochen lang als Gastprofessor an der nevvvoiker Jeschiwa-Universität zu dozieren. Er referierte vor Rabbinern und" Studenten über jüdische Geschichte. — (ITA) Ein Appel! der Knesset Jerusalem. — Die Knessetkommission für Auswärtiges und Sicherheit beschloss vor kurzem einstimmig. an die Sowjetunion einen Appell zu richten, damit den Juden die gleichen Rechte wie allen anderen nationalen Bevölkerungsgruppen gewährt werden. Besonders hervorgehoben wurde das Postulat, dass allen russischen Juden, die sich mit ihren Familien im Auslande vereinigen wollen, die Ausreise bewilligt werde. ..Wir wünschen freundschaftliche Beziehungen zur Sowjetunion wie zu allen anderen Staaten der Welt, doch sind wir über die Verhaftung jüdischer Gemeindeführer besorgt. ’’ unter Aufsicht I. Ehrw., der Rabbiner Dr. J. Fink und Dr. J. Oppenheimer CHASCOMUS Cordoba 38 T. E. 2910 ZIMMER MIT PRIVATBAD ♦ Telef, Auskünfte in Bs, Aires:76-2312 u. 70-5805 ♦ \ ♦ ♦-»-»♦♦♦♦ ♦ -»♦♦♦♦ * ♦ ♦ ♦ ♦ > ♦ ♦ ♦ * ♦’ Restaurant »Paso j: Paso 452 (al fondo) — T. 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Das Erschliessungs - Programm sieht im ganzen vier Dörfer vor. drei landwirtschaftliche Siedlungen und weiter unten am See ein Fischerdorf. Es ist geplant, die neue Strasse weiter bis nach Kapernaum zu legen, das einstmal die Sehwesterstadt des biblischen Korasim war; auf diese Weise wird das Gesa m (gebiet im Norden des Kinneret Sees, das immer wieder die Szene blutiger Grenzzwisehenfälle war, bebaut, besiedelt, bevölkert. Fünf Aegypfer ausgewiesen London. — Die saudiarabische Regierung hat fünf Adgypter, die als, Berater für Finanz- und Verwaltungsfragen im Dienst Saudiarabiens Ständen, wegen angeblicher Spionage für Aegypten aiugew.iesen. Vier andere Aegypter wurden unter der gleichen Beschuldigung in ein Gefängnis eingeliefert. (AWZ> NO SOLO LA PLATEA!!! los lugares que~desde la pantalla le emocionan, le maravillan, le "transportan", VEA¬ LOS, iCONOZCALOS, .VÍVALOS... USTED MISMO. EXCURSIONES "'EXODO’ DE VIAJES :fyr:v: CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, QF. 9,10, 14 y 16 I. E. ' 49-3491 /45-4957/49-0433/ 45-7607/‘49-12Í?