Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1934 (22.12.1961)
- Date
- 1961-12-22
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vlrrncfc. 22 de Diciembre de 19*1 LA SEMANA SK A K L 1 T A A fio XXIL — No. 1934 — 5 HAKENKREUZE Ereignisse oer von Dipl. Ing. STEFAN SCHWÄRZ, Straubing Tagung der CENTRA Eigentlich sollten die 'Deut-. sehen mit allen ihnen zu Ge-! bot. stehenden Mitteln, ge- ■ meinsam? und einztln. alle jene stellen, die es wagen,1 die Anstrengungen der demokratischen Bimdesrepu-. blik und ihr Ansehen durch verbrecherische Schar.dta- ■ len und Rassenhetze zu zer-; stören. Gleichgültig, von wo sie kommen, ob von rechts oder von links.; ln einer Zeit äussersier politischer Spannungen, staatlicher Entscheidungen, im Ringen um den Frieden der Welt den Schatten der grauenhaften Vergangenheit j heraufzubeschwören. ist mehr als ein Lausbubenj streich. j Wenn die millionenfachen Massenmorde an unschuldi-1 gen jüdischen Fauen. Männern und Kindern, die uns der Eiehmann-Prozess erst wieder vor Augen füllte. I wenn die Abscheulichkeiten, die die Phantasie der Menj sehen aller Zeiten iiberstei-; gen und die in grausamen Bildern auch im jüngsten! Bradfiseh-Prozess in Miin-! chen vorgeführt wurden, noch nicht genügen und die unbelehrbaren und unver besseriiehen Antiserr!ten wieder das Symbol des Fasses und Mordes, das Hakenkreuz, ergreifen, dann müssen energische Schritte ergriffen werden, um ihnen endlich ihr Handwerk zu legen. Erst vor einigen Monaten, im April dieses Jahres, wurden am Geburtstag Hifers vor dem jüdischen Gotteshaus in Hamburg vor unbekannten Tätern gestanzte I Hakenkreuze gestreut. Im August dieses Jahres! wurden wiederum 19 G; abj steine auf dem jüdischen : Friedhof in Kleinheubach, Kreis Miltenberg in Urteriranken, mit Hakenkre.r/en; beschmiert.! Was will mar. damit errei-1 c-hen? Wen mit diesen be-! schämenden Taten treffen? i Wollen diese Unmenschen j zeigen, dass sie noch da sind und im Versteck auf | ihre Zeit warten? j ..Wir sind darüber be- 1 schämt, dass sich der nntij semitische Ungeist noch un- ' ter uns regt“. Dies :st eine j Erklärung anlässlich der grossen Kundgebung der. 23 Münchener Jugend- und ] Studentengruppen gegen Neonazismus und Rassenj hetze in der Bundesrepublik i welche im vorigen Jahre in der Technischen Hochschule I stattfand. Ferner heisst es; darin: ,,Wir lehnen es ab, I so zu tun, als wäre diese Ge- : fahr bereits gebannt. Wir j fordern eine offene und | schonungslose Auseinandersetzung mit dem Antisemi- : tismus, seinen Wurzeln und | seiner heutigen Gestalt“. j Zum Glück gibt es auch! eine grosse, bessere, aufgei schlossene Jugend, die entj schlossen ist, den Kampf um eine neue Zukunft ir. Freij heit und Gerechtigkeit und : gegen Hass und Intoleranz zu führen. Diese Jugend bej gibt sich oft in Gruppen! nach Israel, um dort den; Idealismus und die S; haf-! fensfreude des jungen jiidi- ' sehen Staates persönlich zu ' erleben, den Geist der Völi kerverständigung in sich aufzunehmen und hier die Wahrheit zu bekunden. Eine jüdisch-französische Zeitung vermerkt in euer Notiz, dass zwei Jugendgruppen aus der Bundesrepublik die Gräber ehemaliger KZ-IIäftlinge in Frank-! reich instandgesetzt hohen I und gelobten, dies jedes Jahr zu tun. Der deutsche Konsu’ in Lyon schrieb in diesem Zu- samnienhang, an den Ober-! rabbiner von Grenoble: •Diese Tat ist zwar nicht mehr als eine kleine Geste der jungen Generation meines Landes, aber sie will damit ihr neues Bestreben bekunden.“ Eine solche Jugend erv. artet die Mithilfe der älterer. Generation, damit sie nicht an einer Entwicklung schuldig werde, die mit mehr Wachsamkeit und Mut hätte verhindert werden können. Es genügen nicht empörte Erklärungen, die zur Genüge geschehen. Hier liegt für das deutsche Volk eine Auf- Herr Dr. MAURICIO LICHTMANN und Frau ANN1 geb. TEMPELSMAN gehen bekannt dass die BARMIZWAH ihres Sohnes ROBERTO DANIEL s. G. w. am 30. Dezember im Tempel Askenasi, Pte. J. E. Uriburu 348, um 10 Uhr stattfindet. Empfang: 17—20 Uhr Caliao 353, V E. Die CENTRA trat zu einer Sitzung ihres Exekuti\-Comités in Buenos Airas ' zusammen, an der sowohl, die ständigen Delegierten der bonaerenser Gemeinden ¡ und Organisationen und einige .hrer Stellvertreter, wie i die Exekutiv-Mitglieder aus dem Ausland teilrahmen, unter ihnen Dr. Feuereisen | (Sao Paulo), Dr. Landau 'der Präsident der Gemeinj de in Chile), Dr. Caro i Por- I to Alegre) sowie ein Gast 1 aus Kolumbien. Da, Präsi- ' aium der CENTRA wurde , durch die Herren Rudolf' Hirschfeld, Hans Leschnit-; zer und Dr. Winter (samt-, lieh Montevideo) vertreten, i Da als Hauptpunkt des Programms die Frage des Rabbinerseminars auf der Tagesordnung stand, waren auch die Rabbine.i eingeladen. Es nahmen folgende j Rabbinen an den Besprechungen teil: Hanrs Hart und Dr. Blum (Buenos Aires’, — Rabbiner Dr. Ro~ Í senbsrg, der ebenfalls eingeiaden war, befand sich nicht in der Bundeshauptstadt, — Rabbiner Löwen-! stein (Santiago de Chile), : Rabbiner Prof. Dr. Pincus (Sao Paulo) und Rabbiner . Dr. Winter (Montevideo*. j Zu Beginn der Sitzung er- \ stattete Herr Rudolf ilirsehfeld einen ausführlichen Bericht über die geleistete Ar- ' heit, insbésondere «ter die i Vorbereitungen zur Schaffung des Rabbinerseminars, j Rabbinerseminar ¡ Die vorbereitenden Arbeiten zur Schaffung eines Rabi biner-seminars durch die CENTRA reichen bis zur Gründungszeit der CENTRA , zurück, da die rabbinische I Ausbildung eines Nachwuehi ses von vornherein als eine wesentliche Aufgabe er-, kannt worden ist. Inzwi- ¡ scher, hat die nordainerika-: lösche Vereinigung ,,United Synagogue”, der konservati. i ve Gemeindeverband Nordamerikas, die Verbindung mit einer grossen Reihe von Gemeinden auf unserem j Kontinent aufgenemmen. vor allen Dingen mit der ..Congregación Israelita de la República Argentina’’. Dio Vertreter der Congregación und der CENTRA haben daraufhin Gemeinsam die vorbereitenden Arbeiten übernommen, die im wesentlichen vom Rabbiner Marshall Meyer durchge-: führt worden sind der auch | den Studienplan ausgearbeitet und vorgelegt hat. Der Fina.izierungsplan wurde ' von der Leitung der CENTRA ausgearbeitet. In i allen wesentlichen Punkten wurde ein Einvernehmen hergesteilt. Nach der Information des 1 Vorstandes entstand eine Debatte, die im wesentlii chen zwischen Dr. Hr.rdi , Swarsensky, unterstützt ron Rabbiner Dr. Blum, und der! Leitung der CENTRA. unterstützt von den rnderen : Rabbinen, über Form und | Inhalt des Rabbinerseminars geführt werden ist, wo- ' bei insbesondere über den Inhalt des Lehiplans und1 das Ziel der rabbinischen 1 Ausbildung debattiert nur- . de. Nachdem die Leitung der CENTRA erklärte, dass durch die Schaffung eines; Studienbeirates vnd beson- ■ deren Verwaltungs-Comites j alle Sicherheiten Tür die * Durchführung und das Gelingen des Rabbinorsemi- ■ nars gegeben werden könj nen, wurde einstimmig die vom Vorsitzenden vorgrlegten Resolutionen angenommen. Die Studienkurse des Seminars sollen am 20. März mit einer feierlicher Eröffnung beginnen. Jugenderziehung Die CENTRA-Tagung beschäftigte sich auch mit der Jugendarbeit, die von Anfang an im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit liegt. Herr Hirsehfcld berichtete über reine Bemühungen in Israel, einen Jugendführer aus Isj rael für die südamerikanischen Gemeinde - .Tugenden zu finden. Diese Bemühungen waren erfolgreich. Es wurde mit Hilfe der Jewisch Agency ein Sohaliach angesteilt, der seine Tätig keit voraussicht'ich schon | im Januar aufnehmen wird, i Der Jugendführer weide für ein Jahr engagiert. Er wird zunächst sechs Monate in! Buenos Aires und weitere sechs Monate in anderen Gemeinden tätig sein. Es handelt sich um einen be- 1 währten Pädagogen, der 1 aus Rosario stammt und von der Tewish Agency bereits vorher mit einer wichtigen : Aufgabe betraut wo-aen ist. I die jüdische Jugend in der nach Jahrhunderten wiedererstandenen Jüdischen Gemeinde in Barcelona zu erziehen. Gleichzeitig konnte Herr Hirschfeld über die Vorbereitungen für das Jugendlager Gerichten, das von der CENTRA Jahr für Jahr durebgcfiihrt wird, und das cliesesmal in der Nähe von Rio de Janeiro unter starker Beteiligung von Jugendlichen aus vielen Ländern statt linden soll. Es konnten nicht so viele Plälze geschallen werden, wie Anmeldungen verbogen, was ebenso lür den Erfolg der Tätigkeit der CENTRA wie Lir das gross? Interesse der Jugend zeugt. Zum Abschluss der Tagung; wurden einige organisatorische Fragers behandelt und beschlossen, für die Exekutive der CENTRA in Montevideo ein Zweigbüro in Buenos Aires zu. schaffen, das vom Hilfsverein in seinen Räumen zur Verfügung gestellt wird. MH der Leitung des Büros wurde Frau Julia Jacoby betraut, die. sieb zur Uebernabme dieser Arbeit dankenswerterweise bereit erklärt hat. Nach, einigen technischen Mitteilungen wurde die Tagung geschlossen, deren Be’ deufung in dem Beschluss zur Schaffung und Eröffnung eines Rabbiner Seminar/ liegt. Ohne Zweifel dürfte die Heranziehung eines geeigneten rabbinischen Nachwuchses für die Zukunft, aller jüdischen Gemeinden Latc'inanrcr’kas von i icMunggebenfkr Bedeutung sein. DAS SELBST AUCH BEDRUCKT MIT IHRER FABRICANTES ÜORHljEIÍT£S 569 - ßs; Aires.¥»1.43-5350 j J. P. LANDSBE' ‘ * J VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. §50 : T.E.; 30-1 474 > 4~+-++. ' n " 2 Am Sonntag, den 7. Januar 1962/2. Schwat 5722, heiraten s. G. w. in New York unsere Kinder MICHELLE Rosi und Ernst Lehmann Tristan Narvaja 970, Montevideo Else und Hermann Goldschmidt Unsere liebe Mutter, Frau RECHA KIWIT (früher Halle a. d. S.) feiert s. G. w. am 30. Dezember ihren 70. GEBURTSTAG Es gratulieren Empfang: Manzanares 4141, Buenos Aires von 17 bis 19 Uhr Cramer 3403 Buenos Aires IHRE KINDER gäbe: mit diesem Unrat aufzuräumen — noch mehr zu tun als bisher, noch intensiver für dieses Zie' zu arbeiten. Auch in der Kirche könnte von der Kanzel aus mehr getan werden. Es sei pur am Rande vermerkt, dass es schon in den Bülten des Papstes Innozenz IV. 0243 bis 1254), der bestimmt nicht judenfreundiieh war, heisst: ,,Wir verordnen, um der Verderbtheit und Habsucht böser Menschen entgegenzutreten dass niemand wage, einen jüdischen Friedhof unbrauchbar zu machen, zu verkleinern od?r zu schänden... Wir vertreten durch die Autorität dieser Urkunde streng, dass das ferner geschehe.“ Auch den Vorurteilen, die aus althergebrachten falschen Religionsvorsteüungen abgeleitet werden, muss | endlich energischer als bis-' her entgegengetreten wer-: den. Es wäre um das Zusam-1 menleben der Menschen und Völker besser bestellt, wenn die Menschen mehr Menschen wären und diejenigen I die Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden dauernd im Munde führen, auch danach , handeln würdep 1 NO SOLO PLATEA!!! los lugares que desde la donan, le maravillan, le " LOS, CONOZCALOS, * MISMOJ pantalla Je emo- EXCURSIONES CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, (>F. 9, 14 y 'tá T. E. 49-3491 /45-4957/49-O433/ 45-7607/49-122f