Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1935 (29.12.1961)
- Date
- 1961-12-29
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612936--1818-9612940- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
4 — Vitro«*, 28 dt Difitmbit dt 19*1 LA SEMA X A S R A E L I T A Afie XXir. — No. 1935 Ereignisse der Woche Exekutive des JWK , Vor wenigen Tagen trat' Oie südamerikanische Exekutive des Jüdischen Weltj kongresses in Buenos Aires ' zu einer Tagung zusammen, Oie im wesentlichen aktuelj len Probiemn unseres jiidi- sehen Lebens gewidmet war. I Neben den bonaerensecn Exekutivmitgliedern waren ■ ais auswärtige Gäste u. a. 1 erschienen: Prof. Feigl und 1 Dr. W.interstein (Rio de Ja-: ueirol. Frau Dr. Rost sowie i die Herren Treitel, Schwarz j ond Weinstein (Montevideo),' Dr. Landau und Robert Le- I v.v (Santiago de Chile), soi wie die Repräsentanten kleii i'erer Gemeinden wie Porto Allegre und Curitiba 'Brasilien', Asunción (Paraguay), j und aus Kolumbien. Als”Eht rengast nam auch Frau Dr. , Regina Feigl an den Besprechungen teil. Die Präsidenten der DA1A. der AMIA und des Zionistischen Zentralrates waren ebenfalls geladen, was der Bedeutung dieser Zusammenkunft entsprach. Die Beratungen wurden ohne lange Begriissungen durch den Präsidenten der südamerikanischen Exekutive, Dr. Moisés Goldman, eingeleitet, der viele Monate hindurch europäische und amerikanische Judenheiten besucht hat und erst vor wenigen Wochen zurückkam. Sein interessanter Bericht wurde mit grossem Interesse aufgenommen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand ein umfassendes Referat des Sekretärs der Exekutive, des Herrn Mark Turkow. der in souveräner Beherrschung des Stoffes ein umfangreiches Tatsai chenmaterial unterbreitete. das die Grundlage der fol-; genden Aussprache bildete.! An der Diskussion, die sehr ausführlich geführt wurde | und den Ernst der Lage wi- 1 derspiegelte. beteiligten sich ' die meisten Exekutivmit- I glieder.! Der Besuch der; Eheleute Feigl i; Wie bereits berichtet, nahmen an der 4. Sitzung der I Südamerikanischen Exeku-! tive des Jüdischen Weltkongresses Herr Prof. Fritz I Feigl und seine Gattin. Frau Dr. Regina Feigl. teil. Prof, j Feigl ist. ein weltberühmter Wissenschaftler, Präsident der jüdischen Organisatio- I nen Brasiliens und Ehren- I mitglied der Exekutive des Jüdischen Weltkongresses. folgende Jahrgänge der ZEITSCHRIFT IM DEUTSCHEN REICH 4. Jahrgang. 1898 5. Jahrgang. 1899 6. Jahrgang. 1900 18. Jahrgang. 1912 28, Jahrgang. 1922 Wer diese Jahrgänge besitzt oder wer auch nur einen der genannten Bände hat, wird gebeten, der Redaktion der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU hiervon Mitteilung zu machen (Buenos Aires, Pueyrredon 2190, Tel.: 83-2613) (416 Seiten) WERDE AUCH DU 3ÍMTGL1ED des Leo Baeck-Instituts Anmeldungen im Büro der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU, Pueyrredon 219P, 1? i*q. (83 2613) PUBLIKATIONEN DES I.EO BAECK INSTITUTES SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TUEBINGEK SOEBEN ERSCHIENEN: Yeae Oools V I960 — VOM L.B.-INSTITUT HERAUSGEGEBEN: BY THE EAST AND WEST LIBRARY, LONDON mit einer Fülle hervorragender Beitrage in englischer und deutscher Sprache, Auf der Exekutiv-Tagung I führte Prof. Feigl die brasilianische Delegation an. Das ' Ehepaar Feigl wurde hier durch verschiedene Veran- I staitungen geehrt. Auf dem! zu ihren Ehren veranstalte-! ten Bankett der Exekutive j hob Dr. Goldman die Be- | deutung des Prof. Feigl als Mann der Wissenschaft her- 1 vor, der trotz seiner Weltj geltung stets sein besonde- ' r-es Interesse den jüdischen Aufgaben gewidmet hat und i der einer der hervorragend- ' sten Vorkämpfer für die; Rechte des jüdischen Volkes , ist. Dr. Goldman unter- | strich die umfangreiche Tätigkeit. die von Frau Dr. Feigl im Dienste humanitärer Organisationen entfaltet wird. — Prof. Feigl antwortete bei dieser Gelegenheit. Er hob I die Bedeutung der Arbeit! hervor, die vom Jüdischen Weltkongress in den Län- : dern der Diaspora geleistet ' worden ist und geleistet wird. — Prof. Feigl wurde während seines Aufenthaltes in Buenos Aires von den Botschaftern Israels und Brasij iiens in Argentinien geehrt.; Auch die DAIA bereitete den Eheleuten einen Empfang. Bei dieser Gelegenheit berichtete der Präsident der DAIA. Dr. Isaac Golden- , berg. über die umfangreiche Tätigkeit der Dachorga- , nisation der argentinischen I Judenheit. sowie über die I Entwicklung und Probleme! der (argentinischen Juden. Prof. Feigl. der anschlie- , ssend das Wort ergriff,! schilderte dann die Lage , der Juden Brasiliens. An . dieser Sitzung nahm auch der Sekretär des Zentralen! Comités der chilenischen Juden. Herr Robert Levy. | teil, der einen Bericht über! die Lage der Juden Chiles erstattete, sodass die , DAIA-Besprechung ein in-! leressantes Bild über die Situation wichtiger Judenheiten auf unserem Konti- | nent widerspiegelte. — Schliesslich sei noch berichtet, dass die bonaeren- | ser Universitätsbehörden l das Ehepaar Feigl mit grossen Ehien empfangen ha- , ben. — | 70 Jahre ICA Der Generaldirektor der! argentinischen Abteilung der ICA berief anlässlich des , siebzigjährigen Bestehens der JCA eine Pressekonferenz und überreichte eine kleine Broschüre, die das Werk der JCA. der grössten privaten jüdischen Siedlungsgesellschaft schildert. Die ICA wurde von dem deutschjtidischen Baron Moritz von Hirsch und seiner Frau Klara gegründet, die ihr riesiges Vermögen zur Berufs - Umschichtung und Auswanderung der jüdischen Massen in Osteuropa und Gründung jüdischer Handwerkerschulen stifteten. Die ICA hat in Brasilien und Argentinien tausende jüdische Familien angesiedelt und überhaupt die Grundlage zur Schaffung einer jüdischen Gemeinschaft in Argentinien gelegt. Ebenso hat auch die ICA hier ein Netz jüdischer Schulen geschaffen, die heute noch existieren lind die Grundlage für das jüdische Schulwesen bildeten. Die ICA ist die grösste jüdische Siedlungs-Gesellschaft, die sich aus eigenen Mitteln erhält und keinerlei Zuschüsse benötigt. Ausser der Kolonisationsarbeit in Südamerika hat die ICA auch in Kanada und im ehemaligen Palästina und heutigen Israel eine grosse Hilfsarbeit realisiert. Die ICA hat die Rettungsarbeit für die verfolgten und unbemittelten Juden in Europa durchgeführt. Es ist zu wenig bekannt. dass durch die Auswanderungshilfe der ICA tausende jüdische Familien gerettet werden konnten. Der Baron Hirsch ist einer der grössten Philanthropen, die das jüdische Volk je gehabt hat. Sein Werk hat die Stürme zweier Weltkriege > und Inflationen überlebt. Ziel der ICA Das Ziel des Baron Hirsch war es, jedem Juden die Mittel zur Verfügung zu stellen, mit denen er sich allein eine Existenz nach seinem eigenen Können' aufzubauen vermochte. Wir haben heute in Argentinien eine Reihe blühender Kolonien. darunter auch von deutschsprechenden Juden. Die Anregung zur Gründung der ICA gab die traurige Lage der Juden im zaristischen Russland. Der Baron beschloss, die Juden in Argentinien und Brasilien anzusiedeln und sie zu freien Menschen zu machen. In Handwerkerschulen bereitete er sie für ihr neue Aufgabe vor. wo die Juden dann grosse- Teile des Landes kultivierten, das brach lag. Alle Hilfsarbeiten wurden mit dem Geld des Baron Hirsch durchgefiihrt, das die ICA gut verwaltet hat. so dass sie heute finanziell gesichert dasteht und das Werk weiterführen kann. Danach sprach Dr. Moses Goldmann, Präsident der siidamei ikanisenen Exekutive des Jüdischen Weltkongresses. der selber Sohn und Enkel von Siedlern ist und öie ICA als die Schöpferin des jüdischen Lebens in Argentinien bezeichnete. Der Präsident der argentinischen ORT - Schulen dankte der ICA für die Zusamenarbeit mit den Handwerkerschulen der ICA. die die jüdische Jugend mit den Idealen unseres Volkes verbindet. Rabbiner Dr. Schlesinger betonte, dass die ICA die erste in Argentinien war, die jüdische Schulen gründete und damit die Grundlage zur Entwicklung der integralen jüdischen Schulen gelegt hat. Danach sprachen noch die Herren Moses Tow und der Leiter des Fomento Agrario sowie Vertreter anderer Organisationen. Di« Bar Mizwa unseres Sohnes RÜBEN findet s. G. w. am Sonnabend, den 6. Januar 1962, um 8.30 Uhr im Tempel Bet Israel in det- Conde 1345 stau. Enrique Neumark und Frau Ilse geb. Zweig Nach dem Gottesdienst sind alle Anwesenden zu einem Kiddusrh herzlich eing-eladen. Buenos Aires. Plaza 3484 ANNIE KLEINFELD ENRIQUE WOLF gmesseri als V E R L O B T E , Santa Fe 2918. 99 Mobles 2:178. 29 Dezember D'bl Fiter die mir anlaesslioh meines 70. Ge bnrtstages /»gedachten Frennsebaftsbezeu gungen danke ich herzlich ARTUR0 LANG z. 7,\. auf lleisen. ERICH KAISER-BLUETK und Frau INA geb. ROSENBAUM danken auf diesem Wege allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die anlässlich ihrer Silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten. Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Sonnabend, 6. Januar 1962 Montag, den 19. März Dienstag, den 20. März Mittwoch, den 21 März Mittwoch, den 18. April Donnerstag, ddn 19. April Freitag, den 20. April Sonabend, den 21 April Mittwoch, den 25. April Donnerstag, den 26. April Dienstag, den 1. Mai Mittwoch, den 9. Mai Donnerstag, den 7. Juni Freitag, den 8. Juni Sonnabend, den 9. Juni Schabbat Sehira — Chain isc-ha assar bischwat — Neujahr der Bäum« Fasten Ester Purim Schusehan Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach Schabbat Chol hamoed 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach — Acharon schel Pessach Gedenken des Aufstandes im Ghetto von Warschau Yom Haazmaut Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot ISRAEL - BRIEFMARKEN j A4» WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAWSGA- « BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS * Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, 4 VIAMONTE 558, I/B — Bu*»«* Aire», R»p. Argentüw m