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Jüdische Wochenschau · 1962-01-30 · 1943 (30.1.1962) · p. Seite 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1943 (30.1.1962)
Date
1962-01-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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6 — Martes, 30 de Enero de 1962 LA SEMANA ISRAELITA AB« XXIII. — No. 1943 kViifm Fürsorge für Geisteskranke In den Regierungs-Krankenhäusern in Israel stehen 2.800 und in privaten Anstalten 2.700 Betten für Geisteskranke zur Verfügung, zusammen also 5.500 Betten. W Orden die modernen Behandlungs - Methoden voll ausgenützt und mehr Kliniken für ambulante Behandlung verfügbar sein, so könnte diese Hospitalisierungs-Kapazität beinahe genügen, denn die moderne Methode der „offenen Tür” hat sich in manchen Ländern und vor allem in England voll bewährt. Während die gemeingefährlichen Geisteskranken in Anstalten mit maximalen Sieherheits - Vorkehrungen interniert werden müssen, damit sie die Menschen nicht gefährden können, mit denen sie Zusammenkommen, steht man letzthin den ungefährlichen Geisteskranken völlig anders gegenüber als früher. Man behandelt sie menschlich verständnisvoll, wenn man die Aufsicht auch nicht vernachlässigen darf. Sie werden in offenen Heimen untergebracht oder bleiben bei ihrer Familie wohnen, man lehrt sie einen Beruf, dem sie nachgehen können, damit sie das Gefühl haben, sich selbst zu erhalten, wodurch sie in die Richtung der Ueberwindung ihrer abwegigen Gedanken und Empfindungen gelangen. Dazu braucht man aber für die Behandlung der Geisteskranken intelligentes, gut ausgebildetes Personal, passende Institute und auch das Verständnis der Umwelt, der Oeffentlichkeit Zusammenarbeit mit dem Irak London. — Der Irak und Syrien haben ein Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Es ist das erste Abkommen, das beide Länder nach der Abspaltung Syriens von der Vereinigten Arabischen Republik abgeschlossen haben. ,AWZ) und, was ebenfalls oft fehlt, Geduld und verständnisvolle Hilfsbereitschaft innerhalb der betroffenen Familien für ihre leidenden Verwandten. In Israel stehen fortschrittliche Arbeitskräfte und Kenner moderner psychiatrischer Methoden zur Verfügung — aber in viel zu geringer Zahl. Besonders . fehlt es auch noch an Klini- | ken zur Beobachtung und zur Diagnose. | Auf der Warteliste der 1 Kranken, die zur Hospitalisierung geiangen sollen, stej hen 256 Kranke. In Israel ' stehen pro tausend Einwohner 2,4 Betten für Geisteskranke zur Verfügung, gegenüber 3 pro Tausend in England und 4 pro Tausend in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Budgetjahre 1960—61 wurden in Heilanstalten für Geistes- | kranke 6.263 Patienten aufgenommen und 5.886 entlassen. Aufgrund gerichtlicher I Einweisungsverordnung befanden sich am 31. 8. 61 in , den geschlossenen Anstalten j 430 Patienten. Im ersten Halbjahr 1961 wurden aufgrund von Gerichtsentschei-; düngen 107 Geisteskranke in Anstalten eingeliefert. In den gleichen sechs Monaten | wurden 33 Patienten dieser Kategorie aus den geschlos- , senen Anstalten entlassen, j und es gab unter ihnen keinen Fall von Tätlichkeit oder rabiater Aussehreii tung. Einige Privatanstalten wurden wegen unzulängli- I eher Unterkunfts-Bedingungen und schlechter Behandlung der Kranken geschlossen, und die Kontrolle über die anderen wurde vertieft und verbessert. In den Regierungsanstalten kostet der Kranke pro Tag etwa 10 IL. den Privatanstalten wird pro Tag 5.50 IL Subvention bezahlt. Das Festungs - Gefängnis Akko. das zum Grossteil als geschlossen 3 Anstalt für Geisteskranke dient, wird nun endgültig geräumt und in ein historisches Museum umgewandelt werden. (M. F.) Nachrichten aus Israel ABSCHIEDS-EMPFANG IN DER KEHILLÄ $ WASSERWERK Im Kibbuz Reschafim in der Bet Schean (Beisan)- Ebene wurde ein neues grosses Wasserwerk eingeweiht. Mit Hilfe der Kolonisationsabteilung der Jewish Agency und einer Anleihe aus dem Entwicklungsbudget der Regierung wmrde , ein 2 km langer Betonkanal und eine 3 km lange Röhrenleituug gelegt, mit der 2.500.000 Kubikmeter Wasser im .J ihr zugeführt werden können. TEXTILAUSFUHR | Der Export der Kammgarnspinnerei „Zirnron” ist : im letzten Jahr um ein Drit- ] tel gestiegen, denn er beträgt über eine Million Dollar, gegenüber 750.000 Dolj lar im Vorjahr. Im Zuge I der Durchführung eines Erweiterungsprogramms wur-; den in der Fabrik 1900 neue! Spindeln aufgestellt und da-! durch ihre Gesamtzahl auf; 4000 gebracht. Die Fabrik arbeitet jetzt in drei Schichten. ISRAELISCHE WEINE IM AUSLAND Weine aus Israel haben neue Märkte erobert. Auf der vor kurzem in Köln veranstalteten Nahrungsmittel- Ausstellung wmrden israelische Weine verschiedener Sorten ausgestellt. Der Beifall, den diese Weine fanden, wirkte sich in der Bestellung des Spitzenweins „Nas-;i” im Wert von 75.000 Dollar und von Tischweinen im Wert von 20.000 Dollar aus. <*■ Der Vizepräsident unserer Kehiila und Vorstandsmitglied der Alija-Abteilung der Zionistischen Organisation in Argentinien, Ing. Glasermann, gab für aine Grupps von Olim der Mittelstandsaiija einen Abschiedsempfang im Salon der Kehiila und wünschte dttt neuen Bürgern Israels viel Glück und Erfolg. Im Namen der Gäste sprech Frau Miriam Imas und dankte, der Alija-Ahieilung im Namen aller. Antijuedische Propaganda j Literarisch« Preis« Konstantinopel. — Der berüchtigte türkische Antisemit Cevat Rifat Atilhan hat in einem neuen Buch, in dem er verschiedene Religionen analysiert, seine früheren Angriffe gegen die Juden wiederholt. Er behauptet, dass die Juden die schlimmsten Feinde des Islams seien und fordert unter anderem alle Mohammedaner zum „Heiligen Krieg” gegen die Juden auf. Das Buch hat in der tür- [ kischen Presse zum Teil i scharfe Proteste ausgelöst, j | Die Kritik richtet sich auch j gegen einen vor kurzem er-! j schienenen Artikel in einem : j türkischen Witzblatt, in dem j die Juden und Israel attak-;; kiert wurden. Einer der be-j kanntesten türkischen Kom- J mentatoren .Cetin Altan, be- | zeichnete diese Hetze als eij ne Schande für die Türkei, i die für ihre Toleranz gegenj! über den Minderheiten be- , ■ kannt sei. (ITA) Mexico City. — Für sein Buch „Die Witwe” wurde Chaim Grade aus New York mit dem Ersten Kessel-Preis für jüdische Literatur für 1961 ausgezeichnet. Grade erhält den vollen Preis in Höhe von 400 Dollar. Halbe Preise von je 200 Dollar wurden I. Rapaport aus Australien, Benjamin Slavin aus Paris, und den beiden Israelis Schlomo Shenhod und Abraham Lev zugesprochen. (ITA) T I ISRAEL - BRIEFMARKEN j AN WIEDER VERKAEUFER — ALLE NEU AUSGA- « BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS J Agencia Filatélica oficia1; del Estado de Israel, 2 VIAMONTE 550, l/B — B«h«s Aires, Rep ArgentiM ¡ Glückwunsch-, Blumen-, Geschenk- und Beileid- ABL0ESUNGEN zu Gunsten der Asoc. Filantromca Israelita Cangallo 1479 1’ 40-4900 — 40.9535 L U A C H (KALENDER) Dienstag, den 30. Januar Mittwoch, den 31. Januar Donnerstag, den 1. Februar Freitag, den 2. Februar Sonnabend, den 3. Februar 25. Schwat 26. Schwat 27. Schwat 29. Schwat 29. Schwat Parschat MISCHPATIM 2. B. M. XXI 1 — XXIV 18 Haftara Schmuei I XX 18 — 42 Neumondankündigung ADAR I Sonntag, den 4. Februar 1. Tag Rosch Chodesch Montag, den 5. Februar 2. Tag Rosch Chodesch Dienstag, den 6. Februar Mittwoch, den 7. Februar - Donnerstag, den 8. Februar Freitag, den 9. Februar Sonnabend, den 10. Februar Parschat TRUMA 2. B. M. XXV 1 - 30. Schwat 1 Adar I 2. Adar I 3. Adar I Adar I Adar I 6. Adar I XXVII 19 4. 5. Haft ara Könige I V 26 — VI 13 Wir wollen unsere Arbeit schnell abschliessen ES2SI£Sliä5SIS5IIS8äSiifS31I£555S“83i2£lS5fI32I85I115I5M1 MHS13IS 1125tItlBiSlSlSÜllf l352t8241£MIi5MS«Si*EM Deswegen erledigt SOFORT Eure Beisteuerung für die Einheitskampagne für ISRAEL DIE DREI GROSSEN AUFGABEN DIESES JAHRES: HUFE FUER DIE NEUEINWANDERER AUFBAU NEUER WOHNSIEDLUNGEN ERSCHLIESSUNG NEUER BOEDEN ANNAHMESTELLEN: CAMP ANA UNIDA PRO ISRAEL, COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376,3?. T. E. 47-3820 und saemtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden -•v.'-’i •*-*-?*• *

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