Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1929 (5.12.1961)
- Date
- 1961-12-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Mi,rír-K, íríe Dici* rob»’« tit- 1961 J ü I) ) s C W Ii WOCHENSCHAU A0„ XXII. _ N«. i» (Schluss von Seite 1) Zungen standen. Wan nahm den ..neuen V( jkvrbund” nicht reehi einst. Dennoch sollte es sich /eigen, dass der Gedanke einer internaliona’en Tribüne zur Austragung von zwischenstaatliche« Konflikten der grosse« Fj iedenssehnsuchi enlspiach, d}< in a^en Völkern zu einer lebendigen Kraft ge winden war. In den An'angsjahren dtj- UN gab es lür diese internationale Organisation zwei Bewährungsproben: Korea und Palästina. Man muss bedenken, dass die UN — rum mindesten am Anfang ihres Bestehens und zu Beginn ihres Wirkens — nur so viel Macht hatten wie ihnen von den Grossrnächien zugestanden wurde, um die Tiagweiie der Intervention in Koiea und der Entscheidung über Faläsfina zu versieben. ln der Palästinafrage wurden die SchwierigkeL fen überwunden, die durch den ständigen Ost-Westkonlhki. seit den ersten Tagen der UN bestehen. Amerikaner und Russen waren für die Teilung. Welche Motive zu dieser einmaligen Kon ne absolute Notwendigkeit g>weiden war um den Untergang der Menschheit zu verhindern. Die Vereinten Nationen hatten gezeigt, dass sir im- , stände sind, einen Richteri kommen Spruch zu fällen. Die folgender; Ereignisse enthüllten aber schonungslos, dass die UN noch nicht in der Lage waren, ihre Entscheidung du, chzusetzen, Die arabi sehen Staaten opponierten gegen die UN-Resolution; sie weigerten sich, diesen Beschluss anzuerkennen. Die UN-Behurden blieben inaktiv. Sit unternahmen nichts, um die Unbolmässigen zur Ordnung zu ruien. Die allgemeinen Probleme der Weltpolitik. das Tauziehen zwischen Ost und West, der Gewinn bzw. dev drohende Verlust von Mitläufern. Absatzmärkten und Einflusssphären legten die UN-Initiative lahm. Der Ueberfall der sieben arabischen Staaten auf das soeben proklamierte Israel wurde gedulriol. obwohl es die UN selbst gewesen sind, die wenige Monate zuvor die Schaffung des jüdischen Staates beschlossen. halten. Der Angriff gegen Israel war zuw - cv jvu «*v.4 uai «cu ■teJlafron f ührten, bleibe hier I gleich ein Angriff gegen die dahingestellt. Ob sich das WeJigewissen nach den furchtbaren Erlebnissen der hiilerislischen. Morde poch.; regte oder eine Entscheidung aus opportunistischen Gründen herbeigeiührt wurde, ist nicht wesentlich. Jedenfalls siegte das: Recht. Mit dieser Resolution Wuchs das Prestige der UN. Sie hatte ein Wort gesprochen, das einen alten Konflikt und eine lästige Frage beseitigen sollte. Die Nationen horchten auf. Hier war ein internationales Tribunal, das über den Parteien slarrd. Die Hoffnung wuchs, tfass: die UN vielleicht doch eine Lösung auf dem Wege zum Weltfrieden wer den könnten. internationale Autorität der i Vereinten Nationen. Dass sie schwiegen und untätig blieben, offenbarte allen Völkern der Erde, denen die Mitglieder der UN waren, und denen, die erst um ihre UN, um ihre Entscheidung durchzusetz.en. Es bestehen zwaj Waffenstillstände zwischen Israel und seiner, Nachbarn, die durch die UN zustande gesind. Aber es herrscht kein Frieden. Die UN unternahmen nichts, um den langen Konflikt endlich beizuiegen. Man darf sagen, dass in der Palästina-Frage seit Jahren aut der Stelie getreten wird. Gewiss handelt es sich dabei um ein israelisch . aiabisches Problem. Man soll aber verstehen lernen, dass dies in mindestens gleichem Umtang eine Angelegenheit der UN ist, die auf ein« ständige Krise dieser iriiernadonalen Körperschaft hinweist. Der Widerstand der arabischen Staaten gegen einen mit Zweidrittelmehrheit gefassten Beschluss hat alle Rebellen ermunterl; die Nationen beobachteten, dass ihr offener Widei stand gegen diese höchste Instanz de? internationalen Lebens kein Risiko mit sich bringt. Die Tatsache, dass die UN ihren 1947 gefassten Palästina-Beschluss nicht ernsthalt verteidigten, sollle in der Folgezeit verhängnisvolle Folgen zeitigen. Recht ist immer erst dann Wirklichkeit, wenn es durchsetzbar ist. So wurde die Palästinatrage für die UN in mehrfacher Hinsicht zu einem Prüfstein. Die Vereinten Nationen erwiesen sich als eine schöp- Freibeit kämpften, dass der! irische Kraft. Aber noch internationale Organismus I iehlte ihnen die Möglichkeit, schwach ist und noch nicht ’ ’hren Willen auch den Wieinmal die Möglichkeiten; Verstrebenden aufzudrükhat. seine eigenen Beschliis- 1 ken. se zu schiilzen aind ihnen! Gültigkeit, zu verschaffen. , Diese Diskrepanz konnte man in der Palästinafrage des öfteren beobachten. Per Sicherheilsrat proklamierte, um eine weiteres Beispiel zu geben, die Freiheit der internationalen Schiffahrt durch den SuezkanaL Aus- , . ... Frieden. > (]rik.k]k.h wurdt erk]äri> der m * «befracht d« dass Aegypten verpachte wadigem Entwicklung der I sej aucn Israelischen *chii- Jcconufc und damit der I fdciungskrafl der Waffen ei- 0 ß A B 0 PUEVRREDON 219« I’ b«. nachm, lti—19 Uhr s. a. : l SPEBRHOELZER j HOELZERj OIAZ VELEZ 5224 $ Tel.: 89-9349, 33-9305J 4- 4-4-4 REAL PEN: Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschält CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 4*--*-4-4 ♦♦♦444 ♦ ♦ ♦♦ •* f 4k-♦•4—4 ♦4-4-4- 4-4 4 444 4 DIPL. OPTIKER Sarmiento 829; T. E. 35 - 7356 j ► 4 -*-*♦-■* Durchfahrt durch den Kanal zu erlauben. Wiederum weigerte sich Aegypten. diesen Beschluss anzuerkennen. Wiederum geschah nichts von Seiten der ,VArJV.VAV.VW.V MGHEl N. FLÄKSIN Superi 27(9 E. «6-4784 H. 76-2S12 ÍVAV«V.W.V»'.V. } Jacob« Mi. LAFtDUS { < dipt, Mobet \\ NEUE ADRESSE!| í VJAMONTE 2037, 4<i. B. ‘‘ 46-171« und 482124 Í MARTHA 1 ¡CHAPEA UX¡ % - HUTSALON i B E Jetzt in L 6 R A N MOLDES 2 5 6 1 < T. 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Südafrika beriet sich auf ein billiges Argument, Die Ä nt ¿Jüdischer Terror steigt Paris. — Die jüdischen Organisationen Algiers berieten im Büre dej jüdischen Gemeinde und bildeten eine Kommission, der di«' Auigabe zufällt, jüdischem Familien bei der' Auswanderung nach Frankreich zu hellen. Wie geme ldet wird, haben die terroristischen Attentate gegen die Juden in letzter Zeit in ersebrekkendem Masse, zugenommen. In der vergangenen Woche wurde in der Ortschaft Bab el Oued. in der viele Juden leben, ein Juden namens Isidor Kahla von der Kugel eines Terren-isten schwer verletzt ,Jnd den 64jährige Efraim Malek. welcher als vereidigter Uebersetzer an einem Militärgericht arbeitete, durch einen Doichstoss gelötet. Die Befürchtungen der Juden sind besonders >n Constantine gestiegen, wo festgestellt werden konnle. das? die von den Terroristen begangenen Morde besonders ar, Juden verübt, werden. Von den 17.006 jüdischen Bewohnern dieser Stadt leben kaum noch 5.000 dort, da die übrigen nach Israel oder nach Frankreich ausgcwanderl sind oder nach Algier zogen, wo die Sicherheitslage weniger ernst ist. Die Juden von Constantine haben sich zuj Massenauswanderung entschlossen. weil sie die Ho-fnung. weiter in der Stadt leben zu können, mit der Zeit aufgegeben haben. Die meisten fürchten sich vor den Drohungen der Mohammedaner, so dass sic ihr Hab und Gut zusammenpakken und aus Angst der« Mördern zum Opfer zu fallen, die Stadt verlassen. (ITA/ UN hätten kein Recht in die internen Angelegenheiten eines Mitgliedslands einzugreifen. Das ist eine hohle Philosophie. Wo hören die inneren Angelegenheiten auf und wo beginnen die an sseren? Diese Frage ist nicht zu beantworten. Jede Br. B. Sdiwara ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-9214' PAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG Allgemeine Zietmten New York. — Die Exekutive der Wellfödeiation der Allgemeinen Zionisten wird vom 3. bis 5. Dezember in New York eine Plenarsitzung abhalten. wie Dr. Emanuel Neumann, der Präsident der Organisation mitleilte. Mitglieder der Exekutive aus Israel. Laleinamerika, USA. Europa und Australien werden der Tagung beiwohnen. Ausser den Berichten der Büros in New York. Buenos: Aires, Tel Aviv und Paris werden folgende Themen zur Diskussion stehen; Stärkung der zionistischen Bewegung in der Diaspora. Rolle des organisierten Zionismus in Israel- Probleme der Welteinheit, der Bewegung der Allgemeinen Zionisten. Position der Föderation bei den kommenden Sitzungen der Jewish Agency und des Aktionscomftes in Jerusalem, Tätigkeit der allgemein-zionistischen Jugend. In diesem Programm wird im besonderen auf die Frage der Einigkeit des Allgemeinen Zionismus vei wiesen, zu dessen Spaltung nach dem Zusammenschluss der beiden Flügel in Israel auch in anderen Ländern kein Anlass mehr besiehe I; NERVEN u. GEMÜTS- *. KRANKHEITEN M. J. KUHN HI f prov. »| RIVADAVIA 2625 *. Tel. 48-7524 g Mont., Mittwoch, Freitag % < 17—20 Uhr. Tel. Arimel- > ¡j düng erbeten. Restaurant »Paso' — T. E. 87-9259? 5 Paso 452 (al fontlo) Unter Aufeicht des Vsad Har»bo»im der Kehilla MITTAGS- und ABENDTISCH von jetzt an auch Sonntag abends geöffnet Anrichten von Kleinen Festlichkeiten und Banketten BERNARDO STERN und JEAN JELILSBLRG Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA (9(5 T. E. 58-4552 innere Angelegenheit eines Slaats berührt die anderen Länder und wird damit auch zu. einer Frage von internationaler Bedeutung. Besonders dann aber, wenn „die Menschenrechte zum Nachteil einer einzelnen Rasse verletzt werden, haben andere Staaten das Recht, im Namen des Völkerrechts einzugreifen.” Das ist ein al ter völkerrechtlicher Grund, satz, der von dem berühmten deutsch-schweizerischen Völkerrechtslehrer J. K. Bluntschli bereits 1870 aufgestellt worden ist. Dieses Prinzip ist also nicht neu fabriziert ■worden, um den Machenschaften der südafrikanischen Regierung entgegenzuwirken. Es entspricht altem Völkerrecht. Gerade in diesen Tagen stehen wir wiederum vor einer ähnlichen Situation. Der portugiesische Präsident erklärte. dass sein Land d:ie .Ratschläge der UN' nicht annehmen werde. Portugal, ausgerechnet das kleine Portugal, will mit andeien Worten seine alte Kolonial- M SEMANA ISRAELITA tíisemanano — aparece ice Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky PueyrreJón 2190, 1? jzq, T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland 5 450,— jährl. Politik: weitertreiben, durch die sie die abhängigen Völker nur mit aller Sicherheit in die Arme des Ostblocks jagen wird. Der Präsiden! Poriugals, das übrigens ein} faschistisch orientierter unt^ legierter Staat ist, veibat sieh die „verbrecherische ausländische Einmischung”. Weil die UN nicht Portugals Weg gutheissen wollten, wild der Präsident Portugals zu einem .Ankläger' a la Goebbels. Plötzlich werden die UN zu einem Zentrum umstürzlerisc-her Elemente und zu einem Forum wenig fruchtbarer Diskussionen (Goebbels sprach von der Genfer Quasselbude!. Die Verantwortung für diese Entwicklung liegt nur bei. den UN selbst. Hälfen sie. die Kraft schon 1947 l»ewiesen, ihren Beschlüssen Gültigkeit zu verschallen, wäie die Lage eine andere. Seitdem tritt man auf der stelle. Es ist die Stunde gekommen, auf dem Wege z.tim Frieden durch klare Stellungnahmen vorarizuschreiten. «v> «♦♦♦ < Die Adiminstration der J. W. bittet Herrn RENEE CAHN früher Libertad 250 um Angabe seiner neuen Adresse unter T. E. 83 2613 und 80-6930 an die Admin. der J. W. Dr. SOLDSTEIN Vertreter; CABILDO 2464 MEDICO Ur. A. 5ANGUINETTI T. E. 76-2406 Dr. AKtYA MEDRANO 1066 HERHGW1CZ T. E. 86-9646 pari. 70.4484 nssüs! IDB53SI3SIS1i VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS MANSKY Dr. SAUL Sarmiento 3 í í6 T. E. 87-1362 "Ll-SSiPSPSEStáSBisí’íif illíi'Sf í .5F3 v*WHWS»M*5M BiS3fi3gssiSiiii£Si!SESASiis*si-r---3r-sssesrDisiessBS®iiSiiMLisr»tf §Dr. BENJAMIN L1PNIZKYS | ZAHNARZT | i ROENTGENSTRAHLEll - ZAHMZIEHEH — «E- S S HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — ÄEGÜ- * jjjjj LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG S S Sprechstunden: Dienatag — Donnerstag — Sonnabend ■ S nach vorheriger Vereinbarung. S m JOSE HERN ANDEZ 2518 T. E *6-8#73 und 73-»s« S lsa;i53SBSS=3iiSEff“ISES?Siä'BHi’!3i-B*SiSä!1'3“?3as*B®*SS,BSfS8i*lf> Dr. L KLEIN Médico Magren, und Darmkrankheiten Röntgen -U ntersmehung*» SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag ron 15—19 U*r Eg wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden SANTA FE 1391 T. E. 44 9493 u. 44-1542;; Die I«duf'J »erci*l®55 , SSsr Empfang f1^ greunde eing auch die laden war. hs Freundeskreis merzielle der a«* Wirtscäaftsber rael-Botschaft, und Dr. Bar,e ren. i)erAit. 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