Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1942 (26.1.1962)
- Date
- 1962-01-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vimtrs. 2C dt Entro dt )Wi2 Ereignisse der ISRAELITA Abu SXHÍ — Nu. 1942 Zitimtische Organi- «atian in Argentinien Di* argentinische Abteilung der Jewish Agency beschloss nach einer zweijährigen Pause, wieder ihre Arbeit aufzunehmen und stellte eine neue Verwaltung auf, die bald wieder eine geregelte Aktivität entfalten soll. Der neue Präsident der zionistischen Organisation ist der frühere Präsident der Kehilla, Emilio Gutkin, und Vizepräsidentin Frau Dr. Hadassa Grinberg, die Präsidentin der Zionistischen Frauenorganisation OSFA. Als Sekretär wird Herr Abraham Mittelberg und als Schatzmeister die Herren Ing. Oskar Glassermann und Julio Meirovich figurieren. Im Vorstand sind weiter die Herren Simon Rubins. Dr. Moses Kotliar, Dr. J. Winitzk.v, Frau Helene i ' Kosiner. Ing. Isaak Levir.. | Ing. Koltun. Simon Wilhelm, j Dr. Israel Yagupski. Wolf! ■ Kaplan und Abraham Fiterj j man vertreten, und zu Bei-; I sitzern wurden die Herren : j Dr. Raul Malimowka und |! M. W'engrower ernannt. j Sonderkonferenz | der DAIA j Um eine Uebersichi über I die im vergangenen Jahre j 1961 geleistete Arbeit zu ge- ' winnen. berief die DAIA im , I Rahmen ihres Arbeitsplans , die Vertreter ihrer Zweig-! | stellen im Landesinnern, um; i über die verschiedenen aki j tuellen Fragen zu beraten. die im Leben der jüdischen!! Gemeinschaft von Wichtigj , keit sind und denen sich diej | se Organisation gegenüber | sieht. Diese Konferenz hat in- S. Nobel s. A. Vor vierzig Jahren starb plötzlich, erst fünfzig Jahre alt, der grosse Rabbiner der Frankfurter Hauptgemeinde, Dr. Nehemia Anton Nobel. Seiner Jahrzeit zu gedenken, dürfte mehr als eine Verpflichtung bedeuten. Nehemia A. Nobel, zu Nag.v- Atad in Ungarn geboren, war der Sohn des Rabbiners Joseph Nobel, der später in Halberstadt wirkte Dort, am Domgymnasium, erwarb er klassische Bildung und gleichzeitig hei S. S. Auerbach und S. Kohn umfangreiches talmudisches Wissen Nach Studien am Hildesheimer Rabbinerseminar zu Berlin und bei Prof. Erich Sehmid an der Berliner Universität promovierte er 1895 mit einer Dissertation über Schopenhauer. Von 1896 bis 99 finden wir Nobel als Klausrabbiner in Köln. In dieser Frühepoche des Zionismus trat er bereits in den Vorstand der Zionistischen Vereinigung für Deutschland ein und in Beziehungen zu Herzl, Wolffsohn und Bodenheimer. Kurze Zeit wirkte Nobel dann in Königsberg und von 1902—05 »1s Rabbiner in Leipzig. An der Gründung des „Misraehi“ (1902) hatte er bedeutenden Anteil. Im Jahre 1905 folgte Nobel einem Ruf nach Hamburg, wo er sechs Jahre lang tätig war. Dann, 1905 folgte Nobel einem Ruf nach Hamburg, wo er sechs Jahre lang tätig war. Dann, 1911, wurde er Nachfolger von M. Horovitz ais konservativer Rabbiner der Frankfurter Hauptgemeinde mit dem Amtssitz in der Synagoge Börneplatz. In dieser wichtigen Position blieb er bis an sein frühes Ende. Im Vorstand der ..Akademie für di« Wissenschaft des Judentums”, als Vorsitzender des „Allgemeinen Deutschen Rabbinerverbandes“, dem, bis auf den extrem-orthodoxen Flügel, alle Rabbiner angehörten, an vielen anderen zentraijüdischen Aufgaben, war Nobels Mitarbeit bedeutend. 1921. in seinem letzten Lebensjahr, ist er auch Delegierter auf dem 12. Zionistenkongress zu Karlsbad gewesen. Ein genialer Meister der Kanzeirede, ein Prediger von hinreissender Kraft, ist er noch einigen älteren Menschen in Erinnerung. Aber, darüber hinaus, ist Nobel weit mehr gewesen: Er war Mystiker, der auch tief in der Halaeha wurzelte, an deren Zukunft und neue Blüte er glaubte. Er traf religionsgesetzliche Entscheidungen und gestattete u a. als erster orthodoxer Rabbiner das aktive und passive Wahlrecht der Frauen für die Gemeinde- Repräsentanzen. Zionist aus leidenschaftlicher Ueberzeugung, war er ein glühender Bekenner der Einheit und absoluter Feind aller orthodoxen Separationsbestrebungen, was namentlich in Frankfurt zu heftigen Kämpfen zwischen ihm und dem Rabbinat der Sondergemeinde führen musste. Innerhalb seiner universellen Bildung galt die Goethe- Forschung als Nobels Spezialgebiet, und er hat öffentliche Vorträge vor Juden und Nichtjuden hierüber gehalten. Er besass ein tiefes Gefühl für die innere Lage des jüdischen Menschen in jenen Nachkriegsjahren, und so wurde er. ohne sein Zutun. zum Mittelpunkt eines ständig wachsenden Kreises suchender jüngerer Menschen. Einer von denen, die sich um den Meister Nobel scharten, war der unvergessliche Franz Rosenzweig. Für sie alle, aber auch für die Entwicklung des religiösen Lebens in Erez Jisrael, ist Nobel viel zu früh da'ningegangen. Curt Wük Jüdische Wochenschau in Montevideo/Uruguay Einzelnummer 56 Centesimos Jahresikbono 45.— $ urug. ABONOS — AVISOS — COBRANZA Sra. L Löblowitz Paraguay 1164, piso 2, apt. 9 Distribuidor: KIOSK TUREK Constituyentes 1757 Tel, 42-640 zwischen stattgefunden. und an ihr nahm eine grosse Zahl von Leitern der Prcvinzlilialen der DAIA teil. Die Sitzung begann mit einem Bericht von Ing. Fai gon, dem amtswallenden Vizepräsidenten der Präsidentschaft der zentraler: DAIA. über die heutige Situation der Judenheit in Argentinien und die hiei mit verbundene Tätigkeit der DAIA. Hierauf erstatteten die Delegierten aus dem Innern Bericht über die Arbeit ihrer Filialen. Auf diese Ausführungen folgte ein Gedankenaustausch über die Probleme, die die augenblicklichen prekären Umstände des jüdischen Lebens mit sich bringen. Im weiteren wurde über verschiedene Punkte beraten, die mit der bevorstehenden Territorial-Konvention der DAIA im Zusammenhang stehen, die tür den 14. und 15. April in Cordoba vorgesehen ist. Herr Moisés Daien berichtete über die Vorbereitungen und das Programm dieser Tagung. Er verwies darauf, dass auf dieser Konvention u. a. das Problem der Einführung des Religionsunterrichts fast im ganzen Land zur Sprache kommen seil: sow’ie die Organisation der DAIA im Landesinnern. da es sich als unerlässlich nerausgestellt hat. die Arbeit der DAIA im ganzen Lande auf eine breitere Basis zu stellen. Nach Schluss der Versammlung, die den ganzen Nachmittag über bis in der späten Abend dauerte, fand im Klub Las Heras als Eh j nng für die Repräsentanten aus der Provinz ein Essen statt RsMmer Gctdstein 5. A. Vor kurzem verstarb in Buenos Aires plötzlich an einem Eiew Schabbat Herr Rabbiner Chaim Goldstern im Alter von nur 55 Jahre.t. Rabb. Goklstein war in den letzten Jahren als Rabbiner der Heime in Burzaco und als Direktor der jüdischen Schulen tätig, wo er eine aussergewöhniiche fruchtbare Arbeit entfaltete. Er schuf dort ein reges Gemeindeleben und leistete eine be sonders wertvolle Erziehungsarbeit. Rabbiner Goldstein war vor Ausbruch des 2. Weltkrieges Rabbiner in Warschau und Armee-Rabbiner der polnischen Streitkräfte. Er nahm aktiv an den Kämpfen gegen die eindringenden deutschen Truppen teil, kam nach Russland, wo er dann von den Russen nach Sibirien geschickt wurde. Als er nach Polen zuriickkebrte. traf er seine Frau wieder, die die Schrekken des Warschauer Ghetto und der KZ überlebt hatte. Ihr einziges Kind wurde von den Deutschen umgebracht. Nachdem Rabbiner Goldsfein in einigen DP-Lagern lä.tig gewesen war, siedelte er mit seiner Frau nach Argentinien über Durch seine umfangreiche Tätigkeit hier, vor allem in den Heimen von Burzaco. hat er sich einen grossen Freundeskreis erworben, die mit seiner Gattin und einem jetzt 13jährigen Sohn, der in Argentinien geboren ist. um seinen frühen Tod trauern. Sie weiden diesem hoch gebildeten und vornehmen Manne stets ein aufrechtes Andenken bewahren. ¡'■ZZ - w'tt****"** mmm mm ms» wzmmm Mm Gottesdienst In der einzigen Synagoge in Moskau, denr letzten Bollwerk eines tausende Jahre alten Glanbens. Wir wollen unsere Arbeit schnell abschliessen *lä»ieSSgSSBtäSS3#B*SSeS*a£8SSiS!!iaSMäi»fl!äl!M“:S:iiMsaB sia3S>>aS5l9a*@gSsBStaiBS»e**SBSi*SS#98*SeBSSMSS@Ss»äSsSSS Oeswegen erledigt SOFORT Eure Beisteuerung für die DIE DREI GROSSEN AUFGABEN DIESES JAHRES: HILFE FM DIE NEUEHW ANDERER ERSCHLIESSUNG NEUER BOEDER ANNAHMESTELLEN: CAMP ANA UNIDA PRO ISRAEL, COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmienlo 2376.3P, T. E. 47-3820 und saemtEche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden 4871