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Jüdische Wochenschau · 1961-12-08 · 1930 (8.12.1961) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1930 (8.12.1961)
Date
1961-12-08
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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^.SV.SWrVc', 2 — linir,«-*. fdr rir 1<*61. Jíbuche Í«CfteÑÜCÍ AÍJ AiU> XX W. _ v«. 1*3| (Schluss von Seite 1) ioienz »iisümmen. Etwa tausend Delegierte lepräseniHMieii 108 Kirchen sus »1len Kontinenten. Eistmalig hatie die Römische Kirche einige Beobachter zu dieser Tagung enlsandt. (Kur ne bcnbri heme, kt sei, dass 198. K denen bedeutet: 198 schieuene christliche — und auch ehe Neuzeit — ist von e’nem Kampf um un ser Recht aut freie Reli gionsausüoung erfüllt. Natürlich dachte der Generalsekretär der Weltkirchentagung bei der Geltendmachung dieser Forderung nicht an die .luden, er dachle nur an Christen, er dach- VST~!'*■' an mächtige Römische Bf’ Kirche, die andere christli- N h r : ¡ ohe »»‘M anerken- - Nach den vorliegenden nen andtr€ a,s ihre Dog. Iihc-j ma'ionen beemthiss-te men und Glaubenssätze allgemeine und interna 1il-na 1-c Ost—West Konflikt auch diese Tagung. Am erneu Ye ■ hsndlungstnge sollen vier westliche Delegier ie ver cie,- Vei samir.lungsh-i.U.d mit Plakaten gestanden haben auf denen zu lesen war: , Die lnsisehen Geistlichen sind kommunistische Agenten, sie sind keine Dierc-r Gottes, sonnicht dulden will. Di<? Frage rioT Religjonsiieiheit ist ein alivvcJiliehes Piobiem — vielleicht b< ute ein wenig in den Hinte-grund getreten, weil die Völker durch andere als religiöse Auseinandersetzungen in Spannung gehalten werden. Trotzdem soll man die Bedeutung dieses Komplexes nicht unterschätzen. Die Religionsfreid in Handlanger Krut- , heit ist ein wesentlicher Beschews“. Tatsächlich sollen eie Vertrete, westlicher Kirchen den Auftrag gehabt hai>"», gegen ehe Aufnahme der Vuireter der orthodoxen Kirchen aus Russland. Polen, Bulga ien und anderen Lärmern hinter dem eiserstandteil der' Meinungsfrei heit der Menschen, um die überall gekämpft wmd. W'enn auch versichert wird, dass die Forderung nach Re ligiorisfreii.oif in New Delhi an die Adresse der Römischen Kirche gerichtet war. über das Thema ,.R;iigions freibeit“ zu sprechen. An diesem Thema sind wir Juden auch interessieit, und zwar seit.-Jabihundeilen. Es waren dis Christen, die uns dieses Recht versagten. Das fiühc und späte Muteialter ■* «. nen Vorhang zu summen, i ~ £?h, * .j , w,ar Dennoch e-folgte deren Auf- I Be, H .Ä ", glC1' nähme beinahe einstimmig, i *1' *eth1.den Sow.ets zu- Diese Tendenzen, Kirchen *?ort aus den Ostländern auszu- | JiIoMt sc hliessen nahm der Gene \G ')lube"s‘ calsekretär zum Amass. um Ä" \g - für die Juden ist ausserst eingeengt zu der wohl auch da« Recht gehört, die Kinder i-n Geist der jüdischen Tradition zu erziehen. 2war haben russisch« Quellen beh*upkf. dass heute .m Gegensatz zu den Zeiten de.- schrecklichen Stalin volle Religionsfreiheit herrsche. Die vorliegenden Tnfoi mationen besagen das Gegenteil. Wenn auch eine gewisse Auflockerung festgestellt werden kann bleibt die Grundtendenz der öffentlichen Meinungsienkung auch im Dikiatui sfaat Krub sehews deutlich erhalten.! Der wichtigste Punkt, der j aucn für die Orientierung : Israels vo ■ entscheidender Bedeutung sein kann wurde von einem burmesischen Piiester aufgeworfen, der die Fiage steibe, ob die , ,.asintisehe Kirche nicht einen radikalen Bruch mit! der rein westlichen Denk- . weise vollziehen“ müsse. I Hier begegnen, wir einem j fehlen Weltproblem wahr-! ¡fr. FREY HßUDQ l’DEVRKEDON 2190 1* U4 »achm. —)S Dhr 4 4 4 ♦ 4- „ 4 -4-4-4 ♦ ♦ +--4-4-+--' k *-♦ *-4-44-44 4 REAL PEN: Füllhalter ♦ REPARATUREN ♦ Spezialgeschäft \ CORRIENTES 569 i T. E. 49-5850 J ¿4 4 4 44 4 4 44444444444« 144 444-4 4-4-4 ♦ 44 ♦4444-f äime 4 s. 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Das Erwachen der asiatisch-afrikanischen Wellen — denn es gibt keine afrikanisch-asiatische Einheit, wie sie aus politischen Gründen ad hoc behaupte^ wurde — hjt nicht nur auf dem Gebiet der internationalen Politik zu einer Revintionierung des Lebens und des wiiklichen Kräfteverhältnisses geführt. Man betrachte die Stimmenzahl, die den aitjungen Nationen Asiens und Afiikas in den UN zufälJt. von den Bevölkerungsmassen abgesehen. I die -on ihnen repräsentiert | werden. Hier ist eine völlig ‘ neue Komponente in die , WeltpolitiJk hineingetragen I worden, deren Wirkungen i wir heute nur in ihren aller- | ersten Anlängen beotrachten , können., da die materielle und technische l’eberlegenheif der alten Kolonial- und | Weltmächte noch vor-; herrscht. Aber wie lange | wird dieses Plus noch bel .stehen7 — Berücksichtigen I wir das Temo der Entwiek-; Ittng die sich im roten China vollzielt. I>; wenigen , Jahren — nicht Jahrzehnten j — wurde dort eine indu-! -stri'die Potenz geschaffen. ■ die sehr bald mp. der russi-; sehen und vielleicht sogar j m>t der amerikanischen kon- : kurneren kann j Der AVied?iei-.tritt der ’ selbstänciigen asiatischen Y’öiker in die W’e.lg^schich- I te bedeutet aber, nicht allem! einen politisch-materiellen i fech.nschen Vorgang. Hinter diesen Völkern stehen erheb-! liehe geistige Kräfte. Sie I wurzeln in Kulturen, von denen einige älter als die Kul- I furen Europas sind. Denn nicht Europa, sondern Asien ist oie Wiege der grossen Mensehheitcddeen der ersten Kultuien md der Wissenschaften. Die letzten mindestens zweitausend Jahre stehen wir im Bann der europäischen Kultur, hat sieh! die europäische Kultur j durrbgesefzt und einen Siei . gesrug angi.treten dar zwar!1 aussero tentlich beachten« j!; Jacobe hl. LAPtDUC l;1! tiipl. M ob ei J i: NEl’E ADRESSE < |! [;■ VIA MONTE 2037, 4o. B. \ | \ ■| 40-1710 und 48-2124 •,! > \...\; Chonukka-Feiern in. Israel .Teiusalem. — Mit dem tj aditioiiellen Entzünden der riesigen Menora auf der Spitz«, des Zionsberges wtuden die Cbanukkafeierp eingeleitel. Marathonläuj fer des Makkabi brachten die Fackel aus Modeln. : dem Heimatort des Matatias, des Vaters der Mak-; kabäer, der die r\ynasti« der Hasmonäer gründete. | weiche die syrischen Gotteslästeier. die den Zweiter, | Tempel schändeten, in einem diej Jahre währenden; Aufstand vermeldete. Dieser Kampf endete mit dem j Wundei. das wir noch heute alljä.hilich am Chanukkai fest feiern. I Ein« besondere Veranstaltung wurde auf dem '■ Zionsbeig abgehalten, um die 2.(Kt0 israelischen Ju-! gendlichen zu ehren, die im 13. Jahr des Staates Israel ihre Barmitzwa begangen haben. Die Zeremonie i dinde vom Minister für religiöse Fragen geleitet. Ein jener der Jungen erhielt eine Medaille zum Geschenk, die eigens für diese Gelegenheit geprägt worden wai. (ITA) 1« SUMM ISRAELITA JBisernanarlo — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Di, H. Swaxtentky PneyrreJón 2.190, 1? izq. T. £. 83-2613 80.6930 Abono-Prei»: Argentinien: i $ 75.— pro Quarta] Ausland $ 450.— jährl. ¡ wert, nicht immer aber) Geist. Solange das Cnristeniiberzeugend ist Wir wollen | üim eine asiatisei.e Religion hier nicht die Frage aut-! war., wirkte sie durch die wei ten, welche Faktoren einer Kultur im aJgemeinen zum Sieg verhelfen, das heissl. sie zum vorherrschenden oder entscheidenden Faktor machen. Die chrfstlich-europäLche Kulrur bat sich jedenfalls nich’ nur wegen der ihr innewohnenden geistigen oder moralischen Werte durc-hgesetzt. Hier liegt; ein wichtiwachsen. Der buj mesische Priester »ai nlsc ein Thema von weltweher Bedeutung angeschnitten. das zum geistigen ger, wesentlicher, d. h. im j Mittelpunkt der sich snbah- V.'escn verhandener Gegennencien kulturellen Auseinsatz zur asiatischen, z. B. , rndersetzungen werden wird I univtiseile Bedeutung. Desj wegen wäre e« angebracht, | wenn sich die Juden, wo sie auch mmer leben, mit diesem Fragenkreis zu btscbälligen besinnen. Fnr Isiae, hat diese Ansiinaruier Setzung aus verblei der Toleranz, der j rehiedenen Gründen erhöhte Meosehl.chkeit, der Güte. 1 R«a:ität, ela dort durch den der Liebe, des Friedens. Der! Zusammemfluss von Mer,- Ged mke der ecclesin m 1 - j rchen aus allen Ländern und lila n sder s t r e i tj Religionen, aus allen Kultubaren Kirche .st auf I ren und Gedankerwelten heeuropäjschem Boden ge- 1 eit« heute die Klärung bezui jüdischen Kurtur. Das . Christentum und mit ihm die ■ europäische' Kuhur wurden | mit Feuti und Scoworf verj breuet. Per Begriff der! ..ecclesia mijitans“. der I streitbaren Kirche, ist nur i dem Christentum eigen. I A' e in Asien entstandenen Religionen und aiie Weltre-! ligionen s i d d in Asien entstanden, auch das Chri- , sientum — kennen den Be- . j griff der streitbaren Kirche j nicht: sie gewinnen ihre An- ' D)6si Die, weiteren Folgen einer solchen Entwicklung wollen wir hier nicht aufzeigen, da sie .,en Rahmen jedes Zeilung«arfikels sprengen und eine' gründliche Vorbereitung und. ausführliche Erlauf?, ung verlangen. Dass es aoer zu dieser Gegenüber- und Fragestellung kommen wird. — im Grunde genommen ist sie bereit« neute gegeben — kann kei- Zwet'el unterliegen. Fror.,emat;k ist. aul hä ngei schaff du^ch die ihnen innewohnende Kraft, durih den Giauoen, durch den Gedanken, durch den 4-4~+ 4 4-44 -4444 44-44 4*4 4 4! » + I Pr, keinen Kieis, auf kein Volk, auf keine Gemeinschafi oder Glaubensg-uppe be-; lenzt. Sie gilt ebenso für Christen wie für andere, sie wirft ibie Schatten aut alle Kontinente. Denn dieser I I ,,Kulturkampf“ hat eine gönnen bai. Vielleicht ist dies noch niohi allen bewusst geworden, da das europäische Kulturelement eindeutig fiberwie£t. Israel iber ist trotzdem kein europäisches Lano. Seine geograpnische Lage zwischen den Kontinenten, seine hi- «torische, Scndun^ als Briikke der Kulturen t. ürdet ihm eine Aufgabe auf, die zunächst darin bestehen dürfte, das jüdische Geistesgut der asiatischen Welt zu eisehliessen. Das weiss man in Isiae1, wenn auch — wie viele Beobaenter übereinstimmend erklären — auf yksem Gebiet noch längst ich' genug gesc:.ehen kann.;umal die Voravssetzunger, und Möglichkeiten des jungen Siaates hierfür noch rnef' ausreichen Jedenfalls stehen wir hier vor einer Entwicklung von grösste: Tiagweite. die zu einer völligen Neuorientie- 1 ung Jei Menschheit führen kann. ♦ ZAHNARZT ♦ ES I OM BÄ 2283 52 8214 t FAYOS X t FA RA DENTOSE i TELEF. « + VORANMELDUNG ♦ A4 ♦ 4 44 44 44 -44-4-44 44-44-' v*-w*w.w.VArwv.v«%'!; NERVEN u. GEMÜTS- KRANKHEITEN ,[ Dr. m. 4. 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