Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1938 (12.1.1962)
- Date
- 1962-01-12
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vimmtiti 12 -4« 'Kwer* «*♦ I A SEMANA ISMAELITA Ad« XXIII. — N«. 1938 — 7 .K£«cn r^*y£m£T j¡§ PP Jrnbtp •_ COMITE CENTKOEÜROPEO CwiltnlM 33*4 — VI. Stock — T. E. 48-3*8*, 4t.5C*S UNSERE FEIER DES TU D’SCHWAT Wie alljährlich veranstalten wir auch dieses Jahr auf den Weekendplätzen der AC1BA in Oüvos und JBantietd, der Nueva Comunidad Israelita in Olivos, und des Bar Kochba in Moreno. die uns diese liebenswürdigerweise zur Verfügung stellen, am Sonntag, den 21. Januar (bei schlechtem Wetter am darauffolgenden Sonntag) eine FEIER DES 15. SCH WAT. Wir bitten um zahlreiche Teilnahme der Kinder und der Jugend, sowie um die entsprechende Unterstützung seitens der Erwachsenen. DAS NEUJAHRSFEST DER BAEUME Der 15. Tag des Monats ' Sehwat. der in diesem Jahre auf de« 20. Januar, einen , Schabbat fällt, wird am darauffolgenden Sonm.ag, auch bei uns. auf unseren Wochenetkdplätze«. symbolisch begangen, ln der Ueberlieferung unseres Volkes gilt der „Neujahrstag der Bäume” als der Zeitpunkt, an dem sich in Israel das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf bemerkbar macht. Schon unsere Alten haben den freudigen Charakter des Tages betont und die zionistische Bewegung. in ihrem Bestreben, alles, was jüdisch und erhaltenswert ist. neu zu beleben, hat; auch diese Tradition übernommen. Der Keren Kajemet Lejisrae] hatte sich, wie immer wieder erwähnt werden darf und soll, die Anregung des aus unserem zentraleuropäisehen Kulturkreis stammenden 3. Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation, des Botanikers Prof. Otto I Warburg. zueigen gemacht,' Baumspenden bei den verschiedenen Anlässen durchz.uführen. die dazu beitragen, den einstigen segensreichen Waldreichtum von Erez Israel wiederherzustellen. Ein solcher Tag der Baumpflanzungen ist ..Chamischa assar beschwat”, «ler 15. Tag im Monat Schwat. Noch ist dort der Winter nicht ganz zuende, aber auch in dieser Zeit, da Stürme und Regengüsse alle Arbeit behindern, gehen Aufforstungs- und Pflanz.ungstätigkeit weiter. Ent- Joint in Budgetsrimierigk eiten Genf. — Die Leitung des „J«)int.‘‘ gab bekannt, dass j sie zum ersten Mal ein; grösseres Defizit habe. Das I letzte Budget des Joint bej trug 28 Millionen Dollar. Die Leitung teilte mit, j dass der Joint ohne jedwe-1 d* Regierungshilfe in Is-; rael bisher amtiert habe, j Es w'erden Anstrengungen | gemacht, um im kommen- «len Jahre das Budget wie-! «ler auszugleichen. I lang den Chausseen, auf den Bergplateaus, im Negew, überall entstehen Wälder. In diesem Jahr des 60jährigen KKL-Jubiläums konnte mit Stolz auf die Anpflanzung von 50 Millionen Waldbäumen seit der Staatsgründung. also seit. 13 Jahren, hingewiesen werden. Für dieses neue Jahr 1961—1962 157221 sollen weitere 5.1 Millionen Bäume gepflanzt werden, eine der vielen Aufgaben. die der Keren Kajemet mit Unterstützung der gesamten jüdischen Welf durchführen wird. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Barmizwahfeier von Roberto Daniel Lichtmantn. sowie der gleichzeitigen Feier des 85. Geburtstages seiner Grossmutter. Frau Sa*a Lichtmann ergaben die Spenden zugunsten des KKL die Summe von S 7.500.—; Frau Lichtmann würd in das „Goldene Buch" und Roberto Daniel im ..Sefer Barmizwah" eingetragen. Bei «1er ßarmizwahfeier von Ruben Neumark führten seine Freunde: Ricardo Hirsch. Marcelo Bruch, Ernesto Reutlinger und Robbs1, Rochoez eine Sammlung für den KKL durch, welche die Summe von t 5.000.— ergab: Ruben würd im „Sefer Barmizwah” eingetragen, und ausserdem werden Bäume auf den Namen der Eltern. Enrique und Ilse Neumark. geb. Zweig, gepflanzt. Herr Samuel Beer spendete anlässlich der Hochzeit seiner Tochter Sylvia mit Herrn Tom as E. Schachtel den Betrag von S 5.000.—; das junge Paar würd in das „Goldene Buch” des KKL eingetragen. Anlässlich der Brith Milah des Sohnes des Ehepaares José D. und Elba Aziemikki geb. Hiller. ergab die Sammlung Î 3.500.—; das Kind. Gabriel Enrique, wird im „Sefer Hajeled” eingetragen. und ausserdem werden Bäume auf den Namen der Eltern gepflanzt. Wir danke« allen unseren Spendern und Mitarbeitern, Margherita Safardi von Dr. YOMTOV U DWW DATO Vor kurzer* verstarb in llalien Marg'oerita Sarfati im Alter von achtzig Jahren. Margherita Sarfati spielte einst im Leben des Diktators und in der italienischen Oeffentliehkeit eine bedeutende Rolle. Sie entstammte der vornehmen ver.etianisehen jüdischen Familie Grassini und war schon in jungen Jahren die Verkörperung des jüdischen Selbsthasses. Als kluge, schöne und reiche Frau brauchte sie nicht lange auf eine Partie zu warten und heiratete den Mailänder Rechtsanwalt Sarfati, einen Führer der jungen zionistischen Bewegung in Italien. Man erzählte sich in der italienisch-jüdischen Gesellschaft. dass sie im Sommer 1907 mit ihrem Gatten zum zionistischen Weltkongress nach dem Haag fuhr. „Heute abend — sagte ihr Mann — werden wir an der Eröffnung des Kongresses teilr.ehmen. Es würd sicherlich ein herrlicher Anblick sein.” „Ich nicht, mein Lieber, ich werde bestimmt nicht erscheinen, da ich nicht so viel Juden beisammen sehen will!”, war die entschiedene Antwort, der damals noch jungen, erst 26jährigen Frau. Sarfati starb in jungen Jahren, und seine Witwe wurde bald darauf die Geliebte des damals noch um die Macht ringenden Mussolini. Als solche verfasste sie nicht nur die Biographie des Duce, sie übte auch sehr oft einen ungünstigen Einiluss auf ihn in der jüdi- | sehen Frage aus. Manchmal; mussten die jüdischen Ge- | meinden viel Kraft und Geschick aufwend-en. um diese unglückselige Einwirkung zu parieren. Es ist nicht uninteressant. dass am 11 Februar 1929. das heisst am selben Tage, an dem Mussolini mit dem Vatikan den sogenannten Lateran - Vertrag abschloss, mit dem der Frieden zwischen der Kirche und Italien wieder hergestellt wurde, Margherita sich in einer vornehmen römischen Kirche „cum magna poinpa” öffentlich taufen Hess, um auf diese Weise die Tragweite des politischen Aktes zu betonen, und sie ging nunmehr als christliche Frau dem faschistischen Diktator entgegen, der mit dem unterschriebener. Vertrag in der Hand aus dem Vatikan schritt. Aber jede Liebe pflegt eines schönen Tages zu Ende zu gehen, und so nahm der alternde Diktator von seiner um zwei Jahre ilteren Freundin Abschied, schenkte ihr eine schöne Villa am lieblichen Corner See und suchte Trost in den Armen oer Clara Petucci, mit der er im Jahre 1943 der Volkswut zum Opfer fiel. Achtzehn Jahre konnte daher Margherita dem treulosen Freund nachtrauern. Mit jüdischen Kreisen hritte sie keine wie immer geartete Berührung mehr. So endete die Irrfahrt einer jüdischen Frau, die sich mit ihrem Volk und ihrem Gott überworren hatte. Spende für das Weizmann-Insfitut New York. — Eine Sum- 1 nie von 1.875.000 Dollar wurde dem Forschungs- Fonds des Wissenschaftlii eben Weizniann-Instituts in 1 Rechowot zur Verfügung ge- , stellt. Dieser Beitrag wnr- , oe von Arthur Krim, der den Vorsitz bei dem jährlichen Bankett, des USA Comites der Freunde des Weizmann-Instituts führte, und vom Präsidenten dieser Organisation, Abraham j Feinberg, bekanntgegeben. | Ueber 1..500 gelader e Gii-; ste wohnten diesem Baui kett bei, von denen ein jeder 250 Dollar für das Ge deck im Walcorf Astoria Hotel zahlte. Als Hauptredner sprach Dr. Jerom Wiesner, der Sonder’oerat-er des Präsidenten Kennedy für Fragen der Wissenschaft und Technologie. (ITA' i Obwebl neclt jung... bereits ein Meister! ÄiSaSÜÄi'i % ■: I I: I gegen Südkorea Tel Aviv. — Ein FussbaU- Länderspiel zwischen Israel und Südkorea endete in Tel Aviv 1:1 unentschieden, nachdem die Südkoreaner bei Halbzeit mit 1:0 geführt, hatten LAWZi! Bereits ins vorigen Jahr lenkte der kleine Samuel Hochberg durch seine hervorragenden Leistungen iin Schwimmen die Aufmeiksamkeit der Sport- Oeffentliehkeit auf sich. In diesem Jahr konnte er bei einem kürzlich durchgeführten Schwimmfes, wiederum einen ersten und einen zweiten Preis für seinen Klub San Lorenzo gewinnen. Am 5. Januar entschlief unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Grcssmutter. Frau META JOSEPH geb. SCHNEIDER In tiefer Trauer: Gustav Kahn u. Frau Eli« geb. Joser>h Herbert Joseph u. Frau Doris, geb. Davidsohn Hugo Josenh u. Frau Heltna geb. Hussen und zwei Enkelkinder Quesada 3470 Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Jüdische Wochenschau in Montevideo/Uruguay Einzelnummer 50 Centesimos Jsihresabono 45.— $ urug. ABONOS — AVISOS — COBRANZA Sra. L Löblowitz Paraguay 1164, piso 2, apt, 9 Distribuidor: KIOSK TUREK Constituyentes 1757 Tel, 42-640 Wir wollen unsere Arbeit schnell abschliessen ■tsïsii-ïsSiiisssEisfgiiiâiMâasiHSitïep-: Deswegen erledigt SOFORT Eure Beisteuerung für die für ISRAEL DIE DREI GROSSEN AUFGABEN DIESES JAHRES: HILFE FtFER DIE NEUEINWANDERER AUFBAU NEUER WOHNSIEDLUNGEN ERSCHLIESSUNG NEUER BOEDEN ANNAHMESTELLEN: CAMP ANA UNIDA PRO ISRAEL, COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376,3?, T. E. 47-3820 und saemtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden