Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1930 (8.12.1961)
- Date
- 1961-12-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612891--1774-9612896- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
C de l»icieRrib*e dt 1961 LA SEMANA ISRAEL'! 1 A Ató» XJKBL -■ Ne. 1»:« — 5 'VOIl HERBERT FREEDEN Was Jerusalem brauch! so wurde immer betem!. ist ein Hlnfe-i land: auf <bei Seilen von aiabischem Gebiet umge'ben, muss die Stadt eine landwirtschaftlich« Basis haben, um den Konsum ihrer 200,000 Einwohner zu dekken Denn es ist sowohl aus Ökonomischen wie auch Sicherheitsgründen nicht, wün- «chenswert. wenn das Getreide für ihre Wühlen. Milch und Gemüse. Obst und Eier über weite Entfernungen über die Berge transportiert werden müssen. Bereits vor Jahrzehnten -wurden die ersten Schrille unternommen, um Jerusalems Lehensmittel, sozusagen vor seiner Tür zu produzieren. Die ersten jüdischen Eergsiediungen. die in den zwanziger Jahren entstanden, waten auf Vieh und Geflügel basiertum den Jisehuw der Stadt mit frischer Milch und Eiern zu beliefern. Als nach Staatsgründung Jerusalems Situation noch gefährdeter wurde, war die Entwicklung und Erschliessung seiner einzigen Verbindung mit der Ebene — eines bergigen L,Bildstreifens — zu einer Notwendigkeit, erslen Ranges geworden — vom wirtschaftlichen wie vom Sicherheits-Standpunkt. Tatsächlich im Laufe von wenigen Jahren war die Anzahl der Siedlungen im Korridorauf 38 gestiegen. Diese 38 Dörfer, mit einer Bevölkerung von 10.000 Seelen, verfügen über ein Area, von ungefähr 400.000 Du- «arn. Im Gegensatz zu den Ddtfern, die vor Staatsgründung?' ‘standen w>„ren. liegt der Akzent jetzt auf Gemüsebau. Weingärten und Obst.piarlagen. Darüber hinaus sind Bergdörfer, eines dicht neben dem anderen, ein geeigneter Grenzschutz. Und für Israels Expprl und P re'd u K1 ie> n s- St ei get un g kann die Landwirtschaft in den Bergen einen wesenUichen Beitrag leister/. Im vergangenen Jahr konnten Pflaumen Aeptei! und Pfirsich* von 10.000 Dunam Bei gpflanzuugen geetn- I let werden. Tabak eignet sich ebenfalls ausgezeichnet fiir Beighoden und Bergklima, kann den Bauernwiit-! schäften zu einem legelmä- 1 ssigen Einkommen verhelfen und gleichzeitig den israelischen Fiskus von der Last befreien. Devisen für! Tabak auszuschütten. Oli-! ven. Pflanzen fiir die pharmazeutische Industrie und Oe'e sind ebenfalls Speziali-; täten der Bergtaimen. | Das klingt, alles vielver- : sprechend, aber erst, einmal muss der Boden ..gemacht” werden, auf dem neue Dörfer entstehen können — und das ist. eine der Aufgaben des Keren Kayemeth. Dm den ..Korridor” in ein Reservoir für Nahrungsmittelproduktion umzuwandeln, wurde das Gebiet in drei Teile geteilt — der eine Teil, von Manahat bis Motza, von ungefähr 10.000 Dunam, wird in kleine Parzellen von je 0 Dunam für intensive Bearbeitung »ufgeteilt weiden. Der zweite Sektor von Motza bis Schaar Hagaiein Gebiet von ca. 15.000 Dunam umfassend, wird ein Zentrum des Obstanbaus werden. Das Klima irr den Jerusalemer Bergen hat sieh als ideal fiir die meisten europäischen Obstarten erwiesen, und bei Motza hat bereits ein private Gesellschaft einen weiten Marki fiir die Früchte gefunden. Das dritte Gebiet; erstreckt sieh von Schaar Hagai bis Hulda, über rund 100.000 Dunam. und dürfte im wesentlichen "nji Getreide betaut werden. Die steinigen Hänge,, die nicht urbar gemacht werden können dürften eine wesentliche Rolle für Scbal- und Ziegenzucht spielen. Die weidenden Schafherden haben immer zur Szenerie des Landes gehört. Einmal war dieser Zweig der Viehzi cht hauptsächlich in den Händen der wandernden Beduinen. aber wer sich noch der Tiere erinnert, die damals iiber die Hänge getrieben wurden, wird die Schafe unseier Tage nicht erkennen. Anstelle der mageren Schale und Ziegen der arabischen Hirten gibt es jetzt volle, gut gefüttert« Herden, die eine, grosse Menge von Milch. Fleisch und Wollr g’eben. Während früher das eingeborene Schaf einen Jahresdurchschnitt: von 70 Litern Miich hatte, beträgt der Durchschnitt, jetzt 250 Liter und viele erreichen ei-, nen jährlichen Rekord -Er. i trag von 400 Litern. Die 7.000 . Schate in den Jerusalemer j Bergen liefern 170.000 Liter i Milch für den Markt. j im vergangenen Jahre; gaben sie darüber hinaus j 3.000 kgj Fleisch und 4.000! kg Wolle. I Ein verhältnismässig neui er Zweig der Bergiandwirtj schaft sind die Johannis- Anlüsslirli rier Eröffnung der nentii Büro« des- INCOBA (ijiveatmenr & Trust, t'e.l. »intr Tetcbfcrgesellsehaft der Industrial Jfc Cemmerei»! Bank hu Tel Aviv, veran»,lab« - te diese*» Unternehmen einen Empfang, dem Vertreter der bona* renos« Banke«, IT es*;»-, der GerneindeMiethutiemers und der Israel Botschaft in Argentinien beiwohnter». Bei dieser Gelegenheit ergriff der Präsident der Bank, Fl. Alfred», Korr* das Wort, «hi auf die Bedeutung de» Veranstaltung *w verweisen,. brolbäum*. deren Frucht wertvolles Vie'h- und Gefliigelfntter liefert. Der Jabresbedarf an Johannisbrot im Lande beträgt 60.000 Ton- Beer Schewa wird Grossiadf -♦ ♦ ♦ 4 r ♦ ♦ 4-+-+-+«. Pension Familiar M. Flamm 1W2 unteT Aufsicht I. Ehxw., der Rabbiner Dt. J. Fink und Di. J. Oppenheimer CHAS&DMDS Céiréoiba- M T. I. 2&Í0 ZIMMER MIT PRIVATBAD Telei Auskünfte in Bs. Aire®:?6-23J2 u. 70-5805 .NEU EROEFFNET in MAR DEL PLÄTÄ HOHL CONCORDIÄ Inh. JOSEPH u. MEYERHEIM 9 HE JULIO 3241 ea«t esep 1NDEPENIVENCIA T. E. 3-5221 Alle Zimmer mit Frivatbad. Telefon und Fahrslnhl. Beste europ. Kuchc — auf Wunsch K<pseher u. I>iiif f MALER A'R BEITEN * Günter Stern, K. Rosenhain * * * uuiiiei oicitr, II. misennam * |LEANDRO N ALEM 2530 MUNROti | T. E.: 795 8710 u. 740.1925 * -xrt-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-y-x-x-x-x-x-y-x-x-x^-x-x-x-x-x-x-xx-x.^ « WWHVWWMVWWWUWVWMrVrMMVrMWMV, Í; Restaurant »Paso jj Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-925»' Unter Aufsicht des Vaad Harabomim der Kehilla? MITTAGS- und ABENDTISCH J j tou jetzt an auch Sonntag abends geöffnet ■ Anrichten von kleinen Festlichkeiten « ' und Banketten #ww»»wmwmwwwHwiwwwwmwwMW*»' Nur wenige Städte in Israel hat es gegeben, über die soviel geschrieben worden ist W'ie über Beer Schewa. Jan-e hindurch hat sich die offizielle Propaganda ebensoviel mit Beer Schewa beschäftigt wi; die Presse überhaupt, und noch heute sind ja viele Bürger der „alten” Teile des Landes der Ansicht, die Negew- Hauptst-.d* liege weit von ihrem Lebenskreis da ..unten im Süden’' und merkwürdigerweise findet man auch noch eint ganze Reihe lange im Lande ansässiger | Bürger, die Beer Schewa | noch niemals gesehen ha- ' ben. Es gab Gründe für diese grosse Propaganda, die für Beer Schewa gemacht wurde. Ais die israelischen Streitkräfte die Stadt Ende 1948 eroberten, übernahmen sie eine winzige Stadt ohne Einwohner, die Häuser walen grösstenteils recht primitiver Art. — und man merkte, dass diese Stad' mehr auf Gi und offizieller Planung als durch die Initiative iigendeiner Gruppe von Menschen gegründet wurde, elwa eine Gruppe von Siedlern. die. wüe hei uns üblich, mit. klarer Planung an den Aufbau/eines Ortes herangehen wogten. Kein ein/, ger der Soldaten, die damals in Beer Schewa einriiekten. konnten sich jemals »erstellen dass aus diesem Orte die gtos.se Sladi werden winde, die wir heute bell achten können. Dennoch gab es schon damals eine Reihe von Menschen. die in Beer Schewa blHben. ihre Familien dorthin brachten und damit den Grundstein fiir den Aufbau des grossen Zentrums im nördlichen Negew* legteri Sodann aber wurde Beer Schewa zum Auffangbeeken fiir Zehntausend« von Neueinwanderern, die in den folgenden Jahren im Lande eint raten. Der Rahmen der zum Teil halb veUallenen arabischen Häuser reichte nicht; mehr aus\ und man „sehoss” Häuser aus der Betonkanone. So entstand die „Neustadt Alef”. ein fiir den Augenblick praktisches, aber heute recht unschönes Scbikunviertel. Dieser Stadtteil war der Grundstein für das neue Brei Schewa. das sich heule slolz präsentieren kann. Die Stadt wuchs viel zu sehne 1!. um genau den Pläne-n p,einäss eu'baut werden zu können, wenn es überhaupt genaue Pläne für ihre Gestaltung gegeben haben sollte Hier hafte man aber Platz: rnan brauchte die Stadtviertel nicht; genau aneinander anzuschiiessen und sc entstand ein Stadtbild. das aus einer Reihe vollständig: auseinar.dergerissener Orte zusammengesetzt war. Nur sehr^langsam wuchsen diese Orte organisch zusammen. Lange Jah re hindurch blieben diese Stadtviertel ohne Bürgersteige und .ausreichende Beleuchtung. Man hatte den Eindruck, in einem eben gegründeten Dorf zu sein, wenn mar, diese Teile der Negew-Hauplslaeli besuchte ln den letzten Jahren aber ging es endlich aufwärts. Nicht nur der KoDektivsektor. der so lange der einzige Arbeitgeber in dieser Zone war. sondern auch die Privatinitiative entdeckten Be?r Schewa. | Mit dem Aufschwung der industriellen Entwicklung des Südens und dem Entstehen neuer städtischer Siedlungen — einer Reihe von Kleinstädten im Negow — ist auch die Hauptstadt der Zone niehl zuno Stillstand gekommen. Sie blieb : das grosse Zentrum und 1 entwickelte sieh auch dem- 1 entsprechend. Das heutige; Beer Schewa ist nicht mehr : eine typische Kleinstadt, sie i ist aber auch nicht irmhr ein noch liniert iges Gebilde, von dem man nicht wusste, j wie weif e s in seine zu gro-; ssen Kleidet binoinvachsen : winde.! Beer Schewa stellt. heute das dar. was seine Erbauer i erträumt haben; die giosse I Stadt im Süden des Landes. ¡Und niemand, der diese Siaeif. besucht, wird daran zweilein, dass sie in abseh-! barer Zell die Grösstadt des; Negew sein wird. nen, und grosse Quantitäten müssen importiert; werden. Der weiteren Anpflanzung und Ausdehnung von Johannisbrot * ii m - Ptlanzuigen kommt daher grosse Bedeutung zu. Innerhalb der Eni wirk Jung des Jerusalemer Hinterlandes spielt. Aufforstung ein* grosse Rolle und hat vielen Ne nein Wanderern Arbeit verschafft- und Dörfern die Existenzgrundlage gege. ben Grosse Wähler, unter ihnen der IViärf.yrerwahl und der Jerusalemer Wald, ersfteck-etr «ich in der unmittelbaren Umgebung der Hauptstadt. Kl VI, tR SIND i «ERLEBTET SIE ZU EIW»-FANGEN. BERATEN UND ZU BEIDEN EM. ZU Der „Held"1' Etehraaim, ~ Ln nen. — Zu e:nei Geidstiaie von 500 Mnk wurde ein 28jühriger Mann vom Scböifenge,-ich! Lünen verurteilt. weil e-r im vergangenen Apri] in einer Gastwirtschaft gesagt hatte. „Eichmann ist ein Heid solche Leute brauchen wir heute noch v’ Noch vor Gedieht ventral der Angeklagte diesen Standpunkt und billigte die Tötung von Millionen Juden (AWZ) HEI. ELI «ME GESCHENK* ZEIGEN WIR. IHNEN IN HER FESTLICH AUSGESTATTETEN II ii äiiii liiiirumi _ iKfiniDBiimiiiiiQi ff 51 Meter ve>m San Martinpiatz mit Par kinügUchkeifen) BügeRieit Herniüen ans de-»»<«•<•!.,en anni iibardM-.hei), jars*.- löschen. (tperstc.fiter*; herrliche Krawattenauewabl u. u. vo>Í>me»us«.a•».»*•-3Re.- italienische Unterwüse-be, Taschentücbtr, Gürte!1, Socken, I ieiz.ritkleidung nnrX vieles atelere mehr. Und. alles io dec klasetschrn se-hönen Gese-henkaniruaehnng. — Beriisruiip/, wie Si« es gewi hrif. süid, fveoodlivh oocl iteTKÖnlH-h. — In der1 klassischen irt»artet Si« ein tetc'hhal ip.es Lagejan lfechten Anzügen, Sport-, »»nn RegenUleidnng. Bleuer! au« Trevira, I’eii-Iiu Tropre-ai mtd Lirnen. m WEHR SIE «UBSKUMHUm «WKtKH. RECHT ZU UHS! PRAKTISCH DENKEN, VON CARLTON SCHENKEN! tro Me-ni&f Dezemntfeer simd leitÜe GtifUtiif auch i'W Shttiwi-Ieigen lbiit 19 UJnt. geo^limi m mv m y 7. E. SI-7F4! JHIEÜENAUSSTATIÜMG E. 3j-©S5